Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

 
 

… listening  now to „Apollo“ (extended edtition) on headphones …

 
 

„The LCD-3 is a time machine that puts you in the room with your favorite artists and musicians. It’s luxuriously spacious, with powerful bass, a rich and engaging midrange, and a top-end that draws you into the music. Its rich, vibrant sound has scale and authority derived from a deep, ambient soundstage with exciting detail and dynamics. The LCD-3 is said to be the best in the world and its natural timbre, especially through the midrange, has been described as a thing of beauty.“ (manafonistas uses product placement, when it comes to objects of desire)

 

 
 

Faces has a semi-porous quality and shimmers like the surface of an out-of-focus pool. It sits comfortably just below the rim of our consciousness, like a half-dream that one holds dear in the face of inevitable wakefulness.“

(Tyran Grillo)

 

Jetzt habe ich auch noch Arild Andersen angeschrieben. Jon Balke hatte seinen ersten Auftritt bei ECM, in der Band von Arild Andersen, er war der Pianist in jenem Studio in Oslo, in dem Keith Jarrett Facing You aufnahm. „I was stunned“, schrieb er mir noch gestern, und so war Clouds In My Head die erste Platte, auf der ich Jon hörte, in Würzburg, auf einem Dual-Plattenspieler, Mitte der Siebziger.

Hätte ich nur damals schon Mr. Klinger kennengelernt, ich wäre regelmässig nach Kronach gefahren, und hätte Keith Jarrett eine Woche vor seinem Kölner Auftritt solo in einer alten Aula erlebt. Und all die anderen Bands der frühen ECM-Jahre. Würzburg war nämlich ECM-technisch tote Hose in den Siebzigern. Und so könnte die zweite Stunde, wenn ich Crossings finde, mit dem Oregon-Stück „Kronach Waltz“ beginnen. Ohne diese sentimentale Anwandlung würde wohl eine völlig unbekannte Platte aus den Achtzigern den Anfang markieren: Faces von John Clark. Kennt die jemand ausser mir?

Miles Davis hat doch mal gesagt, dass die Noten besonders wichtig seien, die man nicht spielt. In diesem Sinne sind jene Werke in meiner Nachtreise besonders bedeutend, von denen kein Ton zu hören sein wird. Nichts ist so langweilig wie Festreden mit alten Hüten. Und trotzdem soll der Nerv vieler Hörer getroffen werden, mit jedem einzelnen Stück. Steve Tibbetts wird in der Stunde der Achtziger  Jahre viel zu erzählen haben – seine kleinen Stories und Momentaufnahmen schätze ich mehr als jede akademische Trockenübung.

Jon Balke hat dann seine Auftritte in den nachfolgenden Stunden bis zum frühen Morgen. Zu seinen drei ausgewählten Aufnahmen werde ich hier auch nichts verraten. Manfred Eicher ist natürlich herzlich eingeladen, sich mit mir die Nacht um die Ohren zu schlagen, aber es ist nicht ganz so wahrscheinlich, dass ich ihm mein kleines Rumpelstudio schmackhaft machen kann – es gibt nicht mal ein Fenster, das sich zur Kölner Skyline öffnet.

2019 21 Jul

„NF“ – in memoriam

von | Kategorie: Blog | Tags: , | Comments off

 
 

Norbert kam aus Hamburg. In der Grundklasse des Studiengangs Freie Malerei in Hannover Anfang der Achtziger gehörte er mit Ende Zwanzig schon zu den älteren Semestern und er brachte einiges an Lebenserfahrung mit („die harte Schule“). Auch in der Malerei selbst war er schon weit fortgeschritten, nahezu ausgebildet und gehörte eindeutig in die Kategorie „Malschwein“, wie wir jene nannten, die ihr Augenmerk weniger auf Konzeptkunst und Kopfspiele setzten, sondern auf painting in Aktion – im explosiven, exponierten Gestus der Neuen Wilden, der ihm lag und damals auch en vogue war, sodass die Farbe nur so tropfte und am Bildrand zerlaufend ein Eigenleben führte. Schnell fand er dann sein Grundthema, dem er bis zu seinem letzten Lebensjahr, im Alter von zweiundsechzig Jahren, immer noch treu geblieben war: der Verbindung von Schrift- und Zeichenfragmenten mit bildnerischen oder zeichnerischen Form- und Farbgebungen. So ging auch das Figürliche mit dem Abstrakten stets Hand in Hand. Norbert trug sein Herz in der Hose. Zuweilen war er unwirsch, missmutig, konnte klare Kante zeigen. Doch im Kern war er ein netter Kerl und als Freund fehlt er vor allem als Gesprächspartner. Oftmals des Nachts stundenlang durch die Stadt stromernd, teils am Fluss entlang (damals noch mit Tiger, seinem Hund), fühlten wir dem Gewicht der Welt, dem Lebenssinn, den kreativen Prozessen und unseren Zeitgenossen beim Gehen plaudernd auf den Zahn (ja, wir kannten unsere „Pappenheimer“). Seine Kunst hatte stets und hat bis heute viele Freunde. Trotz aller melancholischen Anklänge und provokativen Elemente, aus vielen Bildern sprühten Lebenslust und Mutterwitz wie Funken.

 

 

1929, 1930, Berlin. Angeblich ein Film ohne Schauspieler. MENSCHEN AM SONNTAG. Die Droge habe ich zu Anfang des Films genommen. Ich sehe die Fassung mit der neuen Musik von Mûm, den Isländern. Ich mochte ihre erste Platte, und diesen Soundtrack mag ich auch. Intelligente elektronische Kurzweil, die sich genau überlegt, wann sie pulsiert, wann schimmert – wie Boards of Canada und ich auf Valium. Am Anfang heisst es in grosszügig geschwungenen Zwischenzeilen, dass alle nach dem Film wieder ihrem Beruf nachgehen würden. Nun sind sie schon alle lange gestorben. Ich sehe hier das Ende der freien Zwanziger Jahre, bevor die Nazis das Ruder an sich rissen. Ein alte Welt, bevor sie niedergemacht wird. Fremde sprechen sich an, kleine flüchtige Gruppierungen. Da kommt der Wannsee ins Bild, man entkleidet sich hinterm Farn, und, ah, ein herrlicher Plattenspielerkoffer. Mûm zelebrieren die kleinen Freuden, eine leicht sperrige Melancholie unterläuft die Lust am Augenblick. Eine dieser Laienspielerinnen ist so voller Anmut, ich möchte hinter die Leinwand springen, und ihre Geschichte hören, der Berliner Dialekt wäre Musik in meinen Ohren. Der Frauenheld wirkt gockelhaft, meine Schöne schläft am See. Und zwischendurch streift die Kamera durch Berlin, dem heimlichen Protagonisten. Alles unwiederbringlich.

 


 
  

STEVE TIBBETTS TALKING
 
 

 
 

Hi, Steve,

 

this may seem a bit nostalgia-driven, but though he he still made awesome albums later on, too, my Terje Rypdal „life changers“ all come from the 70‘s, being WHAT COMES AFTER, WHENEVER I SEEM TO BE FAR AWAY, AFTER THE RAIN, and ODYSSEY.

My first summer in Würzburg studying psychology was a hard one. I lived in an international student‘s home, and the city was situated on the bottom of a basin, a valley basin, surrounded by flora and fauna.

Over some weeks, at highest pollution rates, which always happened in the middle of the night, I sometimes woke up with nasty allergic asthma. I had to take a pill called ASTHMOKRANIT, a hell of a drug. At first it contained aminophenazone, and years later they took the product from the market, cause it could cause cancer, so they said. Then it contained ephedrine which lead to a very special high when the spasms lost their grip.

Thing is, before the drug-induced high, i did some music therapy, kind of, and chose between two albums and these albums only –  one was John Coltrane’s LIVE IN JAPAN, the wild free jazz quintet that can rip off walls and move mountains, including a 30 minute version of LEO. The other one, during my  Asthma nights, was WHENEVER I SEEM TO BE FAR AWAY, from Terje Rypdal, full of yearning string passages, and guitar lines like making the darkest horizon glow – immediately, though still short on breath, I felt a psychic release, sometimes quiet tears were running down my cheeks, and, strange enough, I felt brimming with life.

And, believe me, though these two albums were on two very different poles of the musical universe (the Coltrane one even was in mono, and I cranked up the volume, no one was knocking at my door), Rypdal‘s and Coltrane‘s music had the deepest emotional impact in those summer nights – they really sent me places, and turned a miserable moment into knocking on heaven‘s door, in a great, life-affirming way.

 

Looking forward  meeting you at Punkt,

best, Michael

Minnesotan guitarist Steve Tibbetts has been recording for ECM for almost 40 years. For the first edition of our streaming playlist “Artist’s Choice”, he lists some personal ECM favourites and gives an insight into his long relationship with the label.

 

Das ist ja mal interessant, dachte ich, als ich diese Nachricht auf der ECM-Seite las und dann, bei der Durchsicht der von ihm genannten Titel, die Überraschung: Steve Tibbetts nennt fünf Werke von Paul Bley als seine personal ECM favourites (nebenbei, bei ECM erschienen elf Platten von Bley)…..und so kann man sich täuschen, ich habe die Liste von Steve Tibbetts mit der von Ethan Iverson verwechselt. Das sei hier noch angemerkt. Steve hat Paul Bley leider nicht genannt.

Nun hat ja Paul Bley nicht nur bei ECM veröffentlicht, sondern bei den verschiedensten Plattenfirmen, ja, er gründete sogar ein eigenes Label, Improvising Artists. Mein Lieblingsplatte meines Lieblingspianisten erschien allerdings bei OWL-Records in Paris, dort nahm Bley unter der Regie des wunderbaren Produzenten Jean-Jacques Pussiau 1983 die Soloplatte „Tears“ auf .

1989 folgten dann “The Life of a Trio: Saturday“ und “The Life of a Trio Sunday“ (beide mit Jimmy Guiffre und Steve Swallow. Mit Gary Peacock spielte Paul Bley die Duo-Platte “Partners“ ein. „Fly Away, Little Bird“ wurde wieder im Trio aufgenommen: Paul Bley, Jimmy Giuffre & Steve Swallow. 1992 erschien dann schließlich noch “Homage to Carla – Solo Piano“ auf dem OWL-Label.
 
 

 
 
Über das OWL-Label und den Produzenten Jean-Jacques Pussiau stieß ich dann zufällig auf den Namen des Pianisten Ran Blake. Was für eine Entdeckung und was für eine musikalische Verwandtschaft mit Paul Bley. Meine erste Langspielplatte mit Ran Blake war “Vertigo (Live At The Brattle Theatre)“ mit Musik von Bernard Herrmann (1985), dann “Wende“ aus dem Jahre 1976, gefolgt von “Realization Of A Dream“ (1978) und “Third Stream Recompositions“ (1979).

Dann entdeckte ich, was mich eigentlich nicht erstaunen sollte, dass Ran Blake auch schon eine Platte, nämlich “Breakthru“ auf dem Paul Bley-Label Improvising Artists Inc. veröffentlicht hat (1976).

Ran Blake wurde am 20.April 1935 in Springfield, Massachusetts, geboren. Inzwischen 84jährig, ist Blake nicht minder aktiv, erst jetzt, im Februar dieses Jahres erschien: “Eclipse Orange“, eine Platte die Ran Blake und Claire Ritter anlässlich des hunderten Geburtstages von Thelonious Monk aufgenommen haben.

Der Überraschungen nicht genug, es gab eine wunderbare Zusammenarbeit zwischen Ran Blake und der fantastischen Sängerin Jeanne Lee (* 1939 in New York, † im Jahr 2000 in Tijuana, Mexiko) . Alles begann 1962 mit der Platte “The Newest Sound Around“, gefolgt von Ran Blake & Jeanne Lee – In Stockholm 1966 „Free Standards“ und Ran Blake / Jeanne Lee ‎“You Stepped Out Of A Cloud“ (1989).

Und mit wem Jeanne Lee gearbeitet hat, man glaubt es nicht, hier ein paar Namen: Rahsaan Roland Kirk, Sunny Murray, Marion Brown, sie war bei Carla Bleys “Escalator over the Hill“ dabei, dann gab es Aufführungen mit John Cage, mit dem Orchestre National de Jazz, Zusammenarbeit mit Gunter Hampel (mit dem sie verheiratet war), mit Archie Shepp, Marilyn Mazur, Peter Kowald, Bob Moses, Andrew Cyrille und vielen anderen.

Eine ganz besondere CD bescherte uns Jeanne Lee mit Natural Affinities. Auf dieser wunderbaren OWL-Platte wirken mit: Amina Claudine Myers, Wadada Leo Smith, Jerome Harris, Newman Baker, Mark Whitecage,Paul Broadnax, Gunter Hampel und Dave Holland.

Und mit wem Ran Blake, außer Jeanne Lee, zusammen musiziert hat, das ist eine ganz andere Geschichte.
 
 

 

 

 

 

My wife reminds me that I should send the picture of her carrying the dog before we met the trekker and his sweaty, tired girlfriend in Tibet. Samye Chimphu behind us. That’s with the Agram story.

(Steve Tibbetts, email, yesterday)

 

 

Komplett verrückte Idee. Es sei denn, man macht es radikal anders, kein Best Of, mehr ein Mix aus Kurzessay, Gedankensplittern, Stories, und einem Haufen unfassbar guter Musik. Als Glücksfall entpuppte sich meine Idee, Jon Balke und Steve Tibbetts zu einigen Favoriten zu befragen. Alle Platten, die sie besprechen, sind fantastisch, und es sind auch interessante „Aussenseiter“ dabei. Sie werden ihren Geschichten gespannt lauschen! Die üblichen Wahrheiten sind eben allzu spruchreif und abgegrast. Das ist dann auch ein Trick: nicht „Belonging“ zu spielen, oder „The Köln Concert“, oder „Officium“, sondern viele Alben ins Spiel zu bringen, deren Nachbrennkraft beträchtlich ist, und die sich nicht wie warme Brötchen verkauften. Mehr Entdeckungsreise als Deja Vu. „Danca Dos Escravos“ von Egberto Gismonti ist so ein Wahnsinnsalbum, abseits der Zeitgeistereien. Als special guest tritt auf, in der letzten Runde, mit einem brandneuen OTON, Areni Agbabian. Ich habe ein sehr ungeordnetes Archiv, also beginnt nun bald das grosse Wühlen für die Klanghorizonte vom 17. August.

 

2019 16 Jul

Gong x 2

von | Kategorie: Blog | Tags: , | 6 Comments

 
 

There’s somebody there that you’re pleased to find
My face just fits
What you have in mind.
Rejoice!
I’m dead!
At last you’re free
You’ve recognized yourself
In me …

(Daevid Allen)

 
 

Natürlich: Gong war das Vehikel des Alien Australian und seiner good witch Shakti Yoni. Leider leben sie beide nicht mehr, aber Rejoice! I’m Dead! — es scheint ihnen nicht viel auszumachen. Space Whisper hört man nicht mehr, die eigentlich Allen-typische Glissandogitarre aber schon noch.

Gong besteht heute aus Ian East (sax), Fabio Golfetti (git, voc), Cheb Nettles (dr), Dave Sturt (bg, voc) und Kavus Torabi (voc, g), und auch, wenn keiner dieser Musiker noch zu einer der diversen Urbesetzungen gehört hat, so wissen sie doch genau, wo sie herkommen. Sie haben das gesamte Gong-Repertoire an Bord, wie jedes ihrer Konzerte beweist. Und man hört diese Tradition auch auf dieser Platte, denn die Band konnte hier noch auf Musik und Texte zurückgreifen, die aus Daevid Allens Feder stammten. Zudem sind in einzelnen Stücken die Gong-Veteranen Steve Hillage (der auch live immer mal wieder mit von der Partie ist) und Didier Malherbe dabei, auch Daevids Stimme ist als Sample noch zu hören. Die Platte hat für mein Gefühl keine Schwachstelle.
 
 

 
 
Und weiter geht’s. The Universe Also Collapses erschien im Mai 2019, diesmal ohne Gastmusiker und ohne Rückgriffe auf Allensches Material. Das schadet überhaupt nichts, die Platte ist Powerplay von Anfang bis Ende (bis auf „If Never I’m And Ever You“, das mir ein bisschen vorkommt wie an den Anfang von Seite 2 geschoben, weil noch Platz war). Es liegt nicht zuletzt an Kavus Torabis Stimme und Gesangsstil, dass mich dieses Gong-Album mehr an den Zappa der Siebziger erinnert als an die ursprüngliche Gong-Trilogie (Flying Teapot, Angel’s Egg, You). Wobei Parallelen zwischen „Forever Reoccurring“, dem zwanzigminütigen Startstück des Albums, und dem Meisterwerk „Master Builder“ vom You-Album schon auffallen. Aber das ist nicht negativ gemeint. Es ist einfach eine volle Dosis Hippieseligkeit, aber ohne Räucherstäbchen und ohne in irgendeiner Weise nostalgisch zu sein — das muss man erstmal hinbekommen. Der ethnischen Vielfalt der Musiker ist es im übrigen geschuldet (vermute ich jedenfalls), dass auch ein Werk wie „My Sawtooth Wake“ zu finden ist, eine Viertelstunde mit orientalischer Atmosphäre und einem Rhythmus, der auch ansonsten fitte Schlagzeuger ins Schwimmen bringen kann.

Ein ziemlich sicherer Kandidat für meine Alben des Jahres.

 

Nebenbei mit großer Freude festgestellt: Viele Soloalben und Kollaborationen Daevid Allens, die seinerzeit über mindestens ein Dutzend Klein- und Kleinstlabels verstreut und natürlich längst vergriffen waren, sind — anscheinend durch die Initiative einer Daevid-Allen-Foundation — nun auf Bandcamp versammelt und zumindest als Download wieder zu beziehen. Es fehlen immer noch einige, aber immerhin, es ist ein Anfang.
 
 

and I was surely not asked as an insider. I was just way too young to be totally immersed with the label‘s salad days that were heavily connected with the stylings of what they then called hard bop. But over the years, I stumbled on some famous ones, and lesser known gems. The wonderful German writer Ernst Augustin has lived out his knack for Lee Morgans The Sidewinder in his nearly forgotten masterpiece Der amerikanische Traum – other stellar productions were Coltrane‘s Blue Train, Dolphy’s Out To Lunch, Andrew Hill‘s Point of Departure. But they never moved me in the way some of the other stuff did, canonical or not.

In the September issue of UNCUT, Robert Wyatt will write some lines about his favourite Blue Note album, and I’m very curious which one he will pick up. I can imagine he will choose Grant Greens Idle Moments, or an album with a more raw spirit, like Ornette Colemans two performances at The Golden Circle in Stockholm. Or he will surprise me, something he has always done with each of his albums.

I’m writing this far away from home, and not having access to any of these albums. So no way to find out if some of my old preferences still stand the test of my current state of sentiments. I can definitely say, I nearly obsessively listened (at least until the day of the ridiculous accident) to two old jazz albums, time and time again, from the time before my time. One was Sonny Rollins Way Out West (no Blue Note record), and Kenny Burrells Midnight Blue was the other vinyl. So here‘s my list of eight „killers“, and I will keep you informed about Roberts words. It puts a smile on my face remembering I sent him Julio Cortazar’s Rayuela some years ago, a book that is a terrific work of lost hopes, friendship, everlasting love, soul food called jazz, sex and escapes, sex and exile, smoking, sipping tea from Argentina, and, well, dying. Let‘s return to the music. It is very interesting that I never understood what made me love Sonny Clark‘s „Cool Struttin‘“, at least for a while, I would never call it „my music“. Life is strange. Life is, at certain points and passages, a long drink of the blues.

 

 

 

 

Jackie McLean: Destination … Out

Kenny Burrell: Midnight Blue

Bobby Hutcherson: Dialogue

Grant Green: Idle Moments

Jackie McLean: Let Freedom Ring

Bobby Hutcherson: San Francisco

Donald Byrd: Ethiopian Knights

 

2019 13 Jul

Tania Giannouli

von | Kategorie: Blog | | 4 Comments

 
 

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.“

 
 

Das sagte – many, many moons ago – Aristoteles, der von der ins Unwetter und somit in die Schlagzeilen geratenen Insel Chaldiki stammt, wo vor ein paar Tagen ein Tornado Schlimmes anrichtete. Ein Freund hatte mir unlängst von einer griechischen Pianistin erzählt. An sie dachte ich, als ich die Unglücksnachricht hörte. Ich hatte mir vorgestellt und gewünscht, dass es neben den Politikern, besonders die Musiker, überhaupt die Künstler, sein sollten, die an solch dunkle Orte eilten.

Tania Giannouli kommt aus Athen. Sie hat bereits 8 Alben eingespielt und viele Konzerte gegeben, die sie immer bekannter werden liessen. Ihren Durchbruch hatte sie mit dem  Jazz Album Transcendence. Mir fiel das Stück „Spell“ (auf Rewa) ein, an diesem black thursday. Es ist diese stille, mystische Improvisationsweite,  die sich so tröstlich über das Verwüstungsfeld hätte ausbreiten können. Die Pianistin Tania spielt besonnen, verhalten, jeder Ton ein langer Atemzug, so, als ob es schwer sei, zum nächsten Ton Anklang zu finden. Sie wird von Instrumenten aus der fernen Maori Welt begleitet, Robert Thorne kann sie spielen. Und –  ganz zurückgenommen – mischt noch der Elektroniker Steve Garden mit.

ECM stand hier mal nicht als musikalischer Aufnahmepate, Tania Giannouli ist bei dem neuseeländischen Label „Rattle Records“ unter Vertrag. Erst kürzlich war das Trio auf der Jazzahead 2019 in der Jazz Club Night in Bremen zu erleben. Dabei hatte sie den Trompeter  Andreas Polyzogopoulos und den Oud-Spieler Kyriakos Tapakis. Eine wundervolle Zusammenstellung. Hier ein paar Links, die sich lohnen, anzuklicken:

 

 

soundcloud / tania gianoulli

Tania Giannouli Trio at Jazzfest Berlin 2018: 

„Medley“

„Dawn Dancer“

„Labyrinth“

 


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