Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: August 2014

2014 14 Aug.

In Erinnerung an James M. Cain

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„Gegen Mittag warfen sie mich vom Heuwagen …“ 

Diese Widmung ist dem neuen Roman „Mr. Mercedes“ von Stephen King vorangestellt. Gelegentlich werden wir alle mal „vom Heuwagen geworfen“, das kommt in den besten Familien und gern auch im übertragenen Sinne vor. James M.Cain war ein grosser Autor von „hard boiled crime novels“, er gehörte zur Klasse von Cornell Woolrich, Dashiel Hammett und Raymond Chandler. Alles Lehrmeister von Bill Callahan, nebenbei bemerkt, hören Sie mal sein noir-Debut „Doctor Came At Dawn„. Im Moment ist der heisseste Kandidat für unseren „thriller of the month“ im September „Der Rabe“ (im Original: Kolumsky Heights) von Lionel Davidson. Antiquarisch findet man diesen Spionage-Thriller leicht, der nicht zuletzt in Sibirien spielt, im Kalten Krieg. Ist das nicht „old school“ – stimmt schon. Aber ein „crime companion“ aus London hat mir erzählt, dass diesem Roman der Zahn der Zeit trotzdem wenig anhaben kann. Und er hat erst gar nicht erst davon angefangen, dass hier „das Genre transzendiert“ würde. Es sei einfach nur eine unglaublich gut erzählte Geschichte. 

 
 
 

 

2014 14 Aug.

Les Bes 3

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Les Belges … paff 3
 
 
 

 
 
 
VIDEO No Deal – The Flow
 
 
 

 
 
 
VIDEO
 

Melanie

de Biasio

2014 14 Aug.

Highbrow Idiots

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Yesterday, in the Zakk Cafe, before experiencing the one and only Bill Callahan, I read an older issue of the „Wire“ and found a review of the first Eno/Hyde record, „Someday World“. It’s of no special interest for me if someone sings his praise about this work of class, or shows his thumbs down. But this writer seemed to suffer from some hard symptoms of the „Smart Alec-Syndrome“. He really wrote that is not the question if that record is good or bad, but why Eno did it at all. Anyone who knows about the „elan vital“ (read your Henri Bergson, buddy) can only laugh out loud about such a stupid high brow exercise for idiots at the beginning of a not very promising career. The real question is not if you have written a good or bad review, but why you feel proud about such a piece of crap. This bullshit review was only surpassed by an article from another very untalented journo who wrote, in the Quietus, about artits losing their moral compass, like Neil Young who had originally planned to play Tel Aviv. Bullshit no. 2. Read Brian Eno’s letter on the Gaza war, then you might understand something about the difference of the people and the terrible politics of the Israeli government.

 
 
 

 

2014 13 Aug.

David Berman

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2014 13 Aug.

The periphery

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“The periphery is the area that I inhabit in every aspect of my life. I used to resent this fact and fight against it, often with disastrous results. I’ve now come to embrace the notion that this is my rightful place. When all the free floating elements that constitute my life and work come to settle in place, this is where I find myself, and I’ve come to appreciate an intuitive ‘rightness’ to this outcome.” ( David Sylvian, August 2007)

2014 13 Aug.

On the verge of falling apart

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„The Essex night sky was illuminated by a fat diminishing moon making people crazy. Faces hardened in bitter contortions, Frustrations, stress, emotions on a knife edge.“ (the whole experience: Karl’s blog

1) Gegen Ende des vergangenen Jahrtausends erschien in einem deutschen Taschenbuchverlag die Autobiographie von Duke Ellington. Wie komme ich an ein Exemplar (keine Leihgabe, kein Bibliotheksexemplar)? ERLEDIGT!

 

2) Seriöse Menschen haben mir erzählt, dass es ihnen neulich, trotz gut gefüllter Geldbörse, nicht möglich war, während eines Urlaubs in Lissabon, ein einziges gutes Restaurant zu finden, das frisches Gemüse bereithält, und „Gemüse“ nicht mit „Salat“ verwechselt. Kennt jemand eine Adresse, die diese Erfahrung widerlegt?  NOT YET RESOLVED.

 

3) Mein Spezialjob (Kooperationshilfe für das Büro von „private eye“ Sam Spade, Pittsburg): ich war, seit Michael Naura in Pension ging, nicht mehr im Büro der Jazzredaktion in der Hansestadt. In den Neunziger Jahren war es eine grosse Freude, im „Klanglaboratorium“ mitzuwirken, aber ich schweife ab. Jetzt gilt es, den Redaktionsassistenten Tobias H. ausfindig zu machen: vielleicht gibt es eine Schallaufzeichnung vom 114. NDR-Jazzworkshop mit der Gary Burton Group.  Urgent matter! ERLEDIGT!

 

4) I will be in London, one week, during October 2014. Any reader here who can offer me a nice and quiet room for 7 days (Central London, or Docklands)? Would be too fine, if you’re a reader of this blog and a highly attractive female crime writer. No, I’m only joking. Good company would be fine. Preference for Baker Street! NOT YET RESOLVED.

2014 13 Aug.

Dreizehn Acht Vierzehn

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Pat Metheny, unter den Manafonistas nicht mit allen veroeffentlichten Alben wohlgelitten, wird 60 Jahre alt. „Die-alten-Sachen-fand-ich-ja-ganz-gut-die-neuen-nicht“?

Robin Williams, dem wir viele schoene Fernseh- und Kinostunden voller Lachen, Ruehrung und Nachdenklichkeit zu verdanken haben, ist tot.

Und auch Lauren Bacall, in eine Reihe zu stellen mit den Erinnerungen, die nicht nur Michael an Grace Kelly ueber den Daechern von Nizza hat, ist gestorben. –

Fasst man all‘ die, die noch uebrig geblieben sind, unter dem gern benutzten Sammelbegriff „Alte Helden“ zusammen, dann bleiben da nicht mehr viele. Und nachgewachsen, zumindest was die Riege der grossen Schauspieler angeht, ist auch nicht viel. Was bleibt sind wieder einmal: die Erinnerungen. As time goes by.

2014 13 Aug.

Steely Dan live

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Angesichts des Publikums, das überwiegend aus reiferen Jahrgängen bestand, hatte ich schon befürchtet, er würde – wie in seinem Buch angedroht – Bingozahlen ansagen. Aber Mr. Fagen entschied sich dann doch für sein Fender Rhodes. Und für den Gesang. Wenn er auch die hohen Töne nicht mehr packt, die Stimme ist unverkennbar.
 
 
 

 
 
 
Seit 42 Jahren sind Steely Dan auf der Szene. Entdeckt habe ich sie erst in den 80ern, als es sie eigentlich schon nicht mehr gab. Aber ihre Musik ist im besten Sinne zeitlos geblieben. Und wenn Steely Dan eigentlich auch eher ein Studiokonstrukt war: Sie können es auch live, wie ich gestern abend im Benedum Center in Pittsburgh bei ihrer „Jamalot Ever After“-Tour erleben durfte.

Das Opening wurde gestaltet von der Bobby Broom Organi-Sation, einem Chicagoer Jazztrio, das mit halbakustischer Gitarre, Drums und einer Hammond-B3 den passenden Einstieg lieferte. Interessant übrigens, dass das US-Publikum in der Regel den Supporting Acts gern und mit Sympathie zuhört. In Deutschland habe ich das sehr oft anders erlebt.

Eine Band, die tourt, obwohl sie kein neues Album im Koffer und auch sonst nichts zu promoten hat und trotzdem alle 56 Termine innert weniger Stunden ausverkauft (und das bei Ticketpreisen bis zu 200 Dollars, von den Resellerpreisen mal gar nicht zu reden), kann es sich leisten, keine Interviews zu geben und auch auf sonstige Reklame zu verzichten.

Die achtköpfige Backing-Band begann den Abend mit „Cubano Chant“, einem Ray-Bryant-Cover, das auch „Pittsburghs very own“ Art Blakey mal gespielt hat (man ist hier stolz auf sowas), dann gesellten sich Walter Becker, Donald Fagen und drei Sängerinnen (Carolyn Leonhart-Escoffery, La Tanya Hall, Cindy Mizelle), von denen jede einen eigenen Abend tragen könnte, hinzu und stiegen mit „Black Cow“ (vom „Aja“-Album) ein.

Es folgte eine zweistündige Show, an der zwar bis in die Lichtdramaturgie hinein nichts spontan war, die aber auch nie in allzu offensichtliche Routine abdriftete. Fagen, der hinter seinem E-Piano mit dunkler Brille und zurückgelegtem Kopf beim Singen immer ein bisschen wie Ray Charles wirkt, brauchte zwei oder drei Stücke, um stimmlich auf Betriebstemperatur zu kommen, aber das war auch fast alles, worüber man sich beschweren könnte. 

Zu hören gab es Repertoire, „Greatest Hits“, wobei zur Enttäuschung etlicher Fans allerdings ausgerechnet „Do It Again“ und „Rikki Don’t Lose That Number“ fehlten. Auf Beckers und Fagens Soloalben wurde verzichtet, auch von Steely Dans Alben von 2000 und 2003 war nur jeweils ein Stück zu hören. Dafür war der Anteil des „Aja“-Albums überdurchschnittlich hoch.

Hervorzuheben sind der Drummer Keith Carlock, der es an Präzision mühelos mit der auf dem „Gaucho“-Album verwendeten Drummaschine („Wendel II“) aufnehmen konnte, und der Gitarrist Jon Herington, dem selbst das vertrackte Solo aus „Bodhisattva“ keine Probleme bereitete. Der Sound blieb den ganzen Abend über ein wenig blechern, aber 13 Musiker live abzumischen ist auch keine Kleinigkeit.

„Reelin‘ In The Years“ und „Kid Charlemagne“ waren die Zugaben. Ein glückliches Publikum erlebte einen perfekten Abend. Gerne wieder.
 
 
 

 

2014 13 Aug.

Jean-Jacques Avenel

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Jean-Jacques Avenel, a bassist with a big big ‘B’ has gone. He’s in the heart of many, he will be sorely missed. I was lucky to see him live a couple of times. And was impressed
deeply, longstanding. He was the bassist of group of Steve Lacy. That’s where I saw him first. And later with Benoît Delbecq. He had it all in a special way, rhythm, melody, tone,
earthy power. And, he was a great kora player with a deep knowledge of West African music.
 
 
 

 
 
 
Jean-Jacques Avenel – Waraba (2004)
 
The encounter of the famous French string bass player Jean-Jacques Avenel with Lansiné Kouyaté, Yakouba Sissokho (kora) and Moriba Koïta (ngoni), encouraged him to found the group „Waraba“ (lion). The flutist Michel Édelin also joined the group. Published in 2004, Waraba valorizes the complementary features of strings, balafon and flute music, building a harmonious and peaceful universe

I am just listening to THE SIXTH JUMP, a trio of Benoît Delbecq, Avenel and the Congolesian drummer Emile Biayenda. Very deep vibe and high resonance. Moving music. Ghostly beautiful. Released on Canadian Songlines Label.
 
 
 

 
 
 
VIDEO Studio recording La Muse en Circuit 7 and 8 July 2008
 
VIDEO JJ Avenel solo Jazzdor 2011


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