Manafonistas

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Archives: Dienstag, 28. Juni 2011

2011 28 Juni

Baumrätsel

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Lyrikrätsel hatten wir ja hier schon. Jetzt geht es um ein Baumrätsel. Kölner sind hier echt im Vorteil, sie könnten vor Ort recherchieren. Der Gewinner erhält die neue Brian Eno-CD. Das Baumrätsel wird hier bald wieder aus der Seite verschwinden, was eigentlich respektlos ist, weil der Baum älter ist als alle zwölf Manafonistas zusammen. Es ist ein Hyper-Baum.  Hinter dem Stadtgartenrestaurant, ziemlich am Anfang des Parks, thront er ;  er scheint mir  unendlich dick, und obwohl es surreal wirkt, mit allerlei Wurzelwerk in den Boden zu schlagen. Die Blätter haben an etlichen Stellen auch etwas,  das ich Blattrauben nennen würde, nicht die Früchte, sondern schlanke abhängende Zweige voller dünner Blätter. Eine Trauerweide ist es gewiss nicht, eher eine Liebesweide, aber die gibt es nicht. Ich merke, wie wenig ich im Botanikunterricht aufgepasst habe. Mir fehlen ein paar Worte. Der Baum  ist natürlich ein riesiger Schattenspender, und gerne wünscht man sich in der Nähe einen Ghettoblaster, aus dem Bob Marley ertönt: there´s a natural mystic flow into the air… Vielleicht haben Sie  mehr Glück, ich habe keine Ahnung, und die richtige Antwort muss vor Ort noch ihre Bestätigung erfahren, von einem Stadtgartenpark-Kenner! Das Baumrätsel ist eröffnet.

2011 28 Juni

The Man Who Fell To Earth

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Das ist wirklich eine sehenswerte DVD, diese Dokumentation der Jahre 1971 – 1979, auch für Nicht-Eno-Fans. Sie zeigt, wie Brian Eno seinen eigenen musikalischen Weg fand, bietet neben dem tollen Filmmaterial auch hervorragende Interviews, gibt Einblick in die Gründerzeit der Popmusik (Roxy Music, T-Rex, Brand X etc) und den daraus erwachsenen „Gegenbewegungen“. Mir war nicht bewußt, wie sehr die stillen Tage an der Weser mit Cluster für Eno prägend waren. Die DVD dauert 2 1/2 Stunden und ich habe sie an zwei darauffolgenden Tagen genossen, weil einen das Material und die Fülle der Information sonst erschlägt.

Eine tragende Rolle in diesem Eno-Film fällt dem Eno-Biografen David Sheppard zu –
ein gut aufgelegter, wortwitziger Typ, dem man gerne zuhört. Aber auch die anderen am Rande erzählten Geschichten sind faszinierend, etwa vom Brand X Bassisten Percy Jones: „We sat in the studio, discussing and suddenly Eno said ´Lets have some Cake …´

Diese DVD ist wiedermal ein gutes Beispiel dafür, dass gut gemachte Musiker-Portraits einem die Musik näher bringen können, weil man sie dann auch aus dem geschichtlichen Kontext heraus hört. Deshalb gefällt mir auch der Spruch von Alex Ross (The Rest is Noise) so gut: „Man hört sich Musik auf verschiedene Weisen an: intellektuell, kontextuell oder eben intuitiv, sinnlich.“ (TAZ, 24.10.2009)

Brian Eno 1971-1979 The Man Who Fell To Earth (DVD ©2011)


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