Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Januar 2016

2016 9 Jan.

Partial shelfie (film)

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2016 8 Jan.

One for my „shelfie“

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Mostly it´s great to have a look at our blogroll. You can read Karl Hyde´s photo-diary daily and sometimes the Exsurrealist has posted a new one-picture-story. At 33 1/3 I spotted this book. It arrived yesterday.

 
 
 


 
 
 

After reading it a few minutes I am enthusiastic about it. After an hour even more. In 13 chapters (from 1 to 33 1/3, which follows 12) various music journalists write about topics like the album review, the live review, track-by-track, analysis, the artist-interview, personal essay or blog-piece (!). Between the chapters there are so called „go-betweens“ with offbeat-advices, lists of sources and desert island discs and discussions about whether you need to know how to make music to write about it, how to make contact or where to find inspiration. I find inspiration from many sources, says Joe Bonomo, essays, memoirs, songs, abandoned buildings, movies, road trips. Bryan Charles counters: I´m not a great believer in inspiration. It´s really a matter of getting your ass in the chair every day. What I liked most are the „writing prompt“ chapters with their writing suggestion. Hope to surprise you with the one or another exercise within the next few weeks or months.

You don´t know what a shelfie is? In March 2014 Jazz critic Ted Gioia published a blog post titled „Music Criticism Has Degenerated Into Lifestyle Reporting“ which you can read here. Within the following twitter debate Ted Gioia tweeted a photo of his bookshelf to demonstrate he was well-read. Others followed. The term „shelfie“ was born.

The rewards for writing about music? The only reward you can ask from writing is the chance to keep doing it.

New York, Gaslight Café, 1961. Da versammelt sich das Publikum für Folksongs in einer Zeit, bevor Bob Dylan die Bühne betrat. Der junge Llewyn Davis singt ein Lied vom Gehängtwerden. Erste Versuche, sich als Solist zu behaupten. Sein Partner, mit dem er eine Platte gemacht hat, hat sich von der George Washington Bridge gestürzt. Jemand will Llewyn sprechen, draußen. Der Mann verwickelt ihn in ein Gespräch und schlägt auf ihn ein. Warum wird ein Folksänger verprügelt, so wie es Dave Van Ronk passierte? Das war die Ausgangsfrage, die die Coen Brüder beschäftigte und die zu dem Film „Inside Llewyn Davis“ führte. Auch wenn in diesem Film niemand eine Jeans trägt: Die Schwierigkeiten für junge Künstler sind zeitlos. Es geht darum, die eigene Stimme zu finden, und einen Platz in einem Geschäftszweig. Es geht immer um Geld, das nicht da ist, das die Arbeit aber erst ermöglicht. Da sind die Eltern des verstorbenen Freundes, die Llewyn ab und zu auf ihrem Sofa schlafen lassen. Da ist die heimliche Exfreundin, die jetzt doch heiraten und eine Familie gründen will. Llewyn steht völlig allein da, seine ältere Schwester hält ihn von seinem Neffen fern, sein Vater verliert das Gedächtnis. Die Kunst scheint der einzige Ausweg für ihn, es ist genau das, was er will: seine traurigen songs. Llewyn sucht einen Produzenten, von dem er hofft, dass er ihn aufbaut: Bud Grossman in Chicago. Die Mitfahrgelegenheit mit einem selbstherrlichen alten Jazzmusiker und dessen schüchternem Asistenten, dem man auch die Rolle des Geliebten zutraut, gerät zu einem wunderbaren eigenen Roadmovie-Kurzfilm zum Thema Machtausübung, mit kaurismäkihaften Zügen. Manchmal gerät der Film zu slapstickhaft. Ein schräger Humor, der wahrscheinlich als Gegengewicht zu den existenziellen Themen gedacht ist. Die witzigste musikalische Stelle ist die Aufnahme des Songs eines Raumfahrers „Please, Mr. Kennedy“. Und wenn Sie den hier anhören, achten Sie auf die Veränderung im Gesicht von Llewyn, als er erfährt, wer das Stück geschrieben hat. Try something new, something old. Plötzlich bieten sich im Leben ganz andere Möglichkeiten, auch im eisigen nordamerikanischen Winter. Llewyn aber ignoriert auf der Rückfahrt eine Autobahnausfahrt, die der Weg in ein anderes Leben hätte sein können. Am Ende des Films sind wir wieder am Anfang, aber wir wissen mehr.

 
 
 

 
 
 

 

2016 7 Jan.

Paul Bley ist mit 83 Jahren gestorben

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Gerade höre ich Eddy Louiss & Michel Petrucciani live at „Petit Journal Montparnasse“ und lese nichts Böses ahnend die SZ, da werde ich auf einen Artikel aufmerksam („Ein paar Töne bleiben zurück und schauen sich um“) und denke, nanu, was wird das sein, lese weiter und … „Vom unerhörten Reichtum musikalischer Möglichkeiten: Der kanadische Jazzpianist Paul Bley ist mit 83 Jahren gestorben.“ Ich bin schockiert. Schon lange habe ich nichts mehr von meinem Lieblingspianisten gehört oder gelesen. Vor gar nicht langer Zeit habe ich hier auf manafonistas.de sein musikalisches Werk, seine Schallplatten vorgestellt. Von niemandem besitze ich mehr Tonträger als von ihm, Paul Bley. Ich trauere um Paul Bley. Bereits am letzten Sonntag verstarb dieser Ausnahmepianist.

Uwe Meilchen schrieb am 2. Januar, dass er am ersten Tag des Jahres Tabula Rasa und Adam´s Lament von Arvo Pärt gehört habe, beide Werke habe er sich bei einer ECM Adventskalender-Aktion gekauft. Zweierlei fällt mir dazu ein: das war doch eine richtig schöne, ja liebevolle Aktion von ECM, zum einen war es ja wirklich spannend, was sich hinter der nächsten Tür verbergen würde (was für eine kindliche Freude!), zum anderen gab es an manchen Tagen noch eine tolle Überraschung auf die Bestellung oben drauf. So habe ich Arvo Pärts Passio und Tabula Rasa als MC bekommen. Da war die Freude natürlich groß, ein Grund mehr den alten, hochwertigen Kassettenrecorder von AKAI wieder anzuwerfen. Wo gibt es so etwas, da werden die Lager einer Firma geräumt und die Musikkassetten nicht um 50% verscherbelt, sondern verschenkt. Uwe hat mich nun allerdings außerdem auf die Idee gebracht auch meinerseits, von meiner ersten Platte, die ich im neuen Jahr aufgelegt habe, zu erzählen. Es mag verrückt klingen, andere reden über letzte Musikstücke, die ein Mensch in seinem Leben hört, nun meine ich, über erste Musikstücke im neuen Jahr schreiben zu müssen. Okay, das alte Jahr verging mit dem Lauschen der letzten Minuten des Deutschlandfunks auf der Mittelwelle. Als angemessene Hörquelle habe ich mir meine Musiktruhe Nordmende Arabella Stereo aus dem Jahre 1958 ausgewählt. Und tatsächlich, die Mittelwelle wurde abgeschaltet. Das neue Jahr sollte nun mit einer ganz besonderen Platte eingeläutet werden, der einzigen Langspielplatte, die ich mit voller Absicht zweimal besitze: Sgt. Pepper´s Lonely Hearts Club Band.

 
 
 

 
 
 

Ich besitze das Original aus dem Jahr 1967, das mir so wertvoll ist, das ich es nur äußerst selten auflege, normalerweise höre ich eine spätere Wiederveröffentlichung. Nächstes Jahr wird sicherlich auf allen Kanälen über diese Platte vieles zu hören und zu lesen sein, denn dann wird die Scheibe 50 Jahre alt. Am 26. Mai 1967 wurde die Platte veröffentlicht. Mir ist noch gut in Erinnerung, dass diese LP ganz oben auf meiner Wunschliste stand – aber 21,00 DM, das war für einen Schüler ein großer Batzen Geld. Entgegen kam mir, dass ich in jenem Jahr von einem Schulfreund in den Sommerferien auf dessen Bauernhof eingeladen worden bin, dort mithelfen konnte und mich am Ende meiner Zeit dort über 20,00 DM als Dankeschön freuen konnte. Die Kohle war kaum in meiner Hand, da war es auch schon ausgegeben, eben für Sgt. Pepper’s Lonely Hearts Club Band von den Beatles. Der erste in der Klasse zu sein, der diese Platte sein eigen nennen durfte, war ein schöner Nebeneffekt. Die Musik hat mich umgehauen und noch heute gehört diese Platte zu meinen 20 Lieblingsplatten. Ein angemessenes Einläuten des neuen Jahres 2016, finde ich.

 
 
 

 
 
 

Übrigens gibt es ein schönes Büchlein aus dem Wagenbach-Verlag über diese Beatles-Platte: Walter Grasskamp – Das Cover von Sgt. Pepper. Eine Momentaufnahme der Popkultur.

 

Ich mochte die sehr junge Joan, hier auf einer Zeichnung von der Doppel LP Any Day Now. Sie singt glockenhell Bob Dylans gepresste Songs. Und ich mag die alte Joan, die immer noch sehr klar singt. Besonders schön anzuhören: „La Canzone di Marinella.“ Das Lied stammt ursprünglich von ihrem italienischen Gesinnungsgenossen Fabrizio de André. Sie singt es inbrünstig, ihre Mutter kam aus Edinburgh. Da will ich jetzt hin.

 
 
 

 

2016 5 Jan.

Alben 2015

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Möchte mich nun in 2016 mit den Alben 2015 einführen. Freue mich, ab nun dabei zu sein:

 

01  Pere Ubu – Carnival of Souls

02  The Fall – Sublingual Language

03  Giant Sand – Heartbreak Pass

04  Laurie Anderson – Heart of a Dog

05  Sufjan Stevens – Carrie + Lowell

06  Modest Mouse – Strangers to Ourselves

07  Lydia Lunch Retrovirus – Urge to Kill

08  Motorpsycho – The Death Defying Unicorn

09  Wire – Wire

10  Joanna Newsome – Divers

11  Toroccorot – Instrument

12  Max Richter – Sleep

13  Max Richter – From Sleep

14  Lambshop – Mr. M

15  Townes van Zandt – Documentary

2016 4 Jan.

Salford Manhattan

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At 168.8 metres, the Beetham Tower is the 12th tallest building in the UK. Here’s how it looked on 3rd January 2016 from a street in Salford. From this angle, The Beetham Tower looks a bit like a USB memory stick. And shorter than a traffic light that is throwing psychedelic spangles into the mystical, invincible Lancashire grey. It was so grey in the north of England today, they had to cancel the trains in Cumbria. In the Sellafield Hauptbahnhof, there were only steampunk nuclear buses. Low on km/h but high on Geiger fizz.

Silk Flowers may or may not have been the 12th tallest rock group* from Manhattan. These things are difficult to ascertain. Not as tall as a traffic light anyhow. Here is how they sounded, 5 or 6 years ago. I wish I could sing like that, I tell ya!
 
*Rock group is a misnomer.

Unter welchem Namen ich vorgestellt werden möchte? La Loca. The only one. Ewiger Nomade. Sometimes, Los Angeles. Ein Flügel, aufgelöst im Licht. I just want to play with you. Theoretisierend einen Rausch zu entfesseln. An deine Sprache zu glauben. Das Gleichgewicht kippt. Und dann: Die Geschichte einer Pause. Reflecion in how we speak to each other. Verwundbar, Phantome der Freiheit. Als sollte das Lied herausplatzen aus mir, ohne Rücksicht darauf, ob es das Lied eines anderen / dahin. schwenkten dann und kreuzten sie, als wären sie ein in tausend Schnipsel zerschnittener Körper. Real audio: Und die Formen des Regens [et al.] de la nuit. Der Raum der Trommel. Ich lese nur noch wenig Romane. You lost your little boats. Boxkampfsplitter, wilde Kalligraphie. Vor langer Zeit, und im Süden ein Teil davon sein, eine sanfte Entgegnung. Dein Leben kann das Niveau deiner Arbeit verändern.

Loop me in. I am a looper. This could have been the first two sentences of a sometimes mentioned book which will never be published. Lajla´s words. Black marks. At the flea market you recognize him by his white rain coat. Ego Dumping. Cosmetic psychiatry. I entered the students´ self-organized coffee-bar in a white rain coat ´cause I wanted to see him again. He had black hair and a plaid dish towel thrown over his shoulder. I supported him serving the guests. We did not get money for this. We did not talk. We never talked much. Sometimes it´s not a world for words. My name is Williams. I am a looper. I do not repair things. I do not need sundays. Those days I did not write in my diary. Sometimes I used to visit a flea market, hand in hand with my beloved. This is a real story. I am a looper or a collector of sounds and old fashioned devices. My name is Basinski. This is a letter to Tom. Last night I was drunk and I took an Edding and wrote on a lamppost. I was here until my rain coat got black. To think and to forget is the same.


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