Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2015 7 Mai

Frank in Budapest

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Andrássy út, Budapest, May 2015. Or was it Rákóczi út? I can’t remember. One of the city’s main thoroughfares anyway. Some crazy guy from Manchester who wore an outsize papier-mâché head and sang in a funny voice. Or his celluloid simulacrum? Maybe this wasn’t Frank at all.
 
 
 
 

 
 
 
 
Maybe this wasn’t Budapest either but an accumulation of my own imaginings of what central Europe is or should be: Trabants puking black smoke into the air, light railway rolling stock from the communist era, shelf toilets, graffiti and loads of it. And Frank. Or not-Frank. In Budapest or my dream of it, now folded neatly in time newly past, still warm. Warm and bright. Frank and not-Frank. A sticker on the wall of a bookshop doorway, somewhere in time.
 
 
 
 

 
 

 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

 
 
 
 

„Fred Neil’s self-titled second album was a languid and fluid gem that continues to stand outside of time decades later“, Steve Leggerd writesin a review of the reappearace of this long-lost album. I found it at „Weirdo Records“ in Cambridge, Boston, a really weird, terrific and small (very small) record store on 844, Massachusetts Avenue.

„The beautifully sad, introspective songs of weary modern urban disaffection that Neilbrought to these sessions in 1967 are among the best he ever wrote, and the perfectly balanced electric instrumentation is the perfect counterpoint to Neil’s calm, wearied basso voice that pulls things along here at a decidedly unhurried pace, and the songs themselves seem to drift organically into being as he sings them, until listening to this album begins to feel like floating“,  Steve continues to write. I had not so much time left because of my flight back, otherwise I would’ve stayed there much longer.  Iranian rock music between 1973-78? No problem, you’ll find the, well, weirdest records of the world in this tiny store which is run by a lady with cool enthusiasm.

The great thing among such record shops that it makes you sensitive for sounds and styles outside the common or modern or trendy fields of music transporting you forwards and backwards in time. I mean, Fred Neil, an outsider of the folk scene, never was interested in the commercial side of things. But, gosh, what songs! Steve Leggard comes to this conclusion: „“The Dolphins“ and „Everybody’s Talkin'“ — a huge hit in a cover version by Harry Nilsson — are classics by anybody’s definition. Long out of print, „Fred Neil“ is reissued here straight and unadorned.  All these years later, it remains a haunting and reassuring masterpiece.“

2015 7 Mai

Brooklyn, Sideways

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„Brooklyn throughout my life has been a place of vastness and wildness. I remember immense ruined factories; neighborhoods where diners sold ake ake, saltfish, cowsfoot soup, comfort food from West Africa; neighborhoods where you would hear Malayam, Quechua, Ladino. I once accompanied a great Irish poet who read in Gaelic in Irish Brooklyn. I remember bars where ex-guerrillas spoke of fighting the Bloody Black and Tans. I love the sea and the mountains. Brooklyn really had the same sense of being beyond measure. I remember teaching poetry to Orthodox Jewish children. One young girl came up with the line “red is the color of dying in your sleep.” The parents were startled, halted the workshop, and consulted a rabbi as to whether the exploration of poetry was safe or psychically dangerous. The rabbi felt that confronting the depths was entirely healthy and the parents invited me back.“

(D. Nurkse, author of the poem collection „A Night In Brooklyn“)

 

2015 7 Mai

Tach zusammen

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Dieses Heimatmagazin kann man bei der Touristeninformation kaufen

oder unter www.tach-zusammen.de

Ich habe mir das neue Programm fuer das Jazzfestival in Moers mitgenommen,

das verheisst Spannendes:

www.moers-festival.de

2015 6 Mai

Hanns Dieter Hüsch

von | Kategorie: Blog | Tags:  | | 7 Comments

Hanns Dieter Hüsch ist der einzige Künstler außer Dieter Hildebrandt, den ich jemals per Brief mit Rückumschlag um ein Autogramm gebeten habe.
 
 
 

 
 
 
Heute wäre Hanns Dieter Hüsch 90 Jahre alt geworden. Ich nehme ja an, er wird sich deshalb mit dem lieben Gott in Dinslaken treffen und die beiden werden dort heute abend irgendeinen groben philosophischen Unfug treiben, einen groben. Ich hoffe es wenigstens.

Aus gegebenem Anlass hier eine Liste von nicht mehr erhältlichen Tonträgern von Hanns Dieter Hüsch:
 

  • Chansons, Gedichte, Geschichten (1961)
  • Das Wort zum Montag (1968)
  • Enthauptungen (1971)
  • Eine schöne Gesellschaft (1972)
  • Live (1973)
  • Joseph Goebbels‘ „Michael – Ein deutsches Schicksal in Tagebuchblättern“, zitiert von HDH (1974)
  • Liedermacher (Single, 1975)
  • Abendlieder (1976)
  • Und das Herz schlägt wie ein blinder Passagier (1977)
  • Das schwarze Schaf vom Niederrhein (1978)
  • Hagenbuch hat jetzt zugegeben (1979)
  • Das Lied vom runden Tisch (1980)
  • Am Niederrhein (1988)
  • Hanns Dieter Hüsch trifft Franz Hohler (1996)
  • Meine kleine Nachtmusik (1997)
  • Hagenbuch live (WDR/NDR-Mitschnitte, 1998)

 
Um baldige Wiederveröffentlichung in zumindest digitaler Form wird gebeten. Und dass mir die noch erhältlichen CDs nicht etwa vom Markt genommen werden!

2015 5 Mai

American Postcard

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2015 5 Mai

Sylter Mai-Notizen (1)

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– Da die Mitarbeiter des Sylt-Shuttle nicht streiken (sie sind teils verbeamtet, und werden von einer  anderen Gewerkschaft vertreten), ist die Insel für alle erreichbar, nur die Sache mit der langen Zugfahrt in dieser Woche könnte für Frühankömmlinge schwierig werden. 

 

– Manafonistas brauchen bei der Unterkunftswahl etwas Glück. Nachdem in Rantum im letzten Jahr gleich zwei Reethäuser Brandstiftern zum Opfer fielen (ungeklärt), wurde nun wiederum böse gezündelt. Zumindest besteht da mehr als ein Anfangsverdacht. Am letzten Freitag war nämlich (nicht zum ersten Mal!) das 5-Sterne-Hotel „Miramar“ auf der Friedrichstrasse ein Fall für die Feuerwehr von Westerland und Tinnum. Die Aufklärungsrate scheint auf der Insel nicht gerade schleswigholsteinische Rekorde zu sprengen. Manafonistas müssen darauf vertrauen, dass ihre Unterkunft mit genügend Feuerlöschern ausgestattet ist. 

 

– Bei dieser Häufung insularer Kriminalität steht zu befürchten, dass demnächst das erste Tatort-Team auf Sylt regelmässig zum Einsatz kommt. Solche Pläne scheinen, so eine zuverlässige Insiderquelle, schon in den Schubladen beim NDR an der Rothenbaumchaussee zu liegen. „Friesenkrimis“ sind bereits  eine arrivierte Sparte der deutschen Krimikultur. Man denke nur an die Romane von Klaus-Peter Wolf, an „Ostfriesenwut“, oder das höhergehandelte Werk „Ostfriesenblut“. 

 

fragile aesthetics by smog

 

released today

 

2015 3 Mai

On the road forever

von | Kategorie: Blog | | 9 Comments

 

 
 
 

Manchmal ist sie so Deutschland muede, dass sie ihr Land verlaesst, um in fremden Kulturen Verschiebungen ihrer Sehnsuchtslage zu erreichen. Das passiert erfahrungsgemaess nach 6 Wochen.

Dieses Mal ging ihre Reise jedoch in die Mitte der deutschen Welt. Sie wollte die Fuehlung am Hermannsdenkmal mit den nationalen „Stahlgewittern“ (Ernst Juenger) aufnehmen. Da stand er vor ihr: Hermann mit dem 7m langen Schwert, das in den Himmel stoesst, der doch allen gehoert. Ehre, Tapferkeit, Sieg, Stolz, alles Woerter aus dem heeren Germanenwortschatz. Schaudernd ging sie in den Maienwald hinein. Nach 7 km kam sie an eine Lichtung, auf der bizarre Felsen standen: Die Externsteine. Wer hatte diese Gebilde geschaffen? Walt Disney? Hermann? Wo waren die Reste der Gebirgskette, wenn es denn eine gab? Wo floss das Wasser, das diese Formen freigespuelt hatte? Der kleine Bach Wiembecke war auf der Karte eingezeichnet, allein sie konnte ihn nicht ausmachen. Sie starrte auf die fuenf Felssaeulen und entkam einer langen Weile nicht ihrer Anziehungskraft. Sie tastete an den Steinen entlang, das war Sandstein. Er musste aus der Erdkruste vor Millionen von Jahren herausgestellt worden sein. Sie erkannte zunaechst die glatten Risse zwischen den Felsbrocken. Dafuer hatte das gefrorene Wasser gesorgt. Aber an einigen gelben Flecken konnte sie auch kleine Loecher entdecken, das deutete auf die honey suckle Erosion hin.

Eigentlich war sie nicht nur wegen der Geologie hergekommen, sie hatte Lust auf Woodstockatmosphaere, auf Gestalten, die sich friedlich versammeln und unter der Magie der Steine in den Hexensabbath hinein musizieren. Weit gefehlt. Verbote schienen das Fest zerstoeren zu wollen: kein Feuer, kein Campen, kein Alkohol. Sie fragte einen Sicherheitsmenschen, wieso im Wald eine Flasche Bier verboten sei, we live in a free country. Weisses, blendendes Licht in ihrem Gesicht war die Antwort. Sie hoerte noch eine Weile den Trommelnden zu und dachte an die Kraft von Woodstock, die hier niemals stattfinden koennte. Hier erodieren Altnazis auf der Oberflaeche, hier singen sie „ein wehmuediges Adee“ (Heinrich Heine: Die Rueckkehr der Goetter). Hier wird die kulturelle Fremdheit ausgesperrt, bloss kein Woodstock hier. In diesem intoleranten Gemeinwesen fuehlte sie sich deplaziert. Sie ging zu Fels 1, wo das vorchristliche Loch behaupten will, dass bei Sonnwende die Sonne durchscheint. Sie holte nicht ihre Kamera raus, sondern Block und Bleistift und schrieb an den Buergermeister und den Landrat vom Lipper Land: I’m gonna live forever, I’m gonna cross that river, I’m gonna catch tomorrow now (Billy Joe Shaver).

2015 3 Mai

Mr. Torn’s Surreal Hour

von | Kategorie: Blog | Tags:  | | Comments off

Ever-intrepid guitarist, producer, improviser, film composer and soundscape artist, David Torn, returns with „only sky“, an album that explores the sonic edges of what one man and a guitar can create, a solo recording of almost orchestral atmosphere. It is Torn’s first ECM release since 2007’s acclaimed „prezens“, a full-band project, with Tim Berne, Craig Taborn and Tom Rainey, that Jazzwise described as “a vibrating collage full of shimmering sonic shapes, a dark, urban electronic soundscape – a potent mix of jazz, free-form rock and technology that is both demanding and rewarding.” The same descriptors apply to „only sky“, with its hovering ambient shadows and vaulting flashes of light, its channeling of deep country/blues memories and Burroughsian dreams of North Africa. Recorded in the acoustically apt hall of the Experimental Media and Performing Arts Center in upstate New York (and then sorted and mixed in Torn’s own mad-scientist lair), „only sky“ is an album to get lost in, over and again.


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