Manafonistas

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2022 13 Okt

Im Alleingang

von: Jochen Siemer Filed under: Blog | TB | Tags:  | 2 Comments

 

Es muss ja nicht gleich der Teufel in persona sein, wenn man von Besessenheit spricht: jede Pflicht, jede Schuld, jedes Säcklein, das man mit sich herumträgt, jede Terminvorgabe auch und mancher Ziel- und Zeitdruck können zu einem erheblichen Unbehagen beitragen, das ein Freund mal trefflich „Hintergrundgrummeln“ nannte. Der Philosoph Peter Sloterdijk sprach davon, wer weder an Gott glaube noch Feinde habe, der sei frei. Das zielt in die genannte Richtung. Am besten funktioniert unsereins noch im Alleingang, Freigang. „Wohlan, mein Herz …“. Das Wandern ist des Müllers Lust und so manches Zeitgenossen auch. Der Wind, er weht vom Tao her, und dort ist das Herz nicht schwer. Noch eins: ein gewisser und gewitzter Wazlawik sprach einst von „Lösungen“, langzeitwirkend, immer gültig und mit kaum nennbarer Halbwertszeit.

 

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2 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Dier unfreiwillige (?) Reim

    Der Wind, er weht vom Tao her,
    Und dort ist das Herz nicht schwer.

    Er könnte auch von einem der guten Alben von Herrn Ambros stammen.

    „Die Finsternis heisst Finsternis, weil es dort finster is“

    „Lösungen“ – ein feines Buch, holte ich mir als Raubdruck im Würzburg. Und dann erlebte ich Watzlawick eines Morgens im Audimax. Spannend.

    Es war, paradoxerweise, der Tage eines der ungelösten Rätsel meines Lebens. Aber das ist eine andere Geschichte.

  2. Ursula Mayr:

    In der Watzlawick – Vorlesung war ich auch, sehr amüsant.

    Vom wissenschaftlichen Wert her … nun ja.


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