Manafonistas

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2021 15 Sep.

Power Lines

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„Was bedeutet es, heute in der Ukraine zu leben? Journalisten des Kyiv Independent sprechen mit Zivilisten, die ein starkes Gefühl der Unabhängigkeit, den Wunsch nach Integration und die Notwendigkeit, ihre liberalen Werte zu verteidigen, zum Ausdruck bringen. Sie gehen auch auf den Mythos ein, dass es eine klare Trennung zwischen dem Osten und dem Westen der Ukraine gibt.“

(The Guardian)


Power Lines: From Ukraine to the World
is a brand-new podcast that masterfully maps out the reverberations of the war in Ukraine on the global stage by the team at The Kyiv Independent – Ukraine’s biggest independent English-language media outlet, which serves as the independent voice of the country – and Message Heard.

 

2021 14 Sep.

Zwei-in-einem

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Do not believe in good karma donation

Heisse die Abenteuer des Lebens willkommen

Verlass die Strukturen des Systems

Nähere dich deinem Selbst

Lass deine Post digitalisieren

Öffne dich den Stimmen deiner Seele

Erhöhe die Schlafmenge

Steigere die schöpferische Kraft

First movers always profit high

(hmgrwn)

 

2021 14 Sep.

fresh & recommended

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Aoife O’Donovan – „Phoenix“ (Official Music Video)

 

2021 14 Sep.

Uncut, November 2022 (out tomorrow)

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Jacky Terrasson ist ein technisch brillanter Pianist, ein außerordentlich einfallsreicher Improvisateur. Ob er irgendwann einmal in der Galerie der Jazzpianisten in die Klasse von Oscar Peterson, Dave Brubeck, Bill Evans, Keith Jarrett, Chick Corea et alt. aufgenommen wird weiß ich natürlich nicht. Ich vermute, das wird eher nicht der Fall sein und zwar deswegen, weil er keine sensationellen Ausblicke öffnete wie Dave Brubeck mit seinen rhythmisch-metrischen Neuerungen (im Jazz), wie Keith Jarrett mit seinen atemberaubenden Solorecitals, weil er nicht Mitglied einer Miles Davis Band gewesen ist, weil er …

In meiner persönlichen Jazzpianisten-Galerie nimmt er einen Platz in der Ersten Klasse ein. Ich wurde auf ihn aufmerksam im Jahr 2006 oder 2007 durch eine Aufzeichnung des Auftritts des Ron Carter Trios bei der 37. Jazzwoche Burghausen, wo es eine grandiose Version von My Funny Valentine (Video) zu hören gab. Das komplette Konzert kann hier aufgerufen werden

Ron Carter – ich muss nicht betonen, dass er einer der größten Bassisten des Jazz ist – war Mitglied des legendären Zweiten Miles Davis Quintetts. Miles Davis war immer Avantgardist, und die Mitglieder seiner Bands waren es somit unvermeidlich ebenfalls. Ron Carter würde ich schon lange nicht mehr zu den Avantgardisten zählen, es sei denn, man erachtet die Rückkehr zur Interpretation der klassischen Standards als ‚Avantgardie‘. Keith Jarretts geradezu radikale Reminiszenzen wirkten durchaus avantgardistisch nach einer Phase der Weigerung, sich des Amerikanischen Songbooks zu bedienen. Ron Carter spielt gerne die alten Standards, auch Jacky Terrasson schätzt sie und gibt sie zurück als wunderbare Erscheinungen auf gleich hohem Niveau wie Keith Jarrett. Er spielt auch Eigenkompositionen oder bedient sich jüngerer Popsongs.

Nun denn, das mediale Erlebnis des Burghausener Konzerts veranlasste mich, mein erstes Jacky Terrasson Album zu erwerben.

 
 

 
 

Es gehört zu den meist gehörten Jazzpiano-Alben meiner Sammlung und enthält eine Fülle von Perlen, darunter die für mich schönste Version von NARDIS. Das Titelstück Smile verdient es, in die Hall of Fame des Jazzpianos aufgenommen zu werden. Es ist ein Meisterwerk. Den unscheinbar einfachen Song hat Charlie Chaplin komponiert, und wohl deswegen ist er noch am Leben. Terrasson versetzt ihn vom 4/4 in den 5/4 Takt, und zwar mit einer Feinheit und Leichtigkeit, dass man es selbst als ausgefuchster Hörer kaum spürt. Über ausgedehnte Räume rückt das Fünfer-Metrum kaum wahrnehmbar in weite Ferne, ist aber immer präsent. Wunderbar, und hier zu bestaunen.

Mit dem Hören von Jackys Alben habe ich mich nicht zufrieden gegeben. Ich wollte ihn auch live erleben. Er gastiert nicht sehr häufig in Deutschland. Im Jahr 2009 konnte ich ihn im Kleinen Saal der Laeiszhalle Hamburg hören. Unter den Stücken des Albums SMILE ist eine Version von Stevie Wonders Song Isn’t She Lovely?, die mir ein unfassbares pianistisches Rätsel blieb für lange Zeit, spielt Terrasson doch ausgedehnte Girlanden zweistimmig im Intervallabstand einer kleinen Sekunde – eigentlich unmöglich. Nach dem Auftritt seines Trios in der Laeiszhalle bat ich ihn um die Lösung des Rätsels. Davon berichte ich in comment #1

2021 12 Sep.

Surround yourself!

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Mike von „Life In Surround“ wird für einen Augenblick sprachlos, wenn er beschreiben will, wie der Song „Let It Be“ ihn berührt, in der neuen 5:1-Darbietung. In der Schule diskutierten wir einst heiss, ob dieser Song nun reiner Kitsch sei oder nicht. Die Stones- und die Beatlesfraktion halt. Bei all seinen Beiträgen zur Kunst, Phil Spector war kaum je meine Tasse Darjeeling, und ich mochte nur sehr selten das Pathos, mit dem er speziell den Beatles auf ihren Schwanengesängen, oder George Harrison auf „All Things Must Pass“, zu Leibe rückte. Mike kann ich aber gut verstehen. Wenn dieser Song kommt, jukeboxerprobt, und nun in 5:1 – waves of longing and surrender, simple as that, my sentimental friend. Das ganze Album erschien nach dem Ende der    Beatles und kommt nicht annähernd an die Klasse von SP, TB und AR heran, ist aber immer noch spannender als jedes Stones-Album seit „Tattoo You“. Und letzteres ist gerade 40 Jahre alt geworden. Beatles-Fraktion halt, und die Kinks sowieso forever!

 

2021 11 Sep.

Water (secret messages)

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Himmelblau. Nicht ungetrübt. Ein Grauton im Blau. Ein sehr leicht marmoriertes Blau. Ein Hauch großflächiger Wolken. So zaghaft angedeutet, dass es für diese Wolkenform, das Wolkengebilde, keine Bezeichnung gibt. Dann weiße Tauben, die auf Ästen sitzen, mit dem Kopf nach unten, entgegen den Gesetzen der Natur. Als stünde der Baum auf dem Kopf. Als wäre das Land da, wo man den Himmel vermutet. Wellen. Poolblau. Das Wasser eines Swimming Pools, an dessen Rand ein junger, gut gebräunter Mann in Badehose auf dem Rücken liegt, auf hellen Platten, einem Grundstück auf einer Anhöhe in einer mediterranen Landschaft. Wiesen, Buschwerk, begrünte Hügel, etwas entfernt, kaum in Hörweite wohl, eine gelegentlich befahrene Straße. Gleich wird eine Frau im Bikini gut gelaunt aus der Villa schlendern, und sie wird sich von dem Mann, der am Pool liegt, an einer juckenden Stelle am Rücken kratzen lassen. Alltag einer Liebesbeziehung. Es sind Szenen wie diese, über die Michael Althen in seinem Kinobuch Warte, bis es dunkel wird in einer so begeisterten Art geschrieben hat, dass ich mir einige dieser Filme angesehen habe: Nachtblende. Die Dinge des Lebens. Reisen in die Zeit Mitte der 60er bis Anfang der 70er Jahre. La Piscine oder The Swimmingpool hat schon deshalb für Aufsehen gesorgt, weil Marianne von Romy Schneider gespielt wird und der Geliebte im Film von ihrem Exmann Alain Delon. Da ist, im Zentrum, der Pool. Da ist das wunderbare Haus, das Freunde ihnen überlassen haben, während sie in Indien sind. Marianne schreibt (aber wohl nicht im Urlaub), sie ist glücklich, erfüllt. Jean-Paul hätte sich mehr von seinem Beruf erhofft. Es wird nur angedeutet, man kann es überhören. Ein älterer Freund der beiden ruft an, kreuzt auf, mit seiner fast erwachsenen Tochter. Sie bleiben. Die Musik ist lässig, sie wird sparsam eingesetzt. Es ist ein Jazz, den man hört, wenn man an einem Nachmittag, an dem es draußen am Pool zu heiß ist, auf dem Bett liegt. Wir befinden uns im Jahr 1968. Das Cover einer Schallplatte ist zu sehen.

 
 

 
 

Das Genre verändert sich. Es geht jetzt darum, was gesagt wird, und darum, was nicht gesagt wird. Man könnte den Film als Vorlage für eine Hausarbeit im Jurastudium einsetzen. Was sich ein normaler Zuschauer nicht vorstellen kann: Jeder Zweit- oder Drittsemester könnte zur Aufgabe „Untersuchen Sie die Strafbarkeit aller Beteiligten in einem Gutachten“ zehn Seiten schreiben. Die junge Frau, die nur wenig spricht und Bücher liest, wird von Jane Birkin gespielt, der Mutter von Charlotte Gainsbough. Tanzstile der 60er. Auf einer Party vom Vater gedrängt, mit ihm zu tanzen, ist sie sofort im Rhythmus. Schiebt ihren Po hin und her, bewegt zuckend und zappelnd die Arme. Als sei es nicht möglich, sich zu dem Song, der damals wahrscheinlich sehr verbreitet war, nicht zu bewegen. Zwei Jahre zuvor hatte Jane Birkin im swinging London in Antonionis Blow up eine Figur verkörpert, die der Fotograf als chick bezeichnet hat. Die mit ihrer Freundin ohne Scheu beim Fotografen klingelt und fotografiert werden will. Doch der Fotograf ohne Name interessiert sich für die Frau, die er fotografiert hat, während sie ihren Geliebten heimlich in einem Park traf. Auch sie beginnt sofort zu tanzen, als eine Schallplatte sich auf dem Plattenteller im Studio zu drehen beginnt.

 
 

Der erste Eindruck täuscht selten. Das gilt für Dinge, Menschen, Situationen, Atmosphären – und Musik. Als ich vor einiger Zeit ein paar Takte des Colin Vallon Trios wahrnahm – es wurde wohl in Deutschlandfunks´ Jazzfacts oder den Klanghorizonten gespielt, vielleicht sogar im Kontext von Klaviertrioformationen – da fand ich es gleich gut. Jetzt höre ich genauer hin und stelle fest: es hebt sich ab von Anderem. Als wenns nichts weiter wollte als Musik sein, klingt es einerseits recht simpel, andererseits nach ECM-Jazz par excellence. Wichtig ist der Impuls, den die Musik beim individuellen Zuhören subjektiv bewirkt. Hier unterscheidet unsereins gottseidank noch zwischen all dem Info-Inflationären, das einem täglich so um die Ohren flattert und dem, wovon Bauch, Herz und Sinne sagen: dies ist eindeutig meins. Dann will man natürlich mehr wissen über Künstler, die man noch nicht kennt – denn Kunst kommt von Kennen – und so googelt man sich langsam ran an die Materie: schaut auf die Homepage; liest, was in Amazon-Rezensionen und Magazinen so geschrieben steht – und bekommt hier bei den Manafonistas schonmal vorab eine warmherzige Scheibe …

 

2021 9 Sep.

In waiting

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