Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2012 25 Juli

Mexico

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A Song sung by James Taylor, from the Album Gorilla (1975):

Way down here you need a reason to move | Feel a fool running your stateside games | Lose your load, leave your mind behind, Baby James | Oh, Mexico – it sounds so simple I just got to go | The sun’s so hot I forgot to go home | Guess I’ll have to go now | „Americano“ got the sleepy eye | But his body’s still shaking like a live wire | Sleepy „Señorita“ with the eyes on fire | Oh, Mexico | It sounds so sweet with the sun sinking low | Moon’s so bright like to light up the night | Make everything all right | Baby’s hungry and the money’s all gone | The folks back home don’t want to talk on the phone | She gets a long letter, sends back a postcard; times are hard | Oh, down in Mexico | I never really been so I don’t really know | Oh, Mexico | I guess I’ll have to go …

„Mexico“ reminds me of a guy I dated years ago. We broke up and while it wasn’t nice at the time, it’s a real relief now that some time has passed. Being „down in Mexico“ is being away from your troubles and escaping the pressures of real life. It’s dreaming of life beyond the current set of issues and relaxing in the moment where you know it’ll all end up okay. (megznz)

Our friends, The Bensons, invited us to Cabo San Lucas last April and each day we’d spend the day on the beach. At 3:00 each afternoon our friend put on his tape of JT singing this song. It was an anthem to our escape to paradise. James really put some heart into this song and the song is never dated. I believe it was written in the 70’s and here 30 years later is still applies to our visit to paradise. (jackdog)

I love this song … i remember going to a friend of the family’s house for parties and dinner and all the time we’d listen to james taylor … and little 7 year old me would sing and sing w/ this song for eve … dunno why but i love it … also … wheres all the comments … there are hardly any for any james taylor songs … come on guys. (mollyc)

(source of comments: songmeanings.com)

2012 25 Juli

Yet it isn’t retro

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„Frank Ocean is fantastic“, says producer/musician Guy Sigsworth, whose Punkt 2011-Performance with Nils Petter Molvaer will be broadcasted on August, 10th at the Deutschlandfunk, „reminds us of the best 70s R&B – Stevie Wonder, Marvin Gaye – & the best downtempo bits of 80s Prince – yet it isn’t retro. I love it!“ Michael will sit behind the microphone (in case he’s surviving his balloon flights.)

Frank Ocean is a new master using old sources (and contemporary plastic-free sound design). There will be some old masters who will come up with their own old sources producing new songs: Bob Dylan, Ry Cooder and John Cale. And Bettye Lavette! Retro? Well, „Retro“ is a lonesome town, and, not the baddest choice, the name of an old bar where they offer the real deal, Canadian Molson.
 
 
 

 

2012 25 Juli

Knocking on Heaven´s Door

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Reinhold Messner ist der wohl weltweit bekannteste Extrem-Bergsteiger und Grenzgänger. Er ist aber auch Politiker, Buch-Autor und Museums-Gründer. In seinem „Messner Mountain Museum“ auf Schloss Sigmundskron bei Bozen besucht ihn denn auch Tonspur-Moderatorin Nina Brunner. Er verkörpert den Bergsteiger par excellence: Reinhold Messner. Der 68-Jährige hat den Mount Everest als erster ohne zusätzlichen Sauerstoff bestiegen (1978). Er war auf allen 14 Achttausendern dieser Welt. Durchquerte die Wüste Gobi, Grönland und die Antarktis. Unzählige Bücher stammen aus seiner Feder. Die Grenzerfahrungen im Gepäck bietet Messner heute Seminare für Manager an. Er politierte eine Zeitlang für die Grünen und gründete das „Messner Mountain Museum“. In der Tonspur erzählt uns Reinhold Messner, warum er beim Bergsteigen gar keine Musik hören muss. Und nicht zuletzt ist auch der (schwierige) Umgang mit dem Älterwerden ein Thema in dieser Tonspur … (3Sat)

2012 23 Juli

Upa!

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„Virge! Que coisa mais linda!“ müssen die Passanten ausgerufen haben, als sie 1969 eine singende brasilianische Schönheit in ihrer Stadt erblickten. Elis Regina in London, was für eine schöne Sache. Noch schöner: ein Dokument dieser Begegnung ist jetzt bei Soul Jazz Records wiedererschienen – fully remastered, featuring complete original artwork.

In Brasilien werden Musiker wie NationalheldInnen gefeiert. Elis Regina ist eine von ihnen. Was ihren Mythos noch steigert, war ihr früher Tod. Mit sechsunddreissig Jahren wurde sie Opfer der Unverträglichkeit von Kokain, Alkohol und Benzodiazepam.

Ihr Gesang hatte eine exzessive und später auch dunkle Note, und gab dem oftmals recht handzahmen Bossanova ein radikales Flair, das ich sehr, sehr schätzte, als mir 1986 erstmals ihre Musik offenbart wurde. Besonders in Erinnerung ist eine Aufnahme ihres furiosen Auftritts beim Montreux Jazz Festival, durch das sie wie ein Feuerwerk fegte.

Gut zwanzig Jahre lang prägte die Militärdiktatur das Land, von 1964 bis 1985. Natürlich war die Musica Popular Brasileira auch eine Bewegung gegen das Regime – zu ihnen gehörten Chico Buarque, Caetano Veloso, Gilberto Gil, Gal Costa … und Elis Regina. Trotz kritischer Worte („ruled by gorillas“), das Gefängnis blieb ihr erspart: sie war zu populär.

Wer könnte dem auch widerstehen: „Patapa tri tri tri tri – tri Badabá!“

 

Upa Neginho – Elis Regina/ Komp. Edu Lobo

 

„One more, one more, one more, one more
I got one more arrow in my bow
And as I let it go
Just watch my flow“ (Jimmy Cliff)

 

Ich habe es endlich geschafft, Jahrzehnte nach meinem ersten und letzten Campingurlaub trete ich meine erste Reise mit dem Fesselballon an. Im guten alten England. Eine Woche Minimum. Over the green fields of Kent. Ohne Ipad, ohne Mobiltelefone (ausser für Notrufe!). Mit alten Freunden von der Insel, die aber eher mit „survival techniques“ ausgerüstet sind als mit einem spannenden Musikgeschmack. Die stehen auf Rush und noch schlimmeren Heavy Metal-Scheiss. Macht aber nichts. Wir kennen uns alle von internationalen Pfadfindertreffen. Alles Heiden wie ich. Die meisten rothaarig. Und Fleischesser. Und Biertrinker. Ins dritte Lager habe ich meinen Lieblingsmerlot voraus geschickt, um mich einmal richtig zu besaufen. Was ja sonst nicht meine Art ist. Cheers. Im Gepäck habe ich nur „Channel ORANGE“ von Frank Ocean und „Cut The World“ von Antony and the Johnsons. Wird auch in meiner nächsten Nachtsendung auftauchen. Und, hey, nur ein Buch, das im vierten Lager auf mich wartet, „Robinsons blaues Haus“ von Ernst Augustin. Ja, ja, so was passiert, wenn man als Kind zu viel Jules Verne gelesen hat. Und rettungslos anglophil ist. Best wishes from a fucking hotel in Calais! (in fact there’s a lot of fucking in other rooms here, the walls paper-thin. I’m alone, and righthanded.)

 
 

 

 

Die Grille in der Musik

 

„So einfach die Musik der Grillen klingt, so ausgefeilt ist ihr Instrument: Die mit 135 Nano-Zähnchen besetzte Schrill-Ader auf der Unterseite des rechten Deckflügels wird mit ruckartigen Spreizbewegungen über eine gekrümmte Leiste auf dem linken Flügel gestrichen. Die Vibration überträgt sich auf je zwei trommelfellartige Flügelfelder. Damit diese frei schwingen und den Ton weit abstrahlen, hebt das Grillenmännchen beim Fideln die Flügel an. So ist das unermüdliche „zirp … zirp … zirp …“ in offenem Gelände und bei Windstille fast 100 Meter weit zu hören.“ (NRW Stiftung: Natur Heimat Kultur).

 
 

 
 

Der Klang von Grillen ist an sich schon wunderschön, noch dazu erinnert er uns an heiße Sommertage, an ruhige Abende auf der Terrasse, an Urlaubstage am Meer. Nun mischt die Grille allerdings auch in der Musik kräftig mit und es erstaunt nicht, wenn wir unter den Grillen-Liebhabern eine Menge alter Bekannte finden. Beginnen wir 1985, damals erschien HYBRID, eine tolle Schallplatte von Michael Brook, der sich von Brian Eno und Daniel Lanois unterstützen lässt. Auf dem Stück Pond Life hören wir sie, die Grillen.

 
 

 
 

Auch Harold Budd verarbeitet den Klang der Grille in seiner Musik, auf der Platte Pearl von 1984 findet sich das Stück An Echo of Night und hier zirpen sie wieder, die Grillen. Brian Eno und Daniel Lanois, das nur nebenbei, sind auch hier wieder mit von der Partie.

1995 erschien bei TRAUMTON Michael Rodachs Musik für Fische. Auf dem Hintergrund der Musik von Grillen spielt sich das musikalische Geschehen des titelgebenden Musikstückes Musik für Fische ab.

 

 
 

Im Jahre 1957 erschien La Jalousie, ein Roman von Alain Robbe-Grillet. Im Französischen hat die Jalousie eine zweifache Bedeutung, zunächst ist damit der Sonnenschutz gemeint, dann aber auch die Eifersucht. Mit dieser Doppelbedeutung spielt der Autor. In Deutschland erschien das Büchlein unter dem Titel Jalousie oder die Eifersucht. Heiner Goebbels entdeckte den Text und schuf 1993 das geniale Hörstück La Jalousie – Geräusche aus einem Roman. Neben dem Ensemble Modern hören wir – wer hätte es gedacht – Grillen. Grillen sind eben für eine ganz besondere Atmosphäre zuständig.

Abschließend sei noch einen wunderbaren Film von Jim Jarmusch erinnert: DEAD MAN. Die Musik zum Film spielte kein anderer als Neil Young ein. Auf dieser Scheibe, die, das ist mal sicher, zu meinen Lebens-Top 100 gehört, kann man Grillen hören … unglaublich!

 
 

 

2012 20 Juli

Antony Hegarty, der Papst, und Sepp Blatter

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Es gibt Institutionen, die haben ihre reaktionären und in Teilen korrupten Strukturen dermassen zementiert, dass Reformen gewiss nicht von  ihren etablierten Alpha-Tieren auf den Weg gebracht werden können. Das gilt für die FIFA um den altersstarrsinnigen Herrn Blatter genauso wie für Herrn Benedikt aus Bayern. Wie verführbar Massen sind, hat man gesehen, als der sogenannte Stellvertreter Gottes auf seiner ersten Deutschlandtour von riesigen Menschenmengen, nicht zuletzt Jungchristen, als Heilsbringer bejubelt wurde. Herr Benedikt aber ist ein Reaktionär vor seinem Herrn und versagt in guter alter Tradition bei den Themen Geburtenkontrolle, sexueller Missbrauch, Zölibat, Opus Dei etc etc etc.

In seinem in Kürze erscheinenden neuen Album, „Cut The World“, rechnet  Antony Hegarty (seine magische Kastratenstimme fliegt, schwebt, schleicht über die feinen orchestralen Arrangements seines Kopenhagener Live-Auftritts, der hochinteressante Neubearbeitungen seiner Lieder enthält) in seinem gesprochenen Manifest auch mit dem Papst ab, der allerdings nur eine traurige Fussnote darstellt in Hegartys Utopie von einer Feminisierung von Göttern und Welten. Hegarty erinnert daran, wie der Papst vor Jahren zur fröhlichen Weihnachtszeit öffentlich bekundete, dass die Zukunft der Welt gleichermassen gefährdet werde  durch die Legalisierung der Eheschliessung Homosexueller wie durch den Kollaps der Regenwälder. Wäre es nicht so erbärmlich, wäre hier ein kosmischer Lachanfall angezeigt. So aber kann man ohne Anstrengung eine Parallele ziehen zwischen der sakralen und säkularen Welt – und den Blick nach Zürich wenden, wo ein Geistesverwandter von Herrn Benedikt in tumber Selbstherrlichkeit residiert, und womöglich in diesem Augenblick ein Frühstücksei zum Tick-Tack seiner Kuckucksuhr köpft: Sepp Blatter.

 
 
 

 

2012 19 Juli

Kleinzeit

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If one likes english language, wants to create his own sound – a man with increasing qualities (like me), in search of lost time and in remembrance of things past – one might come across the beautiful literature of Russell Hoban. When i was younger, so much younger than today, i read some books of this autor in german translation – and they impressed me and the remembrance is well: Kleinzeit, The Lion of Boaz-Jachin and Jachin-Boaz (dt. Der Kartenmacher), Turtle Diary (dt. Oceanische Gefühle). But i guess, reading this in english must be far more fun. In Kleinzeit (which is german and means „hero“ or „smalltime“ – depends on whom you ask) the hero gets fired, is booked into hospital for a recurring pain (a pain from the hypothenuse A to B) and falls in love with a beautiful night sister:

„Sister woke up, got out of bed, rose like the dawn. Rosy-fingered, rosy-toed, rosy-nippled. Tall, firm, shapely, Junoesque. Bathed and brushed her teeth. Plain with bra, Marks & Spencer knickers. Nothing fancy. Put on her uniform, her cap, her firm black sister shoes.“

Reading this, got to get me some Russell Hoban books (again) and besides that, immediately got to fall in love with a night sister (again)

2012 17 Juli

Worüber man in Dortmund-Mengedes Buchladen spricht

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Also, zuerst der Austausch über Bücher: der Buchhändler war sehr angetan von dem Western, der als Roman daherkommt und von zwei Psychopathen handelt, für die man offensichtlich sogar Sympathie entwickeln kann: „The Sister Brothers“. Danach kam die Rede auf David Mitchell, und wie es Tom Tykwer wohl gelingen oder misslingen mag, den „Wolkenatlas“, dieses in diversen Zeiten und Welten spielende Opus Magnum des britischen Autors, in einen Film zu verwandeln. Schließlich landeten wir bei den Reizen, in einem abgelegenen Vorort von Dortmund zu leben, und wie sich hier interessante Dinge wie der Club in die Jahre gekommener Pfadfinder und dessen kleine Veranstaltungen über Mund-zu-Mund-Propaganda verbreiten. Offensichtlich ist auch „Toms kleines Restaurant“ bisher an mir vorüber gegangen. Und ein Café, in dem Klassengrenzen eingerissen werden, und der Rechtsanwalt mit dem Obdachlosen ins Gespräch kommt. Und dann das Café Chaos, das im Netz allenfalls als Café Soahc auftaucht (Siegenstrasse 15), ein altes verwittertes Fachwerkhaus, in dem Bands aus aller Welt eine kostenfreie Unterkunft finden, heute spielt dort eine Band aus Weißrussland. In der Zeitung steht das nicht. In jeder noch so kleinen Welt warten spannende Menschen und Dinge auf einen, man muss nur beim Buchhändler des Vertrauens die Berührungspunkte aufspüren zwischen virtuellen Romanwelten und dem phantastischen Realismus der Vororte!

 
 

 

2012 16 Juli

Die Alabama Shakes in der Live Music Hall in Köln

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Letzte Woche, endlich live, die Band aus dem Amerikanischen Süden. Man könnte die Alabama Shakes für ein prototypisches Beispiel der ewigen Wiederkehr des Alten halten, wären sie nicht so originell in ihren Songs, so überzeugend in ihrer Darbietung. Roh und rau und zärtlich; in ihrer archaischen Kraft erinnert mich das Album BOYS & GIRLS an das Debütalbum der Violent Femmes.


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