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2015 7 Apr.

Sieben Vier Fuenfzehn

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Vorschlaege, welche Buecher ich als naechstes lesen soll: immer gerne, her damit!

Wobei: zumeist endet es dann damit, dass ein neuer Buecherstapel, immer hoechst einsturzgefaehrdet auf meinem Wohnzimmertisch und dem Bett fuer die abendliche Lektuere emporwaechst.

Einen besonderen Reiz sind auch die Buchlisten, die Prominente zusammenstellen. Zum Beispiel Patti Smith, immer fuer Verweise und Inspirationen gut. Fuer openculture.com hat sie eine hoechst interessante Liste – natuerlich mit Buechern von Rimbaud – erstelllt:
 
 
• The Master and Margarita by Mikhail Bulgakov
• Journey to the East by Hermann Hesse
• The Glass Bead Game by Herman Hesse
• Heart of Darkness by Joseph Conrad
• Moby Dick by Herman Melville
• Billy Budd by Herman Melville
• Songs of Innocence by William Blake
• The Wild Boys by William Burroughs
• Howl by Allen Ginsberg
• A Season in Hell by Arthur Rimbaud
• Illuminations by Arthur Rimbaud
• Wittgensein’s Poker by David Edmonds and John Eidinow
• Villete by Charlotte Bronte
• The Process by Brion Gysin
• Cain’s Book by Alexander Trocchi
• Coriolanus by William Shakespeare
• The Happy Prince by Oscar Wilde
• The Sheltering Sky by Paul Bowles
• Against Interpretation by Susan Sontag
• The Oblivion Seekers by Isabelle Everhardt
• The Women of Cairo by Gérard de Nerval
• Under the Volcano by Malcolm Lowry
• Dead Souls by Nikolai Gogol
• The Book of Disquiet by Fernando Pessoa
• The Death of Virgil by Hermann Broch
• Raise High the Roof Beam, Carpenters by J.D. Salinger
• Franny and Zooey by J.D. Salinger
• The Scarlet Letter by Nathaniel Hawthorne
• A Night of Serious Drinking by René Daumal
• Swann in Love by Marcel Proust
• A Happy Death by Albert Camus
• The First Man by Albert Camus
• The Waves by Virginia Woolf
• Big Sur by Jack Kerouac
• Anything by H.P. Lovecraft
• Anything by W.G. Sebald
• The Thief’s Journal or anything by Jean Genet
• The Arcades Project or anything by Walter Benjamin
• Poet in New York by Federico García Lorca
• The Lost Honor of Katharina Blum by Heinrich Böll
• The Palm-Wine Drinkard by Amos Tutuola
• Ice or anything by Anna Kavan
• The Divine Proportion by H.E. Huntley
• Nadja by André Breton
 

 

 
 
 
Manchester’s Oldham Street is conveniently situated – roughly equidistant from both of the city centre’s biggest railway stations (Piccadilly and Victoria), and just off the main drag. It’s always in (good) flux. Gentrification never takes hold here, but maybe one day it will. Maybe one day it will be like Brick Lane in London. Don’t get me wrong: I love Brick Lane and associate it with inspiration and good feelings. But Oldham Street still emits the vibes of iration, while its London cousin, for whatever reason, begins to feel like aspic is at its contours. Curation, preservation, you know?

Oldham Street does big contrast – the Great Ancoats Street end of it is gappy, worn, forlorn. The Piccadilly side is home to any number of cool places (record shops, cafes, Afflecks, Carhartt WIP, the Magma bookshop) juxtaposed against hard luck pubs, overcrowded bus stops, kebab shops and so on.

Plus, a great op shop. I look at the clothes – nothing there for me. I look at the records. There’s some great stuff there – I find a copy of this, which I want to hear but don’t buy because I don’t have a record player. There’s also a great looking DIY-ethic heavy metal LP in the racks with a ludicrous band name and title, which I don’t buy either.

And neither do I buy DEUTSCHLAND SOUVENIR. I do however pick it up and read the sleevenotes, which are truly great: a love letter to Germany written in English (and obviously not translated from German) long ago. Time back, way back, when people had machines on which to play LPs, and put on their spectacle machinery and read the sleevenotes. At which point a James Joyce would possibly have had an epiphany. Me? I just put the record back in the rack and wandered back out onto Oldham Street.

The sun was shining – its warmth had travelled 93 million miles to get here. Me: 214 miles, give or take.

2015 6 Apr.

Michaels Jazzfakten vom März

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mp3 (320kbit/s)

 

 
 
Unter anderem:
 

BEITRAG EINS – Dietrich Rauschtenbergers Buch „Trombeck – Wie wir den Free Jazz erfunden haben“ (Michael Kuhlmann) / BEITRAG ZWEI – Der zehnte deutsche Jazzpreis; Mannheim alte Feuerwache (Karsten Mützelfeldt) / BEITRAG DREI – „Out Of The Underground 1958-1967“ – „Jazz In Polish Cinema“ (Bert Noglik)

„Ich habe „True Detective“ in einem Rutsch gesehen. Grossartig. Es kam mir vor, als wäre das Autorenkino der Siebziger Jahre in die Gegenwart transportiert worden.“

Zu bestimmten Zeiten musste man ins Bett, da gab es kaum Ausnahmen. Auch Fernsehzeiten waren streng begrenzt. 77 Sunset Strip, keine Chance. An dem Abend, von dem ich kurz erzähle, war ich womöglich schon in der Schule, und Tag für Tag notierte ich die Zeit im Aufgabenheft. 1962. 1962. 1962. Die einzige Ewigkeit findet in der Kindheit statt.  Ich glaube, es war das Jahr 1962, und einer der ersten Abende, an dem meine Eltern mich allein und das Licht im Flur brennen liessen. Vielleicht war ich aber auch erst fünf und konnte noch keine Jahreszahlen schreiben. Auf jeden Fall wusste ich, wo der Anschaltknopf des Schwarzweissfernsehers war. Ich war noch gar nicht müde und folgte dem Lichtschein im Korridor, betrat das dunkle Wohnzimmer und ging langsam zu der Mattscheibe.

Als das Bild ansprang, war ich voller Abenteuerlust, und mitten in einem Film, in dem es wenig zu lachen gab. Eine Mischung aus einem Gangster- und Gespensterfilm. An was erinnere ich mich? Es gab einen unsichtbaren Mörder, der Menschen mit dem Auto in den Tod beförderte. An die genaue Story kann ich mich natürlich nicht erinnern, aber eine Szene hat sich mir besonders eingeprägt. Ein Mann (das Opfer) steigt in ein Auto ein, aber seltsamerweise auf den Beifahrersitz (vielleicht wurde er auch vorher bewusstlos geschlagen und so ins Auto befördert). Ich habe diese Szene also doch nur bruchstückhaft in Erinnerung, auf jeden Fall sah man dann, wie der Unsichtbare den Motor anliess und losfuhr. Man sah, wie er die Gangschaltung bediente, und ins Eisen stieg. Eine halbe Stunde schaute ich dem Treiben vielleicht zu, länger traute ich mich nicht, weil es ein grosses Theater gegeben hätte, wenn ich von meinen Eltern beim heimlichen Fernsehschauen erwischt worden wäre. Mein Vater beherzigte das Prügeln, mit ihm war zwar oft gut Kirschen essen, aber zuweilen brach etwas Hartes aus ihm heraus.

Ich hatte allerdings noch ein grösseres Problem, denn ich hatte plötzlich Furcht, in der Wohnung im Weissdornweg könne mir der Unsichtbare auflauern und mich töten. Es war auch totenstill in der Wohnung, als ich den Fernseher ausgeschaltet hatte, und das Licht im Flur hatte auf einmal etwas Fahles, als würden von dem matten Lichtschein mehr Dinge verborgen als enthüllt. Eine Heidenangst hatte ich, obwohl ich damals das Wort noch gar nicht kannte, und von geistig tumben Religionslehrern, die einen beim Sprechen ständig ins Gesicht sabberten (fliegende Spucke), obendrein den katholischen Katechismus eingetrichtert bekam wie andere Kinder Lebertran. Das war nicht lustig, ich war leicht von unsichtbaren Welten zu irritieren.

Ganz schlimm waren da – rückblickend – einige Nonnen auf Norderney, Relikte aus Finsterdeutschland, die mir – 1962 – während eines sechswöchigen Aufenthalts – öfter die Hose runterzogen, meinen Po traktierten, und sich daran, trotz gespielter Strenge, sichtlich erfeuten. Aber das konnte ich natürlich nicht durchschauen, damals, als Strafe wurde man noch auf Haferschleim mit Salz gesetzt, und durfte am Wochenende nicht raus ans Meer. Als ich nun in einem Jahr, in welchem ich wahrscheinlich schon Jahreszahlen schreiben konnte, im Bett lag, wurde mir bewusst, dass der Unsichtbare es unter meinem Bett sehr bequem haben könnte, und ich hielt die Luft an, bis mir leicht schwindelig wurde. Dann stocherte ich wie wild mit einer Hand unterm Bett herum, im Schwarzen, stiess aber auf keinen körperähnlichen oder gallertartigen Widerstand.

Die Angst verschwand nicht. Mir war klar, dass hier nicht der Unsichtbare aus dem Film sein Unwesen treiben könnte, wohl aber ein anderer Geist, und ich überlegte, wie ich einen möglichen Eindringling vertreiben könnte. In dem Film war wie hier in Dortmund-Hombruch tiefe Nacht, und alle Opfer waren allein. Aber immer, wenn das Grauen nahte, kündete es sich an durch unheimliche Klänge, schrille Töne, vielleicht waren es die beliebten Horrorsounds einer Theremin. Das Böse schien stets von gnadenlos finsteren Melodien oder aus dem Nichts auftauchenden Schreckenstönen begleitet zu werden, und so schien es mir hilfreich, im Radio nach heiterer Musik zu suchen, nach Schlagern oder Kinderliedern, solchen Kinderliedern, die wirklich lustig waren, und wo niemand tot vom Pferd fiel.

Bangen Herzens schlich ich wieder ins Wohnzimmer und drückte auf die Ein-Taste des Loewe-Opta-Radios. Es dauerte, bis das grüne Auge leuchtete, und es schien mir etwas finster dreinzublicken. Ich drehte am Sendersucher, bis ich ein Lied von Caterina Valente hörte (die Stimme erkannte ich sofort, weil meine Mutter sie gerne hörte und manchmal ein paar Zeilen mitsang). Ich weiss heute nicht mehr, welches Lied es war, aber es war voller Lebensfreude und Überschwang. Ich stellte das Lied ganz laut, und sofort verschwand meine Angst. Mir war auch egal, was passieren würde, wenn meine Eltern heimkämen, weil ich dann ja endgültig gerettet war und schon jetzt sich alle Angst in Luft und Klang aufgelöst hatte. Man durfte nur nicht klein beigeben und musste die Musik richtig laut ertönen lassen, damit die Schallwellen in die hintersten Winkel vordringen konnten.

Ich blieb vor dem Radio hocken, und war ziemlich stolz auf meine Geistervertreibung. Plötzlich hörte ich, wie das Haustürschloss sich drehte (wir wohnten im ersten Stock eines Sechs-Familien-Hauses). Ich kam gar nicht dazu, irgendetwas zu erklären. Die erste Ohrfeige erwischte meine recht Wange mit voller Wucht, aus meinem Vater war wieder etwas ausgebrochen. Der zweite Schlag traf mich in der anderen Gesichtshälfte, und neben dem Schmerz fingen meine Ohren an zu summen. Die Musik wurde sofort ausgestellt, ich lief in mein Zimmer und verschwamd unter meiner Decke. Mir kamen damals erste Zweifel, dass mein Vater in Russland nur auf Hasen geschossen hatte.

Erst die Tränen, dann die Wut, dann die Erschöpfung, irgendwann schlief ich ein, und es war gewiss eine dieser Nächte, in denen ich in einer weiten Prairie in ein gefährliches Abenteuer geriet, und immer, wenn es Spitz auf Knopf stand, rief ich Okko, meinen Traumgefährten: zusammen besiegten wir alle Feinde, und es gab in all den Jahrem, in denen ich diese Serienträume hatte, keinen einzigen, der kein Happy End hatte. Ich weiss nicht, was Okko mit dem Unsichtbaren angestellt hätte, aber er hätte sicher kurzen Prozess gemacht und ihn in die ewigen Jagdgründe befördert. Und mein Radiotrick hätte ihm gut gefallen. Oft spielten sich diese Träume in amerikanischen Landschaften ab, ich las gerne Westerngeschichten, und Robert Fuller aus der Serie „Am Fuss der blauen Berge“ war mein erster Fernseh-Hero. Das war alles vor der Zeit, als ich zum ersten Mal die Kinks und Beatles hörte.

Okko verschwand nach circa zwei Jahren aus meinen Träumen, aber ein Haus weiter wohnte mein Blutsbruder Matthias S. Sein Vater hatte die wunderschönste Spielzeugeisenbahnwelt gebaut, die ich je in meiner Kindheit zu sehen bekam. Mit Matthias zusammen sah ich mein erstes Fussballspiel im Stadion Rote Erde, es ging 2:2 aus, und Uwe Seeler schoss, glaube ich, mindestens ein Tor für die Hamburger. Das hört sich nach behüteter Kindheit an, aber das Grauen schuf sich immer neue winzige Räume; man musste allerdings die Augen weit aufreissen, oder den Blick langsam seitwärts wandern lassen, um sie überhaupt zu erkennen. Ein paar Jahre später las ich alle Kurzgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle, in einer Reihe handlicher Heyne-Taschenbücher, und die Titel der einzelnen Geschichten fanden sich in den Rauchwolken von Sherlock Holmes‘ Pfeife.

2015 5 Apr.

Some Words

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Words, but nothing clear
What channel are you on?
It’s hard to hear.
You speak to the world
From such a feeble system;
So … far away.
The thought, not falling
Just drifting in the early morning.
You pass from the world
Out to the solar system
So … far away,
So … far away.

Die Zeit der Sensationen ist wohl fürs erste beendet. Und das ist eine dezente Untertreibung. Es ist in dieser Saison eine intellektuelle Herausforderung geworden, den Niedergang von Borussia Dortmund von einer europäischen Spitzenmannschaft zu einem Krisenteam zu erklären. Nun, hier das vorletzte Wort in dieser Sache, kurz und ein wenig schmerzhaft. Der Torwart hat seinen Zenit überschritten, Weidenfeller ist kein herausragender Torwart mehr, er wird nächstes Jahr von Mitch Langerak abgelöst, an dessen Sonderklasse allerdings noch leichte Zweifel angebracht sein dürfen. Die Meisterviererkette ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Nach seiner Hüftoperation ist Pischu (a good guy!) nie mehr zu alter Form aufgelaufen, in den beiden Meisterjahren galt er neben Lahm als bester Rechtsverteidiger der Liga. Mats Hummels ist in ein Loch gefallen nach der WM, wird sich allerdings davon erholen. Neven Subotic ist seit Jahr und Tag mein Lieblingsspieler, ein wunderbarer Mensch, aber in seiner Spielkultur ein wenig stagniert. Er konkurriert mit Sokratis um den Posten des zweiten Innenverteidigers. Für 10 Millionen kam zu Beginn der Saison Matthias Ginter aus Freiburg, Weltmeister ohne eine Minute Spielzeit, und er wird auch nie mehr für Nati auflaufen. Ich habe noch nie einen so schlecht spielenden Abwehrspieler gesehen, der so viel Geld gekostet hat. Immerhin hat er die Bundesliga um einige Slapstickeinlagen bereichert. Für den besten Slapstick aller schwarzgelber Zeiten sorgten in Dortmund allerdings Frank Mill und Ente Lippens, die waren allerdings auch ausgefuchste Rastellis. Ganz erschreckend unsere linke Abwehrseite: es ist kaum zu erwarten, dass Durm oder Schmelzer noch jemals in wichtigen Länderspielen auflaufen, sie haben massive Defizite im Abwehrverhalten (Durm) und Flanken (Schmelzer). Ausserdem sollte Jürgen Klopp, der die einzige Konstante ist, und trotz der Seuchensaison ein Klassetrainer ist und bleiben wird, Herrn Schmelzer Fernschüsse kategorisch verbieten. Das Herzstück jeder Mannschaft ist die Doppelsechs: Gündogan liebäugelt mit grösserem Geld und einem Vereinswechsel, zeigt nach langer Verletzung nur sporadisch altes Können. Nuri Sahin, von den Profis der Ersten Liga nach dem ersten Meisterjahr zum besten Spieler der Saison gekürt, bringt nach seiner Rückkehr aus Madrid und Liverpool, auch nur noch 60% seiner Leistungsstärke auf den Platz (lieber Herr Watzke, lieber Herr Zorc, bitte engagiert ein Psychologenteam in der nächsten Saison, und das ist beileibe kein Sarkasmus!) Manni Bender ist ein effizienter Zerstörer, der im Spielaufbau nichts zuwege bringt, und der Käptn, Sebastian Kehl, hört nach der Saison auf. Mit ihm verliert der BVB einen echten Leader. Kommen wir zum offensiven Mittelfeld. Und, gottogott, Mikhitaryan, 2014 beträchtliche Schwankungen, und in dieser Saison die personifizierte Krise. Kagawa, neben Sahin der nächste traurige Rückkehrer. Nie der Alte geworden, und dabei ist er noch so jung. Für den Glanz sorgen Aubameyang und Reus, grossartige Fussballer, ohne die wir wohl noch auf Platz 16 rumdümpeln würden. Kuba braucht noch etwas Zeit, nach seinem Kreuzbandriss, ein weiterer Lichtblick. Keine Witze über Immobile, aber bitte ein schneller Transfer nach Italien! Durch den Paniktransfer (?) von Kampl aus Salzburg (der den Beweis seiner Klasse bis heute nur sehr behutsam andeutete) hat der BVB einmal mehr zu viel Geld ausgegeben, und somit nur noch Spielräume für besondere Neueinkäufe, wenn Stützen des Teams verkauft werden (Hummels, Gündogan), und Fehleinkäufe mit Verlust abgegeben werden. Das wars. Wobei ich Ramos ausnehme. Ich halte ihn für einen tollen Spieler, und weiss nicht, wieso er die Spiele meistens von der Tribüne betrachtet. Das wäre meine einzige kritische Frage an Jürgen Klopp. In der nächsten Saison muss etwas Ausserordentliches passieren im Spiel des BVB, vielleicht die Erfindung eines neuen Spielssystems, aber auch der Fussball ist in der Postmoderne gelandet. Sonst sind Platz fünf bis acht das Normalmass. Es gibt noch Fans, die träumen von einem Pokalsieg in Berlin. Das wäre ein Märchen. Wieder Hunderttausende auf den Strassen, und in der Hafenkneipe meines Vertrauen würde der „Colonel“ alte BBC-Sendungen mit DJ Joe Strummer auflegen, ganz grosses Radio: die knochentrockene Stimme des Clash-Sängers, Nina Simone, Magazine, Wire, und die Titelmelodie von „John From Cincinatti“, eine brilliante HBO-Serie über eine Surferfamilie an der West Coast.

2015 4 Apr.

Jazzities (6) …

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… – Aus dem Jahr 1969: Neil Ardley conductor, director; Derek Watkins, Henry Lowther, Harry Beckett, Ian Carr trumpets; John Mumford, Derek Wadsworth, Mike Gibbs, Tony Russell trombones; George Smith tuba; Dick Heckstall-Smith, Dave Gelly, Jim Philip, Barbara Thompson woodwinds, saxophones; Frank Ricotti vibes, percussion; Jack Bruce double bass, Jon Hiseman drums.

Memories? Fantasies?

 
 

 
 

Auch Ostern mit Robert Wyatt

 

Sehnsucht nach einer neuen Platte von Robert Wyatt! Allein, es wird keine mehr geben.Dann stelle ich mir eben meine eigene neue Robert Wyatt-CD zusammen, auf der werden Songs zu hören sein, – das ist die Idee – die nie je unter seinem Namen erschienen sind, sondern einer Zusammenarbeit mit weiß der Teufel wem geschuldet sind.

An die Arbeit, Ostern naht.

Mein Wohnzimmer, ein Schlachtfeld; die Plattenschränke wagenweit geöffnet, unzählige Schallplatten und CDs liegen verstreut im Zimmer. Ich erinnere mich: als ich in den achtziger Jahren die Arbeit mit dem PC entdeckte und ich die Arbeit mit dBASE erlernt hatte, schwebte mir eine Verwaltung meiner Schallplatten und Kassetten vor und zwar mit einem Programm auf dBASE Basis. Nach Eingabe aller Musiker und Titel meiner LPs und CAs hätte ich mit einem Klick alle Musikstücke unter Wyatt-Beteiligung gefunden. Nach der hundertfünfzigsten Platte gab ich damals auf. Ich wollte lieber Musik hören als diesen Verwaltungs-Mist zu machen. Für heute allerdings hätte ich es leichter.

Hier mein Suchergebnis, hier die neue Robert-Wyatt-CD zu Ostern, bestehend ausschließlich aus Musik unter Wyatt-Beteiligung, nicht unter dem Namen des Meisters erschienen, immerhin 16 Stücke!

 
 
 

 
 
 

Björk & Robert Wyatt: Submarine (aus der LP / CD Medulla 2004)

Various Artists (Robert Wyatt & Hugh Hopper): Amber and Ambrines (aus:Department of Enjoyment 1984)

Various Artists (Brian Eno & Robert Wyatt): Flies (aus: Plague Songs 2006)

Dave Sinclair & Robert Wyatt: Sad Eyes (aus dem Album Stream 2011)

Pascal Comelade & Robert Wyatt: September Song (aus September Song Mini-CD 2000)

John Cage & Robert Wyatt: Expeiences No.2 (Aufnahme über YouTube, unbedingt anschauen, zwingend!,Vocals by Robert

Wyatt; aus Voices and Instruments – Obscure Records No.5 1976)

Paul Haines & Robert Wyatt: Curtsy (aus Paul Haines: Darn it – mit: Paul Bley!, Evan Parker und vielen, vielen anderen wunderbaren Musikern VÖ 1993)

Steve Nieve feat. Robert Wyatt & Muriel Teodorie: La Plus Jolie Langue ( Album Together 2014)

Jeanette Lindström & Robert Wyatt: The River (aus der CD Attitude & Orbit Control VÖ 2010; The River, ein wunderbares Stück)

Ben Watt & Robert Wyatt: A Girl in Winter (aus dem Album The Lady and The Gentle Man: A Songwriter´s Valentine VÖ 2012)

 
 
 

 
 
 

Various Artists Ben Watt & Robert Wyatt: Aquamarine (I´ll Give You My Heart – I´ll Give You My Heart Cherry Red Records 1978-1983)

Various Artists Ben Watt & Robert Wyatt: Another Conversation With Myself (The Cherry Red Records Singles Collection Part.5 2013)

Bertrand Burgylat & Robert Wyatt: This Summer Night (Vinyl Single 2008)

Pete Challis, Phil Diplock & Robert Wyatt: Rangers in the night (ich habe mich nicht vertippt, es heißt Rangers in the night … Aus dem Album Miniatures 1 VÖ 1980)

Anja Gabarek & Robert Wyatt: The Diver (aus der CD Smiling and Waving VÖ 2001, ein tolles Stück, zwingend anhören!!!)

 

Schöne Ostern


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