Manafonistas

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Archives: Freitag, 18. November 2011

Hi.

The drums are mainly drums from the Sabar-family (wolof-people of Gambia and Senegal)
But also drums from Nigeria (papa-talking-drum) and from Indonesia. Sometimes they are played in a natural way (with stick and hand) and sometimes manipulated (Bells or other metal objects put on the skin to alter the sounds and characteristics of the drum)

Like I mentioned above; this is not entirely a folkloristic or genuine tradition concept. Neither Jon nor me are experts on the Sabar/Wolof-drumming, but we have studied that tradition more than other „styles“. But we „borrow“ sounds and Ideas (all material is composed, but inspired by …) to create a different music. Combined with our background from (jazz) contemporary improvised music and it´s tradition of manipulating sounds and surfaces of sound gives it a flexible and everyday-new appearance, but giving it a flavor of tradition and root.

I am in Mannheim next week with Audun Kleive and Arve Henriksen … By the way.

H

—
mvh. Helge Andreas Norbakken

Kleine Fluchten am Abend – das ist doch mal eine Gute-Nacht-Lektüre: „St. Ives“, der letzte Roman von Robert Louis Stevenson, wunderbar der Stil des alten Schotten, Abenteuer- und Liebesroman in einem (mit jeder Menge psychologischem Feinschliff), spielt zur Zeit der Napoleonischen Kriege. Früher, wusste Wondratschek zu berichten, begann der Tag mit einer Schusswunde, morgen früh allerdings mit  einer kühlen Orange auf dem Weihnachtsmarkt, ich sehe schon die lange Schlange vor der Bäckerei Fischer – den berühmten Vanillehonig nicht vergessen! Wecken wird mich Kate Bush mit „Misty“, später plaudere ich mit der Bäckerin darüber, wie wir die Bayern aus dem Stadion fegen (oder auch nicht), dann Cafe Max, geh die vertrauten Wege noch einmal, bevor du ihnen den Rücken kehrst, zurück bleiben die vertrauten fremden Gesichter, Sonntag eine melancholische Geisterstunde in den Klanghorizonten, und dann wünsche ich mir, nach den wenigen Augenblicken, die das Alltägliche in Windeseile drehen, Lammfilet von Aldi, und Feldsalat mit Öl, Essig und Senf.

Sie bevorzugen Abenteuer abseits von Weihnachtsmärkten und handfesten Krisenstimmungen?! Dann kaufen Sie sich in der Buchhandlung Ihres Vertrauens „St. Ives“ von Stevenson (Hanser Verlag), oder lassen Sie sich von dem folgenden Filmchen in ferne Schneewelten entführen – der Soundtrack ist ein origineller Remix von Kate Bushs „Wild Man“:

Kate Bush, Yetis and Shangri-La

2011 18 Nov.

Piedra de Sol – Sonnenstein

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„… voy entre galerias de sonidos,
ich gehe durch Klangfarbengalerien,
fluyo entre las presencias resonantes,
fließe im Widerhall der Gegenwarten,
voy por las transparencias como un ciego,
gehe durch Klares weiter wie ein Blinder,
un refecho me borra, nazeo en otro,
ein Lichtstrahl löscht mich aus, in einem anderen
oh bosque de pilares encantados,
komme ich zur Welt, o Wald aus Zaubersäulen,
bajo los arcos de la luz penetro
unter den Bögen deines Lichtes wandernd,
los corredores de un otono diafano,
zieh ich durch Gänge eines klaren Herbstes, …“

 
 

Piedra de Sol / Sonnenstein (obenstehend ein kleiner Auszug) und andere Gedichte aus dem Band „Suche nach einer Mitte – Die großen Gedichte“ von Octavio Paz begleiteten und bekräftigten einst eine Entdeckung, die ich als Evidenzerfahrung einer rein körperlichen Gegenwart erlebte und die eine Gegenwelt zur von Medien und Erziehung propagierten Normalität darstellt, so habe ich es damals jedenfalls empfunden. „Sowas bringen sie dir nicht in der Schule bei  …“ , pflegte ich diesbezüglich zu sagen. Der genannte Gedichtband erschien 1980 in einer reizvollen Ausgabe der edition suhrkamp, linksseitig in spanischem Original, rechts in deutscher Übersetzung.

 


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