Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2015 21 Dez

What’s cooking? Eine Buchempfehlung.

von: Lajla Nizinski Abgelegt unter: Blog | TB | Tags: , 4 Kommentare

 

 
 
 
Slow food, Fast food, listen to „Food“.

Or read a book and then cook:
 
SUPPE JULIE ELIAS
 
Eine gebundene braune Wildsuppe, kräftig gehalten, wird beim Passieren durch das Sieb, mit abgeriebene Orangenschalen, etwas Colmans Senf, Orangensaft und Johannisbeergelee gewürzt. Vor dem Servieren wird die Suppe mit etwas Moselwein und Curacao abgeschmeckt und im Teller mit rohen Orangenfilets heiß angerichtet. Die Suppe soll nicht zu süß und nicht zu scharf sein, sondern angenehm pikant schmecken.

Julie Elias schrieb dieses Rezept in ihr Kochbuch, das sie dem Maler Max Lieberman widmete. Julie war Kulturjournalistin und Salonière in den 20 er Jahren in Berlin und eine enge Freundin von Max Liebermann. Er bedankte sich brieflich bei ihr für das ihm gewidmete Buch: “ … an einer guten Mahlzeit habe ich große Freude. Kunst und Natur sei auch im Essen eines nur: die matiére première muss gut sein, aber nur die Kunst kann aus ihr das Meisterwerk für unsren Gaumen machen.“

Wer mal draußen in Wannsee in der Max Liebermann Villa war, weiss, dass der Maler einen großen Gemüsegarten hatte, in dem er hauptsächlich Kartoffeln und Kohl anpflanzte. Nun, es waren Kriegszeiten.

In diesem ästhetisch schön gestalteten Buch stehen raffiniert einfache Rezepte, die durch Einfallsreichtum und Fantasie zu kulinarischen Geschmacksschätzchen werden.

Ich werde eine Nachspeise daraus bereiten, von der es heißt, sie sei „Musik für den Gaumen.“
 
Herausgegeben hat dieses Buch Meisterwerke für uns’ren Gaumen – Max Liebermanns Geselligkeit und feine Küche: Ursula Hudson-Wiedenmann, im vacat Verlag.
 

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 21. Dezember 2015 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

4 Kommentare

  1. Gregor:

    Diese Nachspeise, die du jetzt zubereiten willst, würde mich schon interessieren … Hier ein Super-Rezept, das ich mir in einem Tagungszentrum von dessen Koch habe geben lassen … so lecker:

    Cappuccino-Amaretto-Creme
    Für 8 Personen

    400 g Mascarpone (kann zur Hälfte durch Sahne ersetzt werden)
    200 g Joghurt
    50 g Quark 20%
    2 EL Zucker
    2 Päckchen Vanillin Zucker

    Cappuccinopulver (nach Bedarf)
    2-4 EL Amarettolikör
    Ca. 50 g Amaretti-Kekse

    Kekse in Schüssel geben, Likör darüber gießen.
    Die restlichen Zutaten gut verrühren und mit Cappuccinopulver mischen (je nach Bedarf). Die Creme auf die Kekse geben. Kühlen. Enjoy.

  2. Lajla:

    Schmeckt bestimmt lecker.

    Also hier meine Nachspeise aus dem o.g. Buch:

    KALTER PUDDING DER AUVERGNE

    125g Schokolade in einem halben Liter süßer Vanillemilch kochen. 30 geschälte Maronen in Milch ohne Zucker kochen, im Mörser stoßen, mit der Schokolade mischen, 3 ganze Eier hinzufügen. Die Masse in eine karamelisierte (mit braunem Zucker ausgegossene) Charlottenform giessen, im Wasserbad etwa eine Stunde kochen. Dazu englische Creme mit Rumgeschmack servieren. Bin gespannt.

  3. Gregor:

    Danke. Bin auch gespannt. Ich werde das Rezept demnächst auch probieren.

  4. Michael Engelbrecht:

    Um Gottes Willen: 30 geschälte Maronen. Ich hasse Maronen fast so wie Marzipan. Ansonsten hätte es verlockend geklungen.


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