Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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2011 8 Nov.

You´ll never walk alone

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BVB-Fans lassen Profis mit Groß-Choreographie staunen

Death is watching you?! C’mon, Death is watching football!

Am besten über Fussball habe ich mich bisher – innerhalb der Musikerzunft –  mit Kip Hanrahan unterhalten. Der Mann ist Juventus-Fan, und ungefähr so sehr „hard core“ wie ich.   Ihm würde die Choreographie der BVB-Fans vom letzten Samstag (Werktitel: „Bis in den Tod“) wohl sehr gut gefallen. Faszination gelingt auch ohne Pyrotechnik. „Die gelbe Wand“ war überragend, ein Raunen ging durch das Stadion, eine Soundwelle, als sich der Totenkopf in all seiner Pracht entfaltete. Football goes existenzial in Dortmund.

2011 7 Nov.

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (5)

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Was für eine Sendung … also, die Klanghorizonte mit Michael Engelbrecht, das war heute in der Nacht einmal mehr ganz das, was sich der Radioliebhaber wünscht. Danke, Michael! Und mich hat diese Sendung auf die Schiene Beach Boys gebracht, erschien doch gerade eben, Michael berichtete davon und spielte daraus Heroes And Villains: Children Were Raised , Our Prayer „Dialog“ und Cabin Essence , die 120,00 Euro Box The Smile Sessions.

Für mich ein Grund in die Tiefen meines Plattenschranks zu tauchen. Waren da nicht noch andere, wirklich tolle Platten, die es wert wären, einmal wieder aufgelegt zu werden? Zunächst wäre da eine Original Emidisc Ausgabe der Platte THE BEACH BOYS GOOD VIBRATION.  Hier findet sich ein Hit am anderen, aber eben auch solche Kostbarkeiten wie Heroes an Villains, eine Komposition von Brian Wilson und Van Dyke Parks.

Die LP Bug-In dürfte sich in erheblich geringerer Anzahl von Plattenschränken finden, keine Hitparadenplatte, eher unbekannte, aber wunderbare Lieder finden sich hier, zum Beispiel With me tonight oder das Stevie-Wonder-Stück I was made to love her.

 

 

Diese LP erschien 1967, in dem Jahr in dem auch Wild honey den Weg in meine damals noch kleine Plattensammlung fand. Und das kam so: Im November des Jahres besuchte mich meine Cousine aus Amerika. Sie brachte das beste Geschenk mit, das man sich als vierzehnjähriger, begeisterter Musikhörer denken kann: zwei Single-Platten, Original US-Pressung.

In der einen Hülle steckte Wild Honey von den BEACH BOYS – ich glaube diese Platte erschien nie in Deutschland als Single, jedenfalls erreichte sie nicht die deutschen Hitparaden, aber auch in England kam sie nur auf Platz 29 und in den USA auf Platz 31 der Single Hitparaden – und in der anderen Daydream Believer von den Monkees. Beide Platten waren in Deutschland im November 1967 noch ziemlich unbekannt und so war ich in der Schule bei meinen wenigen musikinteressierten Freunden dieses eine Mal der richtig große MAX.

Noch eine Anmerkung zu Wild honey: Die B-Seite dieser Single enthält den Brian-Wilson-Titel Wind Chimes, Ausnahmemusik, sag ich nur. Aber zurück zu den BEACH BOYS LPs, 1970 brachten die Jungs Sunflower auf den Markt, auch eine sehr schöne Langspielplatte, auf der eher weniger bekannte Stücke zu finden sind, begeisternd finde ich das Stück Add some Music to your day.

 

 

Der Geheimtipp am Schluss: Surf´s Up. Auf dieser BEACH – BOYS – Platte kann man seltene, im Radio so gut wie nie gespielte Lieder entdecken, mich begeistert Feel Flows. Das wär´doch mal ein Stück für die Klanghorizonte, Michael, oder?

 


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2011 5 Nov.

Gary Thomas: Found On Sordid Streets

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Was ist das Gegenteil von Musik? – Anti-Musik? Stille? Lärm? 

Wahrscheinlich gibt es kein Entkommen, denn seit John Cage ein paar Minuten Stille zu einem Musikstück vertonte und zudem regressive Reminiszenzen an früheste, pränatale Sound-Prägungen uns ein Lebelang begleiten, bilden der Hörsinn, die Sehnsucht und das Verlangen nach Heimat eine Verbindung, der ebensowenig beizukommen ist wie etwa dem ödipalen Dreieck in bürgerlichen Kleinfamilien.

Immer, wenn unsereins das romantisch Sentimentale; das allzu gefühlig Fragile; das bemüht Avantgardistische in der Musik nervt, dann greift er gerne mal auf Nüchternes, Bodenständiges und Griffiges zurück – aber keine Sorge: es gibt noch Alternativen zur spirituellen Bombastik eines John McLaughlin.

Gary Thomas, von dem überliefert ist, dass er es bei Miles Davis nicht allzu lange aushielt, („tired of always playing funky licks“), bietet einen Ausweg, der nachhaltig befriedet. Die Musik dieses unterschätzten Saxophonisten und Flötisten bewegt sich in Bereichen, die durch intelligente Virtuosität; vibrierende Kinetik und konstruktive Coolness bestimmt sind – mit einem subversiven, leicht zornigen und sperrigen Tonfall.

Geerdete Hochspannung erwartet einen auf diesem erstmals 1997 erschienenen Album. Es weht hier auch ein wenig der Geist von Weather Report – wie ein frischer Wind von „Gibraltar“ her. George Colligan ist es, der auf seiner Hammond-Orgel zawinuleske Linien zaubert. Und die CD bekommt man nicht auf dem Black Market, sondern ganz legal vom kleinen, feinen Winter&Winter Label.


 
Gary Thomas - Found On Sordid streets
 

2011 3 Nov.

1982

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Nils Økland – Hardanger fiddle, violin
Sigbjørn Apeland – Harmonium, Wurlitzer
Øyvind Skarbø – Drums
 
Pintura is the second album by the original trio 1982. Their eponymous debut LP, released by NORCD in 2008, was one of our absolute favorites that year. On their new album, Pintura, they lift their interaction and experimentation to a new level.
 1982 must be designated as a supergroup within the genre of modern, improvised chamber music. The group’s instrumentation is unusual. As far as we know there is no other ensemble playing improvised music using the combination of harmonium, drums and Hardanger fiddle. This gives 1982 a distinctive sound, but in a purely musical sense, too, the group follows its own path. “We aren’t afraid of moving into a sensitive, harmonic and melancholic landscape. That space is not closed to us,” drummer Øyvind Skarbø says in an interview with the magazine Natt og Dag. Nils Økland says, “I’ve been playing a lot of Balkan music, while Øyvind and Sigbjørn have been travelling around and working with musicians from all over the world. So maybe we have a sense of curiosity and openness as a backdrop when we play.”

(Veröffentlichung in Deutschland: 2. Dezember 2012)

https://vimeo.com/31020290

 

2011 3 Nov.

I Do Nothing

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Eines meiner Lieblingsbücher ist Roger Willemsen´s „Der Knacks“. Daran musste ich denken, als ich gestern bei einer Radtour lange an einer Stelle verweilte, weil sie zu meinen Lieblingsplätzen gehört (a healing place of magic). Dort beobachtete ich lange und genau das geschäftige Treiben ringsum. Rehe waren zwar nicht zu sichten, aber ich fühlte mich sichtbar wohl – fühlte die subtilen Energien fliessen, die aus dem Stillsein erwachsen. Doch ein leichtes Hintergrundgrummeln des internalisierten Geschäftigkeitszwanges wollte nicht ganz weichen. Hier die betreffende Textstelle aus Willemsen´s Buch, an die ich dachte:

 

Ein Mann stellt sich in einen Winkel zwischen zwei Wohnblocks. Er steht regungslos. Niemand sieht, wohin er blickt, aber er ist anwesend. Wo vorher Bewußtlosigkeit war, ist jetzt eine Situation, weil er da ist. Er ist Zeuge, bevor es etwas zu bezeugen gibt. Das stört. Zieht der Zeuge Geschehnisse an? Eine Frau nähert sich …

„Warten Sie?“
„Nein.“
„Was wollen Sie dann?“
„Nichts.“
„Muss das hier sein?“

Als er nichts erwidert, überlegt sie, ob das erlaubt ist: Nichts zu wollen.

 

2011 3 Nov.

Don Winslow und die „Zeit des Zorns“

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Zeit des Zorns: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
 

„Jetzt laufen die Republikaner rum wie weiße Verbindungsstudenten in Bedford-Stuyvesant, die auf harte Macker machen, um zu beweisen, dass sie keine Angst haben, obwohl ihnen gleichzeitig schon der Urin aus den Chinohosen in die Ziegenlederschuhe läuft. Obama hat diesen trüben Tassen derart eins vor den Bug geknallt, dass sie sich jetzt nur noch hinter einem fetten Junkie-DJ, einer unverständliches Zeug brabbelnden Psycho-Tante aus dem hohen Norden und einem Fernsehdeppen verstecken können, der wie ein Gesundheitsberater auf der Sexualstraftäterstation vom Adrenalin beflügelt „Lehrreiches“ im Stil der fünfziger Jahre verbreitet.“

Solche politischen Abrechnungen finden sich in dem neuen Roman „Zeit des Zorns“ von Don Winslow. Zwei Freunde mit eigenwillig justierten Moralvorstellungen – zwischen Buddhimus und „Baddhismus“ haben lange Zeit beste Kundenkreise mit allerbestem Dope versorgt, und sollen nun die Früchte ihrer Arbeit an das mexikanische Drogenkartell abtreten. Don Winslow findet in diesem Roman zu einem speziellen „Sound“. Die düstere Spannung seines Meisterwerkes „Tage der Toten“ wird  abgelöst durch einen burlesken, irrwitzigen Tarantino-esken Liebes- und Totentanz voller schwarzem Humor – und politisch angenehm unkorrekter Scharfzüngigkeit!

 
 
A River Ain T Too Much to Love
 

„My language came from watching Humphrey Bogart movies as a kid and wondering, Who is this Raymond Chandler guy? A lot of it just has to do with the metre, the way the sentences are put together. I outgrew Chandler once I discovered (US-hard boiled authors) Cain, Hammett and Woolrich. Some of the Hammett short stories are almost like Beckett, and Woolrich was kind of like Poe. Those writers speak to me in a way Shakespeare doesn´t.“ (Mojo)

Wer durch das Blog-Tagebuch der Manafonistas stöbert, wird regelmässig auf Schreiber von Detektivromanen und -erzählungen  treffen, auf Hakan Nesser, Michael Connelly (und wie dieser auf Lanzarote zur Verrohung meiner Sitten beitrug) ,  Edgar Allen Poe (auch der gehört in diese Reihe, hat er doch Wesentliches für den modernen Detektivroman geleistet) , RJ Ellory –  und Norbert Horst. Exzellente Kritiken erhielt er für seinen jüngsten, zu grossen Teilen in Dortmund spielenden,  Roman „Splitter im Auge“ (wir berichteten darüber). Bei der Lektüre  stiess ich auf eine Erinnerung der Hauptfigur; Steiger bedauerte es zutiefst, einst ein Konzert von Kate Bush versäumt zu haben. Lesen Sie, was Norbert Horst mir dazu schrieb, anschliessend folgen seine „Desert Island Discs“… (übrigens, in Kürze wird es ein neues Album von Kate Bush geben, „50 Words For Snow“) …

 

 The Kick Inside

 

„Ich vermeide vor allem bei den Figuren eigene Eigenschaften und Ansichten bewusst zu verwenden, aber diese Geschichte mit Kate Bush habe ich genau so erlebt. Ich war damals in Düsseldorf im Streifendienst, habe wirklich vom ersten Mal, als ich „Wuthering Heights“ hörte, diese Faszination gespürt und es gab den Morgen, als ich aus dem Nachtdienst kam und das Plakat sah. Das Konzert sollte tatsächlich in der Mercatorhalle in Duisburg stattfinden. Weil ich aber nach Hause zu meinen Eltern musste, konnte ich es nicht besuchen und dachte mir: Die kommt eh nächstes Jahr wieder, was aber nicht geschah. Tja. Ich habe damals noch selbst ein wenig Musik gemacht und mindestens wöchentlich ein Konzert besucht, was eben in D’dor sehr leicht möglich war, denn im Umkreis von 30 Kilometern trat eigentlich jede Band auf, die Deutschland besuchte. Jetzt war ich schon lang nicht mehr in einem Pop- oder Rockkonzert. Würde vielleicht mal wieder Zeit.“

1. Bach – Goldberg Variationen  –  Bei der Wahnsinnsauswahl an wunderbarer klassischer Musik ist es ungeheuer schwer, sich zu entscheiden. Bach muss dabei sein und die Goldberg-Variationen sind Musik, die sowohl große Faszination ausübt und die man unendlich oft hören kann und immer noch etwas entdeckt.

2. Beethoven – Sinfonien – Der taube Grandler muss auch dabei sein. Wenn auf eine CD zwei Sinfonien passen, möchte ich gern die sechste dabei haben. Bei der anderen werfe ich eine Münze.

3. Mozart – Klavierkonzerte – Na, und das Wolferl natürlich auch. Wenn auch hier zwei Konzerte auf eine CD passen, dann nehm ich das 23. (A-Dur) und das 24. (C-moll) Ich könnt nichts Kluges mehr zu seiner Musik sagen, das nicht schon von klugen, wissenden Leuten gesagt worden wäre. Kaum ein anderer berührt mich so.

 4. Kate Bush – The Kick Inside –  Irgendwann 1978 hörte ich auf dem Weg nach Neuss zum ersten mal “Wuthering Heights” im Autoradio. Seitdem bin ich ein großer Fan. Sie ist einfach eine komplette Musikerin. Ihr Konzert in Duisburg auf ihrer einzigen internationalen Tournee 1979 habe ich verpasst und bedaure es bis heute. Eines der besten Debüt-Alben, das ich kenne.

5. Genesis – Lamb lies down on Broadway – Vielleicht gibt es im Leben eines jeden eine Band, für die er in einer Art geschwärmt hat, die mit der frühen Liebe zu einer Frau vergleichbar ist. Bei mir waren das Genesis, mit dem wichtigen Hinweis, bis 1976 (allenfalls 1978), bevor Phil Collins Pop-Tanzbären aus ihnen machte. „The Lamb“ ist das letzte Album mit Peter Gabriel, von dessen Weggang sich die Band nach meiner Einschätzung künstlerisch nie erholt hat. Die späten Genesis waren einfach eine völlig andere Band, die völlig andere Musik spielte. Das wird am deutlichsten im Vergleich zu dieser Platte, einem Konzeptalbum voller musikalischer Ideen und Kraft.

6. Jethro Tull – Thick as a Brick – Es gab schon Revivals und Cover-Bands von vielen Gruppen. Dass das bei „Tull“ noch nicht so ist, liegt möglicherweise daran, dass der alte Ian immer noch in beeindruckender Manier auf der Bühne steht. An der Musik liegt es mit Sicherheit nicht. Die Wahl des Albums fiel schwer. Ich hab mich nach zähem Ringen für dieses entschieden. Einfach so. Aqualung wäre auch möglich gewesen.

 7. John Williams – Gesammelte Filmmusiken – Als Kinofan muss natürlich ein Filmkomponist dabei sein. Es wären auch andere von den Großen möglich gewesen (Mancini, Morricone und, und …), aber Williams hat einfach in jeder Phase meines Lebens Filme vertont, an die ich ganz wunderbare Erinnerungen habe.

8. Beatles – Das weiße Album –  Ohne die Vier geht es nicht und wenn, dann muss es das weiße Album sein. Eigentlich sind sie ein wenig vor meiner Zeit, denn bewusst in den Charts habe ich  nur noch „Let it be“ erlebt, ich glaube 1970. Aber ich kann sehr viel mit ihnen anfangen.

9. Led Zeppelin – Physical Graffiti – Led Zeppelin gehörte neben den Hardrock-Bands der frühen 70er, mit denen das spätere Heavy-Metal-Gewabere nichts mehr gemein hatte. Kraftvoll, mit einem unglaublichen Biss, innovativ, experimentierfreudig, transparent. Physical Graffiti ist vielleicht ihr ausgereiftetes Album.

10. Adele – 21 – Damit  es nicht eine totale 70er-Liste wird, diese Platte. Ich kann mit heutiger Popmusik oft nichts anfangen, Adele ist eine der Ausnahmen. Wunderbare Kompositionen voller unglaublicher Energie, Wahnsinnsstimme, sehr schöne Texte. Großartig.

 

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The instruments used on this recording are Norwegian suction bellow operated harmoniums produced in Bergen by Henrik Eide and Einar Kaland.

The European/North American harmonium has usually been used in churches (and other venues devoted to Christian religious practice), schools and private homes. Occasionally it has also been used in classical and modern concert music. But after its golden age (roughly between 1880 and 1960), it has been considered a nostalgic or exotic element in contemporary musical life.

I grew up with this instrument, but changed to piano and church organ, until I re-discovered the harmonium as a useful instrument in collaborations with Norwegian folk musicians (mostly Hardanger fiddlers and singers). Gradually I discovered the instrument’s possibilities in a variety of improvised and „experimental“ musical settings.

The music on this album is a mixture of elements that have developed through my interplay with folk musicians improvisers/computer musicians and my attempts to make my own kind of acoustic ambient music.

The harmonium produces many sounds in addition to the intended ones that come from the reeds. There is a lot of noise that comes from the keys, the bellows, the pedals, the knee-operated swells, and other mechanical devices. On this recording we have not tried to reduce or hide these sounds. Instead they are considered as an integral part of the instrument. Or, in other words: friends rather than enemies. The instrument has its technical limitations and is averse to all kind of virtuosity. Furthermore, most harmoniums are old, badly maintained, more or less out of tune, or – sometimes – more or less defect. For most trained musicians this is a problem, but I have instead tried to face these weaknesses and discover their potential for creating a kind of music that has not been heard before.

Sigbjørn Apeland

2011 2 Nov.

Crazy Clown Time

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Nein, kein neuer Film, eine CD von Meisterregisseur David Lynch, wird am Freitag hierzulande erscheinen. Bleibt zu hoffen, dass er die Erlöse nicht in seinen Lieblingsclub  „Transzendentale Meditation“ (TM) steckt, deren finanz- und seelenausbeuterische Geschäftsgebahren hinlänglich bekannt sein dürften. Da hat sich Mr. Lynch vor den falschen Karren spannen lassen (wer es nicht glaubt, sehe sich die DVD „David Wants To Fly“ an).  Hoffen wir, dass er in seiner Musik keine subliminalen TM-Suggestionen einschleust und sich auf seine musikalischen Stärken besinnt (dark mood jazz, dark electronica, dark rockabilly),  die er an der Seite von Angelo Badalamenti schon vielfach bewiesen hat, von „Twin Peaks“ bis „Mulholland Drive“. Hier erwarten uns eigenständige Kompositionen, keine gesammelten Soundtracks.

John Gardner schreibt dazu: This record is a very pleasant surprise. It’s uncategorizable, and infused with same sort of subconscious exploration you might expect from Lynch’s films. At times his voice is remarkably like Neil Young’s – or rather, like Neil Young if he had been kidnapped and stuffed in the trunk of Yello’s synthmobile. A number of the songs are disturbingly dark, and the darkness is compounded by the incongruously clean and retro intrumentation. Never constrained by ego, he uses his voice and lyrics to make an end-run around the usual expectations, and goes straight for the listeners‘ emotional core. This makes for uncomfortable listening at times, but it also makes for decent art. (als live stream zu hören bei npr.org)


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