Manchmal kommt man an einen Gebrauchsgegenstand, den man nicht mehr missen möchte. So als ob man einander gefunden hat, unzertrennlich.

Dieses Messer ist so ein täglicher Gebrauchsgenosse. Seit beinahe 30 Jahren. Unschlagbar, nicht verdrängbar, haltbar, an die Hand und ans Herz gewachsen. Seit beinahe 30 Jahren. Allerdings nicht geeignet für Flisch, Fleisch und Fisch, Brot oder Pudding.
Archives: August 2014
2014 12 Aug.
Unübertroffene Gebrauchsgegenstände (3)
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments
2014 12 Aug.
Unübertroffene Gebrauchsgegenstände (2)
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 3 Comments
Es fällt schon auseinander, dieses Adressbuch. Manche Adressen dadrin sind schon dreimal überklebt. Übertragung, Migration in ein neues Adressbuch oder ins Digitale?

Bis jetzt nie gelungen. Es liegt immer noch griffbereit auf dem Schreibtisch. Und bestimmte Telefonnummern und Adressen sind in dem zerfledderten Exemplar am schnellsten zu finden. Schneller als digital. Wahrscheinlich auch – unbewusst – vom Grundgefühl her angenehmer. Immer auch ein Griff in Vorgeschichte und den Hauch von Geschichten, die eher von handgeschriebenen Adressendaten aktiviert werden. Es fällt schon auseinander, dieses Adressbuch. Manche Adressen dadrin sind schon dreimal überklebt. Übertragung, Migration in ein neues Adressbuch oder ins Digitale?

2014 12 Aug.
Als Thomas Köner noch in Dortmund
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 10 Comments
wohnte, und Platten machte, die Geschichte schrieben wie Teimo und Permafrost, waren Holger Czukay, Brian Eno, Helge Sten und viele Künstler begeistert von den Schichtungen seiner Musik, die, Drone hin, Drone her, nie ein Abklatsch des Alten waren, und in jener Zeit sprachen wir schon mal über Musik aus anderen Gefilden, und dieser rigorose Klangforscher, der gerne Wissen und Erfahrungen der Polarreisenden anzapfte, machten keinen Hehl aus seiner hohen Wertschätzung eines Stückes, wenn nicht gar einer ganzen Platte, von James Last, sowie einer von Rick Rubin produzierten Scheibe von Donovan, und dem Album Avalon von Roxy Music.
2014 12 Aug.
ECM NEW SERIES 2367
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 14 Comments

Aus der Jazzredaktion nahm ich gestern einen Stoss Neuheiten mit, um zu hören, welche Entdeckungen sich in Zeiten des Sommerloches machen lassen. Und, tatsächlich, ich staunte und bekam grosse Ohren, als ich MODERATO CANTABILE auflegte. Nur hat diese CD, die am 5. September in den Handel kommt, rein gar nichts oder nur einen Hauch mit Jazz im Sinn. Ich werde sie also erst in der Oktoberausgabe meiner übernächsten Radionacht auflegen – mit den passenden fahlroten Baum- und Blattgespinsten des Covers ist diese Musik eine grosse kleine Herbstmusik. Die Komponisten heissen Komitas, Gurdjieff und Mompou – und diese drei alten Meister garantieren Subtiles und Sangliches fernab alles Grellen. Anja Lechner spielt das Violoncello, und Francois Couturier, der auch zwei Kompositionen beisteuert, spielt das Piano. Ohne den beiliegenden Text von Steve Lake zu lesen, war ich im Nu von den Klängen absorbiert. Die Aufnahme entstand in dem mir ja nun etwas vertraut gewordenen Tonstudio in Lugano, und ich sehe die zwei Musiker im weiten, kaum erleuchteten Rund des Konzertsaales aufspielen, vor niemandem, ausser den beiden Fachkräften hinter der Glasscheibe, Tonmeister Stefano Amerio und Produzent Manfred Eicher. Ich bin begeistert, und ich dachte, es bliebe bei freundlichem Respekt. Eine magische Produktion. Wieviel Manafonistas werden meine Freude teilen? Gregor gewiss, Wolfram womöglich auch, Lajla vielleicht. Man höre vorher oder nachher ZAUBERBERG von Gas!
Unsere Stofftiere können wir dank des Hinweises von Jan vom 1. August also auf Reisen schicken, falls ihnen unsere eigenen Ferienpläne nicht behagen. Aber was ist mit unseren Zimmerpflanzen? Jeden Sommer überfüllen zahlreiche weggeworfene Zimmerpflanzen – vom Kaktus simplex über blühende Hochzeitsgestecke bis zum ausgewachsenen Ficus Benjamini – die Biomülltonnen unserer Republik. Eine Ursache dieser Misere ist die weiter wachsende Anonymität der Großstädte mit der Folge einer immer mehr schwindenden Nachbarschaftshilfe, was das Überreichen eines einfachen Wohnungsschlüssels mit der Bitte ums Blumengießen angeht. In Anbetracht des bedrohlichen Artensterbens und der immer öfter anzutreffenden Scham der Pflanzenbesitzer hat ein junges Start-up-Unternehmen aus dem westfälischen Schöppingen nun eine Lösung entwickelt: die Baby-Klappe für Pflanzen. Bereits am ersten Tag nach der Öffnung wurden nach Angaben der Jungunternehmerinnen 30 Pflanzen abgeben. „Wir haben die Pflanzenklappe auch nachts geöffnet“, so die 24-jährige Tabitha L. „Den meisten Leuten ist es echt peinlich, ihre Pflanzen abzugeben. Wir haben inzwischen sogar die Bewegungsmelder abgeschaltet und nur schwach leuchtende Taschenlampen in einem Kästchen deponiert, damit ein unbeobachtetes Abgeben der Pflanzen möglich ist.“ Das Unternehmen wurde von zwei Bachelorabsolventinnen aufgebaut, die keinen Studienplatz für den Master bekommen haben. „Es war eine Sonntag-Nachmittagsidee“, sagt Manuela B. (25). „Wir wussten nicht, was wir beruflich machen sollten, da redet man über alles Mögliche. So hat die Bolognareform für uns etwas Gutes.“ Die Idee besteht darin, die Pflanzen gegen Entgelt in gute Hände abzugeben. Das Unternehmen bietet auch einen Zimmerpflanzen-Beratungsservice an. „Die meisten Leute,“ so Tabitha L.,“ wissen über die Bedürfnisse von Zimmerpflanzen überhaupt nicht Bescheid.“ Bei der Pflanzenklappe wurden sogar etliche fast ausgestorbene Pflanzen abgegeben. Es gab bereits Anfragen des Bundeslandwirtschaftsministeriums und des US-Unternehmens Monsanto. In der Zwischenzeit wurde eine weitere Pflanzenklappe eingerichtet, in einem Szeneviertel in Frankfurt am Main. „Leider haben wir es verpasst, unsere Idee patentieren zu lassen“, hier klingt Tabitha L. etwas zerknirscht. „Auch wenn wir bisher wenig damit verdienen: Unsere Arbeit ist wertvoll. Wir leisten einen wichtigen Beitragt zur Nachhaltigkeit.“ Sie nippt an ihrem Latte Macchiato mit Haselnussmilch. „Es gab bereits Anfragen nach Praktikumsplätzen, sogar von Studierenden aus diversen Masterstudiengängen. Wir wollen aber keine Streber, wir nehmen lieber Studienabbrecher, die sind die interessanteren Leute.“
2014 12 Aug.
Die Spielliste
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Arrows Into Infinity, Billy Higgins, Charles Lloyd, Dorothy Darr, Jeffery Morse, Which Way Is East | 1 Comment
Anlässlich Erscheinen des Films Arrows Into Infinity von Dorothy Darr und Jeffery Morse auf DVD
• Spielliste • RADIO, august 30, concertzender
Charles Lloyd + Billy Higgins – Which Way Is East

Wild Orchids Bloom
Tenor saxophone/drums
The Forest
Flute, Maracas, Shaker, Voice
A Wild And Holy Band
Alto saxophone, drums/whistle
Akhi
Alto flute, alto saxophone
Blues Tinge
Guitar, voice
Sally Sunflower Whitecloud
bass flute, maracas/hand drum, shakers
My Lord, my Lord
Tibetan oboe/Syrian one string, voice
Windy Mountain
Tenor saxophone. drums
Perfume of The Desert
Tenor saxophone, drums
Benares
Tibetan oboe, hand drum
Amor
Guitar, voice
Forever Dance
Flute, maracas, Juno’s wood box, voice
Atman Alone Abides
Taragato, hand drum
Sea of Tranquility
piano
Photo © Dorothy Darr
Lucinda Williams will release her first-ever double studio album in September. The only other songwriter on Bone’s credits is JJ Cale on the closing track, „Magnolia,“ as 18 of the 20 songs were penned by Williams solo. However, the three-time Grammy winner did recruit a who’s-who list of musicians to play on the record, including guitarists Bill Frisell and Tony Joe White. Down Where The Spirit Meets The Bone, the singer’s eleventh studio album, was co-produced by Williams, Tom Overby and Greg Leisz and will be available September 30th via her own Highway 20 Records.
Leonard Cohen is reportedly releasing a new album to coincide with his 80th birthday. It is called „Popular Problems“. Release week: last days of September. He can murmur, mumble, rumble, he can speak, sing-speak or watch his choir do the singalong parts, doesn’t matter. The fact alone puts a smile on my face.
Hello, Gregor, Michael, and all the other manafonistas! I saw this film at an open-air screening in front of Hamburg Town Hall. The (nearly) full moon illuminated the scarce patches of low cloud while the rest of the sky remained clear and twinkly. The air was warm, the audience was friendly and appreciative, sharing wine, snacks and even blankets that they had brought along with them. I was with a very dear friend.
Of course, the plot was probably written on the back of a Gauloises packet but that didn’t seem to matter last night. The direction is rather conservative for Hitchcock film, although I did enjoy the way the fireworks were employed to denote rising sexual tension. From the impeccable Mr Grant and the truly breathtaking Miss Kelly to the stunning locations, costumes and flowers, the film is really just an excuse for a photographic orgy. The perfect film for a warm summer evening.
Afterwards, my friend and I sat looking at the ships in the harbour while we talked and drank another bottle of wine until 3am. This is what summer should always be like. Thank you Hamburg! Thank you Alfred!
Best, Gilbert Spoon
2014 11 Aug.
Punkt 2014: Friis + Osgood
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Kresten Osgood, Marie Laurette Friis, Punkt Festival 2014 | 1 Comment
Drummer Kresten Osgood is the Jack of all trades on the Danish jazz-scene and yes, he has recorded an album with Paul Bley (even as Jakob Bro). As you can see he is a kind of tornado guy. Here he’s doing a short survey on jazz history – by demonstrating. He is a member of the ILK collective in Copenhagen.

Concerning Marie-Laurette Friis: you can learn more about her if you read my review of her recent performance in Copenhagen – just out on All About Jazz . She is an exceptional performer.

Here together with Kresten Osgood, Jonas Kullhammar, Ole Morten Vågan and Jason Moran performing at Molde Festival last year


And here once again a picture from Osgood’s lecture on jazz history – together with Kasper Tranberg, trumpet, and Jonas Westergard, double-bass. His bass drum says: „Music Is The Healing Force Of The Universe.“

© FoBo_HenningBolte