Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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01 Sonar w. David Torn – Vortex
02 Christjan Randalu – Absence
03 Andy Sheppard Quartet – Romaria
04 Jakob Bro – Returnings
05 Nik Bärtsch – Awase
06 Dave Holland – Uncharted Territories
07 Bobo Stenson Trio – Contra La Indecisión
08 Dave Liebman – Fire
09 Shinya Fukumori Trio – For 2 Akis
10 Mathias Eick – Ravensburg

 

2018 1 Juni

Lob des Fusion

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Lange Zeit ging ein Gespenst um in der westlichen Musikwelt – das Gespenst des Fusion. Um es auszutreiben, hatten sich wissenschaftlich-akademische Mächte mit dem gemeinen Volk zu einer heiligen Allianz zusammengeschlossen: der Klassikliebhaber, der Jazzpurist und der globale Folkfan mit seinen Wurzeln in Irland, Schottland, England und der Bretagne; die Lateinamerika-Fraktion mit ihrerseits weltmusikalischen Auswüchsen. Mercedes Sosa, Violetta Parra und Inti Illimani seien hier exemplarisch genannt. Ferner die Klaren aus dem Norden (Jan Garbarek, Terje Rypdal, wobei, ähäm, herrje), die Bluespuristen … – ich könnt´ noch Hundert nennen. Dabei sind doch der Fusion-Sound und seine eng verwandte muskulöse Tante Jazzrock fest verwebt mit vielem, was geschmackvoll war und ist. Man denke an Gateway, die frühen Tage des Mahavishnu, an Chick Coreas Return To Forever. Auch Senora Flora Purim, Airto Moreira und Weather Report dürfen hier nicht fehlen. Folgerichtig spiegeln sich Slavoj Zizeks einleitende Worte seines Buches Die Tücke des Subjekts (The Ticklish Subjekt, 1999) auch in meinen neuen Anfang wieder – allerdings nicht bezogen auf die Rehabilitation des cartesianischen Subjekts (cogito, ergo sum) und einem berechtigten Misstrauen gegenüber New Age und den Obskurantismen der „Ganzheitlichkeit“, sondern bezogen auf ein Lob des Fusion. Möge sein Geist fortan frei walten, unbelastet von Vermaledeiungen der Vergangenheit – ich jedenfalls wähne mich frei von Stolz und Vorurteil.

 
 
Adam Rogers – DICE

2018 3 Mai

Eine Peter Handke Biografie

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Was war er für ein Typ, zu Lebzeiten? Ein finster blickender Unglücksprophet, der schon als Kind um sich herum den „Tempel des Nichtendenwollenden Deutens und Bedeutens“ errichtet hatte und fortan darin wie in einem Gefängnis saß. Ein Meister der Dämmerung. (Malte Herwig)

 
Die Neugierde ist ein ausgezeichneter Kompass: sich genau dem widmen, was gerade von Interesse ist. „Was ist der Peter Handke wert: was hat es mit ihm auf sich, wer ist dieser Autor?“, genau das war jetzt die Frage und die Zeit schien reif, endlich einmal Wissen zu erlangen, das über Wikipedia hinausgeht und – das Krakelen eines Literaturpapstes noch im Ohr – vorurteilsfrei diesem Schriftsteller zu begegnen sowie Bildungslücken aufzufüllen.

Eine aktuelle Biografie kommt da gerade recht. Unvergesslich jene Abendstunden, in denen man sich einst nach langem Arbeitstag im Winter auf der Baustelle den Feierabend schön machte: mit einem bis zum Rand gefüllten Glas Fernet Branca, einigen Zigaretten und der Lektüre von Rüdiger Safranskis Heidegger-Buch mit dem Titel Ein Meister aus Deutschland.

„Ein Meister der Dämmerung“ – so heißt die Biografie über einen Meister aus Österreich, geschrieben von Malte Herwig und im letzten Jahr erschienen. Sie liest sich spannend wie ein Roman, sehr lebendig und frisch, und sie zeigt, um wen und was es sich handelt: um das paradigmatische Exempel eines Schriftstellers der Innenwelt-Erkundungen.

Peter Handke ist keiner für die großen Erzählungen, die sensationellen Plots und für das humoristische Fach. Was er schreibt, handelt vom Tiefgang seiner Empfindungen, von der Genauigkeit seiner Wahrnehmungen, dem angestrengten Bemühen um klischeefreie Wortfindungen. Wäre er Schweizer, es würde nicht wundern: ein Uhrmacher der Sprache, langsam, bedächtig, fast pedantisch. Hier kann man von Handke lernen: Sprache – schriftlich oder mündlich – präzise zu benutzen. Die Stunde der wahren Empfindung.

Etwas Wesentliches verbindet unsereins mit diesem bedeutenden Schriftsteller – und hier mag der Kernpunkt des Interesses liegen: es ist das Bedürfnis nach Stille. Wanderungen, Vereinzelung und Ausweitung, die Selbsterleichterung durch das Erleben von Landschaft und Natur werden als ein Ausweich-Pol benutzt, über den man dann wieder den Zugang zu den Mitmenschen findet. Wie beim Billard: über die Bande, das Dreieck, spielen. Auch bei Handke zeigt sich diese Ambiguität im Bedürfnis nach Rückzug und nach Gemeinschaft.

Malte Herwigs Biografie ist auch eine Anleitung zum Schriftstellerwerden, ohne dabei unglücklich zu sein. Ein facetten- und beziehungsreiches Leben, das da jemand führt und führte, mit der nötigen Portion Egozentrik und Rigorosität, die unabdingbar scheint für einen erfolgreichen künstlerischen Werdegang. Peter Handke ist Musikliebhaber, seine Tochter Amina ist DJ. Über Musikgeschmack kann man streiten, aber hier schreibt einer auch im Horizont von Selbstfindung – eine wichtige Stimme im Sound der Pop-Kultur.
 

 
Malte Herwig: „Meister der Dämmerung. Peter Handke. Eine Biografie“, DVA
 

2018 27 März

Ärger in Antelope

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Gerne empfohlen sei an dieser Stelle eine Dokumentation, die es auf Netflix zu sehen gibt: Wild, Wild Country. In sechs einstündigen Episoden werden hauptsächlich jene unheilvollen Vorkommnisse geschildert, die Bhagwan Shree Rajneesh und seine Jüngerschaft im Zusammentreffen mit den einheimischen Siedlern des kleines Ortes Antelope in Oregon widerfuhren. Der Titel des Filmes ist den Lyrics des Songs „Drover“ (Viehtreiber) von Bill Callahan entnommen, der auch das Lied „America!“ seines Albums Apocalypse zum Soundtrack beisteuert. Mit Bhagwan hatte ich damals eigentlich gar nicht so viel am Hut: trotz der Lektüre einiger Bücher, der Bekanntschaft mit Sannyassins, der gerne und oft besuchten Bhagwan-Disco unserer Stadt, und einer Teilnahme an der Dynamischen Meditation blieb er mir stets suspekt. Das Übrige tat die öffentliche Meinung. Nun aber war ich verblüfft, wie mir beim Schauen das ganze inklusive des eklizistischen Gurus irgendwie symphatisch wurde. Wie Kohlen aus dem Schuber purzelten Erinnerungen, als wenn man beim Aufräumen alte Fotos findet und daraufhin in Träumereien abdriftet: Dream Logic. Auch wenn vieles problematisch bleibt, so bot und bietet doch der Ashram-Kosmos auch viel Positives. Man schaue sich auf YouTube Poona-Videos von damals an: mit welcher Anmut sie sich bewegten! Leise Melancholie schwingt mit: ein gelassener Zusammenhalt war da, eine Verbundenheit, von der unsere Frau Kanzlerin mit ihrem „Wir schaffen das!“ nur träumen kann. Ich habe den Islam in diesem Ausmass nicht bestellt ins Deutschland dieser Tage und eine Horde in orange gekleideter Sannyassins wäre mir lieber. Und wie glich doch die Siedlerschaft aus Antelope in Oregon der heutigen Klientel einer Trump-Wählerschaft. Überhaupt, jenes von Bill Callahan besungene Amerika kommt wiedermal gar nicht gut weg.

 

2018 8 März

Zwei Brasilianerinnen

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Immer schon schaute ich gerne Film- oder Fernsehporträts eindrucksvoller Persönlichkeiten. Das konnten Schauspieler sein, Musiker, Maler, Politiker, Buchautoren oder einfach ganz besondere Menschen. Kürzlich entlieh ich aus der Bücherei Wer hat Angst vor Sibylle Berg? – das Porträt einer Schriftstellerin, deren Schaffen ich seit langem interessiert verfolgte, ähnlich wie das des Peter Sloterdijk, den ich auch schon las, als ihn kaum jemand kannte. Sein spiritueller, tiefgründiger Skeptizismus, der zwischen Licht und Abgrund oszillierte, sprach mich spontan an. Das Interesse für „ungehöriges“ Denken flammte auch auf beim Lesen der Bücher von „Frau Sibylle“, im Kontext einer Begeisterung für Cioran und andere, die Gottes Schöpfung für weniger gelungen hielten, als es der fromme Kirchgänger tat.

Dieses Filmporträt der Neuschweizerin aus Weimar nun, die zuweilen „moralinsaures Monster“ und „Predigerin des Schreckens“ genannt wird, halte ich zwar nur für halbwegs gelungen, allerdings nicht ganz verfehlt, gibt es doch allerlei Details preis. Es beginnt gleich gruselig zombieesk in einem Traumhaus in Los Angeles („We fuck off!“) und wiedereinmal zeigt sich, wie hohl doch mancher Traum ist, wird er erst materialisiert. Ohne Moos nichts los? Es ist wohl eher kulturelle Bildung, die den Ausschlag gibt. Nie wollte ich es jemals ausplaudern, was K mir damals anvertraute in jenem sagenhaften Computerseminar: dass Frau Berg sich das Gesicht mit brauner Schuhcreme färbte, einst in gemeinsamer Hamburger WG-Zeit, sich dazu Rastalocken flocht und angab, sie sei Brasilianerin. Im Film gibt es die Autorin ja nun selbst preis. „Was macht die eigentlich jetzt beruflich?“ Verduzt ob der Unkenntnis lieh ich K meine Berg-Bücher, auf dass sie ihr auch literarisch nahekomme.

Wie so oft beim Schreiben verselbstständigt sich eine Abdrift der Gedanken: vom Thema abgekommen, das eigentlich Geplante fast vergessen. Denn wenn der Flow entsteht – und die Erinnerung ist dafür immer eine gute Quelle – macht sich das Sagenwollen locker, leicht und selbstständig. Schreibblockaden verschwinden flugs am Horizont. So auch hier und jetzt: denn in den Sinn kam mir ursprünglich ein TV-Porträt aus längst vergangenen Zeiten, in denen das Internet noch in den Kinderschuhen steckte und man sich Illusionstoff auf ganz andere Weise schaffte. Porträtiert wird diesmal eine „echte“ Brasilianerin, die ursprünglich Kunst (oder war es Design?) in Paris studierte, dann in Rio (oder war es in Sao Paulo?) einen reichen Möbelfabrikanten heiratete, somit zur High Society des Landes avancierte.

Das jedoch reichte dieser Dame nicht als Lebenssinn. So nahm sie sich der Strassenkinder an. Man sah sie beispielsweise nachts auf staubigem Gelände, sie hielt den Kopf eines verwahrlosten Strassenjungen in ihrem Schoss und zupfte ihm die Läuse aus dem Haar. Heerscharen anderer Kinder standen um sie rum. Obwohl sie regelmässig Parties feierte mit den Reichen ihres Landes, war doch die Strasse eher ihr zuhause. Einmal sah man sie duschend unter einem Wasserfall, umringt von Bananenbäumen und Papageien: eine barocke Naturschönheit, wie sie wohl nur Brasilien bisweilen aus dem Zuckerhut zaubert. Power, Eros, atemraubend. Warum ich das überhaupt hier schreibe und dieses Filmportrait nicht vergesse? Festhalten, jetzt kommt´s! Auf die Frage, ob sie Freunde habe, antwortete sie – erdverbunden, lebensfroh und sozial kompetent, wie sie war: „Nein, eigentlich nicht.“

Dann stutzt sie, überlegt und korrigiert sich: „Doch, mein Computer ist mein Freund.“

2018 24 Jan.

Glanzlichter und Schatten

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Nicht alles (so genau) wissen wollen
 
Im Buch Lichter des Toren – Der Idiot und seine Zeit von Botho Strauss stöbere ich oft und gerne herum. Aus dem simplen Grund, weil es dem Leser Freiraum lässt, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen und geradezu zum Abschweifen einlädt. Genau jener Schreibstil ist das, den ich einst bei Handke oder Cioran entdeckte und schätzte, weil er zwischen Poesie und Prosa oszilliert und ins Aphoristische tendiert: weder Klartext sprechend noch affirmativ überzeugend, vielmehr tentativ ins Dickicht philosophischen Denkens führend.
 
 
Im Zweifel beheimatet bleiben
 
Sich irgendwann einmal der Gottesfrage widmen, wenn die Zeit dereinst dafür gekommen sein wird. Schwebend dann (in der Art, wie es M neulich trefflich andeutete) und immer freiwillig, von innen, ohne Andrang. „Woran glaubst du denn?“ fragte S, Zeugin Jehovas.

„Nimm bitte die Pistole von meiner Brust!“ meinte ich scherzhaft und fügte ernsthaft hinzu: „Ich glaube an den Riss in allen Dingen.“ Es gäbe unüberbrückbare Gegensätze auf dieser Welt, erläuterte ich, und jener zwischen Christen („der alleinige Gott“) und Anhängern der Gnosis („der abwesende Gott“) sei nur einer unter vielen.
 
 
Gottlos
 
Godless ist ein Netflixserien-Western, den ich zu den besten Western aller Zeiten zähle. Nostalgische Erinnerungen wurden wach an jenes faszinierte Gebanntsein und Mitfiebern mit Lederstrumpf, Tom und Hucky oder dem Seewolf. Hier sind die Helden grossenteils Frauen, die eine Stadt am Rande des Ruins managen und standhaft den Bösewichten die Stirn zeigen, nachdem deren Männer einst bei einem Minenunglück ums Leben kamen.

Passagenweise brutal, aber auch mit Humor und Tiefgang erzählt, menschlich anrührend, spannend und mit tollen Bildern. Kurz gesagt: wiedermal ein Sehnsuchtsstoff. Kleine Kostprobe gefällig? „So eine hübsche Lehrerin habe ich noch nie getroffen. Hatten Sie schon immer den Wunsch, Kinder zu unterrichten?“ „Nein, Sir. Ich war früher eine Hure.“
 
 
Byung-Chul Han
 
Das preisgekrönte Filmporträt mit dem etwas sperrigen Titel Müdigkeitsgesellschaft – Byung Chul Han in Seoul / Berlin beeindruckt nachhaltig. Ähnlich wie das oben erwähnte Buch von Botho Strauss sind auch die Bücher Hans – wie auch dieser Film grossenteils beim kleinen, feinen Verlag Matthes & Seitz erschienen – Einladungen zum Weiter- und Selberdenken.

Es beginnt in Schwarzweiss. Das gibt dem Ganzen einen dokumentarischen, kontemplativen Charakter, wirkt als stilistisches Mittel der Abgrenzung und zeitlichen Unterscheidung. Ein Mann schlendert der Kamera entgegen, rezitiert Handke, schwärmt von Wim Wenders´ Himmel über Berlin, schlendert durch die deutsche Haupstadt, steht in Schöneberg auf seiner Lieblingsbrücke. Einst in Clausthal-Zellerfeld hatte Han zunächst Hüttenwesen studiert, als Fortsetzung eines Metallurgiestudiums in Korea.

Seine Eltern musste er mit diesem vorgetäuschten Studienwunsch belügen, sonst hätte er nicht gehen dürfen. Rückblickend befremdete ihn wohl, so der Eindruck, diese Zeit („Ich ernährte mich nur von Brot und Marmelade, anderes konnte ich nicht essen …“). Eigentlich wollte er nur eins: Philosophie studieren, was er dann auch tat in Freiburg, promovierte über Heidegger. Han liebt die deutsche Sprache und Kultur, das ist deutlich.

Es wird farbig. Einmal im Jahr, immer im Winter, reist Han nach Seoul in Südkorea. Man gewinnt interessante Einblicke in ein fremdes Land von einem, der es kennt. Einmal sagt er, auf einem jener zahlreichen Gräberhügel sitzend, er denke viel über den Tod nach, habe in seiner Jugend sehr viel damit zu tun gehabt.

Träfe ich diesen Wanderer unterwegs (vieles erinnert an den Taoismus), fragte ich auch nach seinem wundersamen Studium der Katholischen Theologie. Doch vieles darf im Dunkeln bleiben, denn wir brauchen ja Geheimnisse wie auch die Schattenbereiche des Nichtwissens.

Ein wesentliches Credo des koreanischen Philosophen selbst ist ja: zu transparent sei alles in der digitalen neuen Welt. Ebenfalls nimmt er den Neoliberalismus aufs Korn. Die Bilder in der U-Bahn in Seoul schockieren: die durchweg übermüdeten Menschen schauen permanent auf ihr Smartphone. Han ist beunruhigt, weil niemand mehr den anderen anschaut: als seien die Gesichter selbst verschwunden. Viele dort begehen Suizid. Er nennt seine Heimat eine „Müdigkeitsgesellschaft im Endstadium“.
 
 
Georg Baselitz
 
Ein Filmporträt des bedeutenden deutschen Malers zeigt, wie sehr seine Kunst mit seinem Charakter (widerborstig, willensstark, sensibel) und seiner Herkunft („DDR“) verwoben ist. Insofern einmal mehr ein Beispiel für den Tatbestand, das durch das Aufzeigen biografischer Lebenshintergründe eines Künstlers oder Autoren sich dessen Werk oft neu öffnet.

Ich sah den Film nach längerer Zeit zum zweiten Mal und jede Sekunde hat sich gelohnt. Unglaublich, wie fleißig solche Menschen sind (im Studium nannten wir sie „Malschweine“). Momentan gibt es, anlässlich zu seinem achzigsten Geburtstag wohl, eine Ausstellung, auf der auch gezeigt wird, wie er ältere, bekannte Motive grafisch äusserst reizvoll remixt.

2018 8 Jan.

crossing muddy waters

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soundtrack: I´m With Her

2017 25 Dez.

„Ride“

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„Messages ran all over town,
words without sound
condemned me
and left me for dead …
 
Ride, ride the very thought into the ground,
in the church of lost and found
the angels cry.

Ride, ride until the darkness closes in,
until the ravaged soul begins
to reflect the open skies.“

(David Sylvian)

 

To analyze and imitate music makes fun: music that I like the most, miss the most or that accompanied me for a long span of lifetime as part of a personal, biografical soundtrack. In the present I rarely listen to tracks or albums of David Sylvian exept they attract me as a kind of „re-entry“: recall, repeat, rework. The ghosts of my life then become wild again, so to speak. Examining „Ride“ now after years of beeing addicted to it manically in times of Everything and Nothing reveals some compositional habits. Putting the Kapo on the second fret (means C Major sounds in D), playing the guitar (not necessarily a red one), starting with the chords F#m, E, C#m, B#m, C# running along the verse works all quite easily. When moving to the chorus something typical in many songs of this special artist happens: a surprising, unusual change into another tonality. This gives us the impression of stepping from one plateau to another, somehow simular to the music of canadian trumpet player Kenny Wheeler. „Silver Moon“ from Gone to Earth might as well fit into this pattern. In „Ride“ it perfectly emphases the uplifting from a depressive mood to some kind of relief. The key change goes from F# minor (verse) to A minor (chorus) which means: three semitone steps up. The chorus follows with Am, G, F, Em, Dm, Em, Dm, C … (Esus4/B). Here comes another typical element of Sylvian´s songs into play: the quality of his voice on one hand disguises and upgrades quite trivial chord progressions (time and again also spiced and saved from pure boredom by the fine drum work of Steve Janssen) and on the other hand connects the different plateaus with tricky and beautiful melodic guidance.

2017 20 Dez.

Chronik der Ohrwürmer (1)

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Finally I found my serial topic: the other side of the jukeboxes, the discreet one, are the undisclosed blacklists of penetrating earworms. But thanks to all whistleblowers this calls for a change. Thinblooded, bravehearted, playfull and vitamin-doped as everybody knows me I start publishing Number One of the infamous bastards. This song is haunting me for weeks now at every turn – but can´t help: I like it. Sign of a Midlake crisis?

 

„The Old & the Young“

 

2017 6 Dez.

Meine Alben 2017

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ECM
 

  • Julia Hülsmann Trio – Sooner And Later (Album of the Year)
  • Potter / Virelles / Martin / Gilmore – The Dreamer Is the Dream
  • David Virelles – Gnosis (Pianist of the Year)
  • Jormin / Snétberger / Baron – Titok
  • Craig Taborn – Daylight Ghosts
  • Anouar Brahem – Blue Maqams 
  • Dominic Miller – Silent Light
  • Tomasz Stanko New York Quartet – December Avenue
  • Jakob Bro – Streams

 
 

Andere
 

  • Martin Simpson – Trails & Tribulations
  • John Zorn – The Interpretation of Dreams
  • Robert Plant – Carry Fire 
  • Erik Honoré – Unrest
  • Claire M Singer – Fairge
  • Stein Urheim – Utopian Tales
  • Iron & Wine – Beast Epic
  • Paul Brady – Unfinished Business

 


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