1) The New Jazz Orchestra: LE DEJEUNER SUR L´HERBE
2) Darren Hayman: CHANTS FOR SOCIALISTS
3) Sam Lee: THE FADE IN TIME
4) Robert Wyatt: OLD ROTTENHAT
5) Linton Kwesi Johnson: FORCES OF VICTORY
6) Big Youth: SCREAMING TARGET
7) Linton Kwesi Johnson: BASS CULTURE
8) Brian Eno: ON LAND
9) Karl Hyde: EDGELAND
10) John Surman: THE AMAZING ADVENTURES OF SIMON SIMON

Archives: April 2015
2015 18 Apr.
Klanghorizonte, 18. April („Zeitreise“)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
2015 18 Apr.
Klanghorizonte, 18. April („Nahaufnahme“)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
2015 18 Apr.
Gleich im Kleinen Griechenmarkt zu Köln
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
Record Store Day – ich schlafe 400 Meter entfernt von Kölns wunderbarem Musikladen „a-Musik“. Für heute habe ich (auf Vinyl) „Exklusiv-Pressungen“ geordert von Brian Enos „My Squelchy Life“ und Willie Nelsons „Teatro“, produziert von Daniel Lanois in einem alten mexikanischen Kino. Country Noir – die Musik, die ich hören möchte, nachdem ich wieder mal Robert Altmans „The Long Goodbye“ gesehen habe. Die dritte Stunde heut Nacht war speziell – bei der Beschreibung all der ausgewählten ECM-Cover hatte ich bald das Gefühl, etwas „psychedelisch“ draufzukommen. Das Betrachten von Herbert Hencks Cover (zu Mompous Musica Callada) liess mich dann entspannt in helles Blau eintauchen. Für den Rest der Stunde hatte ich ein „blaues Gefühl“ – zuvor oder hernach erzählte ich meine Story der beiden Cover von Edward Vesalas MAN MADOL, ohne dass ein Ton dieses magischen Werkes zu hören war: so mutiert der neugierige Hörer zum Schatzsucher, mit oder ohne Robert MacFarlanes „Karte der Wildnis“ zur Hand. Safe Journey!
2015 17 Apr.
Gregor öffnet seinen Plattenschrank (91)
Gregor Mundt | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 5 Comments
Neu im Plattenschrank
Natürlich kam mit dem Veröffentlichungstermin die neue Andras-Schiff-Platte bei mir zuhause an und wurde sogleich aufgelegt. Michael hatte diese Hammerklavier-Aufnahme ja schon erwähnt, aber, was ich da jetzt über meine Elac-Boxen zu hören bekam, hat mich schon richtig zum Staunen gebracht. Ja, ich gebe es zu, es war sogar gewöhnungsbedürftig. Wir sind doch alle verdammt gefangen in unseren Steinway-, Bechstein-,Bösendorfer und Yamaha-Hörgewohnheiten, dachte ich. Andras Schiff hat diese Platte auf seinem Hammerfügel, der 1820 in Wien von Franz Brodmann gebaut wurde, eingespielt (schön, dass im Begleitheft Michael Ladenburger über das Instrument eine Menge Interessantes zu erzählen weiß). Und: der Meister spielt Franz Schubert, die Ungarische Melodie in h-Moll D 817, die Sonate in G-Dur D 894, Moments musicaux D 780, Allegretto in c-Moll D 915, Vier Impromtus D 935 und schließlich die Sonate in B-Dur D 960. Nach mehrmaligem Hören bin ich dabei die Schätze dieser Aufnahmen zu erahnen, eine wunderbare Platte. Schiff schreibt im Begleitheft: „Nicht alle werden meine Begeisterung teilen. Für manche Musikliebhaber klingt das Fortepiano fad, farblos und monoton. Sie meinen, mit einem modernen Flügel könne es keinesfalls mithalten, der Klang des Letzteren sei kräftiger, robuster, brillanter. Wer aber in die Klangwelt des Fortepianos genau hineinhört und heimlich lauschet, dem wird sich eine neue Dimension eröffnen. Wer weiß, vielleicht wird ja auch mancher von ihnen konvertieren?“

Und auch die zweite neue Platte, die ich hier erwähnen möchte, wird sicher zu meinen besten 20 Plattentiteln des Jahres 2015 gehören: Paolu Fresu (trumpet, Flugelhorn) und Daniele di Bonaventura (bandoneon) spielten im Duo das Album `In maggiore´ ein. Was für wunderschöne, ruhige, leise, zarte Klänge…
Die neue Veröffentlichung von Sufian Stevens `Carrie and Lowell´ begeistert mich ebenso wie die von Michael hier schon ausführlich vorgestellte neue Platte von The Mountaiun Goats `Beat the Camp´.
Ende März erschien `Lost and Found´ aus der Reihe Buena Vista Social Club, keine Überraschung, aber eine gute Platte mit Aufnahmen aus dem Jahr 1996, 1999 bis 2002 und neueren Liveaufnahmen.
Fast ein echter Fehlkauf: Matthew E.White: `Fresh Blood´. Mich hat eigentlich nur ein wirklich tolles Stück auf dieser Platte begeistert: `Rock & Roll is Cold´. Das ist eines jener Stücke, die man gerne hört, wenn es in den Urlaub geht oder zum Manfonisten-Treffen nach Sylt. Sicher wird es auch zahllose Anfragen geben, dieses Stück in die diversen Juke-Boxen aufzunehmen. Den Rest der CD gilt es vielleicht noch zu entdecken.
Die Gruppe Villayers haben mich allerdings mit ihrer Platte `Darling Arithmetic´ wirklich überrascht, SPEX schreibt dieses Album gehöre zur problematischsten aller musikhistorischen Kategorien: Es sei ein Trennungsalbum. Na, das erinnert mich doch an eine Diskussion hier…..Mir gefällt diese Platte jedenfalls sehr gut, ebenso, wie das neue Album der Unthanks `Mount the Air´.

2015 16 Apr.
Erinnern und Vergessen mal aesthetisch froh
Lajla Nizinski | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 4 Comments
Der Wagen wurde 1971 gebaut. Davon gab es nur 1750. Das H auf dem Nummernschild bedeutet „historisch“. Das macht der TUEV fuer 100 €. Das bekommen nur Inhaber diese schoenen Autos, wenn es ueber 30 Jahre alt ist und die Innereien nicht ersetzt wurden. Der Motor verbraucht 20 Liter. Man weiss nie so genau, wann der Tank leer ist, ca. nach 400 Kilometern. „Das sei noch echtes Fahrgefuehl“, erzaehlte mir der stolze Besitzer in meinem Stammcafe. Davor war dieses Prachtstueck geparkt.
2015 16 Apr.
„…those huge stepping bass lines…“ – Die Radionacht Klanghorizonte am 18. April zwischen 1.05 und 4.00 Uhr morgens („Record Store Day“)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 4 Comments
Manafonistas haben schon öfter über ECM-Cover geschrieben. Die NAHAUFNAHME widmet sich dem Wechselspiel von Klang und Bild in der Cover-Ästhetik von ECM. Mit dabei die „Wintersonnenlichtszene“ von L. Shankars „Song For Everyone“. Die ZEITREISE dreht sich durchweg um das alte England, mit frisch ausgegrabenen Jazzklassikern, Sam Lee, Darren Hayman und ein paar alten Bekannten – neben Linton Kwesi Johnson (der jamaikanische Wurzeln hat, aber in England lebt seit vielen Jahrzehnten) ist noch ein weiterer Jamaikaner mit von der Partie. Keith Levene erinnert an den Einfluss von Big Youth auf die frühen Jahre von The Clash, PIL und „The Flowers of Romance“:
„I’d known people like Mick Jones and Viv Albertine for some time. Paul Simonon was a great painter, and he looked good, but he couldn’t play bass at that time, but that didn’t matter. He looked great; these cheekbones and black suits from a 2nd hand thrift store or somewhere that he’d just torn up and spray painted. Mick Jones would just say to Paul, „play these notes: Here, this is how it goes, ok?“ and Paul would do it. We all loved reggae b lines; those huge stepping bass lines, and mic chanters; people like Big Youth, who was so hip at the time. Screaming Target? Hail Jah Youth!“
Und die Neuveröffentlichungen, die Abteilung NEULAND, was steht da im Programm? Ein paar Überraschungen auf jeden Fall. Ansonsten: Schwedischer Folk mischt sich mit japanischen Kotoklängen, Andy Sheppard ist „surrounded by sea“, und setzt das, u.a. mit Sebastian Rochford (Polar Bear) und Eivind Aarset eindrucksvoll in Szene. Neben drei angloamerikanischen Songalben der Extraklasse (s. Foto, der junge Sufjan Stevens mit Mutter) gibt es neue Electronica von Deathprod und Alva Noto. Das Buch der Ausgabe heisst „Karte der Wildnis“, stammt von Robert MacFarlane und kommt wahrscheinlich in allen drei Stunden vor.
2015 16 Apr.
Letzte TourSchleife von THE NECKS
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Australian Art Orchestra, The Necks | Comments off
THE NECKS haben heute im Kölner Stadtgarten gespielt. Es trug nicht hin bis Amsterdam. Aber hier waren sie ja gerade, und es klingt noch nach. Jetzt noch morgen London, im Village Underground. Und dann müssen wir erst mal wieder warten … Und vielleicht wird sie ja Wirklichkeit, die Tour entlang einer Reihe besonderer Klanglokalitäten und –räume.
Hier noch ein lohnender Mitschnitt der BBC, einschliesslich einer schönen Session mit Publikumsfragen:
H I E R
The Necks at renowned Café Oto in London in November 2013 during London Jazz Festival LIVE broadcasting. Preceding: questions from the audience answered by the three musicians.
The question-answers-part starts after a 10 minutes introduction (with music by Medeski, Martin and Wood from Ronnie Scotts). You can easily move forward in the bar to get to the start of the conversation with THE NECKS.

Australische Musik: nächste Woche dann (Freitag, 24. April, 20:30) spielt das AUSTRALIAN ART ORCHESTRA in Bremen – u.a. mit dem deutschstämmigen Immigranten Niko Schäuble an den Drums.
Peter Knight (electronics, tpt), Paul Grabowsky (p, Musical Director), David Wilfred (wagilak songman, didgeridoo), Daniel Wilfred (wagilak songman, voc, clap sticks), Tony Hicks (reeds), Niko Schauble (dr)
Photo ©FoBo_HenningBolte
I am no frequent visitor of museums but I very clearly remember ambience and impressive details of most I visited. Actually I visited Louisiana 2 weeks ago and vividly remember the Giacometti works there (it was a shirt, quick visit).
Today I visited the Late Rembrandt at the Rijksmuseum here in Amsterdam. The place of the exhibition is about three kilometers from the place where mister van Rijn (1606-1669) lived and worked.
It was pretty crowded – every two hours a procession of a big group along the paintings and sketches. Proceeding in opposite direction, from back to front, was practical solution to this problem.
A couple of the sketches and even some paintings looked very modern (first half of the last century). Astonishing, very astonishing!
Maybe that Rembrandt had a quite deep influence on many of the early 20th century painters, maybe he was so much ahead of his time, or both! Most clearly it is manifested in his sketches.
Und dann ist da der Rembrandtsche Blick – im doppelten Sinn. Der Blick des Malers, der die Welt sehr plastisch wahrgenommen haben muss und dann der Blick, die Gestik seiner gemalten Figuren. Rembrandt war ein Meister der Schaffung von Blicken aus dem Kontext und in den Kontext hinein. Körperbewegung im Zusammenspiel mit Lichtfall erschliessen den individuellen Gemütszustand, Momente der Gewahrwordung und der Befindlichkeit. Das ist alles so stark, dass es in viele Malerei nach ihm bis hin zu heutiger Photographie hineinwirkt.
Einige haben einen besonders starken Eindruck auf mich gemacht an diesem Nachmittag
wie diese Zeichnung …

Homer Verse vortragend (1663)
oder diese …

Schlafende junge Frau (1654)
Und einige mehr, ja.
Etwa …

Elsje Christiæns am Galgen hängend (1664)
Die Tatwaffe hängt mit am Galgen (rechts, vom Betrachter aus gesehen)



