Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Montag, 13. November 2017

 

THIS NEW SERIES WITH 24 EPISODES (!) ENDS AT CHRISTMAS. IT CONTAINS SNIPPETS OF TEXTS MANAS HAVE WRITTEN DURING THIS YEAR. AND SMALL SEGMENTS OF COMMENTS, INTERVIEWS, EVEN LYRICS TAKEN FROM SONGS. SOME OF THE TEXTS ARE AUTOMATICALLY GENERATED. OTHER ONES CHOSEN WITH CARE. NO NAMES REQUIRED. IT MAY BE REGARDED, HOPEFULLY WITH A SENSE OF WONDER, AS A RELIGIOUS-FREE HYPER TEXT ADVENT CALENDAR. EVERYBODY IS CREDITED AS COMPOSER IN THIS MANAMORY GAME, AND CAN CONTRIBUTE, OR FEEL COMFORTABLE IN THE ROLE OF A PASSIVE OBSERVER. THREE QUOTES ARE THE LIMIT. ZERO OR ONE (NEW!) PICTURE. SWEEPING ECLECTICISM. JULIO CORTAZAR WOULD LOVE THIS. THE JUKEBOX PLAYS THE PENGUIN CAFE ORCHESTRA. THE FIRST SEQUENCE OF NINE EPISODES ENDS SOON, WITH EVERYBODY HAVING HER / HIS STAGE TIME. INCLUDING SPECIAL GUESTS. WHAT COMES AFTER, DEPENDS ON YOUR PUZZLING IDEAS. THE LAST EPISODE WILL BE PRODUCED BY MHQ AND POSTED ON DECEMBER 24.

 

 

Wer dieser Tage bei Gregor über die grosse Leiter ins Labor der Radios und Jukeboxen einsteigt, hat  natürlich zuvor die Lage gesichtet, und sicher gestellt, dass niemand zuhause ist – kleine Beutestücke, Singles, LP’s, Tonabnehmer, Erstauflagen der 68er-Klassiker, könnten in Windeseile den Besitzer wechseln, und später, als Hehlerware, verschachert werden. Umso verwirrter wird der mutmassliche Eindringling dreinschauen, wenn er sich plötzlich alles andere als allein wähnt und sein alter ego, sein weibliches Pendant, vorfindet, nämlich eine „Obstdiebin“, die schon Äpfel umd Birnen von prall gefüllten Tellern eingesammelt hat. Fassungslos ergreift unser Tagedieb die Flucht.

 

Zwar nicht direkt, dafür indirekt umso direkter erklärt Rezensent Dirk Otto Pilz seine Hochachtung für Peter Handke und sein neues Epos, indem er sich in seiner poetisch tönenden Rezension Handkes herrlich „himmelhebende“ Sprache anzuverwandeln scheint, und das ganz mehrdeutig, denn um Verwandlung geht es dem gestandenen Autor unter anderem und einmal mehr in der Geschichte seines Ich-Erzählers, der sich schon zu Anfang ohne Umschweife als Autoren-Ich offenbart und sich zu späterem Zeitpunkt mit einer zweiten Figur, einer „idealischen“ und selbstkritisch witzigen, zusammentut, als Ehepaar, als Geschwisterpaar, als zwei in eines verwandeln sie sich ineinander und auseinander, recht verwirrend für den Leser der Rezension, sich „verirren“ bedeutet aber schließlich bei Handke die Verwandlung und das Verirren bedeutet erleben, also leben, lesen wir. Es ist jedoch die Art, wie Verwandlung hier thematisiert wird, die Meister Pilz besonders interessiert, denn sie unterscheidet sich von früheren Arbeiten Handkes. Zunehmend erscheint das sich Verwandeln und das Schreiben selbst als eine Hinauf- und Hinaus-Bewegung aus der Welt, als „Weltflucht“, ein Begriff, der für den Rezensenten jedoch, wir ahnen es, in diesem Fall nicht unbedingt negativ besetzt ist. So scheint aus einer „einfachen Fahrt ins Landesinnere“ geradezu eine „Himmelfahrt“ zu werden. Ein Element von „mystery“ ist dem umfangreichen Erzählwerk durchaus zueigen, obwohl sich Handke den meisten  landläufigen Topoi des Genres verweigert.

2017 13 Nov.

Dreizehn Elf Siebzehn

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Einen anstrengenden Tag am Abend, weil man noch etwas vorhat, für sich selbst zu drehen und positiv zu machen – das geht, aber es kostet Kraft. Bei dieser Veranstaltung dann zu hören, wieviel Kraft andere in ihrem Alltag aufbringen müssen, die weitaus mehr betroffen sind als man selbst, gab mir Kraft. Dazu kam eine persönliche Begegnung: man (= ich) konnte endlich gelesene Blogbeiträge mit einem Gesicht, einem Menschen und einer Stimme verbinden.

Aus dem Abend anders hinausgehen, als ich hereingegangen bin. Das kann Kunst, und Zeit zum Zuhören, zum Reden; fernab von all den Oberflächlichkeiten des Alltags.

Und den Schub, den dieser Freitagabend, diese Begegnung mir gegeben hat, den habe ich mitgenommen und hüte ihn wie einen Schatz. Möge er lange vorhalten. #notsad

One week ago, a friend asked me about the best-sounding jazz album ever. What a question, I answered. I don‘t know anything about „ever“, but ask me about a certain time. Then he asked me about the best-sounding jazz album of my teenager years, and the best-sounding album „before my time“. Okay, choices made instantly. I said, „Dis“ with Jan Garbarek, Ralph Towner, and the short appearances of a wind harp. And thinking of the times before my time, I said, „Way Out West“. It was made in the middle of the night on March 7, 1957, in the shipping room of a small Los Angeles record company, with an underpaid engineer recording a trio playing cowboy songs on a first-generation stereo Ampex tape deck through a homemade mixing console. It seems an unlikely setting for one of the greatest jazz recordings of all time, musically and sonically. But the players were Sonny Rollins and Ray Brown and Shelly Manne, and, on that night, they were cookin’. What seems like strange duo of vinyl albums, makes some extra sense when realizing a strong bond between them: deep relaxation, high intensity, breathing space. Real favourites.

2017 13 Nov.

Manamory 2017/3

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„Jetzt weiß ich, warum du so schreibst, wie du schreibst“, sagte N, als ich sie in meine Wohnung einlud und sie aus dem Fenster blickte. Was hatte sie nur gesehen? Gerade Linien, sagte sie. Ich hatte jahrelang in die Wolken geschaut, und die Farben um sie herum. Das Sichtfeld auf Autos abgeklebt, da blieb das Dach des ältesten Hauses der Straße.

 

Vorgestern habe ich – wie Ian auch – Brian Enos Reflection wiedergehört. Es ist ein wunderbares Stück, das ich am liebsten hören würde in einem lichtlosen Raum, wo die Klangfarben aus allen Richtungen tönen, voll frischer kühler Luft, an einem See aus Klang.

 

Hätte der Traum nur ein gemächlicheres Tempo angeschlagen, ich wäre mit dem Bus gefahren, hätte die Strasse mit dem seltsamen Namen gefunden, die Sommerwinde eingeatmet, sie hätte ihre Lieblingsplatte von Al Stewart aufgelegt und die grosse Badewanne vorbereitet, die gut auch in einen Chabrol-Film der frühen Siebziger Jahre gepasst hätte.

 


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