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Archives: Sonntag, 5. Juni 2011

2011 5 Juni

Iguana Song

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„Curse the mind that mounts the clouds
in search of mythical Kings and only mystical things,
mystical things
cry for the soul that will not face
the body as an equal place
and I never learned to touch for real
down, down, down where the iguanas feel.“

 
„Verfluche den Geist, der zu den Wolken aufsteigt,
auf der Suche nach mythischen Königen und mystischen Dingen.
Mystische Dinge schreien nach einer Seele, die nicht bereit ist,
den Körper als ihr gleich anzusehen.
Und nie habe ich gelernt, wirklich tief, tief ,tief …
nach unten zu gelangen: dorthin, wo die Leguane fühlen.“

 
Diese Verszeilen, der „Iguana Song“ von Judy Mayham, sind dem Buch „Trauma-Heilung. Das Erwachen des Tigers“ von Peter A. Levine entnommen. Sie drücken etwas aus, dem ich zutiefst beipflichten möchte, nämlich einer allgemein vorherrschenden, permanenten Verleugnung des Körpers durch den Geist – dieses Geistes mit all seinen Romantizismen und idealistischen bzw abergläubischen Anschauungen und Vorstellungen.

Dabei denke ich wieder an Aldous Huxley und sein Buch „Doors of Perception“, das einst einer berühmten Band ihren Namen verlieh. Es faszinierte uns damals, wie man durch Meskalin und ähnliche Drogen die Pforten der Wahrnehmung öffnet und in ein Reich vordringt, das von Carlos Castaneda eindrucksvoll beschrieben wurde.

Auch Goyas „Schlaf der Vernunft“, der Geister produziert, zielt in diese Richtung. Heute aber meine ich, das es eine viel natürlichere Methode gibt, um hinter den Schleier der Vorstellungen zu gelangen (taking the veil) zu einem befreiten Körpergefühl: Pause machen, ohne zur HB zu greifen; Nichtstun; Lessness; Müdigkeiten zelebrieren.

 

Durch den Kopf gegangen ist mir,
in einem fort, das himbeerrote Sommerkleid,
nur ist im Kopf ein Nebel gehangen,
das Rot war blass, der Raum so weit

Und so las ich Spuren: ein Duft,
ein abgerissner Zweig, ein Irrlicht auch,
die Dämmerung kam mit Macht,
fast gab ich auf: ein alter Brauch,

ein Trick der Philosophie, das Flüchtige zu jagen,
es dann als Schein in den Schatten stellen,
fast wär ich drauf reingefallen, doch
es brach sich das Rot in Wellen,

Tanzte nah am Meer, die Stunde war verrückt,
das Kleid sank auf den Sand, die Stille
nahm zu, die Lust: schöner Schein, von wegen –
ich bin Dir auf ewig erlegen!

 

 https://www.interviewproject.de/

There is no better way to start a Sunday morning.

(thank you, Gregs, for detailed information!)


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