Manafonistas

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Archiv: September 2014

2014 26 Sep

„Eggs Laid By Tigers“ – ein Konzertbericht

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aaltra chemnitz, 24.9.2014
 
Ich muß Henning für diesen Tipp danken, zwar hatte er das Video zu „Do Not Go Gentle Into That Good Night“ vor langer Zeit schon einmal gepostet, aber das ist lang her …

Wie klingt nun eine Band, deren viertes Bandmitglied Dylan Thomas ist? Mit den typisch kopflastigen Lyrikvertonungen haben sie, zum Glück, nichts am Hut. „Erfrischend anders“ wäre wohl die beste Bezeichnung für die Art ihrer Songs. Keine Kunstlieder, sondern poetisch, melancholisch, balladesk, verträumt – und doch trifft das alles nicht so richtig zu.

Songs ohne Schubladen. Was vor allem daran liegt, das Jonas Westergaard und Peter Bruun eigentlich vom Jazz her kommen und dort auch sehr erfolgreich sind. Jonas spielte schon ua. mit John Tchicai und im Trio Spoom von Schlagzeuger Christian Lillinger, um nur einige zu nennen. 2006 erhielt er den Spezialpreis des Danmarks Radio. Peter spielt aktuell im Trio Beloved mit Django Bates und Peter Eldh. Der dritte im Bunde Martin Ullits Dahl, schreibt ua. Bühnenmusiken.

So singen die Freunde von Dylan Thomas Lieder, die irgendwie ganz anders klingen.
Leider waren recht wenige Menschen gekommen. Aber die, die gekommen waren hatten ihren Spass, mit dieser erfrischen Mischung aus anspruchsvollen Texten und phantasievoller Musik.

Vorgetragen von einer Band, die eigentlich alle etwas ganz anderes machen und die doch, mit Dylan Thomas im Bunde, eine Form gefunden haben, die anspricht, Lust auf mehr macht und dazu noch grossartige Musiker, ohne Frage. Ende Oktober kommt ihre neue Platte “The Red Eyed Earth“ raus, das werden wir uns merken müssen.
 
Die nächsten Termine sind:

26.9.2014 Düsseldorf, Kassette
27.9.2014 Villingen / Schwenningen, Cafe Limba

2014 25 Sep

Eierzeit continued

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Eggs Laid By Tigers on the road #1 Berlin, sept. 21st
 
 
VIDEO You Shall Not Despair (Dylan Thomas)
 
 
 
 

 
 

2014 25 Sep

Der Lieblingsstrand

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Die Praia de la Costelejo (so ähnlich heisst sie, im Moment steht mir nicht der Sinn nach Reiseführern) erklärte ich rasch zu meinem Lieblingsstrand. Mit der ausgebauten Strasse von Bispo leicht zu erreichen. Gestern schon zum zweiten Mal dagewesen, im Discman lief, zwischen zwei Gängen zu den Wellen (eine sehr kräftige Brandung!), „Cease To Matter“ von Burnt Friedman und Daniel Dodd-Ellis. Diese Musik unterläuft mit ihrer schrägen Beats die 4/4-Motorik von Techno, und es passieren bei Burnt Friedman sowieso überraschende Dinge: nichts zirkuliert so lange, dass man sich von einem Loop gefangen fühlt. „I’m wearing my coffin over my head, wrapped in linnen when I’m dead“: solche Zeilen geistern durch dieses spoken-word-Electronica-Album. Der Blick auf die Wellen, und diese Musik – Stoff zum Einssein mit dem Strand (nein, auf keinen Fall was fürs CT, Wolfram!).

Ich schaute mir die Bucht lange an. Vorgestern, gestern, heute. Es gibt drei „Wellenzonen“. Auf die erste triffst du schon früh, wenn du ins Wasser geht. Eine ungeschickte Bewegung, und du landest auf dem Sandboden. Nicht weit rechts und links von dir hockt unangehmes Felsgestein im Wasser, da hältst du dich besser fern. Dir gefällt die Zone zwischen der ersten und zweiten Wellendünung besonders gut. Da musst du mächtig hochspringen, wenn sich die Gischt bricht, sonst wirst du mit Wucht überspült, und rappelst dich wieder hoch. Du achtest darauf, nie tiefer als bis zur Hüft- oder Schulterhöhe im Meer zu sein. Die dritte Zone: faszinierend hoch, da siehst du nur Surfer. Als reiner Schwimmer ohne Flossen, ohne Brett: gute Nacht.

Ich wundere mich, wie wenig Menschen hier baden. Morgens um 11 ist es noch recht leer, Surfer, ein paar Sonnenanbeter, und ich bin rasch wieder hinter der ersten „Zone“: in meinem Element, denke ich. Ich bemerke nicht, wie ich von einer Seitwärtsströmung in einen anderen Raum getrieben werde, mit jedem Sprung über die Gischt etwas mehr, ich vergesse zurückzuschauen, und will nun, die Brandung wird kurztaktiger, was ist hier los, zurück ans Ufer.

Beim Rückwärtsgehen gerate ich in eine Untiefe (es muss doch eigentlich Tiefe heissen), verliere den Boden unter den Füssen. Als ich auftauche, trifft mich eine weisse Gischt, ich bin nicht mehr in meinem Element, und ich werde weiter seitwärts gerissen, schlage auf einem Felsen auf, ich finde keinen Halt, es ist glitschig, die nächste „Tiefe“, ich reisse eine Hand hoch und rufe in den folgenden Sekunden, die bald eine ewige Minute währen, um Hilfe, wie noch nie in meinem Leben!

Ich schlage mich wiederholt an spitzem Fels, rutsche unter die Brandung, schlucke das Meerwasser. Aus den Augenwinkeln sehe ich niemanden kommen. Todesangst. Die nächste Welle erwischt mich und wirbelt mich Richtung Ufernähe. Der Atem rast. Aber ich spüre den Sand unter meinen Füssen. Bleibe eine Weile so stehen, krümme mich, um etwas Atem zu holen, und blute wie Sau. Der „Life Guard“ ist mittlerweile da, mit radebrechendem Englisch begleitet er mich zu seinem Kabuff, und sprüht Desinfektionsmittel über die Wunden. Ich sei schon gestern, sagt er mir, zu weit gegangen.

Ungewöhnliche Befindlichkeiten ließen einen Klinikaufenthalt ratsam erscheinen, was den Aufschub einiger Pläne – zum Beispiel des Einstiegs bei den Manafonistas – mit sich brachte.

Es war klar, dass eine zeitgemäße Diagnostik mehrere Aufenthalte in engen Röhren mit sich bringen würde. Die Ärztin rückte die versprochene Tavor nicht raus, die Technikschwester war mit ihren aufmunternden Worten „Wir zwei schaffen das schon“ wenig hilfreich (würde es doch noch enger werden), und die angebotene James-Last-goes-Esoterik-CD verstärkte den Fluchtreflex nur noch weiter.

Das war der Moment, als die „Allein in einer CT-Röhre“-Frage entstand: „Welche Musik würdest du mitnehmen, wenn …?“

Hier die Liste mit anti-klaustrophobischer Musik zum Einswerden mit der Maschine:
 
Lizzy Mercier Descloux – Mission Impossible
Cosa Brava – Soul of the Machine
John Adams – Short RIde in a Fast Machine
Karl Bartos – Atomium
Lucas Niggli – … And You Begin
Kronos Quartett – Sharp: Digital
Ryuichi Sakamoto – Haiku FM (4)
Alva Noto, anbb & Blixa Bargeld – electricity is fiction
Chris Abrahams – Stabilised Ruin
radio.string.quartett – Celestial Terrestrial Commuters
Amadinda Ütöegyüttes / John Cage – Second Construction
Cakewalk – Wired
Big Deal – Dream Machines
Monika Roscher Bigband – Human Machines
Boards of Canada – Gemini
Esbjörn Svensson Trio – From Gagarin‘s Point of View
Brian Eno – sounds alien
Richard Hickox – The Spaceship Takes Off Again
Sun Ra – UFO
Chris Watson – El Tren Fantasma

Morgen ist es soweit, einmal mehr ein großer Tag, ein Tag, an dem ein neuer Roman von Thomas Pynchon veröffentlicht wird. Es soll ja Leute geben, die schon Wetten abgeschlossen haben, wer den jeweils neuen Roman wohl zuerst in den Händen halten würde. Da soll dann der eine einen Buchhändler dazu bewegt haben, besagten Roman schon einen Tag früher herauszurücken, Wette trotzdem verloren! Denn der andere soll sich bereits Tage vorher die Druckfahnen des Romans besorgt haben: Gewonnen!  Blödsinn machen manche Leute … Morgen geht alles ganz seriös zu, ich werde, wenn alles gut geht, mit dem Öffnen des Buchladens meines Vertrauens um neun Uhr den neuen Roman des Meisters in Empfang nehmen. Leider muss ich aber dann für den Rest des Tages arbeiten, am nächsten Tag die 96er im Stuttgarter Stadion nach Kräften unterstützen, aber dann kann die Lektüre beginnen …
 
 
 

 
 
 
Immer wieder spielt ja auch Musik eine Rolle in den Romanen Pynchons. Das Motto des mir neben Enden der Parabel liebsten Romans von Pynchon Gegen den Tag lautet: „It´s always night or we wouldn´t need light“, und es stammt von keinem geringerem als Thelonious Monk. Dieser wunderbare 1596-Seiten-Roman, aus dem ich jetzt am liebsten seitenlang zitieren wollen würde, steht also unter einem Zitat eines der ganz großen Jazzpianisten. Grund genug, den Plattenschrank nach Monk-Platten zu durchforsten und den Abend vor der Veröffentlichung des neuen Pynchon-Romans mit Monk>-Platten zu verbringen, zum Beispiel:
 
Thelonious Monk: Straight No Chaser (Music from the Motion Picture, prod. Orrin Keepnews!)
 

Folgende Monk-Stücke werden dann aber auf jeden Fall aufgelegt: Monk´s Dream Round about Midnight /Hackensack / Evidence / We See / Let´s Call This / Friday The 13th / Skippy / Straight No Chaser / Mysterioso u.a.
 
 
 

 
 
 
Aber halt: Pynchon hat noch ein weiteres Buch unter das Motto eines Musikers gestellt, nämlich Vineland. „Jeder Hund hat seinen großen Tag und ein guter vielleicht auch zwei“ – dieses Zitat stammt von Johnny Copeland. Dieser Bluesmusiker, geboren 1937 in Haynesville, Louisiana, gestorben 1997 in New York, veröffentlichte eine Menge guter Platten. Ich schlage vor, wir beenden den Vorabend der Veröffentlichung von Bleeding Edge mit der 2006 veröffentlichten CD An Introduction To Johnny Copeland, deren letztes Stück „Traveling Blues“ besonders genossen werden muss.
 
 
 

 
 
 
P.S. Vor einer Woche verstarb Kenny Wheeler, 84jährig – ich gedenke seiner mit den Platten  Angel Song aus dem Jahre 1997 (Kenny Wheeler, Lee Konitz, Dave Holland und Bill Frisell) und Double, Double You aus dem Jahre 1984 (mit John Taylor, Dave Holland, Mike Brecker und Jack DeJohnette.

2014 25 Sep

Ungleichgewicht

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Gestern kam mit viel Hallo in den örtlichen Newsmedien der Senator Jim Ferlo „out of the closet“.

So erfreulich ich das einerseits finde, so denke ich doch jedesmal, wenn ich solche Nachrichten lese: Solange von Homosexuellen, welchen Geschlechts auch immer, ein „coming out“ erwartet wird, von Heterosexuellen aber nicht — so lange ist in unserer Gesellschaft irgendetwas noch im Ungleichgewicht, egal, wie aufgeklärt sie sich gibt.

Die Aufnahmen für das neue Supersilent-Album wurden im Emanuel Vigeland Mausoleum in Oslo gemacht. Es ist ein besonderer Raum mit einem natürlichen Hall zwischen 12 und 19 Sekunden. Hier wurden eine ganze Reihe von Aufnahmen gemacht, u.a. für das letzte Solo-Album von Stian Westerhus, The Matriarch …, und kürzlich noch für ein Solo-Album des Akkordeonisten Frode Haltli, das demnächst erscheint.
 
 
 

 
 
 
In meiner zweiteiligen Vigeland-Radioserie sind Aufnahmen der norwegischen Gruppen Huntsville und Spunk sowie Teile aus dem Solo-Album von Stian Westerhus ON DEMAND verfügbar (zu mehr als 90% Musik).
 
 
 
RADIO ON DEMAND Vigeland-Serie 1 – Spunk, Stian Westerhus
 
RADIO ON DEMAND Vigeland-Serie 2 – Huntsville, Stian Westerhus
 
VIDEO
 
 
 
 

 

 

 
 
 
… war am Montag in der Post ! .-)))
 
„Die Weihnachtsgeschichte“ von Charles Dickens, unzaehlige Male verfilmt — mir ist der Film mit Michael Caine als Scrooge und den Muppets in weiteren Hauptrollen in Erinnerung geblieben.

Nun als schoenes Buch in der Insel Buecherei erschienen; neu uebersetzt von Eike Schoenfeld – und illustriert von FLIX, den zumindest Martina von seinen „Schoene Toechter“ Comics kennt.

Enigmatic, abstract, violent, absurd. Stick SOUSED on a C120 with „Lulu“, take it on a family holiday, and you probably have grounds for divorce. (Louis Pattison)

Leonard Cohen turned 80, and there’s a lot of praise to be read in these days about his masterful murmuring and mix of dark wit and last-man-standing-melancolia of POPULAR PROBLEMS. Great album, „Nevermind“ is the outstanding track, in my ears. (8/10)

Another mastress of passionate songwriting, Lucinda Williams, crossing the 60th-year-on-earth-zone a while ago returns with her dark take on country, soulful ballads beyond the night bar comfort zone of the Gregory Porters of this world, and there are some „Southern gothic“ traces to be found on her new double album  DOWN WHERE THE SPIRITS MEET THE BONE (7/10). Anger and longing, fierceness and calm on several songs in nearly perfect unison.  Some „standard moments“, yes, but it’s one of the strongest female Americana voices around, she’s even digging deep, if  she’s following her own peculiar „mainstream“ full of shadowy figures, dark eroticism and right time-wrong place-sceneries.

The forthcoming collaboration of Scott Walker (who crossed the line of turning 70 some time ago) and Sunn O))) is as exciting as everybody who has a deeper relationship with these extreme characters of radical singing and experimental metal areas might have hoped for. (9/10)

In the line of „genre transcending“ (I’m so sorry for this phrase) „pop avantgardists“ (I´m sorry for this phrase, too) who left their footprints and inspirations in the ten years of Kristiansand’s „Punktfestival“ (Brian Eno, David Sylvian, Laurie Anderson), Scott Walker would be the logical next step.

Erik Honore, artistic director of Punkt (since 2005, with Jan Bang at his side), has just released a fantastic album on Hubro Records in Norway. The problem is: it will first be released in great parts of Europe near the end of November, so just make a mental note. I’ll try to find out how you can already get a copy of this „slow-motion-excellence“. HELIOGRAPHS (9/10) will be our record of October (here on manafonistas.de), and I have written a very long English review with a few sidesteps.

Returning to Scott Walker one more time: in the November edition of „Uncut“, Louis Patton has written an insightful review on SOUSED even managing to reveal the pitch black humour inside of some of Scott’s lyrics that are conventionally associated with pure horror that make look some early Stephen King books like children’s Halloween delight.

Now this coffee table monologue makes a special turn, cause from now on, I ‚m speaking about forthcoming albums I haven’t heared yet, but they all may deserve high expectations.

Of course, one strong lead is again directed to the North of Europe. Arve Henriksen, Helge Sten and Stale Storlokken are „Supersilent“ and went into a reverberating mausoleum that forced them to play different, and to make the long echoes a fourth member of the band. After listening to the final mix of Helge Sten, Arve told me (and is this not one of the best things a musician can say after a recording): „This are we? Supersilent?“ „SUPERSILENT 12“ will be out soon (in the good record shops, and can easily be ordered via runegrammofon.no).

I’m keen to listen to another Scandinavian „all-star-all-sound-hunters-trio“ that will be their first ECM release though their history goes a long way back. OUTLAND is the title of Jokleba’s new work. The always-underestimated Per Jorgenson plays trumpet, kalimba, flute, and sings; Jon Balke plays electronics and piano; Audun Kleive closes the circle with electronics, drums and percussion. ECM headquarter speaks of „freely created pieces which hint at relationships between inspiration and instability.“ Produced by Manfred Eicher, I suppose.

Produced by Daniel Lanois: another guarantee of high quality work, most of the time. I can’t stand U2, even if God himself might sit at the controls. I’ve always felt close to Dan’s solo albums, and now here comes another one, after quite a long silence, on October 23rd. “FLESH AND MACHINE” was, as the press info is telling us, „initially conceived as an ambient album, and tracks such as ‘Forest City’ take the classic Brian Eno albums that Daniel Lanois worked on Ambient 4: On Land (1982) and Apollo: Atmospheres And Soundtracks (1983) as a wonderful bedrock to stand on to see the sonic future. The album bristles with new ideas. He spent countless hours processing an array of source sounds – steel and electric guitar, piano and human voice to create the sound palette that is Flesh and Machine.“ Let’s hope for the best!

Denovali Records has found its way into my radio show at the beginning of this year with a wonderful vinyl album of Ensemble Economique, called INTERVAL SIGNALS. I used this music as „entrance area“ for my „Electronic Griot“-lecture at the 10th Punktfestival. And Thomas Köner sent me a new piece for that „radio performance“, one of his „Tientos“.

Now, in October, and on Denovali Records, TIENTO DE LAS NEVES will be released, as double vinyl, CD and digital download. Denovali Headquarters announce it this way, and that might ring some bells: „Upon producing this tiento, Thomas Köner had a strong and clear sensation of a large white space. Norwegian explorer Fridtjof Nansen has always been an important figure for Köner. In a quote from his expedition account ‚Farthest North‘, Nansen constructs a synthesis between love and snow.“ No reason anymore to be worried on long winter nights: some red wine, some candle lights, some of you might even own chandeliers, and we’ll meet on the other side. Music takes you places!

So wie die Voraussetzungen für das Sprechen und Schreiben das Schweigen und Zuhören sind, ist das Musikhören bedingt durch Stille. Ich liebe diese Zeiten vollkommener Ruhe. Nun will ich hier gar nicht damit anfangen, mit welchen akustischen Störquellen ich in meinem Leben schon konfrontiert war. Das wäre wirklich deprimierend. Ich erwähne nur am Rande die große Betonplatte direkt unter meinem Erdgeschossfenster im Studentenwohnheim, die exakt an dem Tag, an dem ich mit der Examensvorbereitung beginnen wollte, von zwei Männern mit Presslufthämmern klein geschlagen wurde, und die begannen immer schon am frühen Morgen: Und es zog sich Monate hin.

Zeitsprung.

Kürzlich gab mir jemand den Tipp, sich in einem Hörakustikgeschäft einen individuell angefertigten Hörschutz aus Silikon anfertigen zu lassen. Inzwischen habe ich mich beraten lassen und es liegen bereits professionelle Abdrucke meiner Innenohren vor. (Wieso unterkringelt Word hier meine Innenohren? Ist etwa irgend etwas falsch daran?) Falls es jemanden interessiert, denn so bekannt ist das nicht, wie mir die Hörakustikerin (wieso unterkringelt Word dieses Wort nicht?) bestätigte: Es gibt jenseits von Ohropax & Kollegen noch eine ganz andere Liga an Schutzmöglichkeiten.


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