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2022 16 Nov

Crimson at 50

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 2 Comments

 


„Es handelt sich weniger um eine Geschichte des Avant-Prog-Haudegens als vielmehr um eine Darstellung der erweiterten Band von King Crimsons in ihren letzten Jahren, mit Porträts der wichtigsten Akteure im Laufe der Zeit. Es geht auch um das Geheimnis von Robert Fripp und seine unerbittliche Hingabe an Disziplin und Technik. Es ist ironisch und aufschlussreich, nicht zuletzt, wenn es um die Fans geht.“

 

Soweit Uncut vom Januar 2023, und jetzt ich: bei allem vornehmlich britischen Humor („sophisticated til black“) zeigt sich hinter mancher Fassade des Unerbittlichen und Sarkastischen auch eine sanfte Seite des Bandleaders, neben der durchaus zu erwartenden Verletzlichkeit.

Zum Ende des Dokumentarfilms (danke, Ingo!)  von Toby Amies, die nun in Kürze als Doppel-Bluray-Dvd (Stereo und Surround, englisch ohne Untertitel) vorliegt, gibt es Passagen, die wahlweise erschütternd, tief philosophisch, sehr, sehr privat sind (bei vollem Schutz der Integrität der Protagonisten).

Für jeden, dem die Musik dieser um den Planeten Fripp kreisenden Band in der einen oder andere Verkörperung von King Crimson sehr, sehr naheging, einfach „nur“ bereichernd war, existenziell, oder lebensbegleitend, ist diese Dokumentation ein tiefer Einblick in manche Betriebsgeheimnisse einer Band, der mit viel Chaos, Konflikten, Verletzungen (aber auch Versöhnungen) einherging – eine ganz und gar aussergewöhnliche Veranstaltung, bei der es wohl nur selten beim einmaligen Sehen bleiben wird. Nichts Zusammengestoppeltes, vielmehr eine exzellent komponierte Dokumentation. Flow-Faktor 10. Mehr dazu demnächst.

 

🎩🎩🎩🎩🎩

 

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2 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Was passierte, zwischen 1977 und 1981, als Mr. Fripp auf Solopfaden wanderte:

    https://www.manafonistas.de/2022/06/01/oeffnung-einer-schatzkiste-3/

  2. ijb:

    Da bin ich ja mal gespannt. Als jemand, der mit KC immer nur so am Rande Begegnungen (und nur von Tonträgern) hatte, dürfte dieser Film(!) dann wohl sehr bereichernd sein.

    Das Ausrufezeichen hab ich jetzt gesetzt, weil Toby Amies sein Werk selbst als Dokumentarfilm bezeichnet (und seine professionelle Arbeit als Dokumentarfilmer); das ist ja schon was anderes als nur eine Dokumentation (=das sich jeglicher eigenen Haltung entziehende Festhalten in Form von Text, Bild, Schrift etc).


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