Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: August 2014

2014 9 Aug.

Neun Acht Vierzehn

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ECM kuendigt gerade an, dass vier wichtige Alben, und zwar

 

Charlie Haden / Carla Bley – The Ballad of the Fallen

Haden / Cherry / Redman / Blackwell – Old And New Dreams

Haden / Cherry / Redman / Blackwell – Playing

Carla Bley – Escalator Over The Hill

 

wieder back in print sind. „Die Alben die ihr (schon) kennt“, um Peter Ruehmkorff abgewandelt zu zitieren – fuer mich aber Gelegenheit kleine Luecken im Regal zu schliessen bzw. das nicht mehr auffindbare Vinylexemplar von „Escalator Over The Hill“ wieder im Regal zu haben.

 
Bauhof_Herringen
 
 
 

„Das Leben ist eine schwierige Sache, aber noch schwieriger ist die Liebe“, schon richtig – und dies gilt nicht nur „Auf der Alm“.

Aber es gibt auch Beispiele, die, was die Liebe angeht, Mut machen !

Denn an kommenden Samstag, der auch der Sendetermin der naechsten „Radionacht Klanghorizonte“ ist, ist es dann soweit. (Das wird fuer mich dann ein langer Tag; erst die Radiosendung anhoeren und spaeter am Tag dann …)

 
 
 

2014 8 Aug.

Unbekümmert halblang

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als Pferd …
 
 

 
 
als pferd kann ich nun mal am tag keine drei filme sehen, fünfundzwanzig platten hören, achtzehn bücher lesen und zwei museen besuchen. das geht ja auf keine Kuhhaut. vielleicht muss ich mich für die elefantenprüfung anmelden, weiss der geier! da lachen die hühner? der stall muss erstmal ausgemistet werden oder? jetzt reicht’s, es guckt eh kein schwein!

2014 8 Aug.

To Catch A Thief

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Viele von uns kennen die deutsche Fassung von Hitchcocks Film „Über den Dächern von Nizza“. Nun war es ein grosses Vergnügen für mich, den Film mit den Originalstimmen zu hören, und das macht einen Unterschied. Ich habe gemerkt, wie manche Filme, die man früher sah, über Jahrzehnte ihren Zauber verloren haben, andere wiederum ein zweites, drittes, viertes Sehen heil überstanden. Wenn auch die Faszination des ersten Sehens nie mehr erreicht wurde, ist es immer noch eine Freude, manchen „Dauerbrennern“  der eigenen Filmgeschichte  wieder zu begegnen. Ich empfehle also diesen Hitchcock-Film aus der Mitte des letzten Jahrhunderts. Auch die deutsche Fassung, selbst diese Synchronstimmen sind einem damals ein wenig ans Herz gewachsen. Peter Bradshow bringt einiges auf den Punkt in seiner pointierten Analyse … (me) 

 

Hitchcock’s superbly insouciant crime caper from 1955 must surely be one of the last movies in which the American super-rich are indulged so extravagantly and adoringly – the kind of people who stub their cigarettes out in fried eggs.

The south of France is resplendent in all its cynicism and discretion. Diamonds are what the movie worships amid the sapphire-blue of the Mediterranean and cloudless skies; Hitchcock wittily begins by disrupting those tourist images with a scream of horror from a woman whose valuables have been swiped.

Cary Grant is John Robie, the reformed cat burglar living quietly on the Côte d’Azur, under suspicion for carrying out a spate of daring jewel thefts in Nice and Cannes. He can only clear his name by collaring the real culprit – and while on this person’s trail, he encounters the beautiful heiress Francie: the stunningly ice-blond Grace Kelly, pampered, bored and turned on by John’s reputation.

Her own jewels are glittering symbols of sexual unavailability, and there is something almost outrageously metaphorical in their verbal fencing in her suite at the Carlton hotel, as the fireworks explode outside. Francie finds something inauthentic in Robie: „like an American in an English movie“. Well, yes, perhaps. But Grant’s debonair and oddly unlocatable mid-Atlantic identity is absolutely right for the part.

 
 
 

 

2014 8 Aug.

Auf der Alm

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Das Leben ist eine schwierige Sache, aber noch schwieriger ist die Liebe. Man hat nicht nur mit den eigenen Ansprüchen zu tun, sondern auch noch mit denen der Frau. Und die will eines Tages nicht mehr zusehen, wie der promovierte Philosoph und Provinzblattredakteur an ihrer Seite sich selbst ins Abseits manövriert. So überrascht es den Mann nicht, dass er sich eines Tages seinen Kram aus Sonjas Wohnung abholen soll und ihre Hochzeitsanzeige findet. Aber auch die Normalität ist keine Rettung, denn ein ordnungsgemäßer Ehemann macht Sonjas Leben zwar ordentlicher, aber auch unendlich langweiliger. Ein Happy End im Abseits – sollte man das für möglich halten?

2014 8 Aug.

heisseis

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Dies ist (wie) Free Jazz
 
 
 

 
 
V I D E O
 
 
man muss nur Eis essen wollen
 

2014 8 Aug.

Erik Honore: Heliographs

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„A hot contender for the album of the year.“ – Michael Engelbrecht, Deutschlandfunk
 

Vinyl can be pre-ordered at Cdon.com, Bigdipper.no, Platekompaniet.no

Release concert at the Punkt Festival, Kristiansand, 5 September. www.punktfestival.no, featuring Eivind Aarset, Ingar Zach and Jeffrey Bruinsma. The album will only be released in Norway on Sept. 5th, other countries will follow in autumn. 

 
 
Erik Honoré

Heliographs
 
 
1. Navigators (06:40)
2. Halfway House (01:28)
3. Sanctuary (03:06)
4. Pioneer Trail (04:23)
5. Red Café (03:03)
6. Last Chance Gas & Water (08:51)
7. Strife (01:35)
8. Sanctuary Revisited (04:23)
9. Departed (02:51)
 
 
Produced, engineered and mixed by Erik Honoré
 

Erik Honoré: samples, synthesizers, synth bass,
rhythm programming, field recording

Sidsel Endresen: voice on 1, 3, 8
Ingar Zach: percussion on 2, 3, 6, 7, 8</span>
Jan Bang: samples on 1, 4, rhythm programming on 4
Eivind Aarset: guitar on 4, 7, 9
Jeffrey Bruinsma: violin on 5
Arve Henriksen: trumpet on 7

2014 8 Aug.

Inselprofile

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Im Rahmen der Entwicklung von Persönlichkeitsprofilen für Manafonistas-Kandidaten war ich kurzfristig gefordert, dank Gregor, umgehend ein „Reutlinger Persönlichkeitsinventar“ zu erstellen für einen „Frischling“. Zu den Kernfragen, frei nach Jon Hassells Bemerkung – „Zeige mir deine Plattensammlung, und ich sage dir, wer du bist“ – wurde die Frage nach den „desert island discs“ mehr oder weniger geschickt umformuliert. Dann war rasch alles klar, als die gesammelten Daten gedeutet waren. Es gibt noch ein paar Kleinigkeiten zu klären, noch könnte sich alles als Schall und Rauch entpuppen, aber seien wir guter Dinge, mit einem zweiten Psychologen in der Runde, den antifundamentalistischen Kurs der Manafonistas weiter einschlagen zu können, with a little help from Wolfram Gekeler! Hier sein kleiner Inselausflug …

 
 
Die Insel ruft, es ist also kein Schiffbruch, der rasche Entscheidungen verlangt. (…) Es ist sicher gut, sich auf die neue Umgebung einzustellen; also Lieder über das Meer, über die Seefahrerei, über Inseln; z.B.
 
* The rough guide to the music of the Mediterranean
* Sergio Cammariere – Dalla Pace del Mare lontano
* Southside Johnny – Grapefruit Moon, wg des Tom Waits‘ Shiver me timber
* Felix Mendelssohn – Denn sein ist das Meer
* Rio Reiser – Balladen, Übers Meer

(Ein Insel-Lied von Laurie Anderson finde ich grad nicht; schade)
 
Sicher würde ich auf der Insel weiter musikalisch dilletieren (trommeln?) Hier ein paar Musiker, die mich dazu in verschiedenen Lebensphasen ermutigt haben:
 
* Ragtime Specht Groove
* John Cage
* Gunter Hampel
* The Clash
* Tom Waits
 
Damit es nicht zu einsam wird wenigstens ein paar weibliche Stimmen:
 
* Patti Smith, am liebsten eine gebrannte CD vom Rockpalast-Auftritt 1977 oder 78
* Anne Clark, Live in Bratislava
* Maria Bethania, Ambar
* Meredith Monk, Dolmen Music
* Meret Becker mit den Einstürzenden Neubauten
 
Gegen allerlei Unbill im Jammertal hilft Bach, dann bestimmt auch auf der Insel:
 
* Ron Carter meets Bach
* Gabriela Monteiro, Bach and beyond
* Klaus Gesing und Glauco Venier play Bach
* Daniel Schmahl, Chatting with Bach
* Lambarena – Bach to Africa
 
Und wenn trotzdem das Heimweh kommt, a bissle äbbes Schwäbisches:
 
* Wolfgang Dauner & Eberhard Weber
* Uli Keuler Live
* Wolle Kriwanek Live
* Die Fuenf – Haltestellenlieder
* Schienenbusfinale im Ammertal
– aber da wird’s jetzt doch sehr speziell, ich spare mir jede Bemerkung zu Lummerland
 

2014 8 Aug.

Sylter Treppe für die Manafonistas

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Es muss ja nicht gleich ein „Stairway to Heaven“ sein für das erste Freiluft- und „indoors“-Treffen der Manafonistas im kommenden Mai. Obwohl Jimmy Page schon zeigte, was eine Harke ist, als er den ehemaligen Wohnsitz des irren Satanisten Alistair Crowley erstand, und ausgerechnet dort, vor dem Hintergrund eines Kaminfeuers, und mit Blick in die Ferne, seinen Edelromantikdauerbrenner komponierte. Hier in der Bräderuper Heide, finden sich allerlei Ausblicke auf verschwiegene, abseits von jedem Trubel befindliche Häuser mit altem Reeddach. Als ich das letzte Mal die Treppe hinter mir liess, und mich am Rande der Heide in grosser Hitze bewegte, erschall aus einem offenen Fenster „Bobby Brown“ von Frank Zappa. Ein wunderbar pornographischer Song. Hier ist scheinbar richtig was los, schlafen können Sie auf Amrum!

Ja als die Surrealisten doch Recht hatten, ging es zumindest in der Sprache noch phantasievoll zu. In einem sehr ordentlich sortierten Musikladen in Montpellier fand ich eine CD mit Aufnahmen von 6 surrealistischen Künstlern, die ich mir sofort kaufte. Gedichte von Poeten, Malern, Schriftstellern, Bildhauern, einfach alle Künste versammelt und gesungen von Bernard Ascal, der wiederum auch Maler, Musiker: Komponist und Sänger ist, sind darauf zu finden.

 

Michel Leiris
Joyce Mansour
Benjamin Peret
Raymond Queneau
Philippe Soupault

 

Auch von Jean Arp, ja unserem Hans Arp, von dem ich hier ein Dada Sommergedicht einstelle, das alle Schwerkraft vergessen lässt.

 

ICH BIN EIN PFERD

 

ich fahre in einem Zug / der überfüllt ist  /in meinem Abteil / ist jeder Platz von einer Frau besetzt / der ein Mann auf dem Schoss sitzt / die Luft ist unerträglich tropisch ./ alle Reisenden / haben einen riesigen Hunger  /und essen unaufhörlich / plötzlich fangen die Männer / zu wimmern an / und verlangen nach der Mutterbrust.  / sie knüpfen den Frauen die Kleider auf / und saugen nach Herzenslust frische Milch. / nur ich sauge nicht / und werde nicht gesäugt. / es sitzt mir niemand auf dem Schoss / und ich sitze niemandem auf dem Schoss / denn ich bin ein Pferd. / ich sitze aufrecht und gross / mit meinen Hinterbeinen auf der Eisenbahnbank /und stütze mich bequem / mit den Vorderbeinen auf. / ich wiehere laut hii hii. / an meiner Brust funkeln / die Sex Knöpfe des Sexappeals / schön aufgereiht / wie die funkelnden Knöpfe einer Uniform / o Sommerszeit. / o weite weite Welt


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