Manafonistas

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In der Nacht geht es los, mit sechs Songs von Paul Buchanans neuem Album Mid Air. Außerdem spiele ich in den Klanghorizonten Piano-Solo-Musik von Matthew Bourne und Bill Carrothers. Alle Alben dieser Stunde haben auf direkte oder noch direktere Art etwas mit Meeresküsten zu tun, und das ist ein völlig ungeplanter Zufall. Sind die Klanghorizonte dann um 2.00 Uhr zuende, sind womöglich etliche schon lange vor dem letzten Klavierton friedlich entschlummert. Bleibt zu hoffen, dass sie das Titelstuck der neuen Solo-Cd Saltash Bells von John Surman noch mitbekommen, dass in den Südwesten Englands führt… Und tatsächlich, alle vier Produktionen dieser Stunde wurden von den betreffenden Musikern ohne begleitendes Personal aufgenommen. Very solo.

Und dann abends um 21.05 Uhr geht es ins Agden Theater nach Kristiansand. Arve Henriksen stellte dort am 3. September 2011 seine Cartography Special Edition vor. Mit auf der Bühne, als Vortragender eigener Texte, David Sylvian. Mr. John Kelman erinnert sich an einen speziellen Moment: „A gracious leader in every context, here Henriksen appeared particularly grateful for the group around him. Swaying with eyes closed during the spiritual ending, „Sorrow and Its Opposite,“ a faint smile gracing his face, it was impossible not to be moved by a one-time performance that, more than any of his smaller-group performances, captured the sheer emotive power and resonant essence of Cartography, while elevating it to a new level of in-the-moment Interaktion.“

Ich möchte mit dir schlafen
Ewig

Das ist eine Nachricht,
Das ist auch ein Gedicht, von Arp oder Gomringer,
Meister der Konkreten Poesie.
Das Gedicht war nicht schwer auswendig zu lernen.
Sie werden wohl sagen,
Das sei etwas simpel, und zu prosaisch für ein Gedicht,
Aber Gomringer, oder war es Arp, hat es auf eine ganze Seite verteilt.
Oben links stand die ein Zeile (ich möchte mit dir schlafen)
Und unten rechts das Wort „ewig“.
Das Verführerische ist  das weitgehend weiße Papier,
Der immense Raum zwischen den zwei Zeilen …
Dieses Liebesgedicht eignet sich nicht zum Singen,
Der „Cappuccino Song“ schon.

 
 

 
 
 
Die Musik des kanadischen Jazztrompeters, Flügelhornisten und Komponisten Kenny Wheeler ist schlichtweg zauberhaft – man denke etwa an seine Meilensteine Gnu High, Deer Wan, The Widow and the Window, Angel Song … und dessen Mitwirkung auf einem David-Sylvian-Song mit dem Milan-Kundera-Titel Laughter and Forgetting.

„Welche Bedeutung kommt denn überhaupt den Big Bands im eigenen Musik-Erleben zu?“ – so könnte man sich fragen. Unvergessen bleibt: das Vienna Art Orchestra spielte die Musik von Erik Satie wie nie und Kenny Wheeler veröffentlichte im Jahre 1990 Music for large & small Ensembles. Größere und kleinere Ensembles variierten auf beiden genannten Platten, eine Spannbreite zwischen intimen Kleinods und sattem Orchesterklang wurde erreicht.

Nun schreiben wir das Jahr 2012 und eine lange Zeit des Wartens ist vorbei. Zwar ist die Band aus Wien im längst verdienten Ruhestand, doch Kenny Wheeler rackert wacker weiter – man liest, der über achtzig Jährige spiele täglich vier Stunden und notiere ebensolange seine neuen Noten: diese flüchtig schönen, liedhaften Melodielinien, die sich chamäleon-artig durch terrassenförmige, erhabene Akkordlandschaften bewegen. Darin eingebettet sind Soli, die mit der nötigen Rauheit und mit Spielwitz konterkarieren.

„Enowena“ heisst ein energiegeladener Song auf The Long Waiting, den ich als Einstieg sehr empfehle, denn da weiß man gleich, wo der Hammer hängt und von wo der Wind ins Horn bläst. Die sensationelle Diana Torto, würdige Nachfolge der Norma Winstone, zelebriert dort etwas, das der kategorische Begriff „Scatgesang“ nur andeutet und das einen zwingenden Imperativ auf dem Fuße folgen lässt: Man höre und staune!

2012 1 Mai

Another Review on DROKK

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It must have been at least five years ago. I was sat alone at home as I tended to be, when I got a phonecall. “Hey there’s this guy playing at [INSERT NAME OF SHITTY PUB HERE] and I wanna fuck him, will you come with me?”. Being a prominent member of the “guys too socially depressing to even imagine being with, but lonely enough to be up for any demeaning task” club, I was regularly asked out as the platonic-male-friend wingman, so my standards had become high. “What’s he playing?” “…Chiptune”. I, with more courtesy than required, threw my phone out of the window and shot at the remains.

Chiptune, if you’re lucky enough not to know about it, was a bunch of kids who made “music” on chipped gameboys to seduce young girls – and it worked. It was just shitty low-tech synthesizers and gameboy sounds made to resemble something someone could pretend to like. It was characterised by its makers, stupid little hipsters too “different” to learn a boring instrument like the rest of us, complete with black sweeping fringes and glow-in-the-dark sweatbands. Drokk isn’t chiptune. Drokk sounds a little bit like chiptune, but reader you have to get this album, because I’d go back to those days of endless angst and little Rex’s terrible haircut all over again, just to have this album.

Drokk: Music Inspired by Mega-City One is a concept album based on a city in the dystopian future predicted by the comic Judge Dredd. It’s full of 8-bit…ish synthesizers and basically sounds like the music behind Golden Axe [“It’s a shittily-made ’80s game” to those who aren’t aware, “LETS HANG OUT” to those who are]. It takes this and adds a tinge of orchestration subtle enough to not be noticeable, but significant enough to turn what is a terrible idea for music into an album of which I’d get the wavefunction tattooed around my waist. The project is from Geoff Barrow of Portishead and Emmy-nominated composer Ben Salisbury, and although it’s hard to see how Drokk could be the overlap of these two artists, the combination leads to a weirdly addictive album.

The album tries to seem unpolished and has pretensions of a Burial-style “bedroom producer” mystique but it does this without compromising on quality. The songs are thoroughly purposeful – there’s not even a trace of a “ooh, this song’s getting boring, better add a stupid sample”; every change in pitch, every new sequence is put in the most logical way and follows a logical pattern. As dull as that seems, Drokk doesn’t give you a chance to get bored. It has 19 songs that are rarely over 3 minutes long and completely indistinguishable from one another, while still being connected enough to have a flow that Bonobo would marvel at.

I’m fully aware, reader, that this review sounds like a press release. I know that I may seem like the shittiest person in the world for liking an album with a “concept”, much more an album whose concept is rooted in a fictional world that I’d never heard of. This is exactly why you must believe me. This album has made me forego my usual motto of “If Weezy wouldn’t listen to it then I wouldn’t”, and has made me write a hideously gushing article. I approached Drokk as a man with a penchant for Murder Inc, a spring in my step and 1000 pinches of salt and here I am now, with nothing but 55 minutes of synthesizers and 6 words: “The Line of Best Fit Recommended”.

2012 22 Apr.

„Give all my love to London in 1982“

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„Wenn man auf die Vergangenheit zurückblickt und versucht, Erinnerungen zu rekonstruieren, scheint man eine poetische Stimme zu brauchen. Ich denke da an Nabokov oder insbesondere an Stefan Zweig. Und doch habe ich entdeckt, dass sie viel besser auf eine ironische Stimme reagiert. Wenn man es allerdings mit der Poesie übertreibt, kann es kitschig werden. Ich habe auch versucht, die erste Person Singular zu vermeiden. Denn in dem Moment, in dem man sich selbst zu einem Teil davon macht, in dem ich eine Kamera bin, schreibt man eine andere Art von Buch. Apropos, es lohnt sich immer, an die große Warnung von Christopher Isherwood zu denken: Es ist so einfach, ein Buch zu schreiben, das einfach nur eine Beschreibung des Buches ist, das man gerne schreiben würde.“ (m.b.)

 

 

Das sagte Michael Bracewell zu seinem kleinen wundervollen Buch „Souvenir“, eine Meditation, eine Reise ins vordigitale London. Ein Buch, das wie ein Pepetuum Mobile sich fort und fort bewegt, ein Continuum, aller Bruchstellen zum Trotz. Leider hat es bis heute keinen Verlag hierzulande gefunden. Michael Bracewell  und ich sind möglicherweise aneinander vorbei gegangen im Dezember  1982, in Hampstead Heath. Wahrscheinlicher, dass er auch im  Marquee Club war, in der Wardour Street, als Jah Wobble and The Invaders of the Heart spielten. Oder wir standen nebeneinander im legendären Plattenladen von Rough Trade in Notting Hill – unvergessen der Anblick des Covers einer Single von Aztec Camera. Und Geoff  Travis erzählte mir (lange vor meinem Quereinstieg ins Radio) von seiner Liebe zu den Liedern von Robert Wyatt. Marianne Faithfull habe ich leider nicht getroffen. „Souvenir“ ist eines der 12 schönsten Bücher des 21. Jahrhunderts (in meiner kleinen Lesewelt*), ich kann es gar nicht lesen, das Büchlein, seitenweise oder bis tief in die Nacht, ohne in Trance zu fallen. So gerne versinke ich darin. Wieder und wieder.

 

„Zunächst liest sich „Souvenir“ von Michael Bracewell wie eine Reihe von Postkarten aus der Vergangenheit, denn der Autor verwendet Fotos, Schallplatten und Bilder von alten Schlafzimmerwänden, um sich an sein Leben in der Hauptstadt zu erinnern, als der staubige Modernismus der späten 70er Jahre allmählich einem neuen digitalen Pop-Zeitalter weicht. Er ist ein lyrischer, rhapsodischer Autor, aber sein Stil hat sich schon immer der nackten Mechanik einer Standardbiografie oder -geschichte widersetzt. Befreit von solchen Bedenken verliert er sich hier in reichhaltigen, beschwörenden Träumereien über alles Mögliche, vom Walkman und PiLs Metal Box („eine postindustrielle Winterreise… von einem Ort mit verlassenen Schrebergärten und Oberleitungen“) bis hin zur „verzweifelten Müdigkeit“ im Haus seiner Eltern in der Vorstadt. Teils Lobrede, teils Elegie – Bracewells verschwommene, halluzinatorische Memoiren scheinen keinen anderen Zweck zu haben, als zu transportieren, und der Leser hat keine andere Wahl, als sich seiner kraftvollen, hypnotischen Prosa hinzugeben und sich selbst als Zeitreisender oder Geist vorzustellen, der in einem verschwundenen London umhertreibt, das irgendwo zwischen Nachkriegsverzweiflung und futuristischem Optimismus liegt.“ (a.m.)

 

*also keinerlei Übertreibung, es geht hier nicht um den Kanon der jüngeren Weltliteratur, sondern um den Zauber mancher Bücher, in ihnen verschwinden zu können (obwohl sie permanent,  parallelwelthaft, von einem selbst erzählen, Flüchtigkeiten und Intensitäten des eigenen Ichs rauf- und runterspiegeln, dabei ad infinitum Vertrautes in Unvertrautes, Unvertrautes in Vertrautes wandeln). Also: „Souvenir“ ist eine Tranceinduktion, ein Rauscherlebnis – achten Sie auf Set und Setting. Not everyone‘s soul food. In some ways  (of drifting. diving, celebrating, mourning, tripping. dancing) comparable to one the most spellbinding records of this year (in my reliable, not-so-reliable ears), Alabaster DePlume‘s „Gold“.

Zuerst fuhr ich mit meinem Toyoten in den Randbezirk der City, in die Hafenkneipe SUB ROSA. Mir gefiel die knarzende Stimme des Radiomoderatoren, der Nina Simone spielte, einen exzellenten Donovan-Song (Colours?) und rootsigen Reggae. Der „Colonel“ hat den Mitschnitt alter Radiosendungen von Joe Strummer (The Clash) aus dem Netz runtergeladen. Dortmund Calling! Burkinho wollte mich noch zu dem Italiener lotsen, wo die Borussen ihre erste Meisterfeier improvisierten,  in der Gartenstadt, aber die Zufahrtswege waren verstopft, ich  hätte schon gern im Regen gestanden und den Jubelperser gemacht. Das Geburtshaus von Burkinhos Mutter liegt hundert Meter von dem Edelitaliener entfernt, und ich weiß, wie warm es meinem Fusballfreund heute ums Herz werden muss. Keine Angst vor Sentimentalitäten. You‘ ll never walk alone. Im Kreuzviertel wurde wild gesungen und gehupt, im Mundo’s gab es nur Bier, keinen Caipirinha; in meinem Auto lief die neue CD von TU FAWNING, und diese archaische Rockmusik aus defekten Synthesizern, scheppernden Trommeln und dunklen Herzschlägen war für mich der ideale alternative Soundtrack zur Meisterfeier. Manchmal ist es so hinreißend, wenn es Katze und Hunde regnet.    

Ich bin kein Kenner der Historie des norwegischen Trios Motorpsycho. Und ein Teil der Nachtsendung morgen besteht darin, den Hörern zu erzählen, wieso mich dieses Post-Prog-Rock-Heavy-Ungetüm („The Death Defying Unicorn“) in seinen Bann zog, denn normalerweise ist das weder mein Gebräu noch meine Tasse Tee. Aber hier bestätigt sich mal wieder: sometimes the things that are not your cup of tea are exactly that: your cup of tea.

Neben weiteren anarchischen und wilden Werken von EST und VOLCANO THE BEAR wird es zu Anfang und Ende der morgigen Klanghorizonte sehr ruhig zugehen. Das Finale kommt aus einem Planetarium in Barcelona,zumindest hat Santiago Latorre sich dort nächtelang mutterseelenallein aufgehalten, um sich inspirieren zu lassen. Gibt es eine schönere Form des Müssiggangs als nächtelang durch Teleskope im unendlichen Weltenraum herumzustromern?! Wen dieses Thema interessiert, den weise ich gerne auf einen Roman in dem es auch um die Erforschung des Dunkels geht, DIE KOMETENJÄGER. Von Marc Deckert.

https://www.youtube.com/watch?v=R_4wcvUKRzo  (Marc Deckert liest aus seinem Roman)

Musik, die mich rundum überzeugt, und in späteren Folgen der Klanghorizonte gespielt wird: Demdike Stare, Spiritualized, Tu Fawning, Fly Trio, John Surman.

2012 21 Apr.

The Netherworld of Demdike Stare

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The music itself, though, is plenty compelling all on its own. More focused than Tryptych, Elemental hones in on its mood and conveys a genuine sense of mystery that goes way beyond mere affect. Part of it, I think, has to do with the fact that you never know quite what you’re hearing. Is that a foghorn or a Moog? A chorus of reeds or a bees‘ nest? Where did those drums come from? Does it matter? The sound lingers in between the representational and the abstract, and that ambiguity– that impurity– only increases its expressive dimensions. At several points, Demdike Stare’s album sounds uncannily like Chris Watson’s recently released El Tren Fantasma, a sound portrait of a Mexican railway in its last month of operation. Blurring the lines between documentary, music, and noise, and between life and technology, Watson’s chronicle turned the real phantasmal. Demdike Stare do the opposite, conjuring a vivid fantasy world out of audio salvage and crusty circuitry. (Philip Sherbourne)

Aldo Romano, Louis Sclavis & Henri Texier – 3+3

Andrew Bird: Break It Away

Anne-James Chaton with Alva Noto and Andy Moor – Decade

Billy Hart: All Our Reasons

Burial – Distant Lights

Burnt Friedman: Bokoboko

Captain Beefheart and The Magic Band – Bat Chain Puller release 2012

Demdike Stare – Elemental Diagrams: Black Light

John Zorn – The Gnostic Preludes

Keiji Haino, Jim O’Rourke, Oren Ambarchi: Imikuzushi

Loscil – City Hospital

Machinefabriek – Colour Tones

Motorpsycho and Stale Storlokken: The Death Defying Unicorn

Oren Ambarchi – Knots

Nachdem auf diesen Seiten immer wieder von Borussia Dortmund die Rede ist, ist es an der Zeit, auch mal von Hannover 96 zu schreiben.
Zehn Jahre alt war ich, als Horst Podlasly seinen Platz im Tor von Hannover 96 bezog, das er 203 Spiele lang hüten sollte (1963 bis 1971). Damals, in den sechziger Jahren, spielten noch Hans-Josef Hellingrath, Jürgen Bandura, Klaus Bohnsack,Otto Laszig, Werner Gräber, Walter Rodekamp, Udo Nix und viele andere bei Hannover 96. Natürlich hatte ich schon bald von allen Spielern mein Foto für das Fußball-Sammelbild-Album aus dem Bergmann-Verlag Unna der Saison 1966/67.
 
Hier zwei Beispielbilder aus dieser Zeit – Horst Podlasly und Jürgen Bandura:
 
 

 
 
Die Saison 2011/12 war und ist für alle 96-Fans, auch wenn sie so manchen Frust einstecken mussten, ein einziges Fußball-Fest. Was konnten wir nicht für wunderbare und vor allem spannende Spiele ansehen. Und natürlich: es durfte auf keinen Fall eines verpasst werden und vor allem nicht das entscheidende Spiel Atletico Madrid – Hannover 96! Doch genau das Schauen dieses Spiel sollte mir große Probleme bereiten. Dies ist meine Geschichte:
 
Die Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom heiligen Vinzenz von Paul in Untermarchtal ist eine katholische Ordensgemeinschaft in der Diözese Rottenburg – Stuttgart. Dort in Untermarchtal auf der Schwäbischen Alb betreiben die Barmherzigen Schwestern unter anderem ein Tagungshaus. Vom 28.03. bis zum 30.03.12 hatte ich dort an einer Tagung teilzunehmen. Natürlich war mein erster Gedanke „…und, was ist mit Fußball?“ Atletico Madrid – Hannover 96 , das große Europa League Spiel war für den 29.03. 21.00Uhr angesetzt, Übertragung durch Kabel 1. Es gab im Tagungshaus einen betagten Fernsehapparat, der allerdings nur Sat 1 und damit lediglich in der Lage war, das Schalke-Spiel zu übertragen. Und nun nahm ich allen Mut zusammen und fragte die Barmherzigen Schwestern, ob sie mir in einer zutiefst weltlichen Angelegenheit weiterhelfen könnten. Mit einer nie erlebten Hilfsbereitschaft wurde versucht, mir in irgendeiner Weise – und sei es nur über PC – das Schauen des Spieles zu ermöglichen. Doch leider, nach Stunden der vergeblichen Mühen, das Ende: keine Übertragungsmöglichkeit! Mir war natürlich klar: dieses Spiel musste miterlebt werden, koste es, was es wolle. In Begleitung eines Freundes klapperten wir die umliegenden Dörfer ab. In Munderkingen fanden wir schließlich das WALK IN, eine Kneipe, vor der die Vereinsfahne von Bayern München wehte. Sei´s drum! In der Dorfgaststätte dann das Wunder: In einem riesigen Hinterzimmer hatte der Wirt richtige Ränge aufgebaut, mit Beamer und Leinwand konnten die Spiele hervorragend angeschaut werden. Da wir die ersten Gäste waren, die an diesem Abend Fußball schauen wollten, bekamen wir mit Kabel 1 und der Übertragung des 96er-Spiels natürlich den Zuschlag. Und was für ein Spiel das war!


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