Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Januar 2015

„We found [Lewis] looking calm, cool and collected, sitting outside a little neighbourhood coffee shop drinking a large hot coffee,“ Light In The Attic said in a statement. They had apparently come looking for him in an unnamed Canadian city, following a tip from one of Lewis´s old friends. „He had no idea about the recent interest in his old records and didn´t seem to care in the slightest,“ they revealed. „We had a check for him but he wasn´t interested … [He] said, I wish you guys all the best. [But] I´m not looking back.“

I recently listened to „L’Amour“ during a long evening, with all those things that make a deep listening session: darkness, candles, and a heck of good wine from the Rhone valley. After Rodriguez, here’s another guy stepping out of the shadows with some beautiful work buried too long in the past, but Lewis dosn’t give a damn. He seems to be in peace with himself. I think his reaction is quite amazing: „L’amour“ certainly is a masterpiece of its kind (fragile, dark, romantic) – and now many people all over the world play this record, and he dosn’t care. Maybe he turned to Zen Buddhism. If anyone is reading this in Canada and can arrange a long interview for the „Deutschlandfunk“, I would immediately buy a ticket for a flight to Halifax. I know he doesn’t seem to be interested in interviews. But maybe he is interested in campfire stories and time traveling.

Der erste Augenblick, in dem eine Lieblingsplatte den Weg kreuzt, ist oft unvergesslich. Man hört die ersten Takte, Sounds, ist sofort gefangen, und kann es gar nicht erwarten, bis man das Werk in Händen hält. So ging es mir in einem Sommer der Siebziger Jahre, als ich auf Wangerooge zwei Wochen Urlaub machte, mit einem Transistorradio, einem Heyne-Taschenbuch (Truffaut interviewt Hitchcock), und Elke Maria Zum Deich. Die Frau fand ich auf der Insel, die Lieblingsplatte im Radio. Michael Naura sass am Mikrofon. Ich weiss nicht mehr genau – hörte ich das eine Stück, das meine Ohren so weiträumig öffnete wie eine Fluchtlichtanlage das Westfalenstadion, in dem kleinen Zimmer der Pension, oder mit Knopf im Ohr auf der Promenade an einem regnerischen Nachmittag? Vier Mann spielten auf, ich kannte sie alle, und jede Platte, auf der diese Cracks auftauchten, war damals eine kleine Offenbarung. Das Cover war beeindruckend, das Naturmotiv nahm nur einen kleinen Raum auf einer ansonsten monochromen Fläche ein, und als ich, viele Jahre später, den Leader dieses Quartetts nach diesem Album befragte, gab er ein leises Seufzen von sich, denn er wusste, dies war einer der Platten, von denen Kritiker zurecht sagen durften: „Here he has painted his masterpiece.“ Wie nun, werte Jazzfreunde, heisst dieses Album, wer war der Hauptkomponist, und wie heisst das Stück, das uns u.a. einige neue Flötentöne beibrachte – und Seite 2 der Schallplatte eröffnete?

 

 
 
 

In dem aktuellen The New Yorker schreibt Alex Ross ueber Meredith Monk – er beschreibt hauptsaechlich ihre Stimme. Ich habe sie einmal gesehen. Ihr Auftritt aenderte komplett meine Ansicht ueber sie. Ich mag diese Gretelchen, die Schwaenzelchen suchen, nicht. Auch Stockhausen’s Zweitweib traegt diese Schulmaedchenfrisur. Als ich die Monk-Stimme hoerte, war ich sofort begeistert. Was fuer ein Klang und Koerper. Das ist hoechste Stimmenkunst. Seitdem interessiert mich diese Frau, sie ist ein meltingpot der Kuenste. Sie kann so viel: singen, tanzen, Opern schreiben, auffuehren, performen, filmen … Sie ist „Our Lady of late“. Alex Ross hat ihr neues Stueck „On Behalf of Nature“ im BAM gesehen. Ein Verehrer, wie ich. Gibt es einen vergleichbar maennlichen Kuenstler?

 
 
 

 
 

 
 

 
 
 

Dieser Moment vor dem Deutschlandfunk beseitigte jeden Zweifel: der Motor meines Toyoten frisst zuviel Öl, ich hatte den Ölstand mit der Taschenlampe meines Smartphones kontrolliert nach 1000 Kilometern, und wusste: eine Reklamation ist fällig. Es ist nämlich extrem selten, dass bei einem Toyota Yaris so ein Phänomen auftritt. Diese Sache, resultierend aus dem Moment mit der obigen Kennung, ist so fesselnd, dass sie hier nicht vorenthalten werden darf. Geht Toyota nach lächerlichen 125.236 Kilometern auf meine Bitte einer Kulanzregelung ein, und baut kostenfrei einen neuen Motorblock ein, oder soll ich die Kiste bis zum Kolbenfresser fahren? Das Ende wäre ein brennender oder schlicht seinen Geist aufgebender Motor auf einer Autobahnraststätte. Und das nach Jahren durch dick und dünn. Mit mir als Stammkunde. VW, Mercedes, BMW, no way. Jedes Auto hat seinen Tag, dieses hat seine Nächte. Erinnert sei an den Lastwagen, der ihn durch harten Regen jagte, als wäre er ein lebloses Blechwesen, an die Fahrertür, die einem Polen das Nasenbein brach, an Fahrten an die ferne Ost- und Nordsee. Nur wenige wissen, dass dieser Toyote nachts gerne aufheult, zwei BVB-Wappen trägt, und auf den Namen John F. Kennedy hört. Aber, wäre er ein Künstler, er würde sich im Rampenlicht der Jazzkeller herumtreiben und hinter seinem Drum Kit hocken wie ein leidenschaftliches, wildes Tier. Wie ein Cortazar’sches Cronopium. Unzähmbar. Auf Fotografien, Schnappschüsse würde er allergisch reagieren, wie Keith Jarrett: „Music is for the ears, not for the eyes.“ Sein Akzent kommt, ungewöhnlich genug, aus dem nördlichen Dakota.

2015 8 Jan.

2014 moment no. 6

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A day has 6,400,099,980 moments … (Dōgen/Ozeki)
 
 
 

 
 
 
2014 MOMENT: no 6 [ ©FoBo_HenningBolte ]
 
 
SERIE – no. 1, no. 2, no. 3, no. 4, no. 5
 

2015 8 Jan.

Pynchon: Der Film

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Morgen (09.01.) erscheint der Soundtrack zu „Inherent Vice“, dem neuen Film von Paul Thomas Anderson (u.a. „There Will Be Blood“, „The Master“, „Magnolia“). Verantwortlich für den O.S.T. ist – wie schon bei Andersons beiden letzten Filmen – Radiohead-Gitarrist Johnny Greenwood. Neben neun Eigenkompositionen von Greenwood enthält der O.S.T. Beiträge u.a. vom The Royal Philharmonic Orchestra, Neil Young, Can und The Marketts.

„Inherent Vice“ startet am 12.02. in unseren Kinos. Der in den USA und England mit hervorragenden Kritiken aufgenommene Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Thomas Pynchon, und mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Owen Wilson, Benicio del Toro besetzt.

Since yesterday evening Ralf Huetter is turning on his KRAFTWERK with three assistants beside him in the Nationalgallery in Berlin. The Duesseldorf Band will play every evening in this museum until the 17th of February. The Nationalgallery will be completely renovated and therefore the music making robots should offer a heavy dose of culture, said our cultureminister Gruetters. Another former member of KRAFTWERK, Michael Rother, will be on stage in Duesseldorf [Zakk, 1.Feb.] The reason why he left KRAFTWERK was his guitar, which he didn’t want to abandon. He founded the Krautrockband NEU! But he left this band too, in order to live in a hippycommunity. When David Bowie, who was working then with Brian Eno in Berlin in the Hansa Studios, asked Rother, if he wants to accompany him in the song „Heroes“, he said no. Michael will play in Duesseldorf with two other musicans: Franz Bargmann on guitar and Hans Lampe will play the drums. What a delicacy!

2015 7 Jan.

2014 moment no. 5

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A day has 6,400,099,980 moments … (Dōgen/Ozeki)
 
 
 

 
 
 
2014 MOMENT: no 5 [ ©FoBo_HenningBolte ]
 
 

SERIE – no. 1, no. 2, no. 3, no. 4
 
 

 

 
 
 
Salut und Abschied
 
 

2015 7 Jan.

Congeros

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Chano Pozo Y Su Conjunto Azul – Ave Maria Morena 1946
 
 
 

 
 
 
V I D E O
 
 


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