Manafonistas

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2022 31 Mai

Wenn Gedankenfutter 20 wird

von: Manafonistas Filed under: Blog | TB | Comments off

 

 

The Books spielte ich rauf und runter in den Klanghorizonten. Alle vier Alben. Gut, das vierte nicht mehr so, da war das Pulver weitgehend verschossen, und die beiden vertrugen sich auch nicht mehr gut.  Brian Eno brachte ich nach Berlin mal ihre CD mit dem grünen Cover mit, „Lost And Safe“, und es wurde eines seiner Lieblingsalben der spoken word music. Irgendwie schaffen es The Books, aus einfachen Elementen (found voices, folk guitar, etc.) etwas Berührendes, Skurriles und Tiefgründiges zu machen. Die Tatsache, dass Vokal-Samples hier wieder neu klingen, ist schlichtweg erstaunlich. Die ungewöhnliche Menge an leerem Raum ist Teil des Betriebsgeheimnisses dieser atmenden, lebendigen Musik, und des Sinnlichen im Zerebralen.

(m.e.)

 

 „Die Musik von The Books ist ruhig und zerebral, mit einer Palette von locker zusammengestellten akustischen Instrumenten, gefundenen Klängen und fremdartigen elektronischen Bearbeitungen. Es scheint passend, dass sich The Books während ihres Live-Auftritts hingesetzt haben, so studiert und überlegt wirken sie. Selbst der Altersunterschied (zehn Jahre) zwischen den Bandmitgliedern scheint nicht ins Gewicht zu fallen. Bands tun gut daran, ähnlich auszusehen, als wären sie Teil einer Gang (siehe The Libertines, The Spice Girls, Black Rebel Motorcycle Club und so weiter), aber The Books schienen davon abgekommen zu sein. Auf dem typischen Pressefoto einer Band aus den Nullerjahren sieht man The So-and-so’s zusammengedrängt, grimmig in die Linse blickend, während The Books in verschiedene Richtungen blicken, verschiedene Dinge mit ihren Händen tun, leicht voneinander entfernt, als wäre es ihnen peinlich, zusammen zu sein. Trotz ihrer inhärenten Verstrickungen haben Zammuto und de Jong es geschafft, eines der einzigartigsten Klangformate seit Suicide zu erschaffen – jenem anderen New Yorker Duo mit einem merklichen Altersunterschied, das sich stark auf die Möglichkeiten von Maschinen verlässt und in der Lage ist, einige ernsthafte Atmosphären zu schaffen; wenn die Musik von Suicide jedoch an die späten 70er Jahre erinnert: rot beleuchtete Nachtclubs, Amphetamine und Alkohol, dann erinnern The Books an die frühen Nullerjahre: Tagesfernsehen, Diätpillen und Tee für den flachen Bauch.*“

(Will Ainsley, TheQuietus) 

 

* Und  doch bieten sie Abenteuermusik der besonderen Sorte. (m.e.)

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