Manafonistas

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Archiv: November 2015

2015 26 Nov

Michaels Lieblingsplatten 2015

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01) Laurie Anderson: Heart Of A Dog (my album of the year) / 02) Joanna Newsom: Divers / 03) Matana Roberts: Always / 04) Julia Kent: Asperities / 05) David Torn: Only Sky / 06) Ivar Grydeland: Stop Freeze Wait Eat (Hubro, fantastic solo album, new genre: „long now ambient micro-folk improv“) / 07) Polar Bear: Same As You / 08) Tigran Hamasyan & Yerewan State Choir: Luis y Luso / 09) The Mountain Goats: Beat The Champ 10) Sufjan Stevens: Carrie & Lowell / 11) Andras Schiff: Franz Schubert (ich liebe den Klang dieses Hammerklaviers, und so öffnet sich mir ein Raum alter Musik, eine ganz eigene Art der Melancholie allemal) / 12) David Rothenberg and Michael Deal: New Songs of the Humpback Whale/ 13) Christina Vantzou: No. 3 /14) Food: This Is Not A Miracle 15) Mette Henriette: Mette Henriette / 16) Kacirek & Schneider: Shadow Fragments / 17) Robert Forster: Songs To Play / 18) the Gurdjieff Ensemble: Komitas  / 19) Keith Rowe & John Tilbury: „enough still not to know“ / 20) Rickie Lee Jones: The Other Side of Desire / 21) Anna von Hauswolff: The Miraculous / 22) Africa Express Presents Terry Riley’s In C Mali / 23) Paolo Fresu & Daniele Di Bonaventura: In Maggiore / 24)  The Gurdjieff Ensemble: Komitas / 25) Sunno))): Kannon 

2015 26 Nov

Letter from Uruguay

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In Montevideo

In Montevideo

Heute ist der 24.11.2015, die Temperatur beträgt 24 Grad, in einer Woche beginnt der Sommer in Uruguay. Wer jetzt geboren wird, wird in das Blau der Nationalflagge und in das Blau des Nationaltrikots geboren. Wenn es einen Livestyle oder eine Religion gibt, mit dem sich das ganze Volk identifizieren kann, dann ist es der Fussball. Kleine und große Jungs haben ihn ständig vor den Füßen, in den Bars und Restaurants werden ununterbrochen Fussballspiele gezeigt, auch die Bundesliga hat ihren Sendeplatz. Das Centenario ist ein Tempel, dort wurde 1930 die erste WM von Uruguay gewonnen. Der großartige Spieler Diego Forlan ist mittlerweile 36 Jahre alt und ist noch fuer 18 Monate unter Vertrag beim Peñarol, dem Hauptstadtclub. Er läuft mit der Nummer 10 im schwarzgelben Trikot auf, den Farben der Eisenbahnarbeiter. Seltsamerweise gibt es im ganzen Land keine Personenzüge, sondern nur Güterzüge. Dafür ist das Bus- und Strassennetz hervorragend erschlossen. Alle Busse starten in Montevideo.

 

PAUSA

De vez cuando hay que
hacer
Una pausa

(Zeilen von dem berühmten Landesschriftsteller Mario Benedetti, 1920 – )

 

In Montevideo lässt es sich wie in einem Garten der belle époche spazieren gehen. Viele Gebäude aus dieser Epoche stehen noch, Parkanlagen mit kunstvollen Skulpturen laden zum Verweilen ein. Die Atmosphäre ist relaxed mit und ohne Marihuana.

 

„MEINE SEELE HAT KEIN GESCHLECHT.“

 

Diese Frieden versprechenden Zeilen stammen von der bewundernswerten Juana de Ibarbourou (1895-1979), die fast den Literaturpreis gewonnen hätte. Hier in Lateinamerika wird sie hoch verehrt. Wer sich auf den Balkon des Landes setzen will, der kann das Schauspiel der Vermischung vom Rio de la Plata mit dem Südatlantik verfolgen. Uruguay besitzt ueber 600km Küste mit feinem weissen Sandstrand und beachtlichen Dünen. Hier greifen Skuas an, wenn man in Nestnaehe geraet, Flamingos stolzieren friedlicher umher, tote Seelöwen liegen an menschenleeren Stränden. Kleine, melancholische, ehemalige Fischerdörfer liegen vereinzelt in azurblauem Licht. So muss es einmal an der Côte d Azur ausgesehen haben.

 

„Del mar las ondaz azules
Una vez besan la playa,
Y el céfiro rumurosa
Dice su secreto y pasa …“

(Aus: La Isla de los cánticos /1925 von Maria Eugenia)

 

Verläßt man die Küste in Richtung Norden, erscheinen ganze Palmenhaine am Horizont. Und tatsächlich denkt man sich in die Savanne, wo Palmen wie ein Orchester zusammenstehen. Das ist wirklich die einzige bemerkenswerte Abwechslung in der Landschaft, die ansonsten von den unendlich weiten Campos bestimmt wird. Dieser Garten Eden ist wohl das Kapital des Landes. Scheinbare Ruhe strahlen auch die schönen Pferde, Rinder und Schafe aus. Dazwischen grasen Vögel Strauss.

„La edad del cielo“ heisst ein ruhiges Gitarrenstück von Gustavo Ripa auf seiner CD CALMA.

Im Norden gibt es kleine Städte, die einen reichen Schatz an Kunst hervorbrachten. Von hier stammt der Tango, von „El Zorzal Criollo“, wie er hier genannt wird. Carl Gardel wurde in der Nähe von Tacarembo geboren, ihm zu Ehren gibt es dort ein sehenswertes Museum, wo auch nicht gescheut wird, seinen verbrannten Körper auf einem Foto zu zeigen. Gardel war 1935 mit allen seinen Musikern in Medellin abgestürzt.

 

„Por una cabeza
Si ella memolvida
Que importa perderme,
Mil veces la vida
Para que vivir …“

 

Bleibt noch der Westen des Landes, begrenzt durch den Rio Uruguay nach Argentinien hin. Hier wurde das Land durch Portugiesen, Schweizer, Italiener und Deutsche besiedelt. (Die Familie Lahusen produzierte ueber Jahrzehnte einen ausgezeichneten Weisswein).

Kurz zu den kulturellen Mentalitäten: die Menschen sind sehr freundlich, sprechen kaum Englisch. Das Essen ist von riesigen Steaks über dem Holzkohlengrill bestimmt, ansonsten eher poor. Hervorragend sind die Kuchen.

Kurzum: Uruguay muy bien und ZAMBA DE MI ESPERANZA.

 

 
 
 
Top Ten ECM
 

  • Andy Sheppard Quartet – Surrounded by Sea (Album of the Year)
  • Gary Peacock Trio – Now This
  • Keith Jarrett – Creation
  • David Torn – Only Sky
  • Mette Henriette – Mette Henriette
  • Tim Berne´s Snakeoil – You´ve Been Watching Me
  • Chris Potter & Underground Orchestra – Imaginary Cities
  • Jakob Bro – Gefion
  • Tigran Hamasyan – Luys i Luso
  • Mathias Eick – Midwest

 
 
also inspiring were/are:
 

  • Joanna Newsom – Divers (Drag City)
  • Achim Kaufmann – Later (Pirouet Records)
  • Silje Nergaard – Chain of Days (Okeh Records)
  • Steve Coleman and the Council of Balance – Synovial Joints (Pi Recordi)
  • Enrico Rava Quartet – Wild Dance (ECM)
  • Steven Wilson – Hand. Cannot. Erase. (Kscope Music)
  • Vijay Iyer Trio – Break Stuff (ECM)

 

2015 25 Nov

London and Paris

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And in London it doesn’t much matter where you are, you’re there. There is a Périphérique but it ain’t the fuckin M25. Shapes and shadows move in in and out. Your own. Nobody has a reality, only a perspective. Psychogeography is a ghost hunt, not a fact hunt. A sacrament. London is anarchy and chaos and „God Save the Queen. She ain’t no human being“ and you are dwarfed by skyscrapers and humbled by ordinariness. Total fucking ordinariness. There’s a light everywhere in the London city-state that doesn’t bright like this anywhere else on the island. You could be in Bayswater in the shadow of the Westway or praying to the grey clouds above Trafalgar Square. [They say if you stand in Trafalgar Square long enough, you will meet everyone you know. Unless they’re a pigeon. Traf Sq. is a fucking pigeon dispersal zone these days. Rest in peace Preep.] Or you could be on a Tube train to Elephant and Castle wondering why TFL ain’t changed the upholstery on the seats in so long. The moquette on those motherfuckers is shot to fuck. You wouldn’t see that on the Central Line. Or maybe you would. Who knows. Fuck knows. Paint flakes and places change. Maybe that train just has better iration norf of the river.

And.

Coffee is a river. A river that can’t be held back.

 
 
 

 
 
 

And.

Paris. Paris on Wednesday‎, ‎26‎ ‎November‎ ‎2014 ‎at 9.24am.

 
 
 

 
 
 

And that stretch of the Boulevard de Rochechouart is one of the coolest places in the world. Pound shops, repair shops, news kiosks selling Les Inrockuptibles, total fucking ordinariness, and dreamlike.

And.

 

„The city is asleep, we’re wide awake
Warm rain is gonna wash away
Our troubles and doubts

And all our dreams and fantasies
All the mystery is inside

Purple night is gonna fall
Is gonna take it out tonight
Leaving two weightless bodies
Weightless bodies
Two weightless bodies

And all our dreams and fantasies
The mystery’s inside“

 

2015 25 Nov

Und Lou Reed singt am Schluss über das Umdrehen der Zeit

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Die kleinen Abweichungen. Erst entdecke ich ein Album von Yes, das mir über weite Strecken gut gefällt, ich habe es schon öfter gehört, und staune nicht schlecht, einmal gegen all meine Erwartungen gefesselt zu sein: Fragile. In 5:1, das muss sein. Es geht auch „antiquierter“: dass ich nun auch noch Franz Schubert (fasziniert) höre, ist in meiner Hörgeschichte seltsam genug. Aber da ist dieses alte ächzende, seine Körperlichkeit nie in glanzvollem Ton verbergende Klavier, das Andras Schiff bespielt auf einer fantastisch (warm und klar) klingenden Doppel-CD aus dem Hause ECM.

Und dann habe ich, ähem, schon ein bisschen drüber geredet und mal hier und da „reingehört“, aber an diesem Abend, an dem ich das Finale der beeindruckenden, sehr beeindruckenden, ersten Staffel von „The Affair“ sah (darüber wird noch zu schreiben sein), geschah zu vorgerückter Stunde doch noch, anfangs war ich fast zu müde, das „deep listening“. Und auf diesem Album stirbt nahezu jeder. Untröstlich. Und tröstlich auch.

Das frappierende Sprechtempogesangssequenzengeschichtenhörspiel von Laurie Andersons Heart of a Dog (Nonesuch) ist nun mein Album des Jahres geworden. Ihre essentiellste Arbeit seit Bright Red. Von wegen Nebenwerk zum Film. Kein Begleitmaterial, gewiss nicht. Und mich wundert um dieses Highlight, Downlight, herum nun gar nichts mehr: Freunde waren zu Besuch (auch die schlaue Hündin Maja), und Klaus hätte zu gern bei mir ein Lied aus A Night In San Francisco gehört, ich habe um dieses Dreierfeuerwerk der Gitarristen stets einen Bogen gemacht, aber wahrscheinlich hätte mir auch das eine Stück über alle Massen gefallen. Ich ahne es.

Und jetzt kommt noch die definitive Fassung von Tusk angerauscht, und ich konnte mich seinerzeit nie für die Songs begeistern, nur für das Cover von Fleetwood Mac. Mich wundert nichts mehr. Morgen höre ich zur Sicherheit Astral Weeks, und hoffentlich wieder davon mitgerissen. Wäre ja noch schöner, ich würde jetzt alles in nostalgische Patina packen Wird nicht passieren. Chairs Missing und 154 befinden sich bald auf dem Weg zu Ian mach Glasgow. Beständigkeit. Maximum Vroom. Paris liest Hemingway.

2015 24 Nov

Rebel musics

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Where are the rebel musicians, die angesichts des Terroralerts in Paris und in Brüssel und inzwischen weltweit Politik und Musik verbinden? Auf SOUL REBEL mobilisierte uns damals Bob Marley: „See morning sun / on the hillside / if you are not living good / travel wide …“. Frank Zappa philosophierte: „Freedom / freedom / kindly loving / you’ll be absolutely free /only if you want to be …“. Der Jazzer aus der Bronx, William Parker: „I say there is no limit to what we can do for each other as human beings …“. Und nun hier in Uruguay meine Neuentdeckung: DANIEL VIGLIETTI. Als in den 70ern das Militär die Macht übernahm und das ganze Land darunter litt, sang Viglietti seine canciones, komponierte weiter im Gefängnis und schrieb wunderschöne Poesie. Heute scheint die Umkehr der Geschichte ihren Lauf zu nehmen. Damals flohen über 1 Million Uruguayer aus ihrem Land, heute könnte uns das freundliche Land eine Möglichkeit sein.

 
 
SOLO DIGO COMPAÑEROS
 
Escucha, yo vengo a cantar
Por aquellos que cayeron.
No digo nombre ni seña,
Sólo digo compañeros.

Y canto a los otros,
A los que están vivos
Y ponen la mira
Sobre el enemigo.

Ya no hay más secreto,
i canto es del viento,
yo elijo que sea
Todo movimiento.

No digo nombre ni seña,
Sólo digo compañeros.
Nada nos queda y hay sólo
Una cosa que perder.

Perder la pacienca
Y sólo encontrarla
En la punteria,
camarada.
 

1) The Beatles: 1+. This is the ultimate dream box, you may see it from the point of view of pure nostalgia, but, more sincere, you might see death at work and this  thing called life passing by all too quickly – the therapy: rewind, rewind!

2) King Crimson: Thrak Box. Not for the faint of heart. That it will all end up in tears, is not the gist for the living organism called King Crimson in the 90’s. These Thrak attacks are even harsher than their noir opus magnum „Red“. And the surround mix will turn you upside down, like being hit with a stick by the zen-master of your trust. But this stick belings to Mr. Tony Levin.

3) Harmonia: Vinyl Box Set – now one most interesting bands of those German underground years is glooming again in wonderful vinyl. The best from Niedersachsen’s rolling days. And Eno got lost in Luenburg Heath.

4) Pere Ubu: Elitism For The People 1975-78 (Vinyl) – No instruction manuals for the black heart of Ohio, Cleveland. This is the stuff of nightmares, and why do we (some) love it? Well, it’s a breathing thing. Once surrendered, one might ask interesting questions about the nature of „ego“.

5) Underworld: Second Toughest of the Infance – another great work from Underworld that strolls through dark cityscapes with a beat, a soul and fragmented poetry. Addictive in its own peculiar way.

6) Arvo Pärt: Musica Selecta – Manfred Eicher’s careful sequencing of Arvo Pärt’s journeys

7) Van Morrison: Astral Weeks – remastering can be a virtue, so open your ears again for the best album of this man who did it a minimum of dialogue with the other folks in the studio.

8) Neil Young: Blue Note Cafe (with big brass, Neil delivers top-notch performances, including a 20-Minute version of Tonight’s The Night)

9) Fela Kuti: Roforofo Fight – one of the first great hours of „Afro Beat“, Fela, the lucky fucker, the brave fighter, learned his lesson from James Brown and transported it all to his homeland with a unique vibe, the master  drummimg of Tony Allen and a brass band that can come close to a stampede.

10) Peter Gabriel: 3 & 4 (the brilliant vinyl remasters reveal the man’s by far best solo albums)

11) Tariverdiev: Film Music (old-fashioned, sentimental, a broad orchestral palette,  a Russian relative of Signore Paolo Conte – what a company for endless stories of love, loss, betrayal)

12) Gentle Giant: Octopus. The best song here is „Knots“, a wonderful hommage to the studies of psychologist Ronald Laing. This band from Portsmouth has been  looking for the outer limits of British music, and they were too smart to find the formula. With Steven Wilson’s 5:1-mix the whole album appears like a „Merry-Go-Round“, „Kirmesmusik für Erwachsene“.

2015 23 Nov

Die Leichtigkeit, die Zeit zu wechseln

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I went into the Maverick Bar
In Farmington, New Mexico.
And drank double shots of bourbon
backed with beer.
My long hair was tucked up under a cap
I’d left the earring in the car.

Two cowboys did horseplay
by the pool tables,
A waitress asked us
where are you from?
a country-and-western band began to play
“We don’t smoke Marijuana in Muskokie”
And with the next song,
a couple began to dance.

They held each other like in High School dances
in the fifties;
I recalled when I worked in the woods
and the bars of Madras, Oregon.
That short-haired joy and roughness—
America—your stupidity.
I could almost love you again.

We left—onto the freeway shoulders—
under the tough old stars—
In the shadow of bluffs
I came back to myself,
To the real work, to
“What is to be done.”
 

2015 23 Nov

Gary Snyder Talk

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MHQ: C’mon, Gary, you stopped in that bar, that alone had been kind of dangerous in those times. But, let’s  start at the beginning.

 

SNYDER: In the early 1970s, I had finally come back to live in the United States, and I had a family and a little place up in the Sierra Nevada. Friends called me to join in on the Black Mesa issue down in New Mexico.

 

MHQ: That’s when they were trying to build the huge energy complex at the Four Corners, right?

 

SNYDER: Exactly. Doing open-pit strip-mining on Navajo and Hopi land. There was a group called The Black Mesa Committee, and some of us went down there to see it firsthand and to think about what we could do in the way of writing about it and so forth. We had to pass through Farmington, which is right near the Four Corners plant and which is not a New Mexican town. It’s a Texan town full of Texan coal and oil people, and it was considered at that time a pretty heavy town to go through. So we went through it, and not only did we go through it, we stopped at a bar, which was maybe a mistake. Stopping was kind of bold.

 

MHQ: Nothing is a mistake that produces a poem like this. What do you mean when you say at the end of the poem, „I came back to myself, / To the real work, to / ‚What is to be done.‘ „

 

SNYDER: I’ve been working on that question ever since.

 

MHQ: That happens to poets. It takes a long time to discover what you meant.

 

SNYDER: Oh, I believe so, yes. If you’re honest. You might die without knowing, and that’s okay, too. Keats said that we must be open to confusion and darkness and doubt, without an irritable grasping after reason. He called that „negative capability.“ It’s part of what a poet has to be capable of. Actually, I brought out a volume of essays some years later called The Real Work explaining that question further, and what I would say in one sentence is that, for Americans, the real work is becoming native to North America.

 

MHQ: Meaning …

 

SNYDER: The real work is becoming native in your heart, coming to understand we really live here, that this is really the continent we’re on and that our loyalties are here, to these mountains and rivers, to these plant zones, to these creatures. The real work involves developing a loyalty that goes back before the formation of any nation state, back billions of years and thousands of years into the future. The real work is accepting citizenship in the continent itself.

 

MHQ: You got a nerve here, billions of years, thousands of years, backwards, forwards. finally, I do not have to grasp for reason.

 


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