Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

Author Archive:

2016 17 Nov.

Maskentänzer

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments

 
 
Morgen (Freitag) von 20:10 bis 21:00 Uhr (= 2:10 – 3:00 PM Eastern) sendet der Deutschlandfunk ein Feature von mir:
 
Maskentänzer – Das Künstlerpaar Lavinia Schulz und Walter Holdt.
 
Mehr Info hier …
 
Gibt’s dann nach der Sendung dort auch zum Nachhören und Herunterladen.

 

2016 11 Nov.

Leonard Cohen

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 
 
image
 
 

Nun ist es doch ein Abschiedsalbum geworden.
 

2016 30 Okt.

Election Sale

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

 

Everything is prepared.

 
 
 

 
 
 

May the election begin.

 

2016 3 Okt.

Two Souls meeting

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 

 
 
 
Hans-Joachim Roedelius, Dalai Lama

 

2016 2 Okt.

PSO on Strike

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

 

 
 
 
Das Pittsburgh Symphony Orchestra streikt. Hoffentlich muss es nicht die bittere Erfahrung machen, dass das kaum jemandem überhaupt auffällt.

 

 
 
 

Zunächst wusste ich nicht recht, was ich aus dieser Platte machen sollte. Seit ein paar Tagen läuft sie nun aber bei mir, und mit jedem Hören gefällt sie mir besser. Dabei bieten Lanois und Deluca nichts, was man seit Apollo, Belladonna oder dem „Steel“-Part der Omni-Trilogie noch nie gehört hätte.

In zwölf kurzen Stücken spielen Delucas Lap Steel und Lanois‘ Pedal Steel („my little church in a suitcase“, wie er das Ding in seiner Autobiographie nennt) eigentlich keine Melodien, sondern fließen in immer neuen Kombinationen zu ständig wechselnden Harmonien zusammen. Das Ganze läuft durch ein offensichtlich gut bestücktes Effekte-Rack, das seinen vollen Leistungsumfang zeigen darf. Das Ergebnis ist eine manchmal powervolle, manchmal seltsam inoffensive, latent psychedelische, gelegentlich meditative instrumentale Klanglandschaft, die trotz einer gewissen Gleichförmigkeit nicht langweilig wird und niemals ins New-age-ige abgleitet. Voraussetzung ist allerdings, dass eine Lautstärke deutlich über normalem Zimmerlevel gewährleistet ist und eine Wiedergabeanlage vorhanden ist, die mit den gelegentlichen heftigen Kellerbässen nicht überfordert ist. Erst dann nämlich kommt der spezifische Sound, den Lanois zu zaubern versteht, zu voller Geltung.

Goodbye to Language sollte es in meine Top 10 des Jahres 2016 schaffen.

2016 5 Sep.

Ai Weiwei

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags:  | 4 Comments

 

 
Ai Weiwei, Wandbild aus Legosteinen zusammengesetzt
 
 
 

 
Porzellanblumenbeet
 
 
 

 
Silver Clouds – die silbernen sind von Warhol, die farbigen von Ai Weiwei
 
 
 

Ai Weiwei im Warhol-Museum. Ich wusste nicht genau, was ich zu erwarten hatte. Ich war angenehm überrascht; der Mann hat weit mehr drauf als ich dachte.

Was ich nicht verstanden habe: was diesen Künstler für die chinesische Regierung so gefährlich macht.

Mehr über die Ausstellung hier.

 

2016 23 Aug.

Heute in Berlin

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags:  | 6 Comments

 


 
 
Die Tafel hängt jetzt am Haus Schöneberger Hauptstraße 155.
 

2016 14 Aug.

Airport

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

Man soll doch keine Billiglatschen tragen, wenn man unter Zeitdruck endlose Strecken durch Flughafenkorridore abzulaufen hat, es rächt sich.

Und weil es mir immer wieder auffällt: Wenn man den Transatlantikflug hinter sich hat und das Gate für den mehr oder minder regionalen Anschlussflieger sucht (wie etwa den von Toronto nach Pittsburgh), dann werden die Korridore und Gänge immer länger und immer enger, immer wärmer, immer schlechter belüftet, der Bodenbelag ist unter den Rädern von Millionen Rollkoffern längst wellig geworden, an den Wändern flackern verbrauchte Leuchtstoffröhren, die der Einfachheit halber nur einmal im Monat ausgetauscht werden. Der Gesamteindruck wird mit jedem Meter schäbiger. Die Getränkebuden am Wegrand wechseln von Starbucks und McDonald’s zu meist namenlosen Tante-Emma-Theken mit fünf Barhockern. Die Fenster, so überhaupt vorhanden, könnten auch mal wieder einen Eimer Wasser vertragen, so wie die Wände einen Eimer Farbe, die Sitze in den Wartezonen sind immer enger zusammengestellt, werden unbequemer und vor allem immer weniger, so dass zwangsläufig Leute auf dem Boden sitzen müssen, der auch schon lange keinen Besen mehr gesehen hat. Man kommt man sich vor wie im Wartesaal 2. Klasse im Bahnhof von Cloppenburg am Sonnabend nach 18 Uhr.

Am Ende findet man das Gate schließlich am äußersten Ende der gesamten Flughafenanlage, muss aber darauf gefasst sein, dass es sich bis zum Abflug noch dreimal ändern wird. Zehn Minuten nach der regulären Abflugzeit teilen die Leute am Boarding-Schalter in einem gnadenlos unverständlichen Lokaldialekt mit, das Flugzeug sei zwar da, aber die Crew nicht, we apologize for any inconvenience. Die eine Hälfte der Umsitzenden nimmt dies mit meditativer Ruhe zur Kenntnis, die andere Hälfte lacht.

Das einzige, was zuverlässig auf dem gesamten Gelände funktioniert, sind die automatisierten Sicherheitsdurchsagen, die alle paar Minuten kommen. Sie haben etwas Mantrahaftes an sich und machen auch nach zwei Stunden Wartezeit klar, dass die Zeit noch nicht stehengeblieben ist.

Was würde Jacques Tati daraus machen!

2016 1 Aug.

Vinyl

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 3 Comments

 

 
 
 

Wenn auf einer TV-Serie „HBO“ steht, erwartet man einen gewissen Qualitätsstandard. Klappt aber leider nicht immer, selbst dann nicht, wenn Mick Jagger als Co-Produzent fungiert. Nach 45 Minuten des Pilotfilms habe ich die Segel gestrichen. Das Positive zuerst: Wer einen Eindruck erhalten möchte, welch eine höllische Stadt New York City in den frühen Siebzigern war, bekommt ihn hier. No-Go-Aereas für Weiße, Subwaystationen zum Fürchten (vom angstfreien Fahren mit der Bahn mal gar nicht zu reden), Taxifahrer, die bestimmte Gegenden gar nicht erst anfahren (das gibt es in Pittsburgh noch heute, in NYC nicht mehr), Garderoben und Frisuren sind exzellent getroffen, sogar originale Afri-Cola-Flaschen aus Deutschland hat man aufgetrieben – Kompliment an die Requisite.

Aber das ist es dann. Inhaltlich changiert die Sache zwischen schlechter Filmmusik, koksgepuderten Nasen, depperten Groupies, Schubladen voller Goofballs, Blowjobs, überspannten Plattenfirmenleuten, cholerischen Bandmanagern und Rockmusikern (gemeint sind offenkundig Led Zeppelin), die vor lauter Ausgeflipptheit nicht mehr wissen, wo vorn und hinten ist. In „Spinal Tap“, „The Monkees“ und der „Partridge Family“ hat man das alles schon zwanzig Mal gesehen, nur intelligenter. Und dass bei einem Deal mit der deutschen Polygram (! – damals hieß die Firma noch Phonogram, aber das nur nebenbei) deren Manager als Nazis dargestellt werden (fehlen nur noch die SS-Uniformen), konnte vielleicht Mitte der 1960er noch als originell durchgehen, 2016 ist es einfach nur noch verschnarcht. Trotz der schönen Afri-Cola-Flaschen.

„Vinyl“, so wurde inzwischen entschieden, wird keine zweite Staffel erleben. Gut so.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz