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Archiv: Underworld

 

 

„Sat in the corner of the Garden Grill, with plastic flowers on the window sill / No more miracles, loaves and fishes, / been so busy with the washing of the dishes / Reaction level’s much too high – I can do without the stimuli / I’m living way beyond my ways and means, living in the zone of the inbetweens / I can see the flashes on the frozen ocean, static charge of the cold emotion / Watched on by the distant eyes – watched on by the silent hidden spies.“

 

Das waren erstaunliche Werke: 1, 2, 3, 4 – nach den Jahren mit Genesis. Peter Gabriel wurde vom CEO seiner Plattenfirma mit Sorgenfalten wahrgenommen. Da machte sich tatsächlich einer Gedanken zum Geisteszustand des Hochseilartisten, der extreme Dynamik und Theatralik ins Spiel (in die Lieder) warf, Crash und Dissonanz – tribal rhythms und andere Exotika liessen die ferne Welt hinein (die da noch irritierend klang, nicht nach Allerweltsgroove), in all diesen Urschrei-erprobten Rollenspielen, beim Hineinschlüpfen in Verwirrte, Heilsucher, Wahnsinnige und Griots. Holly Sykes müsste diese Scheiben geliebt haben.

Die vier Soloalben des Engländers liegen in exzellenten 45 rpm-Fassungen vor. Und was den CEO anging (dem die Musik wie die cover art etwas Angst einjagte): Peter Gabriel ging es sehr gut in jenen Jahren, er war auf der Höhe seiner Kunst.

Neben 4, auch als „Security“ gehandelt (zusammen mit 3 aka „Melt“ das herausragende Album dieses Quartetts der Jahre 1977 – 1982), liegt noch eine andere Klasseplatte auf dem Betontisch, Schmelzstoff aus der zweiten Hälfte der Neunziger, Underworld’s Second Taughest In The Infance. „Dance Music with twists amd turns“ (NME), die man auch als Couchkartoffel und im Lotussitz geniessen kann.

Karl Hyde, Rick Smith und Derren Emerson werkelten im Osten Londons an dem Nachfolger des grandiosen Albums DUBNOBASSWITHYOURHEADON. Sie sprengten gängige Technoformeln und schmuggelten Zutaten der guten alten Rock- und Kraut- und Bluesmusik in ihre Tanzbodenunterwelt. SECOND TOUGHEST IN THE INFANCE ist die Stadt als Collage, ein Mix von Assoziationen, aufgeschnappten Gesprächen, flüchtigen Impressionen – gefiltert durch diverse Bewusstseinszustände und Zufallsmuster. Und in Kürze erscheint Neues aus der Unterwelt! Der Song „Motorhome“ ist mein Lieblingsstück aus dem Album „BARBARA, BARBARA, WE FACE A SHINING FUTURE“.

2013 20 Jun

„A silent hurt“

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