Manafonistas

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2021 28 Feb

„Plight & Premonition“

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | Tags:  1 Comment

 

„Beim Punktfestival in Kristiansand, Anfang September 2011, wird ein altes Intrumentalwerk von dir neu aufgeführt, David, neu interpretiert: “Plight and Premonition”. Du hast die Musiker dafür extra ausgewählt, als Ko-Kurator. Was macht da den Reiz aus, so viele Jahre zurückzugehen zu einem alten Album, und es nun im 21. Jahrhundert zu präsentieren?“

 

Das ist ein Stück Musik, auf das ich immer recht stolz war. Ich denke, in aller Bescheidenheit, dass „Plight and Premonition“ ein wichtiges Album ist. Es wurde nie live aufgeführt. Ich hatte die Idee, es in den Kontext von improvisierter Musik stellen. Dass da rohe Elemente von „Plight“ vielleicht als Samples auftauchen, wäre vielleicht spannend. Philip Jeck, dieser Meister im Umgang mit alten Vinylplatten, mochte „Plight and Premonition“ seit er es zum ersten Mal gehört hat, vor über 20 Jahren. Auch Jan Bang und Erik Honore, die Gründer des Punktfestivals, werden natürlich auf der Bühne sein. John Tilbury wird mitwirken, der auf „Manafon“ so feine Klänge fabrizierte. Das wird ein Abenteuer. Und die Musiker arbeiten zumindest teilweise mit ihrer eigenen Erinnerung an diese Schallplatte, so vertraut sind einige mit der Komposition. Ich bin neugierig, wo ihre Erinnerungen sie hinführen.“ 

 

Nachklang: Ein paar Tage nach der Aufführung traf ich David Sylvian, der während des Festivals sehr zurückgezogen lebte, am Ausgang eines Fahrtstuhls, erinnerte ihn an unser Telefonat, und das Interview zu „Manafon“ in der Ecke eines Flurs eines Hamburger Nobelhotels. Ich fragte ihn, ob ich die Rechte für eine einmalige Aufführung von „Plight & Premonition“ im Deutschlandfunk erwerben könne. Er sagte, er wolle es sich überlegen. Die Erlaubnis wurde nie erteilt, die Aufnahme nie veröffentlicht, obwohl sie voller zauberhafter Passagen war.

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1 Comment

  1. Jan Reetze:

    Hätte ich gern gehört, aber nun ja. Ohne Beteiligung Holger Czukays könnte ich mir die Sache ohnehin nur schwer vorstellen.

    „Plight & Premonition“ ist ein feines Kopfhöreralbum. Es muss aber die Originalveröffentlichung von 1988 sein, der Remix von 2018 kommt mir irgendwie missglückt vor.

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