Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2012 27 Aug.

Meldungen aus dem Hauptquartier von ECM

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Immerhin fünf Jazzneuheiten stehen bei ECM im September zur Veröffentlichung an:
 
Nik Bärtsch’s Ronin offeriert mit Live ein kraftvolles und atmosphärisches Live-Doppelalbum mit Mitschnitten aus Auftritten in Deutschland, Österreich, Holland, England und Japan. Der 2-CD-Set enthält die letzten Aufnahmen von Ronin mit Björn Meyers elegantem Bassspiel als einer der prägenden Stimmen der Band. Der neue Bassist Thomy Jordi hat im Stück “Modul 55” einen eindrucksvollen Einstand.
 
„Small Places“ ist das Nachfolgewerk zu “The Rub and Spare Change”, Michael Formaneks  ECM-Debüt als Leader aus dem Jahr 2010. Das neue Album präsentiert die gleiche Powerhouse-Band aus langjährigen Gleichgesinnten, dabei befindet sich Formanek in telepathischem Einverständnis mit Saxofonist Tim Berne, Pianist Craig Taborn und Drummer Gerald Cleaver.
 
Auch auf “Swept Away” kommuniziert ein Quartett aus Spitzenkönnern – Pianistin Eliane Elias, Bassist Marc Johnson, Drummer Joey Baron und Saxofonist Joe Lovano – durch Musik, die gleichermaßen einladend und sinnlich, lyrisch und voller Swing ist. Eliane Elias hatte mit den ECM-Veteranen Baron und Lovano schon auf Johnsons 2005er ECM-Album „Shades of Jade“ gespielt. “Swept Away” enthält eine Handvoll melodiensatter Elias-Kompositionen. Ein weiteres Highlight ist Marc Johnsons groovendes, östlich angehauchtes “When The Sun Comes Up”; mit Johnsons Solo-Fassung des amerikanischen Folksongs “Shenandoah” schließt das Album.
 
„Equilibrium“, das ECM-Debüt des Benedikt Jahnel Trios, bezieht viel Spannung aus den gegensätzlichen Spielweisen von Benedikt Jahnel (vielen auch als Pianist von Cyminology bekannt) und Drummer Owen Howard. Dabei findet sich Bassist Antonio Miguel nicht selten in der Rolle des musikalischen Vermittlers zwischen diesen Polen. Der Stil der Band integriert subtil Elemente aus der Klassik wie auch moderne Groove-Konzepte.
 
“Matanë Malit” (Hinter dem Berg), Elina Dunis ECM-Debüt, ist eine musikalische Hommage an Albanien. Ihre Jazz-Erfahrungen prägen ihre Forschungsreise durch Folksongs aus dem Balkan – mit wachem Bewusstsein für deren Atmosphäre, deren Klangwelt, ihre Strukturen, die Bedeutung hinter den Worten. Duni hatte Albanien 1992 als Zehnjährige verlassen.

 
 

 
 

„Shine a light / Move it on / You burned so bright / Roll on, John“. Das letzte Lied des Albums ist eine Liebeserklärung für einen alten Freund, John Lennon. Was Wohltuendes, ja, so kommt es einem vor. Einzelne Stationen aus Lennons Lebens blitzen auf, auch Songzitate, etwa „A Day In The Life“. Dylans Blick scheint stets ein rückwärtsgewandter zu sein, Geschichte abzuarbeiten: ist er nun doch altersmilde geworden? Ist „Roll on, John“ eine besinnliche Nummer zum Ausklang? Falsch, liebe Rock’n’Roll-Nostalgiker! Die simple Wahrheit dieses Liedes ist hammerhart. Dylan fühlt sich ein in die letzten Momente des durch einen feigen Mordanschlag innerlich Verblutenden, und das ist kein heiterer Tanz ins beglückende Jenseits. Das ist Agonie, mit flüchtig flackernden, letzten Bildern. Dann könnte womöglich doch etwas schief gehen, denn Dylan widmet sich in epischer Songlänge dem Untergang der Titanic (und zitiert dabei mehr als einmal Leonardo DiCaprio, oder ist es Leo Zimmerman, eim Namensvetter von Robert Zimmerman, und damals wirklich an Bord gewesen): „Leo took his sketchbook / he was often so inclined / he closed his eyes and painted / the scenery of his mind.“ Der Film war ein Schmachtfetzen, ein Blockbuster, aber eben auch eine sehr kalkulierte, auf Massengeschmack und Taschentücherkonsum, zugeschnittene Version der Geschichte. Zum Glück: wenn dieser zentrale Song von „Tempest“ ein Film wäre, er wäre in Schwarzweiss gedreht. Dylan erzählt nämlich keine lineare Story, vielmehr folgt er einmal mehr eiskaltem Sterben und darwinistischem Überlebenskampf. „Jeder  stirbt für sich allein“: Fallada hat recht (und Bob Dylan wäre, nebenbei bemerkt, ein grosser Fallada-Fan, hätte er diesen Roman gelesen.) Die Quellenforschungen Dylans reichen aber weit genug, wie wir es von seinen Bluesanklängen gewohnt sind, am liebsten ins Alte Amerika; die Ur-Country-Gruppe „The Carter Family“ hatte auch einst ein Lied zur Titanic angestimmt, und auch das verarbeitet Dylan (nur Dylan darf Muddy Waters-Riffs und alte Landmusik aufgreifen, ohne Quellen zu zitieren. Da hat er Narrenfreiheit, gut so). Tod, Untergang, Wirrungen, Horror, ja, und auch ein Serienkiller: Dylans gnadenloseste Platte seit „Modern Times“ ist ein Panoptikum des Unheils, und der rückwärts gewandte Blick holt all diese Stories aus historiscnen Absicherungen und nostalgisch abgemildertem „Es war einmal“ heraus, transportiert sie in einen unentwegten Strudel der Zeit, in eine nicht korrumpierbare Gegenwart. Alles beginnt, so scheint es, hoffnungsfroh, mit dem ersten Song, einer raffinierten „falschen Fährte“, beheimatet im guten alte Genre des „Train Songs“. Ein luftiges, burleskes Ding: „Duquesne Whistle“ wird von old time-Jazzklängen befeuert, der Grundton ist fast heiter, selbst die Vorboten des Unheils werden mit grossem Gleichmut vorgetragen: „Can’t you hear that Duquesne whistle blowin’/Blowin‘ like the sky’s gonna blow apart“. Und damit ist das Terrain eröffnet, in dem es in der Folge nur so wimmelt vor Lebenslügen, Katastrophen, und Todesfällen. Wer Dylans immer krächziger werdende Stimme auf seinen letzten Auftritten in Deutschland gehört hat, wird feststellen: da ist nichts geschminkt worden, aber keiner wird sich hinstellen und sich eine jüngere Ausgabe wünschen, einen retouchierten Dylan. Sie gehören einfach dazu, diese Bell- und Knurr- umd Zischlaute. Die Musik ist meilenweit entfernt von den entspannten Barbecue- und Partystimmungen seines letzten Studioalbums. Die alten Jungs an seiner Seite begleiten Dylan, wenn es sein muss, und hier muss es anscheinend sein, bis ans Ende der Nacht. Und hier werden keine Feuerzeuge in den schwarzen Himmel gereckt. Hier ist Schluss mit lustig. Die zweite Hälfte des Albums entwickelt einen solch dunklen Sog, das „Tempest“ fraglos zu seinen essentiellen vier „Spätwerken“ seit 1982 zu zählen sein wird, neben „Oh, Mercy“, „Time Out Of Mind“ und „Modern Times“. Die Schwärze verdichtet sich im gegrummelten, perfide kalt entworfenen Totentanz „Tin Angel“. „Tempest“ ist eine rohe, wütende Mixtur, in der sich alttestamentarische Glaubensreste und Endzeitahnungen durchdringen. Etwas ist ganz und gar aus den Fugen geraten. Aber was können wir tun? „Listen to that Duquesne whistle blow / Sounds like it’s on a final run.“ Gute Nacht, und viel Glück!

 

Auf meinem Kindle erhielt ich die Leseprobe eines Buches, dessen kommende Lektüre unausweichlich sein wird: Zeilen und Tage – Notizen 2008-2011, so sein Titel und der Autor erhärtet damit den Verdacht, Deutschlands bester Feuilletonist zu sein: aufklärend, unterhaltsam, seriös und subversiv zugleich. An einem „hohlen Sonntag“ (on a hollow sunday) hatte Peter Sloterdijk eines seiner zahlreichen Notizhefte aus dem Regal gezogen, um es zu transskribieren. Ausgewähltes aus den Heften Hundert bis Hundertelf scheint nun – redigiert und veröffentlicht – vergnügliche Blicke durchs Schlüsselloch freizugeben:

8.Mai, Karlsruhe. Das intellektuelle Überleben in dieser Stadt hängt zu wesentlichen Teilen von den Tischgesprächen mit den Freunden ab. Fehlt auch nur einer über längere Zeit, spürt man den Entzug. Boris berichtet gerade von einer jungen Russin, Dacha Jukowa, die als amtierende Geliebte von Roman Abramowitsch gilt, dem russischen Mogul von Chelsea. Er lernte sie kürzlich in London kennen, als sie am Rande eines von ihm gegebenen Seminars seinen Rat suchte: Sie interessiere sich neuerdings, eigentlich aber immer schon, für Kunst und möchte sich besser „orientieren“; zu diesem Zweck habe sie sich einen Privatjet gekauft. Der werde sie, so ihre Annahme, der Kunst näher bringen, die unglücklicherweise so weit verstreut ist …

Eine ironische Auflistung Alain de Bottons (Trost der Philosophie) besagt ja, dass der Besitz eines Flugzeugs neben anderen Dingen unverzichtbare Grundlage für ein glückliches Leben sei. Kommt dann noch die Kunst hinzu – umso besser. Auch Bazon Brock kommt in der Kindle-Leseprobe zu Wort. Sein koangleiches Doppel-Theorem Lerne zu leiden, ohne zu klagen und lerne zu klagen, ohne zu leiden! ist nicht ohne. Und wer der im obigen Zitat genannte Boris ist, das weiß der aufmerksame Manafonistas-Leser ohnehin, oder er findet es heraus, indem er diesen Namen in das Suchfeld eingibt.


Michael Chabon sets his sprawling new novel, Telegraph Avenue, in his adopted home of Berkeley, Calif., and its grittier southern neighbor, Oakland. With its multiracial, multigenerational cast of jazz musicians, former blaxploitation stars, midwives, gay teens and Black Panthers-turned-politicians, the book both celebrates and gently sends up the countercultural norms and complex racial politics of East Bay life. The plot nominally revolves around Archy Stallings‘ and Nat Jaffe’s efforts to save their used-record store (located on the eponymous Telegraph Avenue), which is threatened when a black football legend and entrepreneur makes plans to locate a media megastore in the neighborhood. (source: npr.org)

Michael Chabons nicht zuletzt an Nabokov geschulter Stil ist Geschmackssache. Die oft langen, verschachtelten Sätze können manieriert wirken, wenn sich eine Geschichte allzu langsam entwickelt. Die Sprachideen können die Handlungsideen lähmen, und so habe ich von ihm Bücher gelesen, die mich mal begeistert, mal gelangweilt haben. Die Inhaltsangabe des neuen Romans scheint auf ein grosses Feuerwerk hinzudeuten, in dem die Balance von Sprachvirtuosität, diversen Dialekten und „action“ wieder eine ganz gelungene sein könnte. Für die Übersetzung wird der Verlag Kiepenheuer & Witsch wieder Spitzenleute brauchen, und Zeit. (M.E.)

Excerpt: „Hello?“ Gwen called, letting herself in the front door. A small black Buddha greeted her from a low table by the front door, where it kept company with a photograph of Lydia Frankenthaler, the producer of an Oscar­-winning documentary film about the neglected plight of lesbians in Nazi Germany; Lydia’s partner, Garth; and Lydia’s daughter from her first marriage, a child whose father was black and whose name Gwen had forgotten. It was a Chinese Buddha, the kind that was supposed to pull in money and luck, jolly, baby­faced, and potbellied, reminding Gwen of her darling husband apart from the signal difference that you could rub the continental expanse of Archy Stallings’s abdomen for a very long time without attracting any flow of money in your direction. „Somebody having a baby around here?“

 
 

 
 
 
– How many times has Rock And Roll been pronounced dead now?

– Often, brother. Slumped on the couch, puke running out of the corners of its mouth, Strat in one hand, smouldering Camberwell Carrot in the other, pulse long gone.

– Many have tried to bury it over the years; the eulogies have been long and extensive.

– For sure. The myth lives longer, but, well, the Rolling Stones have been dead, musically, for over thirty years now. But so many still love to celebrate them. It is good their eulogies have been written in extenso, brother.

– Yeah.

– Yeah.

– But, you know every time the body is cast into the grave and the headstone is in place, a gnarled hand bursts from the soil and soon the lumbering corpse is heading straight to the local hostelry in search of Jack Daniels and a monitor to put its foot on.

– You’re so right, so damned fuckin‘ right. You know i do not like everybody’s darling of hand made, sweating, looking-for-the-next-bar-rock: The Hold Steady, boring. But I love these other motherfuckers,   Deer Tick, and two of their albums, The Last Dirt Sessions and Divine Provenance. They are living inside their music. Inside a not-so-quickly dying beast called rock’n’roll’n’raw!

– Yeah.

– I see the record in your hands, the name of the band is music in my ears: Six Organs Of Admittance and this, well, bona fide guitar god Ben Chasny.

– Yep, that’s what I would call him, too. Clearly Ben Chasny has never been told of Rock And Roll’s precarious health or the truly tragic prognosis given to the guitar solo.

– Yep. He’s been knocking albums out on a yearly basis for what seems like an eternity under the moniker of Six Organs Of Admittance, and this time around he’s roped in Comets On Fire (who are apparently on a never ending hiatus) to help him out.

– From the minute Waswasa kicks in there’s no hanging about. A 5 minute guitar wrecking ball, it quickly changes from 70s riffery into self-indulgent fret-wankery of the highest order.

– Ha ha ha ha!!!  Indulgent it might well be, but it is also utterly captivating.

–  And Ben Chasny knows a lot o twists and turns. Things take a sudden turn, for example, for the psychedelic on Close To The Sky which initially burns slow with an insistent bassline and dreamy haze. But it’s not too long before the wah-wah pedal takes over and Chasny heads off into the heart of the sun soloing like a re-animated Hendrix.

– It never stops to surprise.

– For example, Even If You Knew possesses phenomenal sense of a menace in its bass and drums pattern and when it opens up it is an exhilarating riot of catch and release dramatics and a perfect example of how the most basic riffs can thrill and excite if deployed with such aplomb. The roaring distortion and thundering drums that bring the track to a close prove that guitar music isn’t dead at all, it still has the power to move mountains and break bones.

2012 20 Aug.

Kleiner Nachtrag zu „Cut The World“

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„Soaring over the top of each track is Hegarty himself, for even as his piano is folded into the general arrangements, his voice rises tall and strong, whether whispering sadly about lost relationships and deep pain, or crying out at the injustice and unfairness of the world, or shouting out for acceptance and love. In “Future Feminism,” he describes his music as being a sort of constant cry to heaven, and never is this more apparent than on the breathtaking climaxes to “Cripple and the Starfish” or “Epilepsy.” In a few words, such as “You are my sister / and I love you,”Hegarty conveys more emotion in his voice than most singers manage in a career. It’s enough to make one jealous of the Danish audience who witnessed these performances. Oh, and cherry on the cake, the studio-recorded “Cut the World” is one of his most beautiful songs, a defiant ballad that is both familiar in scope and startling in its aching delivery.“ (dusted reviews)

2012 18 Aug.

Ein Horrorroman von Ror Wolf

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Die Vorzüge der Dunkelheit – Neunundzwanzig Versuche die Welt zu verschlingen.

 

Seit über 30 Jahren kenne und liebe ich die Sprachkunst-Werke von Ror Wolf. Es ist eine ganz eigene Art von Literatur, für die vielleicht nicht jeder einen Sinn hat. Wer aber offen ist dafür, dass mit Sprache, Wortklang, Redewendungen, Klischees, Wortwitz und dem kunstvollen Wechsel aus zwingender Logik und fantastischer Absurdität gespielt wird, sollte unbedingt auch dieses wunderschöne Buch besitzen und verschlingen. Hier werden kleinste Partikel und Fragmente aus allen denkbaren Textsorten zusammengefügt: Abenteuer- und Reisebeschreibungen, Reportagen, Krimis, Katastrophenberichte, Erotik und Wissenschaft. Das ist originell, ästhetisch, im Sekundentakt überraschend und vor allem hochkomisch. Zusammen mit den vielen, wunderbar reproduzierten, surrealistischen Bild-Collagen handelt es sich hier um ein grandioses Gesamtkunstwerk. Ror Wolf gehört meiner Ansicht nach zu den ganz Großen der deutschsprachigen Literatur, aber, trotz der Fangemeinde, die er zweifellos seit Jahrzehnten hat, auch immer noch zu den am stärksten Unterschätzten. Vielleicht verdeckt das scheinbar Unernste, Slapstickhafte der Texte ihre ungeheure Virtuosität und Genialität.

 

2012 18 Aug.

Jan Bang / Erik Honore w/ David Sylvian: The God of Silence

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Ganz in den Anfängen tauchte er auf durch eine zufällige Kombination aus Licht, Luft und totaler Abwesenheit von Sound. Daher sehnt er sich nach dem Leib der Stille. In seinen Ohren ist eine stille Welt eine wunderschöne Welt. Macht er sich auf einen Weg, wird er ständig eskortiert von einem Engel und einem Dämon. Sie sind beide stumm. Er beobachtet uns, er ist allgegenwärtig mit seiner milden und schrecklichen Ruhe und seinen sublimen Ohren, die jedes Wort auffangen, egal, wie zögernd oder unvollkommen es ist. Er würde gern unser gesammeltes Murmeln zu perfekter Stille destillieren. Er selbst äussert sich durch kleinste Bewegungen, Blicke und schmerzhafte Pausen, ohne Ende. Er trägt keine Feindschaft gegen uns im Sinn, aber er misstraut uns. Wenn die Lebenden ihn ermüden, wendet er sich den Toten zu. Sie wissen alles über Stille. Sie lauschen ihr. Der Gott der Stille ist ein geduldiger Gott. Er hat genug Geduld zu warten, bis wir alle Fossilien sind.
(Paal-Helge Haugen)

 

David Sylvian: voice
Jan Bang: samples
Erik Honore: synthesizer, samples, synth bass
Arve Henriksen: trumpet samples (performed by Jan Bang)

 

Jan Bang & Erik Honore: UNCOMMON DEITIES, out on Samadhisound on Sept, 26 (Radiopremiere des Stückes THE GOD OF SILENCE: Klanghorizonte (DLF-Nachtradio), 27. August 2012, nachts um eins)

 

Poetry and music always gets mixed reviews, because there are always critics who call such things high brow. A singer has to sing, not recite poems. Bullshit. The poems by two Norwegian lyricists are sensual explorations and mythical fantasies about the lifes of absent gods. A spiritual journey that will even please hard core atheists. Sidsel Endresen is the singer on several pieces. She never sings conventional language. But a careful listener will detect more torch and passion in her performance than in any well-mannered, recycled love song. The music explores and extends the brilliant texts of Paal-Helge Haugen and Nils Chr. Moe-Repstad. You’ll be transported, dear reader, feeling simultaneously safe and sound and fragile at weird places. The voice of Sylvian is in the center, calm and concentrated, telling stories about twilight worlds of power, well, the loss of power, and alienation. And it is a voice that knows when to leave the stage for the spirits around him. It’s a great art to create landscapes where even sweet sounds can be naked and merciless. Five stars. (M.E.)

2012 17 Aug.

The God of Single Cell Organisms

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A film by Marc Atkins and Chris Bigg. Taken from the new album Uncommon Deities by Jan Bang and Erik Honoré.

 
„Nothing“
 
 
Es beginnt mit Alltagsgeräuschen, Stimmen, Lachen, „god, it’s amazing“, dann setzt die Gitarre ein, nur kleines Instrumentarium, alles ist beiläufig, die Verse drehen sich in Kreisen, nichts braucht man hier, in dieser Landschaft, in Island, wo immer. „You don’t cry much / you don’t cry much / you don’t cry much, / nothing to cry here.“ Nothing, nothing, nothing –  dann verliert sich das Lied scheinbar selber, ein kurzer Spuk, ein Hauch von n i c h t s, bis es wieder Fahrt aufnimmt, dieses Kinderlied für Erwachsene, und eine narrenfreie Trompete ins Spiel kommt, die auch Robert Wyatt so spielen könnte. Heimlich hat die Violine das Kommando übernommen, natürlich, ohne grosse Töne zu spucken, und lässt alles auf einem hohen Ton enden. Aus ganz wenig, kaum mehr als nichts, hat Mike Lindsay (Tunng) einen ganz grossen Song gemacht!
 
 
 

 


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