Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

Author Archive:

Jacob Garchik – Assembly

 
 

 
 


Straff swingende Jams, die plötzlich von orchestralen Sätzen oder geräuschigen Einschüben umgekrempelt werden – Jacob Garchik schafft mit einfachen Kniffen von Overdubbing und Postproduktion ein verblüffendes Werk der Kontraste, der Überlagerungen, der parallelen Ebenen, ebenso im Postbop wie in zeitgenössischer komponierter Musik verwurzelt. Faszinierend dichtes und facettenreiches Hörerlebnis. Garchik hinterlässt übrigens auch als Sideman auf Mary Halvorsons „Amaryllis“ einen bleibenden Eindruck!

 
 

William Parker – Universal Tonality
Mary Halvorson – Amaryllis 
Benedicte Maurseth – Hárr
Yui Onodera – Too Ne
Tyshawn Sorey Trio – Mesmerism
Tomas Fujiwara Triple Double – March
Koma Saxo ft Sofia Jernberg – Koma West
Fazer – Plex
Sarah Davachi – Two Sisters
Alexander Hawkins Mirror Cannon – Break a vase

 

2022 1 Dez.

Wer kennt noch Gregors Plattenschrank?

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 

Er öffnet ihn wieder mal, mit gut geölten Scharnieren, aber nicht bei uns (wir können hier nur mit Wiederholungen dienen, unvergessen seine Erkundungen von Zikadenklängen in der Musik), sondern in dem Radiosender, der wie ein alter Piratensender klingt, „Sender Freies Stuttgart“ (vielleicht dümpelt da tatsächlich ein ramponiertes Dampfschiff über den Neckar! Ich will nicht gar nicht wissen, welche Pilze da kursieren!) – und da wir in diesen Tagen einen Blick werfen in die Radiowelten des kommenden Januars, weisen wir gerne darauf hin, dass er gleich zwei spannende Bücher in seinem „Plattenschrank“ besprechen wird, eine zum Buch mutierte, während der Covid-Zeiten geführte, Gesprächsserie zwischen dem Interviewer Sean O‘Hagan und Nick Cave: „Glaube, Hoffnung, und Gemetzel“ (The book focusses on the Birthday Party founder’s response to the death of his teenage son Arthur in 2015, and the grief-wracked trio of albums that followed.). Sowie Patti Smith: „Buch der Tage“. Beide Bücher erschienen unlängst bei Kiepenheuer & Witsch. Am 16. Januar 2023 ist es soweit, um 14.00 Uhr. Bei diesen Büchern läuft Gregs sicher zu Hochform auf. Wo ist eigentlich seine Favoritenliste 2022?

 

2022 28 Nov.

Meeting Mundane Magic, with Sandra Cross

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

„Während einer Zeit, in der ich manchmal zweimal pro Woche von London nach Leicester fuhr, faszinierten mich die Ansagen in den Buffetwagen, von denen ich 2006-7 viele aufnahm. Obwohl die Liste der angebotenen Erfrischungen bei jeder Fahrt in etwa gleich war, gab es individuelle Abweichungen, und auf diese habe ich geachtet. Die Variante schien eine Art und Weise zu sein, in der eine Person ihre Andersartigkeit auf dieselbe Weise ausdrückte wie der Tonfall oder die Lautstärke ihrer Stimme. Unbemerkt klangen manche Arbeitnehmer, als würden sie für eine andere Rolle im Leben vorsprechen. Einige waren ein wenig zurückhaltend, andere offener. Das Essen wurde zweitrangig. Die Aufnahmen wurden zunächst von William English in seiner Sendung „Wavelength“ auf Resonance 104.4 FM gespielt. Während einer Wiederholung der Sendung hörte Jonny Trunk von Trunk Records die Aufnahmen und meinte, er würde gerne eine limitierte Auflage der dreißigminütigen Aufnahmen auf Vinyl herausbringen, was er auch tat. Es folgte eine Cd-Version, ebenfalls für Trunk Records. Als Michael auf diese Aufnahmen stiess, Jahre später, waren seine nächtlichen Klanghorizonte bereits Geschichte, und er schrieb mir, sollte ihm für seine Abendausgabe der „Klanghorizonte“ Ende März 2023 irgendein interessante neues Album, in dem ein englischer Zug eine Rolle spiele, in die Hände fallen, wären meine „MM Bar Recordings“ definitiv Teil der Reise. Schliesslich waren, fügte er hinzu, seine ultimativen „field recordings“ in all den Jahrzehnten, „Trains By Night“ gewesen, made in Britain. Der Sound der Dampflokomotiven 1963-4 in tiefer Dämmerung.“

2022 25 Nov.

„Belfast“ – a memory, a movie, and a book

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 


Back in Belfast. Returning to a city is problematic. Will it have retained its magic? Will the vibe still be there? Were previous visits illusions? Will the breakfast be okay? All is good. It’s Belfast. And everything’s alright. The sky is grey but the air is so fresh you take lungfuls of it, consciously, all the time, just for the fun of it. And sometimes departing a city is problematic – cos you just don’t want to leave. Ever.

– Ian McCartney (2016)

 

 

Was, ein Film über die „Troubles“, und dann lachen da alle auf dem Cover? Was ist das denn für ein Rührstück! Ist gar keins, es ist, ähem, tricky. Und durchaus auch anrührend. Die Kamerafahrten allein lohnen es, sich in dieses kleine Kino-Meisterstück fallen zu lassen. Zum Ende des Jahres hat sich der Film auf Platz 3 meiner Lieblingsfilme 2022 geschoben, nach „Licorice Pizza“ und „Parallel Mothers“. Das zweite Sehen / Erleben (gestern) berührte mich so tief wie das erste. Der Schauplatz und die Atmosphäre: Nordirland zur Zeit der Unruhen („Troubles“).

Man kann das düster und heftig einfangen, oder so, wie es Mr. Branagh angestellt hat, basierend auf seiner Kindheit vor Ort, mit mehr als einem Hauch Wehmut inmitten all des Schreckens. Ein leicht abgefederter Sozialrealismus ist hier am Werke, doch wird die stets drohende Gefahr nie verharmlost, noch eine Pralinenschachtel-Version der „Troubles“ vorgeführt, wie eine Kritikerin bemerkte. Und wenn immerzu geschrieben wird, dass der Film aus der Perspektive eines Kindes erzählt wird, ist dies de facto falsch. Es ist die von einem Erwachsenen erinnerte Version der eigenen Kindheit in Belfast. Es gibt bei Kindern oft, wenn sie nicht vom destruktiven Energien ihrer Elternteile infiziert werden, einen gesunden Eskapismus, wenn sie etwa in die Parallelwelten des Kinos und Theaters eintauchen, und hier geschieht das mal mit James Stewart, oder Raquel Welch, oder in einem alten Weihnachtsstück. Mal herrlicher Blödsinn, mal Einblicke in eine fremde Welt.

Und bei aller Sentimentalität, die einsichtliche Gründe hat: gleich zu Anfang, als Krawalle wie aus dem Nichts ausbrechen, spiegeln sich in dem Gesicht des Kindes pures Unverständnis und Erschrecken angesichts des Tohuwabohus im eigenen Viertel. Das ist auch hart und schmerzhaft (da braucht es keine verblutenden Menschen in Grossaufnahme). Und im Chaos des Showdowns steht später steht dann sowieso alles, was man liebt, auf der Kippe.

Peter Bradshaw schrieb im Guardian zwei sehr kluge Schlusssätze in seiner 5-Sterne-Besprechung: „Es ist nicht ganz richtig, wenn man sagt, dass der Alptraum dieses Films einen Hauch von Unschuld enthält, aber sicherlich einen Hauch von Normalität und sogar Banalität, der seinen eigenen surrealen Ton annimmt. Liebesbriefe an die Vergangenheit sind immer an eine Illusion gerichtet, und doch ist dies ein so verführerisches Stück Mythenbildung von Branagh.“ Die fantastischen Schauspieler, die Regie, die ersten zwei Minuten mit einem betörend inszenierten Zeitensprung, sowie die Songs von Van Morrison, besorgen den Rest. Breathing, organic, overflowing with life.

 

 

Übrigens, wer Gefallen an dem Film findet, dem empfehle ich, in Reihenfolge, die Sean Duffy-Romane von Adrian McKinty. Crime novels placed in the times of the troubles. Der katholische Bulle, Die Sirenen von Belfast und die anderen. Alle hervorragend ins Deutsche übersetzt. Und was seine fulminante Ahnung von Musik betrifft, könnte Adrian McKinty (resp. sein alter ego Sean Duffy) ein Manafonist reinsten Wassers sein.

 

Michael Engelbrecht (2022)

2022 22 Nov.

Alles wird gut

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 

 

Dieses Buch ist kein typisches Kochbuch. Zwischen den 207 Rezepten – vom panierten Wiener Nationalgericht bis zum italienischen Bittergemüse, vom dänischen Weihnachtsessen bis zum asiatischen Katerfrühstück – schreibt Christian Seiler eine Kulturgeschichte des Essens und Trinkens. Christian Seiler feiert das Gelungene, mahnt zum Richtigen, lernt aus dem Scheitern. Grund genug für Michael Engelbrecht, nach einem gastronomischen Trip durch diverse Speisestuben des Landes (von massiv überschätzt über klassisch gut, virtuos inszeniert und schlau vermarktet, bis hin zu simpel guter Currywurst und einem Geheimtipp aus dem nördlichen Ruhrgebiet) selbst zum Kochgerät (und Thermomix) zu greifen, und dieses bald erscheinende Buch unter die kulinarische Lupe zu nehmen. Demnächst.

 

2022 22 Nov.

Kathy

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 3 Comments

 


Dss ist nun mal was für Zeitreisende und Abgrundforscher*innen! Aber hallo! Wer war Kathy Acker? Man konnte sie live im CBGB erleben, wo sie ab und an ihre Texte performte. Sie trat auch mit Hüsker Dü auf. Sie hörte den jungen Talking Heads zu und erlebte Tom Verlaines kurzen Höhenflug mit „Television“. Deren Album „Marquee Moon“ habe sie tausend Mal gehört, sagte sie einmal. Kathy Acker war literarische Erbin von William S. Burroughs und Gertrude Stein, Sexarbeiterin, Streberin nach maximaler Unverschämtheit, und wurde 1947 in ein sanftes Leben in Manhattans East Side hineingeboren. 
Wie viele aufgeweckte, sensible Kinder fühlte sich Acker als Fremde und Waise und – trotz gegenteiliger Beweise – als eine der besonders Unterdrückten und Verdammten schlechthin. Sie machte sich daran, sich neu zu erfinden, während sie langsam ein vitales und subversives Werk schuf, das die Grenzen zwischen Fiktion, Lyrik und Sachbüchern verwischte.

Sie, werte Leserin, werter Leser, könnten sich auch fragen, ob das hier alles wahr ist oder komplett erfunden, ein pures Spiel mit mögliche Wirklichkeiten. Und das Cover der Biografie reiner fake. Aber tun wir mal so, alles wäre real. Kathy war also eine Meisterin darin, sich selbst neu zu erfinden. Muss man dazu die Persönlichkeit wechseln, liebe Uschi, oder nur den Habitus, die persona, David Bowie-like? Ja, ja, es kommt darauf an.

Ein Teil ihrer Neuerfindung war physischer Natur. Zum Leidwesen ihres Freundes schnitt sie sich vor der Punk-Ära die Haare ab; sie war stark tätowiert, lange bevor man das im Einkaufszentrum machen lassen konnte; sie war eine frühe Fitnessstudiobesucherin. Sie trug Leder und war stark gepierct. Sie war dünn, ein Ungeheuer, mit dem man rechnen musste. Ein Beobachter sagte, sie sei wie einer der zum Leben erweckten Replikanten aus „Blade Runner“.

Ein Großteil ihrer Neuerfindung war intellektuell. Acker las alles. „Man braucht Gesetze, die Gesetze des Schreibens, damit man sie hassen kann“, schrieb sie 1979. Sie fühlte sich zu Außenseitern wie Jean Genet hingezogen und zu denen, die wie Alain Robbe-Grillet vor dem konventionellen Erzählen zurückschreckten. Sie mochte die Tüftler, die Diebe und die Elstern, und sie verliebte sich in die lustigen Piraten. Zwei ihrer bekanntesten Bücher tragen die Titel „Don Quijote“ und „Die große Erwartung“. Sie hat Cervantes und Dickens wie mit einer Lötlampe zerlegt und sie (irgendwie) wieder aufgebaut. Ihr Don Quijote wird abgetrieben.

 

„Wenn es zwei Dinge gibt, die man aus „Eat Your Mind: The Radical Life and Work of Kathy Acker“, einer klugen und sympathischen, aber knallharten neuen Biografie des Journalisten Jason McBride aus Toronto, gibt, dann sind es diese. Erstens: Literarische Karrieren werden nicht verschenkt – man muss sie sich verdienen, man muss sie sich erarbeiten. Ackers Arbeitsmoral war gigantisch. Arbeit war ihre Religion. Sie schrieb acht Stunden am Tag, unabhängig davon, was in der Nacht zuvor passiert war, und da Acker impulsiv, ungemein attraktiv und sexuell omnivor war, passierte in der Nacht zuvor oft viel. Zweitens: Acker hat von Anfang an über fast alles gelogen oder übertrieben. Sie führt einen Biographen auf eine lustige Verfolgungsjagd. Es gibt zum Beispiel kaum Beweise dafür, dass ihre Mutter (einer von Ackers Romanen trägt den Titel „Meine Mutter: Dämonologie“) das Monster war, als das Acker sie darstellte. Acker sagte einmal: „Ich bin so queer, dass ich nicht einmal schwul bin.“ 


Viele von Ackers frühen Arbeiten wurden im Selbstverlag veröffentlicht. Sie hatte eine Mailingliste und verschickte ihre Arbeiten als Broschüren. Tagsüber schrieb sie, nachts strippte sie, weil sie pleite war. Andere junge Frauen strippten zu Popsongs; Acker bevorzugte Velvet Underground oder Ornette Coleman. Mit einem Freund drehte sie einige Pornofilme. Ein späterer Sexfilm – geschwätzig, kunstvoll, in bröckeligem Schwarzweiß gedreht – ist heute als „The Blue Tape“ bekannt. Er hat ein kompliziertes Nachleben in der Kunstwelt.

Für eine Kerze, die an beiden Enden brannte, wuchs ihr Ruhm langsam, und sie lernte jeden kennen. Fast jeder experimentelle Künstler, Schriftsteller oder Szenemacher der 1980er und 90er Jahre ist hier vertreten. Sie schlief auch mit fast jedem. Acker liebte Sex; er war ihr wichtig. Sie sammelte Liebhaber, sagt ein Freund, so wie andere Menschen Bücher sammeln. Die Aufnahme neuer Liebhaber nährte und beflügelte ihre Arbeit. Sie erkundete sie, als wären sie neue Städte.

Sie mochte S&M und war eine devote Frau. Sie ging ins Fitnessstudio und schockierte die städtischen Fachleute, indem sie ihre blauen Flecken zur Schau stellte. Ein Liebhaber, ein verheirateter Journalist des deutschen Wochenmagazins Der Spiegel, „zwang“ Acker zum Orgasmus, indem er sie von der anderen Seite der Hotellobby anstarrte. Für Acker war der Ort immer hier, die Zeit war immer jetzt. Sie schrieb, während sie masturbierte, und riet ihren Studenten, das Gleiche zu tun. Ein Freund sagte, dass sie beim Sex wie ein Hund bellen würde. Sie bewahrte Dutzende von Stofftieren auf, die erst weggefegt werden mussten, bevor man mit ihr schlafen konnte.

Sie war launisch, hinterließ unerwartete Schürfwunden und eine Menge Menschen. Sie konnte ihre Gefühle im Handumdrehen zurückziehen, und ihre verlassenen Freunde fühlten sich wie Frösche, die von einem Rasenmäher überfahren wurden. Sie wollte so sein, dass niemand sie verletzen konnte, aber das hat sie nie ganz geschafft.

Ackers Liebhabern fiel ebenso wie ihr selbst auf, dass sie eine Menge Leberflecken und Geschwüre am Körper hatte. Einer entpuppte sich als bösartig. Acker beschäftigte sich seit langem mit der Rückführung in die Vergangenheit und dem Lesen von Tarotkarten, und sie widmete eines ihrer Bücher ihrem Astrologen. Wie zu erwarten war, lehnte sie eine Chemotherapie ab. Sie wählte den alternativen Weg und starb 1997 in einer ganzheitlichen Klinik in Tijuana. Hätte sie weiter gelebt, wäre sie  jetzt 75 Jahre alt geworden, so alt wie Paul Auster und Stephen King.  


P.S. Fünfundzwanzig Jahre nach ihrem Tod erlebt Acker eine Wiederauferstehung. Mehrere ihrer Bücher wurden kürzlich als Penguin Classics neu aufgelegt, womit einer ihrer Träume in Erfüllung ging. Das wäre doch mal eine Biographie für ein manafonistisches Parallelleseabenteuer (running gag!). Dieser Text hier hat sich übrigens Kathys Talent zum Plündern zueigen gemacht, und sich mal masslos, mal paraphrasierend, mal nacherzählend, aber stets reflektiert, mit drastischen Kürzungen und persönlichen Erweiterungen, an einer Rezension der New York Times bedient.

 

(Dwight Garner, Michael E.)

2022 20 Nov.

Im Rausch der Sonaten

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

 

Mozart auf Mozarts Hammerflügel gespielt: Nichts für schwache Ohren – aber Aufklärung kann auch schön sein.

Christine Lemke-Matwey, Die Zeit

 

Wie beim Studieren einer Schatzkarte, funkeln endlos die Details, und tiefer und tiefer gerät man, auf Mozarts uraltem, erstaunlich erhaltenen und restaurierten Flügel, in ferne Landschaften – fündig wird man überall, im Rausch der Sonaten.

Michael Engelbrecht, Manafonistas

 

2022 16 Nov.

Aus einem Interview der NYT

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

 

Interviewer: Along those lines, there’s beauty in FOREVERANDEVERNOMORE, but it’s also deeply sad. Is that an accurate reflection of how you’re feeling about the world?

 

Brian Eno: For me, some of the music is very blissful. The last track is an idea of a kind of future that I would like. Also the track called “We Let It In” is not pessimistic. There is a threat built into it — that low barking sound — but that’s because I can’t conceive of a future where there isn’t a threat. I think we’re in for a hard ride for maybe half a century. Then it will either be the end of civilization or a reborn humanity with a different set of ideas about who we are and where we belong and how we must relate to things in order to survive. So I see a pessimistic short-term future. Not short-term for the person who’s living it but short-term in the history of civilization. Then I see this point at which we either really fail or we start to succeed. I think the succeed side has a very good chance because of the amount of human intelligence at work. There has never been more intelligence on the planet than there is now. Not only because there’s more brains than ever but there are also more augmentations of brains. There are more connections among all these brains. We’re in a sort of intelligence explosion. I hope. It doesn’t always seem like it. No, it certainly doesn’t. [Laughs.]

 

 

 

Das ist so ein Lyrikband, der für mich zu den unvergesslichen zählt. Gedichte, die Matthew Sweeney in dem knappen Jahr geschrieben hat, das ihm zwischen der Diagnose einer tödlichen Krankheit und seinem Tod blieb. Alles kommt vor: die Bedrohung, die Verunsicherung, die Angst, der Tod. Letzterer ist das „dunkle Zentrum“ um das die Eulen und andere Vögel kreisen.

 

 

 

Und oft kommen die Gedichte wie short stories daher, mit einer geballten Ladung Storytelling und raben-, ich darf kalauern, eulenschwarzem Humor. Und letzterer kompensiert im flow der Bilder für den fehlenden Trost eines versöhnlichen Jenseits. Parallel lesenswert: Oliver Burkemans „4000 Wochen – das Leben ist zu kurz für Zeitmanagament“. Ein psychologisch wie philosophisch fundiertes Buch über unseren Umgang mit der Zeit, und wie man selbst ein paar Schalter umlegen kann.

 


Singers & Players: War Of Words
Rockers All Stars: With The Help Of The Father
Rockers Allmighty Dub
Ras Michael: Love Thy Neighor
Niney & The Observer: Dubbing With The Observer
Morwell Unlimited: Dub Me
Militant Berry: Green Valley
Melodians: Pre Meditation
Jolly Brothers: Concious Man
Justin Hind & The Dominoes: Jezebel
Joe Higgs: Life Of Contradiction
Noel Ellis: Noel Ellis

 


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz