Manafonistas

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Archives: November 2022

 

 

They have the blues, and it always sounds fresh. No matter how deep they dive in history, you don‘t get any impression of copycats at work. Or just another combo of virtuosity playing down the same avenue forever and ever. The excitement is a steady presence. They don‘t push you to any distant horizon, they stay close, in your room (close to hyper-realism, audiophile recording). There is the fiery blues, the earthbound gospel, the deep jazz, tight and focussed. The guitarman sometimes opens up  a sharply cut twilight area between John Lee Hooker and Bill Frisell. The man at the saxophone, oh my god,  is a marvel. His playing, though tonally rooted, offers a laid-back intensity that‘s so much of his own (no ornaments required!) – and no reviewer should feel the need to quote some giants of the past. In 1964 an album like this would have become a classic (JD Allen hasn‘t yet arrived on earth by that time), in 2022 it is just timeless. This work is so damn good, it’s seducing me every time not to miss a single moment.

Es dauerte etwas, bis ich Albenhörer wurde und Alben in mich aufnahm wie Kinofilme, vom ersten bis zum letzten Ton und Bild. Anfangs sorgten Singles und Single-Sammlungen für die Ausschüttung von Endorphinen, ein Wort, bei dem ich immerzu an luftige Delphinsprünge dachte. „Revolver“ erwarb ich zum ersten Mal irgendwann als CD, meine Kindheit war von den Kinks und vom „blauen“ und „roten“ Album der Beatles gesoundtrackt, waschechte Kompilationen – und (da ging es los mit den „Gesamtkunstwerken“) von Sgt. Pepper und Konsorten („Atom Heart Mother“, „Aftermath“, „Blue“, „The Songs of Leonard Cohen“, „Bringing It All Back Home“ – nicht, dass das obercool klingt, Richie Havens, Esther und Abi Ofarim und Gilbert Becaud waren auch dabei, mhmm, schon obercool😉).

In den knapp zwei, drei, in denen das blaue und rote Album öfter mal heissliefen, war ich verliebt, ein bisschen, ein bisschen mehr, oder gar über beide Ohren, in Marlies Durch den Wald, das Girl aus Amorbach (the strangest story of all), Elke Marie tom Dieck, Katrin Engelmann und Regina Detert (la tristesse pure, natürlich nicht R.D., sondern lonesome me). „I won‘t tell the soft pink truth here!“ 

„Als wir gefragt wurden, was unsere Formel sei, sagten John und ich, wenn wir jemals eine finden würden, würden wir sie sofort loswerden.“ The missing link between The Beatles und Brian Eno. Und dieses Credo erklärt eben auch die von Album zu Album, und ab  „Revolver“ so radikale wie entgrenzende Entwicklung der Beatles, ein Stückweit jedenfalls. (kein Grund zur Übertreibung: „Taxman“ und „Dr. Robert“ sind in meinen Ohren zwei ihrer langweilisügsten Songs ever.)

Wer da skeptisch einwirft, mit ihrem „White Album“ wollten sie doch „zurück zu den Wurzeln“, dem entgegne ich gerne, solch eine Vorstellung sei eine komplette Illusion: zwar verfolgten sie zu der Zeit (man höre nur die wundervollen „Esher Demos“) die Idee „alter“ Direktheit, Rohheit, und Spontaneität, aber natürlich wurde alles, was auf dem „White Album“ geschah, gefiltert  durch die gesammelten Erfahrungen der Zwischenzeit (die Erweiterung der Horizonte, durch unerhörte Töne von von Cage bis Indien, durch LSD sowieso, und die zeitlich für diese Jungs enorm verdichtete Palette von „travels & experiences).

„Revolver“ war der erste deutliche Schritt zu neuen Ufern – zeitlose Melodien schüttelten sie schon seit den grühen Jahren aus den Ärmeln, besonders das Team Lennon / McCartyney. Was für eine Freude also, vor Tagen „A Hard Day’s Night“ und „Help“ und „Rubber Soul“ in mono zu hören! (Bongbong Chimchimcheriiieee!)

 

 

 

 

„Revolver“ klingt nicht nur im ursprünglich so konzipierten Mono-Mix exzellent, sondern auch in dem neuen Stereo-Remix des Sohnes von George Martin – der alte Junge ist sowieso ein kluger Typ und wollte hier nichts für die Ohren des 21. Jahrhunderts polieren, sondern dem Alten neue Finess entlocken. Mit „Revolver“ legten sie jedenfalls den Grundstein für noch ehrgeizigere Musik der Zukunft. Und in dem ganz dicken Boxset, der für die „hopelessly addicted“ ein gefundenes Fressen ist, wird das Kunstwerk, als work in progress, noch ein paar Tonspuren vitaler, beispielsweise, was das uns ansonsten fast schon lachhaft vertraute  „gelbe U-Boot“ betrifft!

Craig Brown hat mit seinem wundervollen, beim C.H. Beck-Verlag erschienenen Buch, ein trickreiches Verfahren entwickelt, uns die Geschichte der Beatles „very fresh“ zu erzählen: bei allen eingestreuten Zeitsprüngen, die wie so vieles andere, zur Auflockerung beitragen, folgt er der Chronologie der Ereignisse, wobei das Marginale (ein weiterer Trick der Auflockerung) genauso fesselnd hinzugezogen wird wie legendäre Schlüsselmomente (für die er auch manch neuen Dreh findet).

Zudem ist hier ein Humorist am Werk, der es versteht, statt schwärmerisch eine Nummernrevue abzureissen, unter mancher Oberfläche des Schelmischen den einen und anderen Abgrund freizulegen. In des Ausdrucks freiester Auslegung, erzählt der gute Craig „mit vielen Zungen“, so gewitzt, oder, wie es die Engländer gerne sagen, „sophisticated“, dass es die Lust an der Lektüre nicht im geringsten mindert, wenn einem manches bekannt vorkommt – so frisch und unverbraucht ist dieses „story-telling“ der Meisterklasse.

In den letzten zehn Jahren konnten wir uns auf unterschiedlichste Weise den Beatles neu annähern, da waren die Mono-Remasters, die Stereo-Remasters, die Surround-Mixe, die filmischen Dokumentationen, deren vorläufig letzter Streich die mehrteilige Serie „Get Back“ war, die, mit der ewigen, stoischen Anwesenheit von Yoko Ono, auch etwas von Bergmanns „Szenen einer Ehe“ hatte.

Eine Serie, die ich, mit den ewigen Diskussionen im Kreis, abwechselnd ermüdend und erhellend fand: es geht um das Ende, und alle wissen es, verrückter, fabelhafter Jahre, ein letztes Sammeln kreativer Energien, für den Schwanengesang, der seine Momente hatte, aber nicht mehr an „Abbey Road“, „Das Weisse Album“, und „Sgt. Pepper“ heranreichen konnte. Oder an den Zauber der frühen Alben.

Die Vier waren auch zu müde, um nostalgietrunken ihre „alten Zeiten“ zu beschwören. Und das bringt mich auf einen entscheidenden Aspekt von Craig Browns Erzählwerk: das Buch geht allen Fallen des Erinnerungsseligen aus dem Weg. Nicht mit Nüchternheit, sondern mit trockenem Humor. Beiläufigkeit. Nonchalance. Mein Musikbuch des Jahres. Vielleicht macht sich der Verlag da selbst Konkurrenz mit dem neuen Buch von Bob Dylan.

2022 3 Nov.

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„The Good Nurse“ (Film, 2022)

Empfehlung: nichts über den Film im Vorfeld lesen!   
Regie: Sehr gut 
Drehbuch: Sehr gut     
Kamera: Sehr gut   
Schauspieler: Klasse durch die Bank*   
Soundtrack: hervorragend (von Biosphere)**  
Thrillfaktor: 9 of 10     
based on a true story
🎩🎩🎩🎩


* die beiden Detectives zum Beipiel agieren mit viel Understatement, was bei solch einer Story  wichtig ist  / ** wie schlecht dagegen die kakophonische Unheimlichkeitsmusik von „The Chalk Line“

non-spoilers: „Lindholm’s stealthy restraint fits the material like a glove, and both get under your skin.“ / „Ms. Chastain infuses Amy with so much moment-to-moment subtle naturalism that I forgot I was watching an actress at work…“

 
 

Das JAZZFEST BERLIN ist von seiner Entstehung her nahe mit den ARD Radiosendern verbunden und das ist auch heute noch so. Man kann also reichlich mithörend erleben. Bei den hybriden Ausgaben 2021 und 2020 gab’s ja alles live auf ARTE TV zu sehen. Dieses Jahr aber nicht und Rückkehr zum guten alten Radio.

Es wird wie eh den Radioabend und die Radionacht geben – hier im Studio von Radio Berlin Brandenburg unter Mitarbeit der Kollegen von anderen Sendern produziert. Klassisch und in der Zeit. In der Nachtsendung auch ein Interview mit dem Autor dieses Textes zum Thema Folk und Jazz geführt von Julia Neupert vom SWR. Es läuft bei ruhigem Herbstwetter bereits auf Hochtouren hier.

 

 

RADIOabend


 
 

RADIOnacht

 

Ab und zu erscheinen solche Alben wie aus dem Nichts. Vielleicht werden im Vorfeld bestimmte Schubladen bedient oder geöffnet: „Neue Musik“, Elektroakustische Musik, „imaginary soundtracks“ – und man macht sich ein Bild von dem, was auf einen zukommen könnte, bevor man einen Klang gehört hat. Oder man hört ein paar kurze Sequenzen und macht sich ein weiteres Bild von dem, was man da gerade auffängt, bevor man sich auf die Erfahrung des Lauschens eingelassen hat. Das „Reinhören“ ist bloss eine Umschreibung für rasche Einordnungen und reduzierte sinnliche Erfahrung. Kurz reinhören  geht hier gar nicht – Verweilen ist das Zauberwort.

Am Ende der CD (im November wird auch die Vinyl-Ausgabe erscheinen) treibt sich, in der zehnten Komposition, ein gewisser Loplop im Wald herum. Kennen sie Loplop? Ich bislang nicht. Auch nicht jene Bilder von Max Ernst, in denen er dunkle Wälder auf die Leinwand bannte, die menschliche Wesen besser nicht aufsuchen sollten. Allein dem magischen Vogel Loplop gelangen diese Streifzüge.

Und der Auftakt dieser zehn Exkursionen in rares, reales, surreales Terrain trägt den Titel „This Town Will Burn Before Dawn“. Als das Stück erste Gestalten  annahm, schwebte dem Komponisten, als dessen Instrumente „electronics & sampling“ gelistet sind, eine pulsierende, leuchtende Stadt voller Erfindungen vor, die von Barbaren niedergebrannt wird, ohne aber letzte Spuren der Hoffnung zu vernichten

Und dann das: man hört ja ab und zu etwas von Kometen, die sich unserem Planeten nähern. Wie ich aus einer kurzen Werknotiz erfahre, näherte sich vor Jahren ein Asteroid der Erde, der kurz vor dem Eintritt in unseren Orbit Halt machte, und in die umgekehrte Richtung davonzog. Selbst Wissenschaftler kamen zu keiner rundum einleuchtenden Erklärung, und so wurde das Internet überflutet mit Theorien, die natürlich auch extraterrestrisches Leben ins Spiel brachten. „Oumuamua, Space Wanderings“ ist der treffliche Name der Komposition eines Werkes, das sich thematisch anscheinend keinerlei Grenzen setzt.

Wir begegnen, wenn ich einzelne Titel als lockeren Leitfaden hernehme, unter anderem einer „kalten Front“, dem „Brief eines Verschwundenen“, einem Szenario „nach dem Sturm“. Der Autor lässt an anderer Stelle seiner Trauerarbeit angsichts des Todes eines Freundes so freien wie fokussierten Lauf. Eines scheint all diese asketisch angelegten Stücke zu durchdringen: das Gespür für Wandlungen, für Spuren von Licht in finstersten Zonen. Sowas kann leicht danebengehen, mit mollgetränkten Texturen, auffahrendem Pathos, schlicht gestrickter „New Age“-Requisite, und angestrengtem Grosskunst-Brimborium.

In keine dieser Fallen tappt Evgueni Alperine auf „Theory Of Becoming“, einem Album, das seinen fortlaufend überraschenden Kontrastierungen zum Trotz, jedem einzelnen Moment Raum und Tiefe gibt. Verzettelung ist ein Fremdwort für ein Werk, das sich, durchaus verführerisch Maske um Maske enthüllt, als dunkle Schwingung eines Kinderliedes, als verkappter Ohrwurm, als verlorene Partitur der Spätromantik, als Jules Verne-erprobte Weltraumfahrt, als Chronist realen Schreckens. „Theory of Becoming“ ist eine Art vollkommen klischeebefreiter Meditationsmusik. Und spannend geht es obendrein zu. Selbst da, wo die Klänge in Momenten denselbigen rauben, bleiben sie eine Schule des Atmens.

Es könnte ein neues Lieblingsalbum werden für Hörer, die die ureigenen Areale und Versunkenheiten von Steve Tibbetts „Life Of“ oder Arvo Pärts „Tabula Rasa“ schätzen, oder das Sololbum von Mark Hollis, wohl auch für solche, die gerne mal zu dem einen oder anderen Klassiker aus den Fundgruben von „Made To Measure“ und „Obscure Records“ zurückkehren, diesen historischen Labels und Spielwiesen für Undefiniertes von Marc Hollander und Brian Eno. Und sowieso trägt das Teil die Signatur „produced by Manfred Eicher“. Als etwas stillere Präsenz war gewiss auch der seltsame Vogel Loplop zugegen, in den Pariser Studios. Und der kennt die schnellen Wege, raus aus den Schutzzonen behüteter Hochkultur, und, wie aus dem Nichts, hinein in all unsere Wildnisse!

Gegen Ende der zweiten Staffel von MAD MEN unternimmt cloud of mystery Don Draper mit dem ehrgeizigen Peter Campbell eine Geschäftsreise nach Kalifornien. Kurz vor dem Abendessen mit möglichen neuen Kunden, dem Grund der Reise, verschwindet Don. Er steht am Eingang zu seinem Hotel, eine junge Frau sitzt im Sportwagen und fragt ihn, warum er nicht einfach tut, was er will, nämlich bei ihr einsteigen. Sie verbringen ein paar Tage in einem Haus mit Pool, er löst sich und reist mit dem Bus zu Anna, einer ganz besonderen (platonischen) Freundin und hier erleben wir Don verwandelt: aufrichtig, ehrlich, vertrauensvoll.

 

Anna: So what are you going to do?
Don: I don’t know. I have been watching my life. It’s right there. And I keep scratching at it, trying to get into it. I can’t.

 

Anna ist eine Seele von Frau. Sie ist zerbrochen, hat sich aber geheilt. Sie liebt Don. Jetzt erfahren wir, dass sie diejenige ist, an die er am Ende der ersten Staffel den Gedichtband Meditations in an emergency von Frank O’Hara geschickt hat. Made me think of you, war seine Widmung, mit Füller geschrieben. Don hält das Buch in der Hand, Anna sitzt am Tisch und will ihm die Karten legen.

 

Anna: You don’t have to pick them. Just put your palm on the deck.
Don: This is an ink blot. You see what you wanna see.

 

Dies sind die Karten, die Anna gelegt hat.

 

 

 

Als ich MAD MEN vor sechs, sieben Jahren zum ersten Mal sah, hätte ich mir an dieser Stelle gewünscht, etwas von den Karten zu verstehen. Nun habe ich im Sommer eine Freundin besucht, die sich für Tarot begeistert und bei der ich vier Karten zu einer Frage von mir gelegt habe: das Kreuz. Ich habe mir ein Tarot-Einsteigsset gekauft, mehr zu den vier Karten recherchiert und bin, bei aller Skepsis und einer gewissen Abwehr, erstaunt darüber, dass diese vier Karten auf einer allgemeinen Ebene Details zu meiner Frage ausdrücken, die ich ausfüllen kann und die mich auf eine andere Art reflektieren und etwas erkennen lassen.

Anna hat für Don das Keltische Kreuz gelegt. Es ist eine umfassende Legemethode, die sich zur Erforschung von Hintergründen und als Vorausschau eignet. In dieser vielschichtigen Serie ist die Auswahl der Karten kein Zufall.

 

Hier die Nummerierung der Karten beim Keltischen Kreuz:

 

 

Und hier habe ich die Karten von Annas Wohnzimmertisch mit meinen Tarotkarten nachgelegt:

 

 

 

Don: What about the cards? Should I be worried?
Anna: It´s all here. You’re definetely in a strange place. But here’s the sun. Do you want to know what this means?
Don: No, I don’t.

 

But we do. And unlike Don, we know what’s going to happen in the next eight years. So let’s have a closer look. Background information about the tarot cards comes from the following books: Hajo Banzhaf: Tarot. Tarot für Anfänger. Renate Anraths: Tarot – dem Leben in die Karten schauen. Die Zahlen, Bilder und Symbole.

 

Karte 1 beschreibt die Ausgangssituation. DIE SONNE, die auch am Ende jeder Episode der Serie nach dem Abspann kurz auftaucht, steht für einen spirituellen Weg zum Glück. Don hat, ganz offensichtlicht, alles, von dem es heißt, dass man es im Leben anstreben sollte: Er hat eine schöne Frau geheiratet, eine Familie gegründet, er ist erfolgreich und geradezu unentbehrlich in seinem Beruf, in dem er Freiheiten genießt und sich intellektuell-künstlerisch entfalten kann. Er hat ein großes Haus mit Garten in einem Vorort von New York. Die Karte steht auf dem Kopf. Vielleicht steht das für ein „und trotzdem“ (ist er nicht glücklich und pflegt seine kleinen Fluchten). Der hinzutretende Impuls ist Nr. 2 (ACHT KELCHE), was für einen Aufbruch von Vertrautem aus eigenem Entschluss steht. Damit ist vielleicht ganz aktuell die Reise nach Kalifornien gemeint und dann noch die Reise in der Reise (mit der jungen Frau ins Haus mit Pool). Nr. 3 (GERICHT) beschreibt, was der Fragende bewusst anstrebt: Lösung, Erlösung, Befreiung. Nr. 4 ist die unbewusst treibende Kraft. Der PAGE DER MÜNZEN steht für private oder berufliche Bereicherung. Nr. 5 beschäftigt sich mit der Vergangenheit. DREI KELCHE deuten auf dankbare Freude, allerdings ist die Karte umgedreht. Nr. 6 ist die erste in die Zukunft weisende Karte. FÜNF SCHWERTER deuten auf einen Weg, der in eine schwere Krise führt. Auf der privaten Ebene ist dies die unfreiwillige Trennung von Betty. Nr. 7 zeigt, wie der Fragende zur Ausgangssituation, wie sie in den Karten 1 und 2 skizziert wurde, steht. DIE WELT steht dafür, die richtige Einstellung zu finden und sich am richtigen Platz zu fühlen. Nr. 8 beschreibt die Sichtweise des Umfeldes. NEUN STÄBE symbolisieren Verschlossenheit. Don wird als abgeschottet wahrgenommen und die Außenwelt spiegelt dieses Verhalten. Er schützt sich und benutzt Lügen, um seine Fassade aufrecht zu erhalten. Überall, ob im Gespräch mit dem langjährigen Kollegen Roger, beim Arzt oder in seiner Familie zieht Don klare Grenzen, mauert sich ein. Nr. 9 beschäftigt sich mit Hoffnungen und Ängsten des Fragenden. Das RAD DES SCHICKSALS steht für das Rad der Zeit, das uns eine Aufgabe nach der anderen stellt. Nr. 10 schließlich steht für den langfristigen Ausblick in die Zukunft. ACHT STÄBE zeigen, dass etwas Gutes im Anflug ist und bald eintreffen wird. Geht diese Prognose bis zum Ende der Serie? Don lässt alles los oder verliert es, um schließlich an einem unbekannten Ort auf einer Wiese zu sitzen, mit Blick auf den Pazifik und einfach zu atmen.


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