Manafonistas

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Archives: Juni 2016

2016 12 Juni

Buried here: Hope and Faith

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Especially today.
 

In seinen Tagebuchnotizen wies Peter Sloterdijk an einer Stelle darauf hin, wie wichtig es sei, den Modus des Konsums zu meiden. Erich Fromm schrieb dazu psychologisch Epochales. Die Kunst des Liebens und Haben oder Sein: Sozialisationsstoff einer ganzen Generation – eine Art Hermann Hesse der Psychologie. Haben oder Sein beschrieb die Dichotomie zweier grundsätzlich unterschiedlicher Intentionen und war durchaus lohnenswerter Lesestoff. Trotzdem begleitete die Fromm-Lektüre stets ein Gefühl des Unbehagens. War es ein subtiler moralischer Zeigefinger, der da störte? In dem Film Alphabet – Liebe oder Angst ist ein anderer Gegensatz das Thema: Drill oder Spiel. Erzählt wird von den schädlichen Folgen leistungsorientierter, fordernder Erziehung und den Segnungen des Spielens. Einige aussergewöhnliche Menschen zeigen, wie sie diese Erfahrung in ihrem Leben beherzigen. Da ist beispielsweise der Pädagoge Arno Stern, in Kassel geboren, in der Nazizeit nach Frankreich geflohen, der in Paris einen Malort für Kinder gründete; da ist sein Sohn Andre, der nie eine Schule besuchte, ein namhafter Musiker und Gitarrenbauer ist und weltweit Vorträge hält über die Vorzüge eines schulfreien Lebens. Da ist sein kleiner Sohn Antonin. Dann ist da der sympathische Pablo Pineda Ferrer, der wohl erste Universitätsabsolvent mit Downsyndrom, ein diplomierter Psychologe und Pädagoge. Sein Motto: entweder ein Leben in Liebe oder in Angst, man hat die Wahl. Die Betrachtung dieses Filmes hatte etwas Befreiendes. Ich träumte in der folgenden Nacht von einem Baby, mit dem ich innig kommunizierte.

 

 
 
 

1. Katja Henkel: LaVons Lied (Wunderlich 2002)

 

Der Roman ist eine Erinnerung an Miles Davis.

Katja Henkel hat verschiedene Jazzmusiker in New York aufgesucht und deren, ihr erzählten Geschichten, zu einer seltsamen Dreiecksgeschichte verarbeitet. Zwei ältere Damen treffen sich in einem New Yorker Café und erzählen in einer Rückblende von 40 Jahren, was sich in den 50 er Jahren in den Jazzclubs in New York abgespielt hat, wer gegen wen gespielt hat und wer überhaupt am besten gespielt hat.

 

Die Leute an den vorderen Tischen drehten die Köpfe, um zu sehen, was da vor sich ging, und hielten den Atem an, als sie den schmalen jungen Mann sahen, der sich mit erhobenem Kopf durch die Reihen schob. In seinem schwarzen Haar, das dicke eingefettet nach hinten gekämmt war, tanzten Funken, die Lippen hatte er verächtlich herabgezogen. Sein schlanker Körper steckte in einem Anzug mit unerhört breiten Schultern, dazu trug er ein Mr. B-Hemd. Seine Bewegungen waren geschmeidig und vorsichtig, als erwarte er jeden Moment angefallen zu werden. Ehrfürchtig machten ihm die Gäste Platz, ihm der eines Tages einer der reichsten Männer im Jazz werden sollte. Der Schlagzeuger, der aussah wie Wie ein Abziehbild von Kenny Clarke, hatte sich aufgerichtet und rief: „Ladies and Gentlemen, please welcome Mr. Miles Davis.“

Der junge Trompeter begann nervös zu lächeln, als wisse er nicht, ob er nun die Bühne verlassen sollte oder ob ihn sein Idol auffordern würde zu bleiben. Doch Miles sprang aufs Podium und ging einfach an ihm vorbei, auf den Schlagzeuger zu. Und bestimmt dachte er in diesem Augenblick auch an Kenny und an Paris … An die Nächte am linken Seineufer … mit Jean Paul Sartre, Albert Camus, Pablo Picasso und Simone de Beauvoir, die alle besessen waren von dieser neuen Musik.

(S.118/119)

 

2. Sibylle Berg: Amerika ( Hoffmann und Camp 1999 )

 

Dieses Buch handelt von „Alltagsbienen“ in ihrer ganzen erdrückenden Kleinbürgerlichkeit, die vom großen Glücksruhm träumen und nicht merken, wie kümmerlich eitle Selbstmacht ist und wie klein der Mensch in der abhängigen Liebe wird. Frau Berg ist ja bekannt dafür, dass sie keine Scheu vor nichts hat. Sie ist so ganz weit weg von einer Frau wie Hillary Clinton. (Warum nicht innehalten und kurz den Song von Johnny Cash’s America anhören: For your lie, you’re gonna cry, cry, cry).

Zurück zum Roman. Er ist ziemlich klug, ja raffiniert aufgebaut.

Sibylle Berg widmet jeweils den in Beziehung Stehenden eigene Kapitel. Für den Leser ermöglicht das eine verständnisvolle, nachvollziehbare Sichtweise der hier aufgeführten, absurdesten Alltagstrübseligkeiten.

 

„Entfernt saß ein Mann, der aussah wie Till Schweiger. Karla starrte ihn an, und der Mann, der aussah wie Till Schweiger, weil er Till Schweiger war, nickte ihr zu. Karla seufzte tief. In Ordnung Till, bald werden wir zusammen drehen, aber nur einmal, hörst du, denn du bist nicht Star genug für mich. Karla schaute die Lichter der Stadt, eine Versammlung unzufriedener Glühbirnen fuer mehr Freizeit und dachte, ich werde ab jetzt ein neuer Mensch sein, und hätte sie diesen Gedanken laut gesagt: I wanna be a star. Wäre aufgesprungen aus dem Flugzeuggestühl, hätte den Satz gesungen, die Bluse runter, die Möpse raus, vom Stewart niedergerungen, angeschnallt, Fäustling in den Mund, Beruhigungsspritze – die Möglichkeiten, von der Normalität in die Unerträglichkeit zu gleiten, lauern überall. Doch selbst mit nackigem Handstand hätte keiner im Flugzeug aufgeschaut, sich gewundert, noch nicht mal gegähnt. Also blieb Karla sitzen und versuchte, ruhig  zu werden.“

(S.45)

 

3. Hans Henny Jahnn: Die Nacht aus Blei  (Hoffmann und Campe 1987)

 

„Ich verlasse dich jetzt. Du musst alleine weitergehen. Du sollst diese Stadt, die du nicht kennst, erforschen.“ Matthieu, der den Kopf gesenkt gehalten hatte, blickte auf. Er erkannte dies: dass es Nacht war – ein schwarzer Himmel ohne Sterne – dass es Häuser gab, gepflasterte Straßen, dass er an einer Ecke stand … Während sein Geist sich anschickte, sich zu wundern, spürte er, dass er unbekleidet war, und in diesem Zustand ein ungehöriger Fleck auf der Straße  war … doch nur ein paar Sekunden lang empfand er diese Nacktheit. Er bewegte die Arme, weitete die Brust. Er lehnte sich rückwärts gegen die Luft, die ihn umgab, und nahm wahr, dass sie ihn stützte. Er erkannte die Gestalt der Stimme, den Körper, der sich noch nicht von ihm verabschiedet hatte.

(S. 247)

 

So beginnt Die Nacht aus Blei, sie ist eine Traumnovelle.

Hans Henny Jahnn war homosexuell, das sei erwähnt, um das Hin- und Hergerissensein der Hauptfigur Matthieu zu verstehen. Matthieu wird an seltsame, logenartig geheimnisvolle Orte ent- und verführt. H. H. Jahnn verarbeitet hier in obsessiv erotischen Schilderungen sein eigenes triebhaftes Wesen. Jetzt, beim zweiten Lesen nach vielen Jahren erinnerte mich die Atmosphäre an den Film Eyes Wide Shut von Kubrick und an erotische Märchen aus fernen Ländern.

2016 9 Juni

Masters of song

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Tzadik III

 

Verpasst! Das Jubiläum! 25 Jahre Tzadik, das wäre 2015 gewesen. Vor ein paar Wochen gönnte ich mir einmal mehr einen wunderbaren Tzadik-Abend, als es mir plötzlich auffiel, Tzadik müsste doch jetzt 25jähriges Bestehen feiern. Zu spät!

Den Gründer des Plattenlabels, John Zorn, kenne ich freilich schon länger: 1991 konnte ich John Zorn das erste Mal in Tübingen hören, er kam mit seiner Band Naked City, dabei waren Bill Frisell, Wayne Horvitz, Fred Frith und Joey Baron. Es war ein wildes Konzert, laut, absolut schräg, unerhört, begeisternd. Bereits 1988 hatte ich die Gelegenheit Naked City in gleicher Besetzung in der Berliner Philharmonie während der Berliner Jazztage zu hören, allerdings nur über das gute, alte Radio. Meine ersten Platten mit John Zorn trugen die Titel The Big Gundown (1985) u.a. mit dem Kronos Quartet, Tim Berne, Bill Frisell, Big John Patton, Toots Thielemans, Vernon Reid, Shelley Hirsch und Spillane (1987) mit Bill Frisell, Albert Collins, Ronald Shannon Jackson, Melvin Gibbs, dem Kronos Quartet und vielen anderen Mitwirkenden.

Aber erst 1995 wurde das Tzadik-Label von John Zorn gegründet. Mit der Veröffentlichung von Kristallnacht, einem Werk, das an die Reichspogromnacht erinnerte, fing alles an. Mit dabei waren damals Anthony Coleman: Keyboards, Mark Dresser: Bass, Mark Feldman: Violin, David Krakauer: Clarinet und Bass Clarinet, Frank London: Trumpet, Marc Ribot: Guitar und William Winant: Percussion. Wurde diese Platte zunächst 1993 auf einem japanischem Label veröffentlicht, folgte dann 1995 das Erscheinen dieses Werkes auf Zorns eigener New-Yorker Plattenfirma Tzadik. John Zorn meinte damals, „zu wenig würde der Beitrag jüdischer Musiker zur amerikanischen Musikgeschichte als jüdischer Beitrag gewürdigt. Zu groß sei die Zurückhaltung, mit der sich Jazzmusiker als jüdisch outen würden: «Die antisemitische Vision jüdischer Omnipotenz kollidiert mit der Tatsache, dass die meisten Juden, die in den darstellenden Künsten arbeiten und sich öffentlich zu ihrem Judentum bekennen, angreifbar und aus dem kulturellen Mainstream Amerikas ausgeschlossen werden». Aufgrund dieser Analyse amerikanischer Musikgeschichte proklamierte Zorn damals eine offen jüdische Musikkultur, die sich selbstbewusst mit den eigenen musikalischen Wurzeln beschäftigt.“ (Jüdische Zeitung 2008)

 
 
 

 
 
 

Vier Platten (über 400 Schallplatten erschienen bisher auf dem not-for-profit, cooperative record label) möchte ich heute aus der Abteilung Radical-Jewish-Culture meinem Plattenschrank entnehmen und dringend empfehlen:

 

– John Zorn: Testament of Salomon (2014) mit Bill Frisell, Carol Emanuel, Kenny Wollesen, die ganze CD ist große Klasse. Leider habe ich sie erst jetzt entdeckt, sie hätte sonst Eingang in meine persönliche Top-Ten-Liste des Jahres 2014 Eingang gefunden.

John Zorn Masada Guitars (2003) mit Bill Frisell, Marc Ribot, Tim Sparks, besonders gefallen mir die Stücke Abidan, Kodashim, Bikkurim und Kisofim.

Great Jewish Music: Burt Bacharach (1997) Do-CD mit Robin Holcomb, Wayne Horwitz, Marc Riboz, Greg Cohen, Dave Douglas, Guy Klucevek, Eric Friedlander, Joey Baron, Bill Frisell, Chris Wood, John Medeski, Billy Martin, Fred Frith, Elliot Sharp, Anthony Coleman, Doug Wieselman, Shelly Hirsch und viele andere.Tolle Stücke: Close to you; Promises-Promises, Freefall und Don´t Go Breaking My Heart.

Rob Burger: Lost Photograph (2002) Rob Burger ist Komponist, spielt Akkordeon und viele andere Instrumente, plus Kenny Wollesen, Greg Cohen . Wunderbare Stücke unter anderem: Inzihuat, Aveenu Malkenu, Ringling Kid und Youkali (von Kurt Weill).

 
 
 

 
 

2016 8 Juni

Van 1973

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„I’m not surprised that people get different meanings out of my songs. But I don’t wanna give the impression that I know what everything means cause I don’t. There are times when I’m mystified. I look at some of the stuff that comes out, y’know. And like, there it is and it feels right, but I can’t say for sure what it means.“

2016 7 Juni

Songs from a Room

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2016 6 Juni

Better than this!

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„I am saddened by the low level to which U.S. politics has sunk. The hate, vindictiveness, personal insults, racism, and pandering — it seems that the worst aspects of the internet have come to life and turned into flesh and blood. The causes are many, but now I’m more concerned about what can be done to turn this around and am hopeful that all Americans exercise their right to vote.“

(David Byrne)

 

davidbyrne.com / were-better-than-this-vote …

 

Ich ist ein Anderer. Ich ist ein Waffenhändler. Dass Rimbaud auch das war, verschweigt die Salonpersonnage, die so gerne das berühmte Zitat auf ihre Kunstkataloge printet oder ganze Seiten darin mit seichten Interpretationen füllt. Warum nicht primärliterarisch vorgehen: „Der Künstler ist der große Kranke, der große Verbrecher, der große Verfemte und der höchste Wissende.“ Das ist eine kluge, genaue Selbstreflexion.

Mit einem Auftrag an die künstlerische Nachhut, die so gerne mit der Banane von Andy Warhol hausieren geht, fährt er fort: „Er kommt an im Unbekannten und selbst wenn er seine eigenen Visionen nicht mehr begreift, so hat er sie doch geschaut. Mag er zugrunde gehen an seinem riesigen Sprung durch die ungehörten und unnennbaren Dinge; andere furchtbare Arbeiter werden kommen und an jenen Horizonten anfangen, wo er zusammengebrochen ist.“ Viele „Abarbeiter“ kamen und saugten sich an seinem Honig satt. Den Beginn soll Van Morrison machen. In TORE DOWN A LA RIMBAUD fabuliert der irische Dichter:

 

Showed me different shapes and colors

Showed me many different roads

Gave me very clear instructions

When I was in the dark night of the soul

 

Folgen soll Bob Dylan, der LES ILLUMINATIONS, das sind 44 Rimbaud Gedichte, wahrscheinlich by heart kann. Inspiriert von dem Gedicht „VILLES“ – Glockentürme verkünden die Gedanken der Völker – dichtet Bobby:

 

Ring them bells ye heathen from the city that dreams

Ring them bells from the sanctuaries cross the valleys and streams

For they deep and wide.

 

Das leidenschaftliche Verhältnis zwischen Paul Verlaine und Rimbaud hat Dylan in den Song gewebt: YOU’RE GONNA MAKE ME LONESOME WHEN YOU GO. Dort singt er triste Wahrheiten:

 

Relationships have all been bad

Mine’ve been like Verlaine and Rimbaud.

 

Dylan’s Symbolkraft und Versrhythmen sind in HARD RAIN ähnlich stark wie in Rimbaud’s „Das trunkene Schiff“. Ein anderer Rimbaudmaniac ist Jim Morrison. Ich stimme dem oft gezogenen Vergleich der beiden Protagonisten – Poet und Rebell – nicht so ganz zu. Rimbaud war sicher ein großer Poet, ein Sprachsinnenverwirrer: „Wie ehrvoll, als das Mädchen, die Süße, die Brüste riesig, die hellen Augensträhle“ …. – aus Au Cabaret-Vert. Dagegen gibt Jim Morrison, der orgiastische Rocksänger, der rockende Jesus am Kreuz, der Sohn des Gottes Pan, den Rimbaud schwärmend in seinem einzigen Liebeslied versinnlicht, wohl eher den Rebell.

WAITING FOR THE SUN ist ungewidmet ein Sehnsuchtsong für Rimbaud. In Charlesville – Mézière, in den französischen Ardennen gelegen, wächst er auf. Hier regnet es fast immer. Nicht jeder hält dieses Klima aus. Ehen werden geschieden, weil der eine Partner lieber ans Meer will. Untreue Liebespaare verstecken sich in den tiefen Wäldern und proben hier ein verändertes Leben. Anrückende Gäste reisen noch in derselben Stunde wieder ab, weil sie Angst vor Depressionen haben. Auch für Rimbaud ist es die grüne Hölle. Immer wieder bricht er aus den Ardennen auf, nach Paris, nach London und später in die weite Welt.

 

Al’aurore, armes d‘ une ardent patience, nous entrererons aux splendid es villes …

 

Sein literarisches Leben ist kurz, er schreibt vom 9. bis zum 19. Lebensjahr. Mit 37 stirbt er bereits. Als Schulbub schreibt er das Gedicht „A la music“. Darin äußert er seinen tiefen Hass gegen das Spiessbuergertum. Heute gleicht der Ort in seiner ganzen Tristesse noch immer dem beschriebenen Bild, es ist grau, feucht und neblig. Nur der Rimbaud-Kitsch strahlt partout. Das hätte dem Geschäftsmann vermutlich gefallen. Zum Abschied gieße ich ein halbes Glas Champagner auf sein Grab, mit der anderen Hälfte proste ich Sloterdijk zu, slantje, du musst dein Leben ändern.

Varèse –

I LOVE Amériques. Love it. I love it the way I love On the Corner by Miles Davis. Or Neonlicht by Kraftwerk (whose only fault is that it doesn’t go on longer than it does). Amériques is mental. Mental. Mental mental, transcendental. If Steve Reich’s (infinitely listenable) Different Trains addresses the psychogeographical effect of moving like a phantom thru railway infrastructure, then Amériques does something more challenging (if less accessible). It takes on the Grid System – where anything can collide with anything at any time. Hadron Collider stylee. Slap bang wallop. Boom.

Better than that, though, is how Amériques does time travel. Few are the works that address the past and future with nonchalance. The future didn’t exist until around the time automation was invented – the mid 19th Century. And there was no real ideation of the past until dinosaurs were invented in 1822, around the same time. Amériques starts primordially. Out of the mist, a city. A city ambiented in the darkness of its own light. Every precious dream and vision underneath the stars. Pterodactyls and yellow taxis. And cold/warm lithogenesis. The rooftops are for dreamers. Varèse looks into and beyond the city. Planets collide, collide, collide.

Neonlicht, schimmerndes Neonlicht.

„I met ayont the cairney, a lass wi‘ tousie hair
Singin‘ til a bairney that was nae langer there
Wunds wi warlds tae swing dinna sing sae sweet
The licht that bends owre aa thing is less ta’en up wi it“

(I met beyond a neolothic structure, a woman with wild hair. Singing to a child who was no longer there. Winds with worlds to swing [i.e. gravity/orbits within galaxies] don’t sing so sweet. The light that covers everything is less taken up with it [i.e.gravitational deflection of light] Where’s your gravity?)

 

Waits:

I’ll Take New York. It’s not about New York, it’s about hell. It’s disturbing and dark as fuck. You can’t help but be drawn in by the character’s weird, tacky idea that the city is the place where dreams will come true. The tacky Coney Island Farfisa is a clue to the fuckedupness of the guy’s dream, where light doesn’t look like light – his imagination can’t light up a turnip, never mind a sidewalk. But you go along with it, just to see what happens.

Waits‘ genius here is in the telling, He has to go with the character otherwise the narrative is banjaxed. So there’s no judgement or moralising or social realism. There is no gravity, no New York, just a dream dwarfed by a reality it will never meet, hubris too big a word, dream too big a word. A swerve into the unlightest bible unlight, a void.

But what I want to know is: did Tom Waits intentionally reference Varèse here? Because I’ll Take New York and Amériques both have heart and neither of them really let daylight in. You could see F. W. Murnau in the background, laughing.


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