Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2016 16 Mai

Sellotape and Photographs and English Rain

von | Kategorie: Blog | | Comments off

You weren’t on my mind. It wasn’t raining. And it was totally great to be back in Liverpool again yesterday, 6 years (give or take a fortnight) since we first met. It was raining when I met you, you were soaking wet – no time to be impressed. And I remember like 3 hours later on, you were someone I would not forget. I remember stupid things: the radio played Spoonie Gee that morning of the day we first met, 12 hours before you fell from the sky. Your constellation, your warzone. Your smile. The black cab we took had bulletproof glass, the city popped and fizzed, its flagstones and skyscrapers bursting with radioacivity, the faint smudge of an echo of the moment of creation. The sky looked like the cymbal sounds at the start of that Coltrane record. Your constellation, my warzone. You fell from the sky.

 
 
 

 
 
 

If you get the Newcastle-bound train from Liverpool you can be at Manchester Piccaddilly in no time. So I did. And You weren’t on my mind. And today in Manchester I see, in neon, in fucking neon, a representation of radio waves from a highly magnetized, rotating neutron star.

 
 
 


 
 
 
No bible-black frieze, no widescreen here. The mirror that fell from the wall was raggedy, that’s all.

 
 
 

 

2016 15 Mai

Das Lied vom Tramper aus der DDR

von | Kategorie: Blog | Tags: , | | Comments off

Ich bin nie in einem Trabi gefahren. Aber ich kenne ein paar Leute, die ihre Kindheit oder Jugend lang in diesen Autos aus Pappe gereist sind. Ich lernte S. in einem Schriftstellerseminar kennen. Zu den Treffen brachten wir unsere aktuellen Texte mit, kopierten sie mit Hilfe eines elend langsamen Kopiergerätes, lasen sie vor und diskutierten darüber. S sprach im Seminar nicht viel, deshalb konnte ich sie nicht so einschätzen wie sie mich. Einmal kamen wir näher ins Gespräch und sie lud mich zu sich zum Abendessen ein. Es war Januar oder Dezember und ein Wintereinbruch war vorhergesagt. Ich fuhr trotzdem mit dem Rad zu ihr und es begann tatsächlich wie verrückt zu schneien. Ihre Wohnung lag ganz oben, sie war unglaublich gemütlich beleuchtet und wunderbar verwinkelt, (in einem Autorenseminar würde man jetzt bemängeln, das sind zu viele Adjektive, vor allem sind es wertende Adjektive, die no-go sind, und keine beschreibenden Adjektive, die nach strenger Prüfung im Einzelfall erlaubt sind, und ich würde dann sagen, ich weiß das, aber ich will sie jetzt einfach trotzdem). S. zeigte mir alle Räume, und ich hatte so ein Gefühl von Nachhausekommen und dem Beginn von etwas. Sie hatte ein unkompliziertes Essen gekocht, das nebensächlich ist. Wir redeten über das Seminar, die düsteren Gedichtbände des Seminarleiters und wie sie in Bezug zu seinem Leben stehen könnten. S. schrieb ausschließlich Liebesgedichte, die zwischen Euphorie und Melancholie schwebten. Alle waren hingerissen von diesen Gedichten, die so wirkten, als ob sie einen autobiographischen Kern hatten, aber nicht ganz autobiographisch waren. S stammte aus Thüringen, die Wende hatte ihrem Leben eine völlig neue Richtung gegeben, ihre Ausbildung war zu nichts mehr zu gebrauchen. Sie fand die Stimmung im Westen sehr anstrengend, ständig hatte man sich darzustellen und zu definieren, vor allem beruflich. In der DDR hatte das keine Rolle gespielt, die sozialen Beziehungen waren völlig frei davon, man traf sich und erlebte etwas gemeinsam. Wir trafen uns öfter und begannen, unsere Texte außerhalb des Seminars zu besprechen. S lud mich zu ihrer Geburtstagsfeier ein, bei der auch viele ihrer Freunde aus der DDR waren. Ihr Bruder hatte seine Gitarre mitgebracht und sie sangen Lieder, die ich nicht kannte. Der Abschlusssong des Abends war eine Komposition ihres Bruders, das Lied vom Tramper aus der DDR, so geheim, dass es nicht verboten war. Und ich schob mein Rad den ganzen Weg zurück durch den leuchtenden Schnee.

2016 14 Mai

Woman in a Mirror

von | Kategorie: Blog | | 4 Comments

When I was a young girl our family sometimes visited my mother´s mother. It was just few miles away, to me it was countryside for they had a garden and even chickens there. My grandmother lived with her brother and his family in a house, she in an appartment upstairs which she shared with another old woman always dressed in black. Kind of flatshare, but not at all hippie-like. She was my only grandmother that time, hard of hearing, so I automatically talked louder to someone older than say seventy, even now. She had lost nearly everything she once loved, at a very early age, and she never talked about it. These visits always bored me. I was the only child in the world, as my brother talked to the adults and seemed to be like one of them. All my books I had already read. At that time I did not know about the public library. My mother was a children´s nurse so she was afraid of bacteria and thus not enthusiastic about library books at home. In my despair I took the current edition of the women´s magazine my grandmother bought every thursday, year for year. As I never was interested in king´s or queen´s affairs or their babies and the fashion and make-up advices, there were only a few pages left I regulary read. This was the story of the week. Main character mostly was a young or middle aged woman unhappy with her love life. And – I could hardy believe it – there was always a happy end, at least in a way. I lied on a sofa in a separate room (my brother´s godmother´s bedroom) and I thougt when this was a good short story everybody could write one. But I did not trust them. And would a calculable life not be boring?

2016 14 Mai

Carla

von | Kategorie: Blog | | 2 Comments

 


 
 
 

In den Manafonistas-Sedimenten ruht in der April-2016-Schicht ein Beitrag, den ich hier freilegen möchte. Dort regte Michael an, Please let me know your favourites consisting entirely of cover versions … no matter from which era. Zu meinen Favoriten zählt das Album The Lost Chords Find Paolo Fresu von Carla Bley. Die ersten 6 Tracks – das Banana Quintet – haben es in sich, für mich ist das eine Cover-Version der besonderen Art.

Carla Bley ist am 11. Mai 80 Jahre alt geworden. Zahlreiche Rundfunksendungen feiern eine lebende, eine lebendige Legende des Jazz. Das ist schön. Viele ihrer Freunde und Gefährten sind in den vergangenen Jahren gestorben: Paul Bley, Charlie Haden, Paul Motian, Gato Barbieri, Dewey Redman, Jack Bruce.

In meiner Jazz-Sammlung ist Keith Jarrett mit den meisten Alben vertreten, gefolgt von Miles Davis und dann doch tatsächlich von Carla und Paul Bley. Im REAL BOOK, das ich seit den 70er Jahren besitze und benütze, sind einige Stücke von Carla, darunter die sperrigen, skizzenhaften And Now The Queen und Ictus, denen nur Musiker vom Format eines Paul Bley gewachsen sind und die zugänglicheren Ida Lupino und Sing Me Softly Of The Blues, die ich gerne selbst spiele.

Wenige Tage vor ihrem Geburtstag erschien ihr neues ECM-Album. Das Trio mit Carla Bley, Steve Swallow, Andy Sheppard – eine Besetzung, die an das Jimmy Giuffre Trio erinnert – fasziniert mich seit vielen Jahren. Es gibt eine Reihe von exzellenten Alben mit diesen Dreien: Songs With Legs (Aufnahmen einer Europa-Tournee aus dem Jahr 1994), die Lost Chords Alben (von denen ich jenes mit Paolo Fresu besonders liebe) und die letzten beiden ECM-Releases Trios und Andando El Tiempo.

Im Winter 2010 habe ich das Trio Live in Neuburg/Donau im „Birdland“ erlebt und konnte mit den Musikern sprechen. Der Eindruck war tief, ja schon meine Vorbereitung auf das Konzert war von besonderer Art, denn während der Fahrt nach Neuburg hörte ich erstmals die Banana Suite, die mich auch in Tagen danach intensiv beschäftigte – ein Anlass, nach Carla Bley’s Webseite zu suchen und per eMail meine Eindrücke mitzuteilen. Die höchst originelle Webseite wird von Carla’s Tochter Karen Mantler gestaltet. Ein Besuch lohnt sich!

 
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In meinem Leben brauche ich Kendrick Lamar nicht. Egal, wie fantasiereich der eine Hip, der andere Hop daherkommen, mir geht dieses Testosteron im „Gerappe(l)“ auf die Nerven. Beeindruckend, das Selbstbewusstsein, gut, die sozialpolitische Schärfe, fein, die klanglichen Zugewinne, aber ich laufe ja auch bei Cecilia Bartoli weg. Oder bei Gregory Porter und seinem Kuschelsoul. Es gilt, die Stimmen zu finden, die das Wundern wachhalten, da findet jeder sein eigenes Namensverzeichnis. Manche dieser Stimmen wohnen garin einem einzigen Jahrzehnt, weil sie später keine Alben mehr gemacht haben, die mich gefesselt haben: Joni Mitchell etwa. Oder Van Morrison. Da halfen auch die Gesangeskünste nicht mehr. Beide leben in meiner „desert island collection“, voller Ernnerungen, und geben, wenn ich sie auflege, Laut von einer anderen Zeit und Zeitlosigkeit: „The wind is in from Africa / Last night I couldn’t sleep“. Nach wie vor wundert mich die Geschichte, die Brian Eno vor Wochen erzählte, wie sehr ihn damals, ganz untypisch für seine nicht gerade enormen Sympathien für „confessional somgwriting“, Jonis „Court and Spark“ in den Bann gezogen habe, und dass ihm da klar geworden sei, im Hinblick auf sein anstehendes Projekt, „Another Green World“, ein wenig anders an die Texte heranzugehen. Liest man die „lyrics“ beider Alben, stellt man fest, dass der Einfluss extrem subtil gewesen sein muss, und sich womöglich in reiner Klanglichkeit aufgelöst hat. Der Wind aus Afrika stammt ja aus „Blue“ (da fällt die Zawinul-Connection schon mal flach), und Joni flaniert auf „Court and Spark“ mehr in Paris und Los Angeles als unter Vulkanen oder auf exotischen Inseln. Eine kleine Spur ist vielleicht der erste Abschnitt dieser Strophe: „His eyes were the color of the sand / And the sea  / And the more he talked to me  / The more he reached me / But I couldn’t let go of L.A. / City of the fallen angels“.

2016 12 Mai

The speaking Trabant

von | Kategorie: Blog | | Comments off

And I’m sure I’ve bored you before about the Russell Hoban novel where the characters include a speaking hospital and a speaking London Underground. But I thought I’d share this one with you. Because on the Strada Maria Rosetti, București, Romania, on Monday this week (9th May 2016) a Trabant talked to me in words.

Its words were garbled. It spoke of pocketsful of solutions to the problems of the world, of train journeys into the sun, of life erupting all around us, of words that fall broken, of how this isn’t Budapest or Vienna or Bratislava or Belgrade or Ulm or Linz or Regenburg. Or Novi Sad.

The starless bible-black frieze isn’t just for us, Trabant said. It’s in us. Hin und zurück is an emptied binary, it said. A binary perched on a green/blue glass balcony, pal. This is broken. Because why not. Because everything is repairable. Everything is broken. There’s a dead man in the cable car and the chicken is still dancing, and even dwarves started small. Descended from the dust of stars. In another lifetime when blackness will be a virtue but the road still full of mud.

Trabant spoke. But words. Words are mirrors showing pure blank space, words are as tears wet on your face, said Trabant. I spoke back, but Trabant went silent. Hidden in plain ear sight. I walked round the other side of the car, and all there was, was … was its jokingly passive-aggressive ‚hello‘ sign. Dâmbovița, I said. Dâmbovița. And all the candles and fires. And every prayer and every song, I said (for no reason) then left. Here’s Trabant’s hello sign, fwiw:
 
 
 

 

Mireia Moreorless is/was from the far future. But she has a salient relation in the now: Anna Lemma Clepsydra, who possibly saw you yesterday/tomorrow, wherever the fuck you were/gonna be. Anna Lemma Clepsydra. Anna walks unseen through ordinary moments of your life, anyone’s life. No-one’s half-life.

She’s might be on the Paris Metro innit. But ain’t fixed at Pont de Neuilly. Did you move across the black floor of the Fnac on Champs-Élysées and ask for the new Radiohead CD in broken French this week? Me neither. But if you did, and the assistant looked broken by boredom at the sight of you, Anna probably clocked it, walking past.

Mireia is the girl you see all over Paris, the one who never sees you. Future or past. But did you ever break a cup in Starbucks, or trip on a flagstone, or sneeze in a library? Anna saw it with her side-eyes. Just passing through. Miriea’s dad invented a tourbillon that counters the effects of gravity so well that time escapes space. Mireia’s mum was a nurse. A comfortable way to know from where you came from. And from. Anna was a foundling.

Anna doesn’t know the date of her birth or who her mum and dad are or were or from where. Sorry, but that is pain and excruciating mystery. She now runs a business called Ébauche – a time travel agency. Its revenue stream is largely theoretical, for now. But big stars have booked their trips to near-time, and the agency serves great coffee, and venture capital is making its way in.

All of which has nothing to do with anything, much. Except that on Saturday I managed to book a place on a private tour of a Soviet-constructed (and now long since decommissioned) nuclear facility 180 miles north of Bucharest, Romania.

You are expressly told not to take photographs of the exterior. But, on leaving, well, I did. And the security staff ran me off the premises: out into the scarred grey street.

Luckily a municipal bus was at the stop not far off. I boarded the bus in the hot Romanian sunshine, wheezing and laughing, laughing and wheezing. Sweaty hands. Touchscreen temporarily fucked. And Anna, Anna Lemma Clepsydra, Anna who walks unseen through ordinary moments of your life, anyone’s life (no-one’s half-life) was probably on that bus, or on the pavement, laughing at me, with me, like far-future Mireia, descended from the dust of stars.
 
 
 

 

2016 10 Mai

Die Graue Stunde

von | Kategorie: Blog | | Comments off

M. sagt, die Leute im Mittelalter schliefen anders als wir. In Kapitel drei ihres Romans streicht sich E. die Haare aus dem Gesicht, schleicht nachts in den Innersten Teil der Bibliothek seines Arbeitgebers, und malt, Buchstabe für Buchstabe, ein Buch ab, das eine geheime Botschaft enthalten soll. Dabei will er natürlich unentdeckt bleiben. Ja, wie schliefen sie denn? M. lacht. Sie gingen schon gegen acht Uhr ins Bett, um diese Zeit war es die meiste Zeit im Jahr dunkel, es gab dann nichts außer der Nacht. Und sie wachten vier Stunden später auf. Das war ein allgemeines Phänomen. Und dann? Sie standen einfach auf, trafen sich, vielleicht erstmal in der Küche, und dann redeten sie. Beginnen nicht die interessantesten Treffen einer Party in der Küche? Es ist die Unverbindlichkeit, die den Reiz ausmacht. Was mussten das für Gespräche gewesen sein, halbdokumentarisch, nah an der Trance. Im Bibliotheksraum stand ein Tisch mit einer roten Decke, darauf war eine Kristallkugel platziert. E. spielte das Medium für seinen Arbeitgeber, es war Teil seines Jobs. Wenn dieser ihn rief, kniete E. sich vor die Kugel, hielt seine Hände darüber, schloss die Augen. Die Engel flüsterten ihm etwas zu. Und er sprach es nach. Auch die Worte, die er nicht verstand. Irgendwo musste es die Sprache geben, die so stark war, dass sie etwas erschaffen konnte. Sie redeten eine Stunde, jede Nacht, und gingen dann in ihre Betten zurück. M. entschuldigte sich, sie musste los, die U-Bahn wartet nicht.

 

 
 
 

In einem winzigen Laden stellt er Bilderrahmen her. Er weiß, er ist sterbenskrank, ohne Hoffnung. Von seinen Sorgen, wie Frau und Kind ohne ihn auskommen könnten, wenn er diese Welt wird verlassen müssen, wird er eines Tages von einem verlockendem Angebot entlastet: er soll einen Auftragsmord ausführen. Von seinem Lohn könnte seine Familie sorgenfrei leben.

 
 
 

 
 
 

Die Rede ist von Wim Wenders und seiner Verfilmung des Patricia Highsmith-Romans Ripley’s Game oder Der amerikanische Freund. Vor fast 40 Jahren war das, 1977, da wurde dieser spannende Streifen gedreht. Der junge Bruno Ganz spielte Jonathan Zimmermann, den Rahmenmacher, Dennis Hopper Tom Ripley, einen zwielichtigen Geschäftsmann.

Keine Ahnung, es muss Jahrzehnte her sein, dass ich diesen wunderbaren Film gesehen habe. Mit dem Road-Movie „Im Laufe der Zeit“ (1976) hatte ich Wim Wenders kennengelernt, dann ein Jahr später „Der amerikanische Freund“. Vor ein paar Tagen sah ich diesen Streifen erneut, aber ganz anders. Nie war mir die wunderschöne Jukebox in jener Bar aufgefallen, auch nicht der fantastische Trans Europ Express (TEE), in dem große Teile des Films spielen. (Im Eisenbahnmuseum der Stadt Horb (in Schwarzwaldnähe) kann man TEE der Baureihe 601/602 bewundern.)

 
 
 

 
 
 

Vor allem eines hat mich fast umgehauen, gibt es doch im Film eine Szene, in der die Plattenhülle der Kinks-Platte Face to Face nicht nur gezeigt wird, nein, Bruno Ganz, bzw. Jonathan Zimmermann, legt diese LP auch auf seinen Plattenwechsler und spielt „Too Much on My Mind“. Als ich mir diese Langspielplatte von meinem Taschengeld kaufen konnte, war ich dreizehn Jahre alt, einen Plattenschrank gab es noch nicht und brauchte es auch nicht, noch nicht einmal eine Kiste hätte gefüllt werden können, höchstens zehn LPs konnte ich damals mein eigen nennen. Es gab schließlich eine Preisbindung, die LP kostete 21 Mark, die Single 4,75DM. Übrigens: alle Bilder dieses Beitrages habe ich von meinem LOEWE abfotografiert, deshalb das leichte Flimmern, aber das hat doch was …

 
 
 

 
 
 

(Mehr zu der LP Face to Face von den Kinks siehe Plattenschrank Nr.74 vom 29.06.2014).

 

2016 7 Mai

Lonely Rangers

von | Kategorie: Blog | | 1 Comment

Only a boy’s thing? Who did never have a knack for „wild west movies“? Just remember. The early cowboy movies were built on a simple moral struggle between goodies and baddies. So why did they so quickly evolve into psychologically bleak depictions of damaged souls? This is the question. Michael Newton explores „Western Noir“ in his excellent essay in „The Guardian“.

 

„Among the rocks and dust of an Arizona canyon, a man and a woman want to kill each other.

Each draws closer, gun in hand, and they take turns to fire, inflicting wounds. Yet between each shot, the desire they feel for one another overwhelms them.

Here, love reveals itself as murderous, and murder proves loving. Mortally wounded, the woman crawls through the dust so they may die, stilled at last, in each other’s arms.

The scene is over-the-top, it is preposterous, and yet in being so it is also exceedingly magnificent. From Duel in the Sun (1946), David O Selznick and King Vidor’s delirium-dream of a movie, this moment encapsulates the operatic astonishment of the postwar Hollywood western, with a shootout that sets the tone for the genre’s descent into hallucinatory strangeness.

From then on, the vast distances of the American landscape would be matched by the depth of fall into the human psyche.“

 


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