Shai Maestro – piano
Jorge Roeder – double bass
Ziv Ravitz – drums
(Shai Maestro Trio / live on screen / Bimhuis Amsterdam)
on life, music etc beyond mainstream
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2020 16 Feb.
Jochen Siemer | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Israel Lights | Comments off
Shai Maestro – piano
Jorge Roeder – double bass
Ziv Ravitz – drums
(Shai Maestro Trio / live on screen / Bimhuis Amsterdam)
2020 15 Feb.
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Filmed on the Isle of Skye | Comments off
2020 15 Feb.
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Domicil, Dortmund, Eivind Aarset | Comments off
OH SHIT! JUST HEARD THAT THE CONCERT IS CANCELLED DUE TO A COVID INFECTION OF EIVIND. GET WELL SOON! (We let this text sleep quietly on this day of disappointment and will use it as a time capsule for the hopefully near future. Meanwhile we‘ll go down to the river and listen to Phantasmagoria, Dream Logic, Snow Catches On Her Eyelashes, Crime Scenes, Atmosphères, Lost River, Last Night the Moon Came Droping its Clothes in the Street, and Electronique Noir, for example.)
In diesen Tagen, auf einer auf vier Orte zusammengeschrumpften Tour durch deutsche Lande, kommt Eivind Aarset mit seinem Quartett ins Domicil nach Dortmund, meiner alten Heimat. Abends am 18. Februar. Zwei Manafonisten werden vor Ort sein, mindestens, Ingo und ich. Zudem hoffe ich, dass einige Leser dieser Zeilen (are there still old friends kicking?) sich aufschwingen, den norwegischen Gitarristen und Komponisten und Meister des Unvorhersehbaren in einer witterungsbeständigen, fantastischen Band zu erleben, die den gesamten Unsinn der Begrifflichkeiten von fusion bis post jazz und post rock pulverisiert. Ich erlebte die Gruppe ja noch vor Monaten in Kristiansand beim Punktfestival (das Foto machte Ingo dort), und etliche meiner Kollegen und Freunde waren ganz aus dem Häuschen, denn wenngleich Eivind dort seit den Anfangen dieses Festivals anno 2005 Heimspiele hat, begeisterte er uns nun mindestens so wie in früheren Zeiten. This music is an organic beast. Oder wie schrieb ich vor Monaten:
I might come back (and that‘s what I‘m doing these days, guys – and, funny enough, what has been running in my new old Toyota, thinking of Eivind‘s gig in my old town in three days from now: „Masters of Reality“ from Black Sabbath – serves me well!), to the „different travel“ of Eivind Aarset’s 4_tet, and I really try hard to not write what I’m about to write now, but sitting with my new Norwegian friends at the table, Nick (originally from Australia, finally someone knowing The Go-Betweens) and Marte and Hank and Sten (kudos!) – doing no air guitar, but some kind of miniaturized body percussion with hands and legs mirroring the double drumming – the quartet was kind of working the limits, and, yes, this old saying, shooting some stars from the sky without making a big fuzz about it. And didn‘t Fiona Talkington make some great introductions from her nature reserve in Reading bringing up front the magic of „thin places“!?
2020 14 Feb.
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: rosatos video archiv | 6 Comments
Succession, season 2: a glorious descent into the abyss of rich, cynical and broken people, with the most sex-related dialogue ever, a class A diploma in black screwball comedy stylings – and a shocking showdown. Yes, you have to start with season 1 – ***** (amazon prime)
Giri / Haji, limited series: Tokyo and London, love lost, love found, flawed characters who try to cope with the nearly unbearable. An absolutely brilliant „crime-and-much-more“ story, with a ballet / dance sequence in the final episode Pina Bausch might deeply have been impressed by (I was) – ***** (netflix)
The Stranger, limited series: Based on a Harlan Coben crime novel, it is a good binge, with an excellent cast that guarantees moments of depth the all too many storylines lack a bit – anyway, good stuff for a lazy weekend – ***1/2 (netflix)
Marriage Story (movie) – Praised without end, this is, in my decent opinion, one of the most boring „art movies“ I‘ve seen in decades. And where‘s the comedy element you always read about here – I couldn‘t even smile once. And the drama? If complete boredom may be the way to enlightenment, as they say, then, please, guys, travel down the road of misery! – *1/2 (netflix)
2020 12 Feb.
Jochen Siemer | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Israel Lights, Ziv Ravitz | 33 Comments
Schlagzeuger waren mir immer sehr wichtig. Schon damals in the early days of Rock´n Roll und folgend dann im Jazzrock war das so: Ginger Baker, Alphonse Mouzon, Billy Cobham, Harvey Mason. Eine Zeit lang hörte unsereins dann geradezu exzessiv das Peter Erskine Trio, mit Palle Daniellson am Bass und John (nicht James!) Taylor am Piano. Jack DeJohnette spielte eine grosse Rolle! Als Kind baute man sich gerne Schlagwerk auf aus Mutters leeren Waschmittel-Papptrommeln, garniert vom Küchenhocker als imaginierter Snare Drum (später dann im Spielmannszug die echte) und der Leselampe als Becken. Auf Drummer in den Jugendbands war man ebenso stolz wie auf den Fender-Bassmann an den Saiten, während man selbst dazu die Klampfe spielte, so gut es eben ging. Zurück zu rauherer Natur, genannt auch „Gegenwart“, die in ihren besten Momenten gute Konzerterlebnisse bereithält. Beim ersten Schlag gleich auf das Hi-Hat: „Hey, what´s that!“ Im Fortgang dann dieses quirlige Weather-Report-Gefühl, ein flirrender Rhythmusteppich spannt sich aus, als wenn Insektenschwärme in der Sahara sirren. Nicht nur das Ohr, auch der Verstand ist im Nu gespitzt vor Neugier. Und wiedermal taucht diese Frage auf: „Warum nur klingen manche Gruppen live um Vieles besser als auf Platte?“ Klar doch, hier geht es nicht um behutsam in Vinyl gepresste Ewigkeit, sondern um das gegenwärtige Momentum mit dem Publikum, mit Ort und Zeit. Once again the venue was the Elphi – der Anlass war ein edler: die Jubiläumstage des Labels ECM fanden statt, betitelt mit „Reflektor Manfred Eicher“. Den Abschlussakt der Programmtage bestritt das Quartett des Trompeters Avishai Cohen, mit Barak Mori am Bass, Yonathan Avishai am Flügel und eben Ziv Ravitz am Schlagzeug. Zuvor spielte im Set ein Brasilianer, solo an der zehnsaitigen Gitarre und am Piano, jeweils eine halbe Stunde, souverän und virtuos: muito obrigado, o senhor Gismonti! Die Tage darauf aber youtubte unsereins wie wild „Ziv Ravitz“, als sei dies eine Pistenabfahrt mit dem Rodelbob. Man stiess dabei auch auf Shai Maestro und so vieles mehr, die Büchse der Pandora war mal wieder offen wie ein Tamborin. Warum um alles in der Welt erreicht einen Musik denn umso intensiver, je leibhaftiger man sie erlebt? Wir ahnen es und ziehen dem Radetzky-Marsch den Ravitz-Groove bei Weitem vor.
„Arbeit war sein Leben“ heisst es hinterher allzuoft.
„Sein Leben war Arbeit“ wird dagegen äussert selten gesagt.
2020 11 Feb.
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 31 Comments
Zur Radionacht Klanghorizonte im Deutschlandfunk am 15. Februar
„Soul singing and shining goes outward towards the cold and dark. Soul silent and cold comes inward to the shining, to the singing at the fire. Owl flies without sound; coyote goes in darkness; soul listens and holds still.“(Ursula Le Guin)
Es beginnt alles mit einem Blick zum Pazifischen Ozean. Ben Chasny ist Six Organs of Admittance und liefert eine furiose Variante von Americana ab – als würden Robbie Basho und My Bloody Valentine kosmische Musik entwickeln! Es beginnt auch mit der spannenden Leere, die entsteht, wenn die Gebrüder Eno sich über Jahre Klänge zusenden, bis mit „Mixing Colours“ ein kompletter Farbenkatalog entstanden ist. Da Roger Eno seinen Schubert, Satie und Joplin kennt (den Ragtime-Pianisten Scott Joplin, Sie erinnern sich ja wohl an die Gaunerkomödie „Der Clou“!), erscheinen die gesammelten Farbforschungen gar bei der Deutschen Grammophon Gesellschaft.
Samuel Rohrer, Ben Chasny und Thomas Köner haben ihre neuen Werke in dezenter Abgeschiedenheit aufgenommen: der erste arbeitet mit Trommeln und Elektronik, der zweite verwandelt sein Haus in ein unheimliches Gitarrentheater, der dritte fragt sich, wie könnte Musik der fernen Zukunft klingen – jedenfalls nicht nach Retrocharme! Und alle haben etwas zu ihrer Musik zu erzählen.
Genauso wie (aus aktuellen Interviews) Brian Eno, Roger Eno – und Colin Newman von Wire, der Einblicke gibt in „Mind Hive“ das erste grossartige Rockalbum des Jahres 2020. Wo bleiben die Norweger, fragen sich nun einige Stammhörer – gemach, gemach: in den ersten zwei Stunden laufen auf: Espen Sommer Eide, Stein Urheim, und ein für den März angekündigtes Duoalbum der Herren Eivind Aarset und Jan Bang. Zwei aus der Punkt-Bande. Eine kleine Welturaufführung gibt es aus ihrem Album „Snow Catches On Her Eyelashes“. Die beiden Stunden mit Neuerscheinungen werden abgerundet mit Carla Bleys „Life Goes On“, einer Melange aus indisch-brittanischem Folk, und Sam Lees Erkundungen in Englands Hinterland.
Nach dieser Doppelstunde werden sich einige Hörer glücklich schätzen, ihren Sinn für Raum und Zeit nicht vollends verloren zu haben – und dann kommt ausgerechnet ein Meister der Entgrenzungen ins Spiel – erleben Sie „Das dunkle Leuchten“ – eine Art Mixtape führt kreuz und quer durch das Spätwerk Brian Enos aus den Jahren 2010 bis 2020. Er selbst wird sich äussern zu seinen Kollaborationen mit Rick Holland, Karl Hyde und Bruder Roger. Für unsere ausländischen Hörer trägt diese Themenstunde den launigen Arbeitstitel „Homegrown Sounds for Future Space Retreats“.
Zwischen 4.00 und 6.00 Uhr morgens hat dann die Abteilung „Zeitreisen“ geöffnet. Trompetenmagus Jon Hassell trifft auf Trommler aus Burundi. Ansonsten stromern wir rückwärts durch ein altes, mal fiktives, mal reales Amerika. Todd Barton und Ursula LeGuin erforschen die imaginäre Sprache und Kultur der Kesh; ein an den Rollstuhl gefesselter Musiker namens Ernest Hood spielt in seiner Radiosendung „Audiopostkarten“ aus seiner Jugendzeit in Portland, Oregon, und bastelt daraus Mitte der Siebziger Jahre das Feld-, Wald- und Weed-Opus „Neigborhoods“. Randy Newman streift durch die Südstaaten und strandet auf seinem Meisterwerk „Good Old Boys“, en passant, in der Hochwasserkatastrophe von Louisiana, anno 1927.
Und kurz vor der Morgendämmerung begleiten wir die Horizonterweiterer der Gruppe Oregon durch ihre Meilensteine auf dem Label „Vanguard Records“. Einer aus der Viererbande, der Blasinstrumentenspieler Paul McCandless liefert dazu einige Stories. Und wer zu diesen Zeitreisen die passende Lektüre braucht, dem sei wärmstens empfohlen: Richard Brautigans „Forellenfischen in Amerika“, und Ursula Le Guins „Always Coming Home“.
Wie man am besten durch die ganze Nacht kommt: wir empfehlen grünen Tee, ein paar Yoga-Übungen, den Rest erledigt die fantastische Musik. Erstmalig kann die Radionacht Klanghorizonte nach der Live-Ausstrahlung eine Woche lang on-line nachgehört werden, auf der offiziellen Webseite des Deutschlandfunks.
2020 11 Feb.
Jan Reetze | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Lyle Mays | 2 Comments
2020 10 Feb.
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Private Parts, Robert Ashley, Übersetzung | Comments off
Er nahm sich selbst ernst
Motelzimmer hatten für ihn ihren Reiz verloren
Er öffnete alle seine Taschen.
Es waren zwei, und in diesen zwei waren noch zwei weitere.
Es ist keine einfache Situation.
Aber es lag so etwas wie Verlassenheit in der Luft
Da war etwas wie das Gefühl
von der Idee der Seidentücher in der Luft
Es lag eine Art von Wahnsinn in der Luft
Die Art, über die wir in Zeitschriften lesen
Eine der Taschen enthielt eine Flasche Schnaps
Ein sicheres Zeichen von Nachdenklichkeit darüber, wer man gewesen sein könnte
Er schenkte sich einen kleinen Drink in ein geriffeltes Plastikglas ohne Eis ein.
Er dachte bei sich,
„Wenn ich aus der großen Stadt käme, wäre ich ruhig und lässig.
Die große Stadt schickt ihren Pöbel nicht raus“
Er saß auf dem Bett, beide Füße auf dem Boden.
Er studierte den Aschenbecher und versuchte, eine Vorliebe auszuschließen.
Bevorzugen gegenüber nicht bevorzugen
Aber er bevorzugte die Schwerkraft gegenüber einem anderen Zustand.
Bevorzugt in diesem Fall die Erde, die Erde, wie man sagt
Bevorzugung eines Zustands gegenüber einem Nicht-Zustand