Manafonistas

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Archives: September 2015

2015 10 Sep.

I said Americano

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WHICH WAY. The title of one of the songs of Richard Hawley’s new album HOLLOW MEADOWS. A bit more energetic, that track, but even the electric guitars somehow glow in blue velvet. Playing a soft wild card for some seconds. And some more seconds. Hawley looks on the cover like a time traveler from early rock’n’roll-ballad days. Retro is  his second name, but he makes a lot of good choices here: a vibe of Fairport Convention here, some Renaissance memories triggered, too. Renaissance, the band, my friend, not the era. There’s a lot of variety in his zigzagging along long gone decades. I learned the word zigzagging (is it zig-zagging or zigzaging? It’s certainly not zigzaging) from a Robert Wyatt-song on DONDESTAN. Was it DONDESTAN, was it SIGHT OF THE WIND? Yesterday’s newspaper was zigzagging, zig-zaging (no!), zigzagging  through the air, like a game of the wind. A word that creates a kind of vertigo. The outskirts of time, a recurring theme in Hawley’s HOLLOW MEADOWS. He sits in a corner of the cafe, in an old Sheffield district, worn-out, kind of rotten. Of course, there’s a ballroom around the corner. I’m there, too. I’m living in these songs tonight. Do you remember the magic of meeting a strange woman under circling lights, neon with a nostalgic touch, and not asking for a coffee, or a minute, but just for a good fuck? You say it with all your heart, so there’s nothing wrong with that. One of the things I’ve never been afraid to ask (well, after I turned 28). Some say no, some say yes, some say 100 dollars. So I slept with about 175 women. With a lot of Brian Eno in the background. Music for sexual healing. Music for indoor sports. Music for aspetic toilet rooms at airports. Music for films. And, yes, I varied the question. I said coffee, or mocca, or Americano, I said green tea, I said Sex on the Beach, I said Caipirinho. And I said: girl, I prefer to be fucked east of soft core, take me hard. And I said ice cream, and I said whisky bar.

2015 10 Sep.

Behind The Glass

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2015 9 Sep.

Sleep

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„Regarded as eight plus hours of ambient drift, it also grows into a piece of considerable emotional weight. It becomes a meditation upon our being alive, of our continuing to breathe as the world rumbles continuously in our absence. This is music that might best be experienced in a flickering semi-conscious state, those parlous and fraught seconds in which a gaping void is glimpsed in tiny flashes before cognition vanishes without warning to be replaced by emptiness. Although Max Richter created Sleep so as to soundtrack the ideal period of rest, any live performance of it will doubtlessly be a richly immersive and moving experience.“

(thequietus) 

 

 
 
 

Es gibt Schriftsteller, die immer wieder über ihre Mutter geschrieben haben. Peter Handke hat in den verschiedenen Sprachexperimenten versucht, die Mutter zu bewältigen. In Wunschloses Unglück ordnet er sein Innenleben mit diesen Sprach- und Schreibversuchen. In Immer noch Sturm gewinnt er durch eine stark erinnnernde Erzählform eine große Nähe zur Mutter.

Peter Schneider lässt eine Freundin nach seiner Mutter forschen und ist beim Schreiben des Buches Die Lieben meiner Mutter darüber erstaunt, dass seine Mutter sich Freiheiten nahm, die vor der „Satisfaction-Generation“ möglich waren.

Jetzt habe ich Die Bilder meiner Mutter von Stephan Wackwitz gelesen.

Wer in seinem literarischen Text The Allman Brothers hebend erwähnt, hat schon im Nu die Aufmerksamkeit meiner Synapse angeklickt.

Stephan Wackwitz ist Jahrgang 1952. Er ist ein Goethe Kollege, den ich leider nie getroffen habe. In seinem neuen Buch beschreibt er seine Mutter, die ihren Sohn „schenial“ findet. Es wird Schwäbisch geschwätzt, Wohnort ist Stuttgart. Die Mutter fertigt Mode-Illustrationen an, die im Buch zu bewundern sind. Sie war eine sehr begabte Zeichnerin, hätte sich selbst aber nicht als Künstlerin bezeichnet. Wackwitz beschreibt mit einer exklusiven, hohen, deutschen Sprache die Mutter in ihrem Umfeld und insbesondere seine Beziehung zu ihr.

Dieses Buch hat in mir schlafende Hunde geweckt. Man mõchte der toten Mutter in den Himmel hinein nachrufen:“ Warum hast du nicht mehr aus deinem Leben gemacht?“

 

Hier eine kleine Leseprobe als Anregung zum eventuellen Lektürevollzug:

Meine bastelnde Annäherung an die technische Moderne ermöglichte mir, am Rand meiner Kindheit, das verlorene Gleichgewicht aus Autonomie und verschlingender mütterlicher Liebe unabhängig von meiner Mutter zu rekonstruieren und in mein späteres Leben hinüberzuretten – in einem Medium, das weit genug entfernt war von der Kunst. So wurde Radiobasteln zu einer Vorform meines lebenslangen Kunstanschauens, Musikhörens und Schreibens … Und es ist kein Zufall, dass der erste Hit der Beatles mit dem Refrain „She loves you yeah, yeah, yeah“, der die Welt damals für jeden und jede, die ihn einmal hörte, für immer verwandelt hat …

  1. Sons of Anarchy
     
    (for those who like William Shakespeare and terrific extensions of film noir themes)
  2.  

  3. Justified
     
    (for those who like Elmore Leonard, and deep drama in the hinterland)
  4.  

  5. True Detective
     
    (for those who like Albert Camus, and a soundtrack adding another dimension)
  6.  

  7. Fargo
     
    (for those who like Fargo, the movie, and Billy Bob Thornton, the actor)
  8.  

  9. The Red Road
     
    (for those who like Alfred Hitchcock and Joe R. Lansdale)
  10.  

  11. Banshee
     
    (for those who like Quentin Tarantino, and the rib eye steak bloody)
  12.  

Dass ich das Buch nicht nach 100 Seiten in den Müll geschmissen habe, liegt daran, dass ich es als Hörbuch in meinem Postkasten vorfand, als Besprechungsexemplar. Und so liess ich mich auf langen Autofahrten von drei Frauenstimmen begleiten, die mir alsbald ähnlich auf die Nerven gingen wie die Story selbst. Hanebüchen von vorne bis hinten. Ich dachte, da kommt noch was, aber da kam nur stets das gleiche, und gewiss kein einziges Überraschungselement. Entwickelt wird alles aus drei weiblichen Erzählperspektiven. Es geht um drei marode Beziehungen, um eine verschwundene Frau, und um eine Alkoholikerin, die ganz langsam aus ihrem Dämmer erwacht, und einem mutmasslichen Verbrechen auf die Spur kommen möchte. Jeder Leser mit einem IQ ab 99 wird nach etwa der Hälfte der Buches den Mörder erkennen, nebenbei ist das Buch unendlich zähflüssig geschrieben, dreht sich endlos um eine Handvoll Erinnerungslücken und zunehmend sich ankeifende Lebenspartner. Wieso ist so ein billig konstruiertes Buch ein Mega-Bestseller? Selbst die Filmrechte sind schon verkauft. Hier werden Rachefantasien ausgelebt, unterdrückte Frauen laufen in dem Roman zu grosser Form auf, und peinigen den Mörder am Schluss noch ganz perfide. Eine Frau ist meistens besoffen, eine traumatisiert, und eine vorrangig naiv. Ein geistesschwaches Machwerk, gegen das die Durbridgekrimis der 60er Jahre wahre Psychoschocker waren. Ich habe Sie gewarnt! P.S.: Gab es etwas vergleichbar Blödsinniges in letzter Zeit im Fernsehen? Ja, den jüngsten „Tatort“ aus Zürich! Der kann da locker mithalten. Der Killer hatte wahrscheinlich fünf Wochen vor dem Spiegel seinen schwitzenden Peter Lorre-Gedächtnis-Blick geübt, und was der Drehbuchschreiber beim Verfassen des Skripts so alles zu sich genommen hat, kann man nur erahnen. P.P.S.: Ach ja, das Buch heisst GIRL ON THE TRAIN, und ist von Paula Hawkins geschrieben worden.

2015 8 Sep.

Milngavie

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Schottische Woche?

Das hatte ich nicht erwartet: der Schotte auf dem Bild ist ein Rumäne; der Dudelsack, den er spielt ist eine Trichtervioline. Ich kannte das Instrument vom Hörensagen, von irgendeinem Bild, möglicherweise hatte ich es im Radio schon gehört – lange ist das her. Aber live? Unerhört. Da musste ich stehen bleiben. Der West Highland Way läuft mir nicht davon …

Der drahtige, spröde Sound hatte seinen Reiz. Unter die fremden Melodien mischte sich Bekanntes, ein paar Zeilen aus einer Liszt’schen Ungarischen Rhapsodie, auch Kinderliedlein, die Béla Bartók in seiner vierteiligen Sammlung Gyermekeknek (For Children) bearbeitete – eine Sammlung für Anfänger des Klavierspiels.

Da holt mich beim Zuhören die Vergangenheit ein: der Großvater meiner ersten Freundin war zu Besuch. Er lebte als Kind in Siebenbürgen. Nach dem Kaffeetrinken spielte ich ein paar Stücke aus Bartóks Gyermekeknek. Da begann der alte Herr kräftig mitzusummen. „Sie kennen Béla Bartók?“ wunderte ich mich. „Nein, nein! Aber das haben wir als Kinder gesungen.“

Mit dem Trichterviolinisten habe ich mich ein paar Minuten unterhalten. Ich glaube, meine Augen haben geleuchtet – das konnte ich nicht sehen, aber in seine Augen habe ich geschaut.

So, jetzt muss ich den Rucksack aufsetzen, West Highland Way, Mai 2015.

 

 
 
 

Are the Sons of Anarchy really anarchists?

How does their relationship to their bikes help to shape the Sons’ moral code?

Does membership in the MC tend to foster virtue or vice?

How do the club’s practices and moral code make it like a religion?

 
 

FX’s hit television series Sons of Anarchy draws viewers into the morally ambiguous world of a close-knit outlaw motorcycle club, where standard societal conventions and authority are shunned and replaced with a moral framework based on the bonds of brotherhood, family, and community and where members frequently war with other outlaw groups and the federal government to protect their interests and those of their home base, the town of Charming, California.

Featuring essays by philosophical fans of the show and drawing on the ideas of some of history’s greatest philosophers, including Plato, Aristotle, Machiavelli, Hobbes, Marx, and Nietzsche, Sons of Anarchy and Philosophy digs deep into the moral and political aspects of life in the MC – the ethics of loyalty, honor, and revenge, individual and group identity, the morality of war and terrorism, political authority, and religion. Interesting book.

Key Phrases: „I take care of my family“ / „Shit“ / „This won’t happen“ / „I’ll fix it“ / „I love you, brother“ / „…, I’ll kill you“ / „Holy shit“ / „Have a minute?“

2015 8 Sep.

Cheers!

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2015 7 Sep.

The Football Temperance Train

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