Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2016 29 Mrz

Lesezeichen # 14

von: Uwe Meilchen Abgelegt unter: Blog | TB | Tags:  | 3 Kommentare

 

 
 
 

Ueber die Ostertage die drei Alben von CORONA angehoert. Eine ganz eigene Art von Weltmusik als  dieses Schlagwort, dass dann bald kommerziell (aus)genutzt wurde, noch nicht so geläufig war. Mir faellt immer wieder auf, wie zeitlos doch viele (alle?) ECM Produktionen klingen. – Und gelesen, das neue Buch von Patti Smith, „M Train“ und das kleine „Die Traumsammlerin“.

Sehr beeindruckend, wie Patti Smith nachvollziehbar macht, dass ganz alltaegliche Situationen (Kaffee trinken in ihrem favourite coffee shop) ausreichen, um durch Gedankengaenge aus dem Hier und Jetzt „herauszusteigen“, die sie und den Leser zu laengst vergangenen Erlebnissen weit, weit weg tragen. Die Verstorbenen sind immer noch bei ihr: sei es ihr verstorbener Ehemann Fred, ihr verstorbener Sohn, und auch ihre literarischen Helden wie Jean Genet, Arthur Rimbaud, Silvia Plath.

Zwei troestliche Buecher, um sie, wie gestern am Ostermontag, auch immer wieder aus der Hand zu legen und seinen eigenen Erinnerungen nachzuhaengen; waehrend draussen allen Spaziergaengern ein Gewitter und reichlich Regenguss den Himmel verdunkelte.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Dienstag, 29. März 2016 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

3 Kommentare

  1. Uwe Meilchen:

    Eine Leseprobe

  2. Uwe Meilchen:

    Was Jean Genet z.B. angeht, so fand ich ihn und seine Buecher auch einmal wichtig; aber immerhin sagen Dir und mir die im Buch vorkommenden Schriftsteller noch etwas; dass duerfte bei der nachfolgenden Generation anders sein und werden. Ob das Vergessen zu recht oder zu unrecht…, mir fehlt jedenfalls manchmal das Radikale, dass diese Schriftsteller verkoerpert haben.

    (Lajlas Geste, als Sie auf Sylt war an das Grab von Fritz J. Raddatz zu gehen hat mir sehr gefallen !)

    Jeder gedenkt anders: manche fuehlen sich den Verstorbenen am Grab nahe; andere wenn Sie an die Verstorbenen denken.

    Anyway, dass Patti Smith einen Flug umbucht, nur um dann im Hotel einen 24 Stunden crime marathon im TV zu sehen…, „das“ hat natuerlich etwas.

    Und Patti Smith, so fiel mir auf, scheint auch ein coffee addict zu sein; ich kann garnicht zaehlen wie oft sie in ihren favourite coffee shop oder anderswo auf einen Kaffee einkehrt. Und dazu immer ein Vollkorntoast und ein Schaelchen Olivenoel. Werde ich demnaehx mal versuchen im FLAYVA zu bestellen! ;-)

  3. Lajla:

    Mich interessieren die halbkriminellen und volldepressiven Schriftsteller von früher nicht mehr. Es gibt neuen Spargel, der sehr weich sein muss, wenn man überhaupt einen Bissen nach der Lektüre über den Frauenmörder Honka runterkriegt. Das Buch Der goldene Handschuh von Heinz Strunk ist nicht nur eklig, sondern auch ziemlich witzig.

    Kostprobe: „Was sind die drei Lieblingsworte von einem Hai? Mann über Bord“ …


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