Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2022 9 Mrz

Morgen um 12 bei „Robert“ am Rheinufer

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 8 Comments

 

gebratene Blutwurst

mariniert mit Senfkruste,

Kartoffelstampf und Apfelkompott

 

Wer kommt, ist eingeladen zu einem köstlichen Hauptgericht von der weit gefächerten Karte. Auch wenn Chrissie einen verhaltenen Brechreiz erlebt bei diesem „appetizer“, sei darauf hingewiesen, dass das Thema Pilzsuppe und Schwammerl „durch“ ist in der Story der Manafonisten und der Horizont geweitet werden muss. Der ungewöhnliche Mix dieser Hauptspeise ist manchem aus Kindheitstagen bekannt – als „Himmel und Erde“ und westfälische „fusion-Kost“ – im “Kohlenpott“ zumindest so populär wie Pfefferpotthast. Und, du meine Güte, durch wie viele Welten man wandert, gesprächsweise, bei einem Glas Wein, zu zweit oder dritt unter einem strahlend blauen Frühlingshimmel, in diesen dunklen Zeiten!?

Kennen Sie noch Wally? Wally ist Theaterautor, und eines Tages, früh in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts, verabredet sich Wally mit einem alten Freund. Ewig haben sich die beiden nicht gesehen. Sein alter Kumpel Andre hat einiges zu erzählen, von seinen Reisen mit tibetischen Mönchen in die Sahara, einem Reinkarnationsritual, und von den unwirtlichen, einsamen Landschaften im Norden Schottlands. Von letzteren könnte ich auch erzählen, etwa von meinem friedlichen Einbruch in ein Haus an der Steilküste, gegenüber der Orkney-Inseln, und wie ich dort nachts eine alte Platte von Louis Armstrong fand und auflegte. Nun, egal, es machte mir damals grosse Freude, den beiden Freunden zuzuhören, im Kino – Louis Malle hatte den Film „Mein Essen mit André“ 1981 gedreht, und neben „Herzflimmern“ gehörte er damals zu meinen Lieblingsfilmen des Franzosen.

 

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8 Comments

  1. Chrissie:

    Würg!!

  2. Michael Engelbrecht:

    Haha!!

    Klingt schrecklich, woll?!

    Für dich gäb‘s Steinpilze auf Rahmwirsing.

    12.15 Uhr bin ich da. Gegessen wird draussen. Mein Lieblingsrestaurant in Düsseldorf. Wunderbare, französische Küche.

  3. Michael Engelbrecht:

    Haben wir eigentlich Leser*innen in Düsseldorf, ausser Ulrike und meiner HNO-Ärztin, der ich zuweilen was sende?! Seit Lajlas Umsiedelung habe ich immer weniger Reiseziele in Düdorf. Wenn ich durch die Strasse fahre, wo Kraftwerk ihr Studio hatten, denke ich immer an Jan und sein neues Buch, das man jetzt auch bei amazon kaufen kann.

    Und nach dem Ausstieg Rosatos, den ich sehr bedaure, brauchen wir wieder eine Nummer 11. Besser sogar zwei Neue, damit das Dutzend voll ist. Kandidaten*innen bitte melden bei:

    manafonistas@gmx.de

  4. Jochen:

    Und ich dachte schon, die Fleischfresser seien mittlerweile ausgestorben. Scherz beiseite: gebratene Blutwurst mit Stéckrüben, absolutes Highlight meiner Kindheit und Jugend. Auf dem Lande aufgewachsen zwischen Bauernhöfen gehörte auch gebratener Knipp zum bevorzugten Frühstück. Grünkohl mit Pinkel und „Bregenwurst“ (hannoversch, hiess in Bremen anders) und Salzkartoffeln – ein Traum. Und heute? Des Klimawandels und der Massentierhaltung wegen für mich nur noch Ultra-Bio in homöopathischen Dosen.

  5. Chrissie:

    Ihr müsst ja nicht unbedingt gleich wieder ein fröhlicher Elferrat werden.

  6. Michael Engelbrecht:

    Grünkohl mit Pinkel / Mettendchen, ein Klassiker, und immer wieder gerne, z.B. auf dem Dortmunder Weihnachtsmarkt.

  7. Jochen:

    So siehts aus ;)

  8. Michael Engelbrecht:

    Wir landeten dann doch im Max-Haus, einem klösterlichen Gebäude mit Restaurant: es gab, u.a. Westerwälder Rehbock-Lasagne. Spitzenküche.

    Und damit das Gestöhne über Carnovoren hier aufhört – 😅 – es gibt hier auch ab und zu ein Essen wie bei den Mönchen im alten Kloster-Reflektorium, ein vegetarisxhes Abendessen aus Suppe, Quiche, Salat, wird schweigend eingenommen. Ich würde das ganze in einem heidnischen / agnostischen Kontext ansiedeln wollen, mit gelegentlicher Ambient Music und Liedern nach Texten von Alber Camus. Aber einfallsreich ist die Vielfalt der Veranstaltungen hier auf jeden Fall.

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