Manafonistas

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2016 29 Sep

Sancho is in another country now.

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 6 Kommentare

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Dieser Beitrag wurde geschrieben am Donnerstag, 29. September 2016 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

6 Kommentare

  1. Michael Engelbrecht:

    Once upon a time Sancho was transported with fourty other cocker spaniels: by bus they had crossed the border of Spain during night time and luckily found new homes. Without some courageous people Sancho would have died a lonesome death sponsored by fucking Spanish laws. We didn’t travel the seven seas, but hopefully had big fun running along white beaches and chasing dragons. Sancho was not a big friend of water and waves, but he loved looking at the sea. He was a great talker and singer, too, no kidding. After a long walk, he was simply looking for the next place to rest, jumped into any deserted “strandkorb” staying there without compromise. He will, again and again (sometimes with a bone in his mouth), visit us in our dreams.

  2. Uwe Meilchen:

    He´ll be sorely missed, I am sure. Our loss is heaven’s gain, as they say.

  3. Jan Reetze:

    What can I say? Don’t be sad about your loss, be happy about the time you shared with him.

  4. H M:

    Im vietnamesischen Restaurant hast du über die Möglickeit eines baldigen Ablebens von Sancho gesprochen.

    Heute hast du in der Sendung sehr fest und klar gesprochen. Die Komposition ist dir sehr gelungen. Eicher sympathisch, abenteuerlich, handwerklich, visionär.

    Jetzt verstehe ich besser, wenn sich Musiker in seiner Gegenwart erschöpfen und doch wohl fühlen.

    Diese überirdischen Klänge der Musik in der Sendung reichen weit über unseren Planeten hinaus.

    Micha, denk einfach, die waren für Sancho.

  5. Michael Engelbrecht:

    Ich möchte eine wahre Sancho-Geschichte aus Rügen erzählen, aber im Moment kann ich das nicht. Abwesenheitsspuren überall. Uwe hat Sancho mal kennengelernt. Im Cafe in Dortmund, gegenüber dem Domicil. Es gibt viele Vergangenheiten, viele „gute alte Zeiten“: das war eine davon. Time fades away.

  6. Michael Engelbrecht:

    Es war einmal auf Langeoog, 2015, nein, 2014.

    “People Take Pictures Of Each Other”. Der letzte Song von Seite Zwei, feine Vinylpressung, 2015 neu in Mono aufgelegt. Mono kann so gut klingen.

    Die Reise beginnt. Zuhause bleibt alles, was mediale Kommunikation ermöglicht. Nur das Handy für Notfälle (verirrt im Watt) – vier Tage, fünf Nächte, ein Buch, “The Mark And The Void”, von Paul Murray. Das Auto bleibt auf dem Festland. Karola, Sancho und ich. Das Wetter bewegt sich konstant um 20 Grad herum, der Leuchtturm ist nicht so entlegen, wie ich es am liebsten habe, ich kenne ihn seit meinem achten Lebensjahr.

    Die Insel ist mir so vertraut, überall Dejavues mit jüngeren Ausgaben meines Ichs, und all jenen, die lange fort sind, fast aus dem Sinn. Hier ist die Buchhandlung, in der ich Peter Rühmkorffs Gedichtband “Haltbar bis Ende 1999” kaufte, dort ist das Cafe, deren Tortengrösse sich wohl seit den ersten Wallungen der Wirtschaftswunderzeit nicht verkleinert hat.

    Rumtorte, riesig, reine Nostalgie. Die Sandorntorte im Leiss. Pflaumenkuchenorgien. “Banana Split” war in der alten Bundesrepublik mal so exotisch wie ein afrikanischer Klangtraum von Les Baxter in einem lang versunkenen Amerika.

    Der erste Stau auf der Fahrt in den Norden. Morgen der erste Sprung in die Wellen. Im Auto läuft “Eine Olive des Nichts”. Sancho liebt das Autofahren. Er träumt, wie ich herausfand, meistens in Farbe. Ein psychedelischer Hund. Ich würde mich jetzt gerne mit Ray Davies unterhalten. Ich bin träumendes Mitglied der “Village Green Preservation Society”. Es gibt einen kleinen Dschungel auf der Insel, mit Teestube. Die Dämmerung der Kindheit darf nicht verloren gehen.

    (Alter Text)

    Time fades away.


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