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Archives: my favourite 33 albums of 2021

 

Das nenne ich eine Überraschung, oder auch, kalt im Dunkeln erwischt mit der Gespenstermusik des Jahres. Flüchtiges  Hören ist nie ratsam, und hier kontraindiziert. Zuvor lassen sie mich sagen, dass kein Album von Damon Albarn mir annähernd so ans Herz gewachsen ist wie „Everyday Robots“. Hier gesellt sich nun ein neues Faszinosum hinzu, denn dieses Album des Engländers hat es in sich. Erst, in manch verwegenem Einbruch von Saxofonen, dachte ich an Robert Wyatt, dann, wenn es fast zur Regel wird, betörende Melodien implodieren zu lassen, an die Spätwerke von Scott Walker – und an den englischen Horrorfilm und seinen betörenden Soundtrack, „The Wicker Man“ dachte ich auch kurz. Aber das sind nur ferne Assoziationen, dieses Album ist komplett idiosynkratisch (ja, das Wort mach hier Sinn). Freunde des Nordens, in abgeschiedenen Zonen von Devon (und die kenne ich selber als Freund englischer Südküsten) und Island entstanden diese zerfliessenden „Hörspiele“ und „Songs“, und ganz finster wird es, wenn der „Tanz der Druiden“ beginnt (so nenne ich das mal, was mir da widerfuhr) – sobald das Finale scheinbar sein Ende gefunden hat, und dann doch, nach längerer Stille, dorthin aufbricht, wo auch ein David Lynch noch das Gruseln lernen könnte. Ich habe sie gewarnt. Ein tollkühnes verwegenes Album mit Momenten der berüchtigten atemraubenden Schönheit. Und, in den Worten unseres Freundes Alex Petridis:

 

The lyrics are filled with disquieting memories of happier times: children playing on a beach, abandoned buildings where parties were once held. Ostensibly a love song, even the relatively upbeat Royal Morning Blue sounds haunted by something other than the relationship at its centre: “Nothing like this had ever happened before … stay by my side at the end of the world” … (…)  For the most part, the album’s mood is affecting and enveloping. If there’s a thread that runs throughout Albarn’s diffuse projects, it’s a specific type of melody, suffused with a weary sadness, played out over descending chords. (…) The  tune of Daft Wader is plaintively beautiful, at least until it collapses into dark, foggy ambience; Darkness to Light swoons languorously in waltz time; the bleak travelogue of The Tower of Montevideo fits perfectly with its sighing tune.

 

Elements come in and out like a dub mix created on a laptop, with varying levels of distortion and rhythms that collide and scrape off each other instead of locking into a groove.“


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