Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2014 24 Nov

Gestern bin ich in einem Buch verschwunden

von: Michael Engelbrecht Abgelegt unter: Blog | TB | 2 Kommentare

Eigentlich stand ein anderes Buch auf meiner to-read-Liste, das mich ins tiefe Sibirien geführt hätte. „Der Rabe“, von Lionel Davidson. Aber dann schaute mich das kunterbunte Cover eines opulenten englischen Romans an, und ich fing an, die ersten Seiten zu lesen. Wow, dachte ich, denn meine Wortblasen sind englisch, wenn ich in britische Romane eintauche: die weibliche Hauptfigur der ersten fünfzig Seiten ist mir rasch ans Herz gewachsen, nicht nur, weil ihre Lieblingsplatte von den Talking Heads („Fear of Music“) schon auf der ersten Seite auftaucht. Bald befindet sie sich auf dem Weg nach Essex, als Ausreisserin. Karl Hyde kennt sich in diesen Randzonen des Vereinigten Königreiches gut aus, man kann dort auf seltsame Menschen treffen. Wir befinden uns im Dunkelengland der Thatcher-Ära, wahrscheinlich bin ich noch weit davon entfernt, den Betriebsgeheimnissen dieses Romans auf die Spur zu kommen. Es scheint viel mehr zu sein, als eine Geschichte über das Erwachsenwerden, ich ahne Zeitsprünge, Synchronizitäten, und einen Hauch von Phanatastischem Realismus. Dass man Stimmen im Kopf („radio people“) mit Akupressur vertreiben kann, ist mir neu. Ich bin, wie gesagt, noch am Anfang, deswegen wäre es unlauter, das Werk als ganzes anzupreisen, geschweige, zu benennen, und womöglich falsche Hoffnungen zu wecken. Wie oft wird aus einem zauberhaften Beginn ein Rohrkrepierer?! Aber ich komme darauf zurück. Wenn es an der Zeit ist. In deutscher Übersetzung wird der Roman wahrscheinlich im kommenden Herbst erscheinen.

Dieser Beitrag wurde geschrieben am Montag, 24. November 2014 und wurde abgelegt unter "Blog". Du kannst die Kommentare verfolgen mit RSS 2.0. Kommentare und Pings sind zur Zeit geschlossen.

2 Kommentare

  1. Lothar:

    Hallo Michael,

    klär mich auf!

    Gruß nach langer Abstinenz,
    Lothar

  2. Michael Engelbrecht:

    Lieber Lothar, die Antwort findet sich in einem Artikel jüngeren Datums, „my squelchy life“:)
    Beste Grüsse, Michael. Gestern bei Klaus und Babsi gewesen, sie haben mir von ihren kanadischen und alaskanischen Erlebnissen erzählt…


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