Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the month April 2013.

Archives: April 2013

2013 27 Apr

Talking about Forst, Harmonia, Cluster etc.

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: , | Comments off

The daughter of Roedelius has made a fine interview (three parts on vimeo) about Brian Eno’s early years and his collaboration with the german artists. More information you find on the Eno Web (news, see blogroll) …
 

CHANCE

„part one“

 

aus meinem Interview (2005)
 
– In deiner Musik klingen oft Räume der Natur an. Als du mit Harmonia Musik gemacht hast, damals, in der Zeit, als mit zusammen mit Moebius und Roedelius die Alben „Cluster & Eno“ bzw. „After The Heat“ entstanden, Mitte der Siebziger Jahre, da hast du auch eine kurze Zeit im Weserbergland gelebt …

– Es war eine sehr angenehme Zeit, dort zu arbeiten. Es war eine Art Luftblase in meiner Geschichte. Teilweise, weil es eine so entlegene Gegend war. Wir arbeiteten nicht weit entfernt von diesem mächtigen Flußlauf. Der Song „By The River“ aus meinem Album „Before And After Science“ ist an diesen Ort gebunden. Wir lebten in diesem sehr stillen ruhigen alten Bauernhaus. Die Weser war dort ein schneller, fast rasender Fluß. Mir kam er vor wie ein Bild für die ungeheuer schnell verrinnende Zeit. Demgegenüber wirkte das Leben in dem alten Haus noch ruhiger! Die Musik, die dort entstand, besaß etwas Magisches. Wie können wir aus Nichts Etwas machen? Das war die Kernfrage. Wie bei einem Zaubertrick. Wir hatten nur einfache Instrumente, ein einfaches Studio. Ich weiß nicht mal, ob ich irgendwas mitgebracht hatte. Wir benutzten einfach, was in dem Raum vorhanden war, und das war nicht viel.

2013 27 Apr

Die neue Monotonie der ECM-Cover-Ästhetik

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

Dunkelheit, ein paar Lichtpunkte, flüchtige Schatten, taubengrau, nachtschwarz, die Liste liesse sich noch lange fortsetzen. Als würde man eine heilige Kuh schlachten, aber ECM-Cover sind überwiegend langweilig geworden. Nur was aus dem Rahmen fällt, fängt noch den Blick. Natürlich, könnte man argumentieren, würde sich in dieser kultivierten Schlichtheit manch ästhetische Signatur zeigen: der Wille zur Reduktion, der geweitete Raum, die Suche nach Details. Aber aus diesen Tugenden ist, visuell, ein Klischee geworden, eine nimmermüde Wiederholung des Ewiggleichen. Diese Cover, lange Zeit Standards setzend, sind nur noch eine Art Hausausweis, Zeichen einer „corporate identity“, den ästhetischen Mehrwert haben sie verloren, viel zu selten zeigt er sich noch, etwa im Cover der Cd „Sunrise“ von Masabumi Kikuchi. Bringt uns die Luftballons zurück von Keith Jarretts „Belonging“, die farbigen Linien von Paul Bleys „Open, To Love“, das helle Holz und die Farbenspiele der drei Codona-Platten, die beschädigte Fotographie der regennassen Strassen von Steve Tibbetts‘ „Northern Song“, die Motorräder von „Changes“.

2013 27 Apr

Somewhere, Changes

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags:  | Comments off

 

 
 
 
1  Deep Space / Solar
2  Stars Fell On Alabama
3  Between The Devil And The Deep Blue Sea
4  Somewhere / Everywhere
5  Tonight
6  I Thought About You

 

Das ist die Tracklist. Ein Ratespiel für Jazzliebhaber. Wenn dieses Trio ein neues Album rausbringt, bin ich, nach so vielen Jahren, in erster Linie gespannt auf die nicht auf Standards basierenden Stücke. „Changes“ von 1984 ist mein Lieblingsalbum der Gruppe (s. Cover). Bei dieser Tracklist hier wecken Track 1 und Track 4 diese Hoffnung. Oder ist „Somewhere / Everywhere“ ein „alter Hut“ aus der Tin Pan Alley? Der Schriftsteller Geoff Dyer, u.a. Verfasser eines spannenden Buchs über Jazz, erzählte mir mal, dass es ihm genauso ginge, besonders die hypnotischen Grooves des Trios haben es ihm angetan, an den fünf Abenden im New Yorker „Blue Note“-Club haben sie neben allen möglichen Evergreens auch dieses Groovemonster gespielt! Brad Mehldau sagte mal, er könne das gar nicht, so, wie Jarrett, mit extrem wenigen Noten eine Spannung über dermassen lange Zeiträume aufrecht halten. Da fällt mir auch das Titelstück der CD „The Out-of-Towners“ ein: überragend! Aber selten nur noch will ich mich einlassen auf die Suche nach der ultimativen Fassung von „Body and Soul“. Da verschaffen mir Jarretts Meilensteine aus den 70er Jahren weitaus mehr Freude. Am 24. Mai erscheint die CD SOMEWHERE von Keith Jarrett, JackDeJohnette und Gary Peacock.

 

„White Shadows …“ (YouTube)

In anyone else s hands, such a music would morph into a safe sort of ambient stroll, but Mike Cooper knows too much about where he is taking the listener to accidently leave it there. Sound is constantly rescued from its history on this album, combined in unexpected ways and intended to behave against the grain. Grasping at the familiar of the exotica, Cooper shifts and slices his way trough the fourteen tracks, shutting of a melody suddenly, combining ocean sounds with his familiar bluesy slide, or mixing bird song with 60′s sounding keys.  The combinations are as welcoming as a Tahitian sunset and as surprising as the depth and complexity of the Islander people themselves. (Lisa Thatcher)

 

Over his lengthy career, guitar experimentalist Mike Cooper has made elevating “folk” music to the levels of creativity and freewheeling expressionism that originally propelled the genre beyond its out of the way roots and the heady cellar cafe circle echo chambers his trademark. It definitely helps that he was around and making that magic happen, in situ. When Cooper applies a similar creative tact to the very embodiment of classic exotica, the Hawaiian guitar, the result is “White Shadows Of The South Seas,” a beautifully shambolic melange that more effectively captures the solar powered crawl of beach life than many of it’s glossed over and out cultural touchpoints. Taken as a semi-sequel up to Cooper’s own Rayon Hula, it’s a satisfying expansion of the dream pop infused exotica of its predecessor. Taken on its own merits, well it’s a big, hazy, semi-super 8 and thoroughly post-colonial world out there, so take it one guitar lick at a time. (Luke Carrell)

Jetzt sind die Klanghorizonte also in den frühen, sehr frühen Morgen gewandert. Die Zeit, zu der man früher den Wecker gestellt hat, um Boxkämpfe von Cassius Clay zu sehen oder die erste Mondlandung. Zum Glück gibt es Mitschneidemöglichkeiten, und auch einen inoffiziellen Podcast beim Blog „Radiohoerer“ (s. Blogroll). Aber natürlich kann man trotzdem die Uhr stellen, und den Tag in aller Herrgottsfrüh begrüssen. Zwischen 4.05 Uhr und 5.00 Uhr, wenn die Welt ringsum noch schläft, lassen sich, wenn man beim Radiohören zum Fenster rausschaut, erste Zeichen der Dämmerung erkennen, die Hörorgane sind besonders aufnahmefähig, und das Vogelgezwitscher, mit dem die Show heute Nacht beginnt (www.dradio.de, livestream), könnte mit den ersten Gesangsübungen der real erwachten Tierwelt konkurrieren.

2013 26 Apr

Der Radiohörer hört Schallplatten

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

Für dieses Jahr habe ich mir vorgenommen, mindestens eine Langspielplatte pro Woche oder wenigstens im Monat zu hören. Ich habe das bis jetzt nicht dokumentiert. Es gibt da manchmal Zufälle: so hörte ich Escalator Over The Hill (JCOA Records Rec. 1968 – 1971) kurz vor dem Erscheinen des Fire! Orchestra – Exit (Rune Grammofon). Jene legendäre „Jazzoper“, die Carla Bley nach einem Text von Paul Haines geschrieben hat.

 
 

 
 
Dieses Werk in einer wunderschönen 3-LP-Box, ist bis heute einzigartig geblieben und steht wie ein großes Monument in der Jazzgeschichte. Etwas Vergleichbares hat es bisher nicht gegeben. Es hat nichts von seiner Faszination verloren. Also unbedingt anhören! Und dann wisst ihr auch, wie ähnlich sich diese beiden Projekte in gewisser Weise sind. Harry Lachner hat zu ‚EOTH‘ etwas geschrieben, dem nichts hinzufügen kann.
 

 
 

 
 
Peter Blegvad ist mit Dagmar Krause und Anthony Moore Gründungsmitglied von Slapp Happy, die ihre ersten Platten mit Faust und Henry Cow aufnahmen. Den Musikern um das Projekt Henry Cow, bleibt er seitdem immer verbunden. Mitte der 70’er war er dann Solo unterwegs bzw. nahm mit John Greaves die Platte: „Kew.Rhone.“ (1977 Virgin) auf. Wo er z.B. mit Carla Bley zusammen arbeitete. ‚Downtime‘ ist seine 3. Soloplatte. Die er mit den Musikern um Henry Cow und z.B. Tony Maimone von Pere Ubu aufnahm. Eine unaufgeregte Angelegenheit, voller schöner Lieder, denen man gern zuhört. Es ist allerdings nicht seine beste Soloplatte, mit „Kew.Rhone.“ bzw „Naked Shakespeare“ ist man da besser bedient.
 

 
 

 
 
 
Dieses britische Improvisationsensemble, das seit 1965 existiert, liebe ich sehr, wegen ihrer Nähe zur Zeitgenössischen Musik. Cornelius Cardew und Christian Wolff waren eine Zeitlang Mitglieder von AMM, das im Kern aus Eddie Prevost (Percussion), Keith Rowe (Guitar) und John Tilbury (Piano) besteht. Keith Rowe ist übrigens der Erfinder der präparierten Tischgitarre, die heute von Fred Frith so souverän gespielt wird, dass niemand mehr auf die Idee kommt zu fragen, woher das kommt …Rowe spricht in einem Interview über den Sound von AMM: „Der Sound muss einen Moment, den du noch nie gelebt hast, reflektieren. Unpassend ist, wenn er irgendwie zurückgeht, das hat mehr mit Geschichte zu tun, wenig mit dem Jetzt. Gelegentlich kann es passieren, das du etwas begleitest, was dir unpassend vorkommt. Es ist nicht gut oder schlecht, es scheint dir einfach nicht richtig, dann kannst du es verändern, indem du etwas anderes spielst.“ (1)

Ihre Auftritte werden nie vorher abgesprochen und so weiß man eigentlich nie, was einen erwartet. Kurzwellenempfänger und andere elektronisches Geräte gehörten schon von Anfang an zu ihrem Instrumentarium, wie auch immer wieder Gäste für Konzerte eingeladen werden. So oft ich schon diese Musik gehört habe, bin ich doch immer wieder hochkonzentriert beim Zuhören, obwohl es oft so klingt, als wollten sie die Zeit anhalten.
 

 
 

 
 
 
In Gedenken an Lawrence „Butch“ Morris, bin ich an diesem Projekt mit dem Bill Horvitz und J.A. Deane hängengeblieben. Bill Horvitz + Lawrence „Butch“ Morris + J.A. Deane – Trios (1985 Dossier Records): das sind Bill Horvitz (Guitar) und J.A. Deane (Trombone, Electronics and Hand Drum) und „Butch“ Morris (Cornet und Piano). Ihr Sound ist geprägt von elektronischen Klangflächen (keine Drones), die immer wieder durch Posaune, Cornett gebrochen werden. Der Klang ist sehr dicht und darf auf keinen Fall mit Ambient verglichen werden. Die Gitarre von Bill Horvitz sorgt schon dafür, mit seinen Loops und scharfen Riffs, dazu kommen noch die Posaune und das Cornett. Man merkt auf jeden Fall, dass sie vom Jazz herkommen. Atmosphärisch und spannend. Vieles von dem, was heute mit Elektronik und akustischen Instrumenten gemacht wird, hat hier auch seinen Ursprung.

von Henry
 
(1) Interview mit Fredi Bosshard, aus ‚Die lachenden Aussenseiter“, Rotpunktverlag, 1993

The best thing you can say about a long lost solo guitar album from 1968, is that you can, with cold blood, separate its soulfulness from the delight of discovery. This is not even an album for guitar nerds with a special knack for old time folkies. There is something on Don Bikoff’s CELESTIAL EXPLOSION that transcends the level of technical skills, studio wizardry (limited to some echo effects) and spiritual fashions of that era. Though the old liner notes heavily rely on celestial dimensions and spiritual awakening, the music is ideal stuff for the right and the left part of the brain. There is structural sharpness and, at the same time, emotional depth. Bill Meyer tells the whole story. (me)

Musically speaking, the 1960s is the age of the dinosaurs, and I’m not talking about dinosaur rock. It would seem that enough musicians deposited a record in the mud of commercial failure that we remain flush with black gold just waiting to be discovered, just as the compressed remains of countless generations of brontosauri sit beneath the ground, just waiting for some enterprising vandal to blast it into your gas tank or drinking water.

Don Bikoff’s sole LP Celestial Explosion is just the latest example. The Long Island-based acoustic guitarist recorded it in 1968, when he was just 20, for the long-extinct Keyboard Records. The record went the way of all non-viable species, appearing less and less often in cutout racks and used bins until the advent of internet-facilitated record trading rendered copies as rare as Passenger pigeon chicks.

But while the technology to raise up new dinosaurs from fossilized DNA is still a ways off, it’s possible to reanimate a record simply by mastering a new copy from old vinyl. That’s what’s been done with Celestial Explosion. While Bikoff never made another record, he’s still alive and well, spooking his grandkids with Skip James covers and playing the occasional gig at church fundraisers and motorcycle stores. He connected with Tompkins Square, a label that has undertaken the championing of new talents and rescuing undeservedly obscure older ones from out-of-print limbo.

Anyone yearning for more of the kind of music that filled that first Takoma sampler, Contemporary Guitar (they didn’t call it American Primitive back in the day), will likely be well pleased by Celestial Explosion. Like John Fahey, Harry Taussig and Max Ochs, Bikoff synthesized elements of blues and country to come up with powerfully evocative music. Bikoff is an unhurried picker, the better to let one hear the beauty that lies beyond the technique, and a fluid slide guitarist. Since he made the record in 1968, there’s a tinge of psychedelic seasoning, mostly judiciously applied echo. But what makes this record hold up after you get over the thrill of discovery is its unfussy soulfulness. Like so many in the Takoma stable, Bikoff made music that told stories encoded with personal significance. Hiding behind the Leslie effect on “Riverside Park Blues” is a walk down a path of reverie and yearning. “Bathing Prohibited In The River Styx” never oversells its winking premise, but it’s hard not to smile as it gently tugs at your leg. And a discordant lead makes “Today Has No Tomorrow” exude quiet, yet absolute trepidation, which is only partially ameliorated by the sweeter melodies that try to take a step back from the edge. Was he imagining a draft notice when he wrote it, or maybe a Dear John letter from his girlfriend? Whatever the inspiration, its music with feeling, and it’s good to feel it now. (Source: dustedmagazine, Bill Meyer)

 

„Die Rockmusik, so scherzte der Regisseur Wim Wenders einmal in einem Interview, bot ihm und anderen Deutschen seiner Generation die „einzige Alternative zu Beethoven“. In der Aussage steckt wahrscheinlich ebenso viel Wahrheit wie Übertreibung; wenn man bedenkt, welche Rolle Reisen und weit entfernte Ziele in seinen Filmen spielen, scheint es sicher anzunehmen, dass Wenders mit dem brennenden Wunsch vertraut ist, von allem Deutschen (für das Beethoven nur Synecdoche war) wegzukommen. Jukeboxen, wie man sie so oft in seinen Filmen findet, machten ihn mit dem ursprünglichen amerikanischen Rock and Roll und der Melomanie bekannt. Für junge Ohren in den sechziger Jahren war Rock noch ein egalitärer, weitgehend anglo-amerikanischer Sound. Er versprach, den Zuhörer durch die ihm ureigene Kraft an einen anderen Ort zu entführen: das muss man hören, war ein Losungswort. Wenders begann das entscheidende Jahrzehnt des Rock als Teenager-Schüler, beendete es aber als Filmemacher.“

 

2013 23 Apr

Abandoned Airplane Wrecks

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

For his project “Happy End,” German photographer Dietmar Eckell has travelled all over the world to find and photograph abandoned airplane wreckages with positive endings. That last part may seem like a paradox, but all of the 15 wreckages Eckell has shot actually do have happy endings: no one on board died, and they were all rescued from the remote locations where they crash landed.

(For more information, go to comment 2 of my dream story with Country Joe & The Fish, on April 17. Since I experienced a crash landing, I’m highly interested in similar experiences of other people’s „Happy End“ in comparable circumstances.)

TZADIK I

 
BROOKLYN 2 – East river, strolling between the two bridges on Manhattan side, so war ein Beitrag von Henning Bolte überschrieben, in dem es unter anderem auch um einen Besuch der Downtown-Music-Gallery ging. Für mich, der ich schon viele Jahre jede Woche zwei Mails von diesem grandiosen Plattenladen bekomme und in den neuen Angeboten stöbern kann, die eine oder ander CD dann auch schon gefunden, bestellt und erhalten habe, war das natürlich eine interessante Lektüre. Die Downtown-Music-Gallery lernte ich über John Zorns Label TZADIK kennen. John Zorn konnte ich das erste Mal 1991 in Tübingen hören, damals mit seiner Band-Projekt Naked City, dabei waren Bill Frisell, Wayne Horvitz, Fred Frith und Joey Baron. Ich war begeistert, was für eine Gruppe!
 
 

 
 
1995 gründete Zorn sein eigenes Plattenlabel und die Bandmitglieder von Naked City sollten auch auf zahlreichen Platten dieses Labels zu hören sein. Von Beginn an faszinierte mich Zorns Plattenfirma, entdeckte ich dort doch so viel interessante Musik, TZADIK-CDs nehmen deshalb auch einen besonderen Platz in meinem Plattenschrank ein. Vor Jahren konnte man übrigens bei JAZZ IS BECK in München in einer eigens eingerichteten TZADIK-Ecke eine größere Anzahl CDs dieser Firma anschauen und vor allem auch anhören. Das ist leider inzwischen mangels Nachfrage abgeschafft worden. Aber: Das Bestellen über die Downtown-Music-Gallery macht ja auch Spaß.
An zwei TZADIK-Platten möchte ich heute erinnern: Bar Kokhba, dass war der Titel meiner ersten TZADIK-Platte, eine Doppel-CD mit John Zorn, Mark Feldman, Erik Friedlander, Greg Cohen, Anthony Coleman, David Krakauer, John Medeski, Mark Dresser, Kenny Wollesen, Chris Speed und Dave Douglas, alles Musiker, die man später auf vielen weiteren Produktionen von TZADIK wieder hören sollte. Bar Kokhba ist eine Platte aus der Radical-Jewish-Culture-Serie aus dem Masada-Projektes von John Zorn. Zarte, fast zerbrechliche Musik, 25 wirklich hörenswerte John-Zorn-Kompositionen. Die Musik dieser Platte wurde zum Teil für einen Dokumentalfilm geschrieben „The Art of Remeberance – Simon Wiesenthal.
 
 
 

 
 
 
Eine weitere CD aus der Sparte Radical-Jewish-Culture trägt den Titel Masada Guitars. Viele Titel aus Bar Kokhba hören wir hier in vollkommen neuem Klanggewand wieder, eingespielt von Bill Frisell, Marc Ribot und Tim Sparks. Und auch hier, sehr ruhige, intensive Klänge, ohne viel Beiwerk, auf das Wesentliche beschränkt. Nur ein Stück – Katzatz – mit Bill Frisell erinnert an die wilden Solos, die Frisell einst in der Tübinger Neuen Mensa mit Naked City präsentiert hat. Und im übrigen, schön, wenn sich ein wichtiges Musik-Label, צדיק nennt: Gerechtigkeit.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz