Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Oktober 2014

Official Trailer

 

Thomas Paul Anderson hat schon einige Filme gemacht, die unvergesslich bleiben, „Magnolia“ zum Beispiel, „There Will Be Blood“, oder, unterschätzt, „Punch-Drunk Love“ (beste Rolle, die der Komiker Adam Sandler je spielte!). Exzellente Kritiken heimst er derzeit ein in den USA für seine Verfilmung des Thomas Pynchon-Romans „Inherent Vice“, der hierzulande unter dem Titel „Natürliche Mängel“ erschien. Johnny Greenwood ist einmal mehr für den Soundtrack verantwortlich und hat dafür einen Radiohead-Song aus dem Jahre 2006 ausgegraben. Die Stimme aus dem Off stammt von Joanna Newsom, die aber wohl keiner Harfe spielt. Die Detektivgeschichte aus dem alten Kalifornien ist leicht drogenumschwirrt, und die Hauptfigur erinnert ein wenig an den mitteljungen Neil Young, der auch schon Koteletten trug. Und nur bei Pynchon können Detektive Larry „Doc“ Sportello heissen!

2014 24 Okt.

Fading away

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„Can’t you see us fading? / Soon there won’t be anyone there.“

2014 24 Okt.

Always Look at the bright Side of life

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Gute Nachrichten für Monty Python maniacs. „Zwei lange verschollene Folgen einer früheren Sketchshow der Monty Python Macher John Cleese und Graham Chapman sind wieder gefunden worden. Sie werden erstmals seit fast 50 Jahren wieder gezeigt.“ (RP)

 

 

 
 
 

Reissues of 4 albums recorded 1992 – 1997 with exclusive bonus content. The albums cover the gamut of Eno styles – exquisite ambient miniatures, immersive hour-long drones, Fela Kuti-inspired polyrhythmic funk, and even vocal-led deconstructed pop songs.

Each 2CD edition comes in deluxe casebound packaging and contains the original album on the first disc alongside a second disc of unheard or rare music from the Brian Eno archives.

Nerve Net includes the first ever commercial release of legendary lost Eno album My Squelchy Life; The Shutov Assembly features an album’s worth of unreleased recordings from the same period; Neroli includes an entire unreleased hour-long Eno ambient work New Space Music; and The Drop includes 9 rarely heard tracks from the Eno archives.

Each album is accompanied by a 16 page booklet compiling photos, images and writing by Eno that is relevant to each release.

3 of the albums are also being made available as gatefold double vinyl release containing the original audio only, but accompanied by a download card and containing printed inner sleeves with the content from the CD booklets.

2014 23 Okt.

The Fighter (Sancho)

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„Hey now now, hey now now
Blocking out my anger
Finding my religion
I might be a Pagan“

(Neil Young, Driftin‘ Back)

Anouar Brahem hat seine neue im November erscheinende Arbeit u.a. mit einem Streichensemble aufgenommen. Ich bin gespannt, ob die Violinen und Violas mehr europäisch oder nordafrikanisch klingen. Neil Young erfüllt sich einen Traum und veröffentlicht eine Platte mit grossem Orchester, und natürlich jeder Menge Streichern. Neils Musik war für mich in ihren vielen High- und wenigen Downlights lebensbegleitend. Aber ich fürchte, hier könnte der hemmungslose Kitsch die Oberhand behalten. Trotzdem kann ich mir vorstellen, die Musik zu mögen, womöglich als alternative Weihnachtsmusik oder Mini-Regressionstherapie. Am meisten bin ich gespannt auf Robert Wyatts Biographie. Karl Lippegaus wird sie in meiner Ausgabe der JazzFacts am 20. November vorstellen. Für Robert Wyatt-Einsteiger erscheint bei Domino Records – begleitend –  die feine Kompilation „Different Every Time“ mit der Sternstunde „Moon in June“, der Fassung des Albums „Third“ von Soft Machine. Es wird auch eine (Auto?-)Biographie von Herbie Hancock erscheinen, „Possibilities“. Eine Biographie von Keith Jarrett. Allerdings dauert es noch mit der Veröffentlichung. Wolfgang Sandner schreibt noch daran, Amazon et al dürfen die Veröffentlichung getrost auf unbekannt verschieben. Und eine Autobiographie von Marianne Faithfull. Ach, da fallen mir doch gleich die Streicher ein des wundertraurigsten Stückes ihres neuen Albums, „Late Victorian Holocaust“, den Nick Cave Marianne auf den Leib geschrieben hat. Und die filmische Dokumentation zum Leben von Nick Cave hat zweifelsfrei Klasse. Jetzt im Kino hierzulande. Dann aber auch „Frank“ auf BluRay gucken – basiert auf der wahren Geschichte eines mittlerweile toten Musikers mit einer bipolaren Störung. Creepy. Thrilling.

2014 22 Okt.

Kaffeerahmdeckeli

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Manche Dinge sind so herzzerreißend blöd, dass sie schon wieder gut sind:

nzz.ch/newsticker …

2014 22 Okt.

Samstagmorgen, Ein Uhr Dreissig

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2014 21 Okt.

Soused

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Als ich Scott Walker in der letzten Woche in London traf, in einer ruhigen Gegend nahe Holland Park, erwies er sich als weitaus zugewandter, freundlicher, als man sich so eine Begegnung mit einem der widerständigsten Komponisten und Sänger der jüngeren Musikgeschichte vielleicht vorstellt. Die Arbeit mit der Gruppe Sunn O))) enthält Tiefe und Schroffheit, Verstörung und Unheimlichkeit, seltsame Schönheit und phantasievolle walls of sound. „Ich kam erst später ins Studio“, erzählte er mir, „mein Ko-Produzent und alter Weggefährte Peter Walsh hatte alle Mikrofone platziert, Sunn O))) war schon voll in Aktion, und Peter rief mich an, sagte: wir sind fertig, Scott, hör dir das mal an. Und als ich das Gebäude betrat, war das Gesicht des Tonassistenten bleich. Ich fragte ihn, was los sei, und er antrtete: es ist so wahnsinnig laut da drin! Und ich öffnete die Tür und das war wie eine Explosion. Kaum Licht, fast völlige Dunkelheit. Es war, als hätte ich eine Feuerungsanlage, einen Glutofen, betreten. Wir nahmen ja auf meinen früheren Alben die Gitarren auch wirklich sehr laut auf, nahe am Anschlag, aber das, was O’Malleys Band veranstaltete, war, im Vergleich, unglaublich.“ (m.e.)

 
 
 

 
 
 

Soused is surprisingly melodic, Sunn O))) provide a menacing but rich backdrop to Walker’s distinctive baritone.“ The Guardian *****

„A distinctly perverse pleasure.“ Q ****

„The most accessible Scott Walker album since Tilt, perhaps even longer.“
Uncut (8/10)

„Rich in imagination and surprisingly accessible.“ The Observer

„At once jarringly astringent yet melodiously memorable.“
The Independent – Album of the Week ****

„A powerful mix of dramatic, slow-moving sounds and Walker’s melodies and narratives“ MOJO ****

„An endlessly compelling work, the match between singular solo artist and the pivotal group every bit as thrilling as you’d expect.“ FACT ****

„… the work submerses the listener in its suffocating substantiality.“
Tiny Mix Tapes (4.5/5)

„The matchup is inspired.“ Financial Times (4/5)

„Soused moves from the monumental to the intimate: a retrograde zoom from the apocalyptic desert, the broad river, to the room, the body, the mind. In doing so it’s a compelling and highly listenable work.“ The Quietus

„This is Sunn O))) at their most playful, and Scott at his most enjoyable.“
The Line Of Best Fit (10/10)

„For those who relish an opportunity to experience the dark magic of creativity cubed, this is 2014’s most irresistible beckoning finger.“ Metal Hammer (9/10)

„Truly astonishing.“ Loud & Quiet (9/10)

„An exemplar of contemporary boundary-pushing art to be consumed slowly and patiently.“ Under The Radar (8.5/10)

„Cleverly pitched, constantly engaging, and finally, triumphant.“ NME (8/10)

„An uneasy, intuitive, idiosyncratic masterpiece.“ Clash (8/10)

„This astonishing collaboration … is unnerving but effective.“ The Sun ****

  1. Dronemusik hören von Lumen Drones  (7.30 – Weckruf des weissen Hundes)
  2. Selbsterteilte Lizenzen
  3. Staunen über den Stil des Romans „Lebt“: fast unterkühlt und doch wahrlich bewegend
  4. Regenspaziergang über zwei Hügel (der versprochene Sturm blieb leider aus)
  5. The Beatles: White Album, Seite 1, aus der Mono-Vinyl-Edition (ich bin wieder 15 Jahre alt)
  6. Ein sexueller Tagtraum
  7. Der hochdotierte, selbsterteilte Auftrag, eine ganz bestimmte CD ohne Fachtermini in geschliffenem Englisch mit kleinen Fehlern zu posten (und von einem Hörer hören, der sie sich dann besorgt)
  8. flashback: „she’s not a girl who misses much“
  9. Die von einem Schmunzeln begleitete Erinnerung, dass der erste Kinks-Fanclub auf Amrum gegründet wurde
  10. liegt in der Luft
  11. flashback from yesterday: the tablas on „Within You, Without You“ sound like hailstones on the mono-version (i’ve never heard it that way)
  12. liegt immer noch in der Luft

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