Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the day Freitag, 29. April 2022.

Archives: Freitag, 29. April 2022

Als ich ein junger Hippie war, und, fünf Jahre vor Willie Nelsons „Stardust“ (das ich erstmals 2013 hörte), und zehn Jahre vor Brian Enos „Apollo“ (das ich am Tage des Erscheinens hörte und mich in den Himmel transportierte, s. Foto) zur Zeit des Abiturs meinen Berufsträumen auf die Sprünge half, hatte ich zuhause kleine orange-weisse Hochglanzbroschüren liegen, die mir etwas erzählten über meine brainstormartig zusammengewürfelten Fantasien: vier Heftchen dabei über Archäologie, Astronomie (mhmmm, war Astronomie wirklich dabei? In Mathe war ich so schlecht und mit Astrologie habe ich das nicht verwechselt), Anthropologie, und Ethnologie! Nachdem ich mir also eine Zeitlang sehr gut darin gefiel, in ferner Zukunft Göttern, Gräbern und Gelehrten nachzuspüren, und a la Indiana Jones (natürlich, etwas realistischer) in fernen Erdwinkeln an Ausgrabungen teilzunehmen (ich hatte den einen und anderen Klassiker gelesen, und sowieso genug Jules Verne), fing ich an mit dem, was sowieso meine ersten Einfälle waren, mit Germanistik, Anglistik und Philosophie – und landete schliesslich in der Psychologie.

 

 

Meine gesammelten Berufsideen, naheliegend oder exotisch, haben eines geneinsam: die Lust, ein Detektiv zu sein, im weiteren Sinne. WIR SIND ALLE DETEKTIVE. Und hiermit sind wir beim nächsten manafonistischen Rätsel angelangt. Zu gewinnen gibt es nichts, weil die Antwort leicht zu googeln ist. Und, bitte nicht googeln, das Raten macht mehr Spass.

 

Die Frage lautet: von  wem stammt der folgende Text?

 

Würde es einen Preis geben, wäre dieser eines der folgenden Kunstwerke: Father John Mistys  „Chloe and The Next 20th Century“, oder, in schöner Digipak-CD-Fassung „Revolver“ von den Beatles, oder die deutsche Übersetzung von David Mitchells „Utopia Avenue“. Drei Werke, drei Zeitreisen, und in gewisser, assoziativer  Weise, durchaus verbandelt mit dem Text.

Da es aber nun keinen Preis gibt, kann das Spiel aus purer Lust am Spiel, und ohne Schlaumeierei, und doofes Nachschlagen, gespielt werden. Hast du das Lied vielleicht schon mal gehört?  Von  welchem Barden? Vielleicht jenes amerikanische Duo? Basiert es auf einem Traditional? Oder dieser schottische Ur-Hippie? Ist es eines dieser postmodernen Gedichte, die in aller Schlichtheit und im  Geiste der Romantik daherkommen? Vielleicht aus einer Anthologie der Lyrik der 70er Jahre? Hat Peter Hammill diesen Text mal vertont, allein am Klavier? Oder sind das falsche Fährten? Man kann zum langsamen Lesen des Textes auch gut sphärische Musik laufen lassen, aus der Ecke von Klaus Schulze oder Tangerine Dream. Oder sich vorstellen, wie die Zeilen aus dem Mund von Marianne Faithfull klingen. Einfach hier einen comment hinterlassen, keine mails schicken. 


every night i scan  

the heavens with my eyes  
seeking the star   
that you are contemplating.

i question  travelers     
from the four corners of the earth   
hoping to meet one    
who has breathed your fragrance.

when the wind blows    
i make sure it blows in my face   
the breeze might bring me    
news of you.

i wander over roads  
without aim, without purpose.   
perhaps a song    
will sound your name.

secretly i study    
every face i see   
hoping against hope   
to glimpse a trace of your beauty.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz