Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: März 2022

 

 

Seit ich einen Kaffeevollautomaten und einen elektrischen Milchschäumer besitze, ist Kaffee die primäre Droge in meinem Leben. Und bei der „Bochumer Kaffeezentrale“ komme ich stets auf meine Kosten. Toller Service, und oftmals ein Blick über den reinen Kaffeehorizont hinaus. Hier meine jüngste Entdeckung: ‚Nessun Dorma‘, auf deutsch ’niemand schläft‘. Ein „Koffein-Hammer“ ist das allemal nicht, denn bei einer Mischung mit 95 % Arabica ist der Koffeinanteil eher gering. Woher also der Name? „Nessun Dorma“ ist einer der Ohrwürmer aus der Opernschmiede von Puccini, und Liebhaber dieses Genres geraten anscheinend in einen Zustand der Verzückung, wenn sie dieser Arie in den Fassungen von Pavarotti oder Paul Potts lauschen. Der Caffè Nessun Dorma berührt mich jedenfalls deutlich mehr als solche „Zirkusnummern der Ergriffenheit“, die auf mich fast immer so wirken, als hätte die jeweilige Sangesstimme einen Regenschirm verschluckt.

 

„Die handwerkliche Röstung in kleinen Chargen über Buchenholzfeuer lässt Nessun Dorma zu einer ausgewogenen Komposition werden, elegant nuanciert, sanft und mit aussergewöhnlich raffinierten Details im langen Abgang. Freuen Sie sich auf ein Symphonie von frischen Zitrusfrüchten, Jasmin, feiner Vanille und geschmolzener Schokolade – auch für Kaffee Kenner ein echtes Erlebnis!“ 

 

Den Jasmin habe ich tatsächlich herausgeschmeckt, wie immer diese Duftnote auch in die Bohnen gerät. Vielleicht wird mir eine grosse Tasse dieses Kaffees auch den Zugang zu Puccinis Arie öffnen: ich stelle mir frühlingshafte Temperaturen vor, eine alte Hollywoodschaukel, erfüllten Müssiggang, Michael Pollans tolles kleines Buch „Kaffee. Mohn, Kaktus“ in Reichweite, und Pavarotti aus der Box. Eine in jeder Hinsicht anti-calvinistische Bohne. 

2022 10 März

„Goodbye, Mr. Blue“

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Fühlen wir uns hier nicht gleich in die Welt von Fred Neils „Everybody‘s Talking“ versetzt, in die Balladen von Harry Nilsson, in die Country-Anmut von Glen Campbell? Es wird spannend sein, zu erfahren, ob Father John Misty auf seinem neuen, Mitte April erscheinendem Album, die brilliante Tiefe, etwa seines Meisterwerkes „Pure Comedy“, zugunsten von perfektem Pastiche und Nostalgie im Breitwandformat hinter sich lässt. Ob der „Father“ also vielschichtige lyrics und subversiv schleichende Klangspuren von Gavin Bryars hintanstellt, und schlichtweg die „Seele baumeln“ lässt, in vertrauter, nie verstörender Melancholie. Ich fühle mich jetzt schon, beim Hören von „Goodbye, Mr. Blue“ versucht, meine alte Fred Neil-Platte aus dem Plattenschrank zu holen, die ich 2015 in NYC fand, in einem Plattenladen, in dem eine dicke Frau an der Kasse sass, und einen Burger vertilgte. (m.e.)

 

Fred Neils selbstbetiteltes zweites Album war ein entpamntes und fließendes Juwel, das auch Jahrzehnte später noch nicht aus der Zeit gefallen ist. Die wunderschön traurigen, introspektiven Songs über die müde, moderne, urbane Enttäuschung, die Neil 1967 zu diesen Sessions mitbrachte, gehören zu den besten, die er je geschrieben hat, und die perfekt ausbalancierte elektrische Instrumentierung passt perfekt zu ihnen. Neils ruhiger, müder Bassgesang zieht die Dinge hier in einem ausgesprochen gemächlichen Tempo voran, und die Songs selbst scheinen organisch ins Leben zu driften, während er sie singt, bis es sich anfühlt, als würde man beim Hören dieses Albums schweben. „The Dolphins“, „Evrybody’s Talking“ – und all die anderen wunderbaren Songs. Neil hatte jedoch absolut kein Interesse am geschäftlichen Aspekt des Musikmachens, und wo die meisten Musiker das Rampenlicht suchen, mied er es, was bedeutete, dass das Album kommerziell nicht erfolgreich war, obwohl es unzählige andere Künstler beeinflusste. Ein eindringliches und beruhigendes Meisterwerk.“ (s.l., remixed by m.e.) 

„Recorded in early 2021, the album was inspired by the windy island landscapes while walking the same nature paths over and over again, working in the elder care and occasionally visiting the city.“ „Har ondt i halsen og går til biblioteket for at låne en bog“ („Habe Halsschmerzen und gehe in die Bibliothek, um ein Buch auszuleihen“). Das ist mal ein Titel für ein Stück Hausmusik. Lassen wir mal offen, ob Philip Sherbourne oder ich die Platte zuerst in den Fingern hatten. Aber unsere Reaktion war sehr ähnlich, wir waren angetan, sehr angetan, berührt. Diese Musik ist, mhmm, diskret und spannend. Einige Komponisten in Göteborg haben anscheinend eine neue Leidenschaft entdeckt, ihrem Land eine etwas andere Spielart zeitgenössischer handgemachter Musik zu servieren. Auch Elektronisches wird da en passant von Hand serviert, und so weit ist Brian Eno nicht entfernt, wenn dieser launige Plattenladen im Südwesten der Hafenstadt, der auch Label und Vertrieb ist, „Discreet Music“ heisst. „Diese Mischung aus Folk, Field-Recordings und Geräuschen erinnert an verklebte Tonbandköpfe, verwitterte Gitarren und durchnässte Casio-Keyboards in Kellerstudios, die mit mottenzerfressenen Teppichen ausgelegt sind – und vielleicht auch an das eine oder andere heidnische Lagerfeuer, da die Musik oft unheimlich wirkt.“ Soweit Mr. Sherbourne. Auf sehr wohltuende Weise unheimlich, möchte ich hinzufügen. Sie hätte auch schon in den 70er Jahren auftauchen können, auf Brian Enos zehn LPs umfassender Sammlung von „Obscure Records“ (incl., bingo, „Discreet Music“), und am besten den einzigen Langweiler der ansonsten ziemlich betörenden Kollektion verdrängt, Michael Nymans Beitrag. Sooo gut ist das Album mit dem Zungenbrechertitel für Mitteleuropäer. Skaergardslyd. Am einfachsten über HHV zu besorgen, oder in Göteborg anrufen. Übrigens ist, aus der Reihe der „Obskuren Aufnahmen“, Harold Budds „The Pavillon Of Dreams“ gerade wieder neu aufgelegt, mit dem betörenden Titelstück, auf dem Marion Brown sein Altsaxofon wie eine Flöte klingen lässt (s.a. Blogeintrag vom 1. Mai 2015).

2022 9 März

Stromae

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Ich glaube, es ist ein in Frankreich gebräuchliches Sprachspiel, Silben zu vertauschen. So wurde der Maestro zu Stromae. Aufgefallen ist mir dieser belgische Künstler vor einigen Jahren, seltsamerweise auf einer Klassik-Webpage, nämlich der von Norman Lebrecht. Der wies auf „Papaoutai“ hin, das sofort bei mir hängenblieb, unter anderem, weil ich bemerkenswert fand, wie gut ein französisch gerappter Text klingt.

Dann kam lange nichts. Anfang Januar war es dann, dass Stromae einen neuen Song vorstellte, „L’enfer“ — eigentlich nichts, was besonders spektakulär wäre, hätte es davor nicht eine immerhin siebenjährige Pause gegeben und hätte er dies nicht in einer Nachrichtensendung von TF1 getan. Das ging natürlich durch die Presse. Und jetzt ist das dazugehörige Album da, Multitude. Es ist sehr, sehr hörenswert, auch wenn mein Französisch wirklich sehr, sehr rudimentär ist. Norman Lebrecht zog seinerzeit einen Vergleich zu keinem Geringeren als Jacques Brel, und mir scheint, da ist etwas dran.

Hier übrigens gibt es ein vollständiges, zweistündiges Live-Konzert von Stromae, 2015 in Montréal aufgezeichnet.

 

gebratene Blutwurst

mariniert mit Senfkruste,

Kartoffelstampf und Apfelkompott

 

Wer kommt, ist eingeladen zu einem köstlichen Hauptgericht von der weit gefächerten Karte. Auch wenn Chrissie einen verhaltenen Brechreiz erlebt bei diesem „appetizer“, sei darauf hingewiesen, dass das Thema Pilzsuppe und Schwammerl „durch“ ist in der Story der Manafonisten und der Horizont geweitet werden muss. Der ungewöhnliche Mix dieser Hauptspeise ist manchem aus Kindheitstagen bekannt – als „Himmel und Erde“ und westfälische „fusion-Kost“ – im “Kohlenpott“ zumindest so populär wie Pfefferpotthast. Und, du meine Güte, durch wie viele Welten man wandert, gesprächsweise, bei einem Glas Wein, zu zweit oder dritt unter einem strahlend blauen Frühlingshimmel, in diesen dunklen Zeiten!?

Kennen Sie noch Wally? Wally ist Theaterautor, und eines Tages, früh in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, verabredet sich Wally mit einem alten Freund. Ewig haben sich die beiden nicht gesehen. Sein alter Kumpel Andre hat einiges zu erzählen, von seinen Reisen mit tibetischen Mönchen in die Sahara, einem Reinkarnationsritual, und von den unwirtlichen, einsamen Landschaften im Norden Schottlands. Von letzteren könnte ich auch erzählen, etwa von meinem friedlichen Einbruch in ein Haus an der Steilküste, gegenüber der Orkney-Inseln, und wie ich dort nachts eine alte Platte von Louis Armstrong fand und auflegte. Nun, egal, es machte mir damals grosse Freude, den beiden Freunden zuzuhören, im Kino – Louis Malle hatte den Film „Mein Essen mit André“ 1981 gedreht, und neben „Herzflimmern“ gehörte er damals zu meinen Lieblingsfilmen des Franzosen.

 

2022 9 März

„This is a photograph“

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Eine Überraschung für die, die ihn nicht kennen, wird wohl Kevin Morbys demnächst erscheinendes Album sein, das ich als Stream anhören konnte, und das ein Thema hat, das so verbreitet ist, dass nur dann, wenn Lieder die nötige Schärfe haben, die Oberflächen abstreift: wie hat unsere Vergangenheit uns zu dem gemacht, was wir heute sind? Der Mann aus Kansas macht daraus keinen sentimentalen Overkill, sondern liefert die Antworten darauf in einem Spannungsfeld zwischen Bilderflut, unwiderstehlichen Rhythmen (manches kann einem afrikanisch vorkommen), und Zeilen, die, mit der nötigen Energie, einfach mal unter die Haut gehen. „This is what I miss about being alive“ ist so eine, hier zu hören, in dem Titelsong des Albums. Es ist eine Form bereichernder Selbstironie, ein Defizit im Lebendigsein im Verlust der verlorenen Zeit zu markieren, und dieses dann mit sound & vision so elanvoll zurückzuholen! Chapeau, Mr. Morby.

 

Oder: ECM Double Talk (20) – Jan Garbarek-Bobo Stenson Quartet: „Witchi-Tai-To“ & „Dansere“


Einige Male habe ich Jan Garbarek live erlebt, aber das unvergesslichste Konzert war das in Münster, im Westfälischen Landesmuseum, Mitte der Siebziger Jahre. Es war die Zeit jenes Quartetts, das Jan Garbarek, Bobo Stenson, Palle Danielsson und Jon Christensen bildeten. Hockten wir da alle auf dem Boden im gut gefüllten Rund, oder sassen wir auf Stühlen? In der Erinnerung sehe ich mich auf dem Boden, neben mir zwei Kommilitonen, die ich aus Proseminaren der Germanistik kannte – einer erzählte vor Beginn des Auftritts von einem kleinen Roman, den er gerade schreibe (später hörte ich von seinem Suizid). Es war die Zeit florierender Kleinkinos, und man musste in Münster nicht weit gehen, um Leuchttafeln mit den Namen von Fellini-, Pasolini- und Godardfilmen zu sehen. Zu dem Zeitpunkt besass ich bereits alle frühen ECM-Platten mit Jan Garbarek, und erinnere mich just, wie auch die „Sounds“ damals einen längeren Text über den „kühnen Sound aus dem hohen Norden“ veröffentlichte (ich kaufte die Ausgabe in der Bahnhofstrasse auf Borkum um verschlang des Text im Gehen, auf dem Weg zu Meer). Ich war Feuer und Flamme für die Band, und endlich bekam ich sie live dargeboten. Auch das zweite Album der Gruppe war unlängst erschienen, „Dansere“, auf dem Jan die Quellen der eigenen Folklore anzapfte. Das Titelstück von „Dansere“ zählte von früh an zu den „set songs“ des Norwegers – die Frische, die Waghalsigkeit, die Unbekümmertheit, mit der das Quartett durch seines Kompositionen pflügte, riss uns zu manchem Begeisterungssturm hin. Es muss abends gewesen sein, und an solchen Veranstaltungsorten wohl Schatten vertreibendes Neonlicht herhalten, eigentlich eine ernüchternde Lichtkulisse, kein ideales Ambiente. Der Boden war hart, die Architektur funktionell, doch das scherte uns wenig. Hätte ich damals nur gewusst, wie man die Zeit anhalten, und sich ganz und gar einrichten kann in Jahren, die 1974, 1975 und 1976 heissen, und, statt stur linear voranzuschreiten, einen munteren Kreislauf zelebrieren, in denen wir an jedem Tag gewusst hätten: wir geben alles, wir fangen noch einmal an, wir proben heute eine andere Wirklichkeit, wir werfen Gras hoch. Ich wäre 1975 erst nach Kronach gereist, zum dortigen Auftritt von Keith Jarrett, ich wäre eine Woche später in Köln mit dabei gewesen. Es war eine Zeit fortlaufender Feuerwerke in der Musik, Funken und Glut für alle Tage. Es war eine Gegenwelt zum Fassbinder-Grau, und anderen Ernüchterungen. Die Verlangsamung der Zeit zumindest war realistisch, manches ECM-Adagio tat seinen Part dazu, auch Brian Eno sorgte bald dafür, dass wir uns, wenn wir den Dreh raushatten, auf Flughäfen in Zeitlupe bewegten. Meine Blicke folgten den singenden Bögen von Jan Garbarek. Alles war so neu, und hatte noch keine Patina angesetzt aus Erinnerung und gut abgelagertem Wissen: der Zauber der frühen Jahre. „Witchi-Tai-To“ lief endlos, endlos. Fast eine ganze Seite, zwanzig zeitlose Minuten, waren einer Komposition von Don Cherry vorbehalten, „Desireless“. Das Gras fliegt noch immer durch die Luft.

2022 8 März

Roman einer Sylter Jugend

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Zurück in die Achtziger. Westerland. Aber wir fangen heute, naja, in einer etwas weiter gefassten Gegenwart, an, in der Zeit der Lockdowns. Und dann wird eine Geschichte erzählt, die nicht verklärt, und doch bestens unterhält, die sich nicht der Mär überdrehter Inselromantik oder Inselkrimis und ihrer nett-biederen TV-Varianten andient, sondern einen feinkörnigen Sozialrealismus enthält. Das Coverfoto wird manchen Blindkauf beflügeln, und dann wundert sich der eine und andere Spezialist für Strandlektüren, dass es hier aber anders zur Sache geht als erwartet. Nicht so lustig. Aber durchweg fesselnd. Für meine Lieblingsmitarbeiterin der Kieler Landesregierung ein Muss, für manch andere Inselfreunde auch. Samstag dann im Samoa / Seepferdchen! Oder Nachtwandern am Watt. Und, übrigens, für mich rekordverdächtig, das Buch war in zwei Tagen verschlungen, zwei gute Bekannte auf der Insel waren wohl noch schneller.

 


 
 

Procida ist die Nachbarinsel von Capri. Sie wurde zur italienischen Kulturhauptstadt 2022 ausgewählt. Deswegen bin ich hier. Leider habe ich bisher noch keine Kultur entdeckt. Ich ging ins Rathaus, um nachzufragen. Kopfschütteln allerseits. Aber Elsa Morante, sie habe doch hier gelebt, wo eigentlich genau. Meine Frage war der Türöffner. Sie brachten Materialien, einen Stadtplan und markierten Elsa‘s Haus darauf. War Pasolini auch mal auf Procida, vielleicht bei ihr auf Besuch, sie waren ja Freunde. Si, si, no mai. Ist Pasolini noch interessant, frage ich den Kulturbeauftragten mit weißem Seidenschal. No, no. Aber ich habe im Tabakladen ein neu herausgegebenes Buch, eine Graphic Novel, über ihn gesehen. Si, no lo so, ma, ok. bene …

„Wer einmal sein Brot mit Tränen aß“ (ital. Accattone) ist mein meistgesehener Pasolini Film. Ich war damals von der Dichte der Realtätsbilder hingerissen. Pasolini hatte in einem Armenviertel von Rom mit Laiendarstellern gefilmt. Er wollte stets die Armut zum intellektuellen Thema erheben, nicht nur in seinen Filmen, auch in seinen Gedichten und Schriften (Freibeuter).

Wenn ich die vielen E-Fatbikes hier durch die engen Straßen fahren sehe, denke ich an seinen Angriff auf den Konsum, der nur zur Verblödung führe. Die beneidenswerten Besitzer einer Vespa haben sich ein Maradona-Konterfei auf ihr Schmuckstück geklebt. Pasolini war selbst aktiver Fußballer. Er trug die Nummer 11. Miroslav Klose trug die, und Timo Werner wird sie tragen. Für ihn war Fußball die einzige universelle Sprache. Ob Milo Rau auch Fußball spielt? Ich weiß es nicht. Ich würde Milo Rau als ebenbürtigen Nachfolger von Pier Paolo Pasolini durchgehen lassen. In seinem sehenswerten Film „Das Neue Evangelium“ lässt er einen Afrikaner den Jesus spielen. Einige der Schauspieler sind aus der Pasolini Crew entliehen. Die meisten Akteure sind jedoch Laiendarsteller. Das hätte Pasolini gefallen. Auch er stellte die unverbrauchten Gesichter vor die Kamera. Warum musste er so grausam sterben? Am 5.3. wäre er 100 Jahre alt geworden  

 

2022 7 März

Jan 75

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„On March, 4, Jan Garbarek turned 75. ECM’s decades-long collaboration with the great Norwegian saxophonist goes all the way back to his label debut Afric Pepperbird recorded in September 1970, with Terje Rypdal, Arild Andersen and Jon Christensen. An album now regarded as a classic, it set the stage for many highly influential records with Jan as a leader, co-leader and creative contributor.“

 

My twelve ten Jan Garbarek albums (their rankng order changing from year to year) are those I loved from the beginning, and neverheless they grew with time passing by, at least they never became the stuff of nostalgic rituals. Life‘s company. Lifers! Am I  lost, a bit, in the 70’s? Sorry, but I rely on my limitations. „Officium“, with the Hilliard Enselmbe, at this point of time, is no. 13, another five stars in the night sky. Here they are – and there are more, believe me -, and everybody has  different preferences:

 
 

1. Jan Garbarek-Bobo Stenson Quartet: Witchi-Tai-To

2. Jan Garbarek: Dansere

3. Jan Garbarek w/ Ralph Towner: Dis

4. Jan Garbarek: All Those Born With Wings

5. Jan Garbarek (as part of Keith Jarrett‘s Norwegian Quartet): Belonging

6. Keith Jarrett / Jan Garbarek: Luminessence

7. Jan Garbarek: It‘s OK to listen to the Gray Voice

8. Jan Garbarek / Egberto Gismonti / Charlie Haden: Carta de Amor

9. Jarrett / Garbarek / Danielsson / Christensen: Sleeper 

10. Jan Garbarek: Places

11. Jan Garbarek: Sart 

12. Jan Garbarek: Wayfarer 

 


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