When I was a young girl our family sometimes visited my mother´s mother. It was just few miles away, to me it was countryside for they had a garden and even chickens there. My grandmother lived with her brother and his family in a house, she in an appartment upstairs which she shared with another old woman always dressed in black. Kind of flatshare, but not at all hippie-like. She was my only grandmother that time, hard of hearing, so I automatically talked louder to someone older than say seventy, even now. She had lost nearly everything she once loved, at a very early age, and she never talked about it. These visits always bored me. I was the only child in the world, as my brother talked to the adults and seemed to be like one of them. All my books I had already read. At that time I did not know about the public library. My mother was a children´s nurse so she was afraid of bacteria and thus not enthusiastic about library books at home. In my despair I took the current edition of the women´s magazine my grandmother bought every thursday, year for year. As I never was interested in king´s or queen´s affairs or their babies and the fashion and make-up advices, there were only a few pages left I regulary read. This was the story of the week. Main character mostly was a young or middle aged woman unhappy with her love life. And – I could hardy believe it – there was always a happy end, at least in a way. I lied on a sofa in a separate room (my brother´s godmother´s bedroom) and I thougt when this was a good short story everybody could write one. But I did not trust them. And would a calculable life not be boring?
Archives: Samstag, 14. Mai 2016

In den Manafonistas-Sedimenten ruht in der April-2016-Schicht ein Beitrag, den ich hier freilegen möchte. Dort regte Michael an, Please let me know your favourites consisting entirely of cover versions … no matter from which era. Zu meinen Favoriten zählt das Album The Lost Chords Find Paolo Fresu von Carla Bley. Die ersten 6 Tracks – das Banana Quintet – haben es in sich, für mich ist das eine Cover-Version der besonderen Art.
Carla Bley ist am 11. Mai 80 Jahre alt geworden. Zahlreiche Rundfunksendungen feiern eine lebende, eine lebendige Legende des Jazz. Das ist schön. Viele ihrer Freunde und Gefährten sind in den vergangenen Jahren gestorben: Paul Bley, Charlie Haden, Paul Motian, Gato Barbieri, Dewey Redman, Jack Bruce.
In meiner Jazz-Sammlung ist Keith Jarrett mit den meisten Alben vertreten, gefolgt von Miles Davis und dann doch tatsächlich von Carla und Paul Bley. Im REAL BOOK, das ich seit den 70er Jahren besitze und benütze, sind einige Stücke von Carla, darunter die sperrigen, skizzenhaften And Now The Queen und Ictus, denen nur Musiker vom Format eines Paul Bley gewachsen sind und die zugänglicheren Ida Lupino und Sing Me Softly Of The Blues, die ich gerne selbst spiele.
Wenige Tage vor ihrem Geburtstag erschien ihr neues ECM-Album. Das Trio mit Carla Bley, Steve Swallow, Andy Sheppard – eine Besetzung, die an das Jimmy Giuffre Trio erinnert – fasziniert mich seit vielen Jahren. Es gibt eine Reihe von exzellenten Alben mit diesen Dreien: Songs With Legs (Aufnahmen einer Europa-Tournee aus dem Jahr 1994), die Lost Chords Alben (von denen ich jenes mit Paolo Fresu besonders liebe) und die letzten beiden ECM-Releases Trios und Andando El Tiempo.
Im Winter 2010 habe ich das Trio Live in Neuburg/Donau im „Birdland“ erlebt und konnte mit den Musikern sprechen. Der Eindruck war tief, ja schon meine Vorbereitung auf das Konzert war von besonderer Art, denn während der Fahrt nach Neuburg hörte ich erstmals die Banana Suite, die mich auch in Tagen danach intensiv beschäftigte – ein Anlass, nach Carla Bley’s Webseite zu suchen und per eMail meine Eindrücke mitzuteilen. Die höchst originelle Webseite wird von Carla’s Tochter Karen Mantler gestaltet. Ein Besuch lohnt sich!
2016 14 Mai
Der Wind aus Afrika
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Joni Mitchell | 3 Comments
In meinem Leben brauche ich Kendrick Lamar nicht. Egal, wie fantasiereich der eine Hip, der andere Hop daherkommen, mir geht dieses Testosteron im „Gerappe(l)“ auf die Nerven. Beeindruckend, das Selbstbewusstsein, gut, die sozialpolitische Schärfe, fein, die klanglichen Zugewinne, aber ich laufe ja auch bei Cecilia Bartoli weg. Oder bei Gregory Porter und seinem Kuschelsoul. Es gilt, die Stimmen zu finden, die das Wundern wachhalten, da findet jeder sein eigenes Namensverzeichnis. Manche dieser Stimmen wohnen garin einem einzigen Jahrzehnt, weil sie später keine Alben mehr gemacht haben, die mich gefesselt haben: Joni Mitchell etwa. Oder Van Morrison. Da halfen auch die Gesangeskünste nicht mehr. Beide leben in meiner „desert island collection“, voller Ernnerungen, und geben, wenn ich sie auflege, Laut von einer anderen Zeit und Zeitlosigkeit: „The wind is in from Africa / Last night I couldn’t sleep“. Nach wie vor wundert mich die Geschichte, die Brian Eno vor Wochen erzählte, wie sehr ihn damals, ganz untypisch für seine nicht gerade enormen Sympathien für „confessional somgwriting“, Jonis „Court and Spark“ in den Bann gezogen habe, und dass ihm da klar geworden sei, im Hinblick auf sein anstehendes Projekt, „Another Green World“, ein wenig anders an die Texte heranzugehen. Liest man die „lyrics“ beider Alben, stellt man fest, dass der Einfluss extrem subtil gewesen sein muss, und sich womöglich in reiner Klanglichkeit aufgelöst hat. Der Wind aus Afrika stammt ja aus „Blue“ (da fällt die Zawinul-Connection schon mal flach), und Joni flaniert auf „Court and Spark“ mehr in Paris und Los Angeles als unter Vulkanen oder auf exotischen Inseln. Eine kleine Spur ist vielleicht der erste Abschnitt dieser Strophe: „His eyes were the color of the sand / And the sea / And the more he talked to me / The more he reached me / But I couldn’t let go of L.A. / City of the fallen angels“.