Manafonistas

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Archives: März 2014

2014 19 März

Neunzehn Drei Vierzehn

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Die WDR Jugendsendung „Mixed Media aus Soest“ kannte ich bisher nicht; aber die Ausstrahlung lag auch weit „vor meiner Zeit“. Haette auch nie gedacht dass CAN und KRAFTWERK seinerzeit in Soest Station gemacht haben !

In Anbetracht der Tatsache dass dererlei Aufnahmen selten im Fernsehen zu sehen sind: Vormerken !
 
Sonntag auf Montag, den 24.03.2014
WDR Fernsehen
01.15 – 02.05 Uhr
From The Archives: Kraftwerk
(Soest, 1970, Mixed Media Show)

 
Sonntag auf Montag, den 31.03.2014
WDR Fernsehen
00.15 – 01.40 Uhr
From The Archives: Can
(Soest, 1972, Mixed Media Show)
 

 

 

 

 

A wonderful conclusion of MOJO‘s review of Lambchop‘s new album, out on Friday.

 

2014 18 März

Eine Mail von Nik Bärtsch

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2014 17 März

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1) Brian Eno: Music For Films
2) Eleni Karaindrou: Music For Films
3) Ennio Morricone: The Best of Ennio Morricone
4) Nino Rota: Amarcord
5) Meredith Monk: Book of Days 
6) Angelo Badalamenti: Twin Peaks
7) Ry Cooder: Paris, Texas
8) Miles Davis: Ascenseur pour l’echafaud
9) Roy Budd: Buddism
10) John Carpenter: The Fog
11) Neil Young: Dead Man 
12) Giya Kancheli: Themes from the Songbook
13) Gato Barbieri: Last Tango in Paris
14) Andrej Dergatchev: The Return
 
 
 

 
 
 

Zu, Beispiel Nr. 12: Der Komponist Giya Kancheli hat mit seinen symphonischen und kammermusikalischen Werken viel Anerkennung erfahren. Dass er seit langer Zeit auch Film- und Theatermusiken geschrieben hat, ist bis zru Veröffentlichung dieser ECM-Produktion weniger bekannt gewesen. 2009 veröffentlichte der Georgier etliche dieser Kompositionen unter dem Titel SIMPLE MUSIC FOR PIANO – 33 MINIATURES FROM MUSIC FOR STAGE AND SCREEN. Einfache Musik für Klavier. Ein Nebenwerk, eine Fingerübung, eine Erholung vom anstrengenden Komponieren der tiefernsten Musik? Barer Unsinn, solche Gegensätze aufzumachen – manches Thema aus einer Filmmusik fand sich auf einmal im sog. seriösen Terrain wieder. Als der Musikproduzent Manfred Eicher dieses SONGBOOK in die Hände bekam, nahm langsam eine Idee Gestalt an. Altvertraute von Kancheli, der Violinist Gidon Kremer und der Vibraphonist Andrei Puskarev, studierten dieses SONGBOOK so eingehend und einfühlsam wie der Bandoneonist Dino Saluzzi. In Aufnahmesessions in Oslo und Riga entstand eine neue Version dieses Liederbuches, als Solo, Duo, oder Trio. Zuweilen hört man Gidon Kremer im innigen Dialog mit der eigenen Violine. Alte Themen, das Leben im Exil, der Verlust von Heimat, sind im georgischen Kino wiederkehrende Themen und prägen den in sich gekehrten Grundton der Musik. Diese Art der Melancholie lässt jede Eintönigkeit vermissen und überrascht mit vielen Facetten: man sehe sich nur Tenigiz Mirzashvilis zauberhafte Winterlandschaft auf dem Cover an, und bekommt sogleich eine Ahnung von all der hier wehenden Transparenz. Oder man führe sich Fellinis Worte vor Augen: „Der georgische Film ist ein eigenartiges Phänomen: speziell, philosophisch leicht, und zur gleichen Zeit kindlich rein und unschuldig. Da ist alles enthalten, was mich zu Tränen rühren kann, und das ist nicht so leicht.“ Diese vom italienischen Meister angesprochenen Ebenen spielen gewiss auch in die Musik hinein, genauso wie uralte georgische Folk-Traditionen mit ihrem ganz eigenen „Blues-Feeling“. Was das Ganze nun so betörend macht, ist nicht zuletzt der feine Spannungsbogen, der diese zwanzig ausgewählten Kompositionen durchzieht. Scheint sich in einer Passage aller Feinsinn in Luft aufzulösen, in reines Schweben und Fortschweben und Verschwinden (das zu belauschen allein, stellt ein großes Vergnügen dar!), sorgen kurzerhand kleinste Dynamiksprünge, scharf intonierte Klangfiguren, minimale Melodiefiguren (die einen potentiellen Ohrwurm nie bis zur Ermüdung auskosten, sondern nur beiläufig einstreuen!) für eine erneute Schärfung der Sinne.

Es passiert manchmal.
 
Dass etwas anders ist als sonst
Dass etwas fast unscheinbar daherkommt und man unversehens tief im Feuer sitzt.
Dass etwas geschieht, was man sich so noch nicht vorstellen konnte
Dass man es auch hinterher noch nicht so recht fassen kann
 
All das und einiges mehr geschah gestern beim Konzert des Quartetts von Bassist
Eric Revis.
 
 
 

 
 
 

Wer würde auch schon auf die Idee kommen, ausgerechnet diese beiden Saxophonisten zusammen in einer Gruppe spielen zu lassen … wo beide über ihre eh schon wunderbaren Grundqualitäten und Ausdrucks tiefe hinauswachsen können … wo beide Stimmen so selbstlos verschmelzen
 
 
 

 
 
 
Es passiert manchmal.

Dass eine Gruppe Musiker so ökonomisch, kontrastvoll, expressiv und mit solch wahrhaftiger Wirkkraft spielt.
 
 
 

 
 
 
Darius Jones setzt den Schlusspunkt!
 
 
 

 
 
 

 
 
 
Es war, wie man entnehmen kann, ein Ausnahmekonzert (für mich). Ein Konzert, wo sich viel Wertvolles zu einer wirklich neuen Qualität fügte. Zum Album der Gruppe HIER auf Manafonistas.
 
 
Alle Photos © FoBo – Henning Bolte
 
Dies war jetzt auch eine Übung im Umgehen von ex negativo (nicht …, sondern …., ohne zu …. etc.) und cum superlativo (beste …, grösste …, schlaueste … etc.) Stilfiguren sowie Ausdruckskautschuk (nahtlos, organisch, perfekt etc.).

 

 
 
 

Es gibt ja Hypothesen darüber, wieso etliche Teenager einst vom Free Jazz infiziert wurden, genauso wie von den in ihrer Harmonik und Melodik viel versöhnlicheren Ausbruchskünstlern der Pophistorie – von den ersten Schlägen des Mercy Beat bis zu den Ausläufern des Laurel Canyon. Manche bekamen halt früh Joachim Ernst Berendts Jazzbuch in die Finger, und erhielten so eine spezielle Geschichtsstunde in Sachen 20. Jahrhundert. Aber das funktioniert dennoch jenseits aller Systematik: einige meiner ganz frühen, freien und nicht so freien Jazzplatten hiessen, in meiner leicht schwebenden Erinnerung, Ragtime Roll Piano Classics, Sart, Third, Bremen/Lausanne, Infrared (das Dave Pike Set war durchaus bekannt in Jazzdeutschland, und ich erlebte den ersten oder zweiten Auftritt des neu hinzugekommenen Bassisten Eberhard Weber im Dortmunder „Domicil“, und die staunenden Blicke des  Gitarristen Volker Kriegel auf der kleinen verrauchten Bühne), Tryptikon, und This Way Out. Letzteres Werk ist meine Lieblingsplatte (ein Doppelalbum aus dem Hause MPS) des Pianisten Joachim Kühn. Als ich zuletzt im Deutschlandfunk Bert Nogliks Beitrag zu Kühns Birthday Edition anmoderierte, wollte ich den nüchternen Fakten noch etwas „storytelling“ hinzufügen, und irrte leicht, was den genauen Titel und die genaue Besetzung anging. Irrte aber nicht, als ich erzählte, dass hier etwas Gefährliches im Spiel war, eine Sprengkraft, während uns im Musikunterricht Der Freischütz angedient wurde. Ich habe noch heute den muffigen Geruch der Musikaula des Max-Planck-Gymnasiums in der Nase. Solche Fehler passieren mir selten, und schon gar nicht mit Lieblingsplatten. Zu meiner Entschuldigung sei gesagt, dass die vielgespielte Zaubermusik (mit dem grossartigen Gerd Dudek, dem famosen Peter Warren und dem einzigartigen Daniel Humair) bei irgendeinem Umzug verloren ging, und sich die Musik einen unendlich kleinen Platz in meinem Hinterkopf einrichtete. Es sind die winzigen Dinge, welche die wilden Träume befeuern, nicht die „auf dem Tisch liegenden“ Tatsachen. Heute ist dieses Opus ein vergrabener Schatz. Nun besorgte ich mir in gut informierten Kreisen Joachim Kühns Telefonnummer, und hatte ihn plötzlich am Apparat, in seinem Zuhause auf Ibiza. Seltsamerweise hatte ich noch nie ein Interview mit ihm gemacht, stellte mich kurz vor und erzählte die Geschichte meiner fehlerhaften Erinnerung. Natürlich auch, weil dahinter ein herzlicher Gruss aus der Ferne steckte, und zwar aus dem Jahr 1973. Nach zehn Minuten waren wir per „du“, ich bekam gute Empfehlungen für meinen ersten Ibizaaufenthalt, und dieses kleine Gespräch sollte noch ein paar andere Dinge in Gang bringen. Auf jeden Fall erlebte ich einige „flashbacks“, und, als könnte es naturgetreu sein, spielten sich Passagen eines sehr langen, frei improvisierten Stückes aus „This Way Out“ aus den tief gelegten Schichten des Unterbewusstseins in die hörbare Gegenwart. Das eine und das andere Motiv, ein Rascheln, ein Reissen, ein gesprungener Ton! Zudem sah ich das Cover (ich stelle es auf eine Stufe mit den vier Luftballons von Belonging) in all seiner Schärfe vor mir, das (wieder dieses Wort!) gesprungene Glas, den warmen Rot-Ton, die springlebendigen Läufe des Joachim Kühn, und manch wundersamen Sound des Bläsers Gerd Dudek, der seitdem, neben Karl Heinz Wiberny und Gunter Hampel, aus welchen erfindlichen Gründen auch immer, zu meinem liebsten deutschen Blasmusikanten zählte. Hampel könnte hier auch eine Menge erzählen, über Kinder und Teenager und Free Jazz. Happy Birthday, Joachim Kühn!

2014 14 März

Radiohoerers Hörempfehlungen

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Hallo zusammen! Eigentlich war ich hier immer etwas früher dran … Aber ein paar Tipps zum Anhören können nie schaden, denk ich mal. Hier also ein paar Empfehlungen, die mir aus dem ‚üblichen Kanon‘ herausfallen:

 

  • Adam Roberts – Leaf Metal
  • Aki Takase ‚La Planète‘ – Flying Soul
  • Aspirin – Aspirin
  • Bolder – Hostile Environment
  • Christina Vantzou – No.2
  • Ekoplekz – Unfidelity
  • Kangding Ray – Solens Arc
  • Matthew Barnson – Sibyl Tones
  • Pan Sonic – Oksastus
  • Peder Mannerfelt – Lines Describing Circles
  • Peter Hammill & Gary Lucas – Other World (!!!)
  • Stephan Meidell – Cascades
  • The Young Mothers – A Mothers Work Is Never Done
  • Tom Rainey – Obbligato

2014 14 März

Unbestimmtheiten zuweilen

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Amsterdam, später Nachmittag, vorgestern
 
 

 


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