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on life, music etc beyond mainstream

2022 27 Aug

Herbstlese

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | 20 Comments

 

Olaf, ich mag dieses Cover, und hoffe, die Musik hält mit. In Kürze kommen die beiden Neo-Noir-Action-Reisser „Mesrine“ von Vincent Cassel (danke, John!) und eine Eberwein-Hypnose-Cd (danke, Gudrun!) bei mir an. Rein musikalisch neigt sich das global so bittere Jahr dem Ende entgegen, und neben meinem sehr überschaubaren Stapel „Mögliche Überraschungen“ (neben OM liegt da eine Weissmuster-Cd des auf dem Foto abgebildeten Albums), werden noch einige ECM‘s kommen (u.a. Heiner Goebbels‘ „A House Of Call – my imaginary notebook“), die neuen Schallplatten von Brian Eno, Bill Callahan und Lambchop (Highlights all three! – see „The Conviviality of Solitary Games, at the right, „time travel“ column), sowie (hoffentlich betörende) Remaster alter geliebter Vinylversionen von Wilco (people, get ready, leave California Hotel and enter ((finally)) the twilight worlds of Yankee Hotel Foxtrot!) – und Kevin Rowland‘s Dexy Midnight Runners (hello, sweet sweet loving days of Grasfilzing!). Was fröhliches Recycling angeht, reduziere ich mich auf die zwei Letztgenannten. Und, fast vergessen, die SoulJazz Records Edition von „Grounation“. Dass es an meinen „Top Twelve“ noch grosse Änderungen gibt, wage ich zu bezweifeln. Nikolaus kann kommen. Die Schatztruhe des Jahres ist und bleibt Robert Fripps „Exposures Boxset“ (s. Kolumne rechts). Es wird ein kalter Winter in Deutschland, nicht nur das private Gasreservoir will angelegt  sein, auch die Seelennahrung, nicht zu knapp. 

 

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20 Comments

  1. Olaf Westfeld:

    Ja, spannendes Cover, einige Assoziationen – Bücher, Dachziegel, Glühbirne, Latten… was für Musik verbirgt sich dadrin?

  2. Michael Engelbrecht:

    Ziemlich gute Musk, glaube ich…

    A cast of dazzling musicians lends support throughout a record that urgently puts Mali, a musical powerhouse, in the global spotlight. Outstanding..

    Notiert der Guardian. ALI der Titel.
    Vieux Farka Touré der Protagonist.

  3. Olaf Westfeld:

    Ah, das hatte mir der Spotify Algorithmus auch schon vorgeschlagen, lustig. Der eine Track war auch ganz gut – mal sehen/hören.
    Ich habe mir – neben dem Eno Teil – das im September erscheinende Makaya McCraven Album bestellt – headnod shit.

  4. Michael Engelbrecht:

    Ja. Makaya kommt auch zu mir in die Höhle:)

  5. Anonymous:

    siehe auch das neue Album von The Bad Plus https://www.thebadplus.com.
    Normalerweise hätte ich es ignoriert aber da es mit Chris Speed und Ben Monder ist, ist es auf meiner Liste.
    Grüße
    Christoph aus Frankfurt

  6. Michael Engelbrecht:

    Ja, wenn ich noch die Klanghorizonte machen würde, die Oktobernacht wäre eine gemähte Wiese🎩

  7. Olaf Westfeld:

    Callahan erscheint ja auf LP leider erst im Frühjahr. Und von den Dexys anscheinend die ersten beiden, die dritte hätte mich ja noch mal interessiert, kenne ich gar nicht richtig.

  8. Michael Engelbrecht:

    Also, bei aller Wertschätzung des Mediums LP, eine CD klingt oft genauso gut und zuweilen besser. Nie würde ich auf Billy Boy so lange warten… bei Brian Eno waren die pressungen von LPS des öfteren grenzwertig, besonders bei Warp Records. Schon mein datenreduzierter Stream der DGG klingt hier fantastisch.

    Übrigens: vor-hörend:

    Ich konnte mich mit den letzten Solokonzerten Jarretts nicht sonderlich anfreunden. Aber jetzt, bei BORDEAUX, ist das anders. Enchanté, warum auch immer.

  9. Michael Engelbrecht:

    @ Olaf: die erste Dexys ist eine gute Talentprobe.
    Die dritte, DONT STAND ME DOWN, ist ein unterschätzter Burner.
    Sagen D.D.Diederichsen und ich😉

    So gut, guck mal, hör mal:

    https://www.youtube.com/watch?v=cWKPa5ydBUA

  10. ijb:

    „Don’t stand me down“ hätte unbedingt einen Platz in den „100 beste Alben aller Zeiten“-Listen verdient. Es gibt von dem Album verschiedene Ausgaben; u.a. wurde vor ca. 20 Jahren ein „Director’s Cut“ veröffentlicht. Lohnt sich SEHR.
    Von der ersten habe ich eine ganz wunderbare Doppel-CD-Deluxe-Edition. Ich mag das Album auch sehr. Vom zweiten Album hab ich die Deluxe Edition leider nie gefunden. Vielleicht ist jetzt ja ein guter Zeitpunkt, diese ewige Lücke in meinem Regal zu schließen.

  11. Michael Engelbrecht:

    Das wird sehr eng bei den TOP 100, Ingo😂

  12. Olaf Westphely:

    Die ersten beiden Alben mag ich sehr, habe aber auch beide schon seit vielen Jahren nicht mehr gehört. „Don’t Stand Me Down“ hatte ich irgendwann vielleicht mal ausgeliehen, für gut befunden – aber eben nur das eine mal gehört, bestimmt noch in den 90ern. Insgesamt scheint das eher Musik zu sein, um sich darin zu versenken… vielleicht gönne ich mir mal diesen „Director’s Cut“. Sehr schönes Video – eher ein Mini-Film.

  13. ijb:

    Das ist es ja immer, Michael. Oder?

    Manchmal bin ich schon verwundert, was so einige Magazine da auspacken; und nicht immer sind die Konsens-Alben ja die „objektiv besten“…

  14. Michael Engelbrecht:

    Yep😉

    Bei meinen Top 12 2022 gesetzt

    Eno
    Lambchop
    Father John Misty
    Bill Callahan

    Als könnte ich hier noch jemanden musikalisch überraschen😉

  15. ijb:

    Apropos Dexys: Da fand ich ich doch im Musikexpress eben diesen Beitrag von Stuart Staples im Feature „Die Platte, die mein Leben veränderte“:

     

     
     

  16. Michael Engelbrecht:

    Sehr interessant, wenn man die Tindersticks mag, wie du und ich zum Beispiel. So hoch hatte ich das erste Albums der Dexys nie gehängt. Das ist der persönliche Faktor.

    Überleg mal, dich würde jemand fragen, welche Platte dein Leben verändert hätte, Ingo. Da würden dir ja einige einfallen. Dann nimmt man am besten die, die einem zuerst einfällt. Sonst gibts grosses Grübeln.

    Ähnluch wie Stuart würde mir auch eine Platte einfallen, die nicht viele in dieser Rubrik ziehen würden: Taking Tiger Mountain (By Strategy), von Brian Eno. (Es muss auch radikal subjektiv sein, da es ums eigene Leben geht, und keinen Kanon. Tatsächlich finde ich im Vergleich zu TTMBS die ersten beiden Roxys sturzlangweilig.)

  17. ijb:

    Über solche Fragen denke ich, wenn ich solche Beiträge lese, natürlich auch immer nach, ja.

    Allerdings glaube ich wiederum nicht, dass die meisten Leute die erstbeste nehmen, sondern ich glaube eher, dass die meisten der 80 Mitwirkenden dieses Features recht lange hinundherüberlegen, welche Geschichte am schönsten passt – und eine persönlich wichtige Episode der künstlerischen Biografie beeinflussten. Es ist sicher auch nicht so gemeint, dass es nur eine einzige lebensveränderte Platte geben darf, sondern einfach eine, die einem als wichtig/einflussreich in Erinnerung haften geblieben ist. So verstehe ich auch die anderen Beiträge, die z.T. echt interessante Geschichten bieten. Jimi Tenor bringt, wenig überraschend, eine Platte von Pharoah Sanders an, Ezra Furman schreibt über „69 Love Songs“ von den Magnetic Fields…

    Jedenfalls abgesehen finde ich die Beschreibung/Geschichte von Stuart sehr schön.

  18. Michael Engelbrecht:

    Und dann nich an die kleine Fangemeinde unter den Manas von Taylor Swift: da kommt Ende Oktober ein Album, das ich hier in mindestens zwei Jahresrückblicken erwarte:)

  19. ijb:

    Hab ich auch gelesen.
    Die letzten beiden Alben von Taylor fand ich leider eher dröge, sie zündeten für mich – bislang – nicht. Daher bin ich wiederum schon gespannt auf die neue, denn der Regel nach ist es an der Zeit, dass mir wieder eine Platte von ihr zusagt. Und das Konzept dieses Konzeptalbums finde ich auch ganz schön, interessiert mich mehr als die Themen von folklore und dem Parallelalbum.

  20. Michael Engelbrecht:

    Was ja auch okay ist, weil es die Biografie verändert / mit-geprägt hat… 800 Mitwirkende?! Scheint ja ne lange Serie zu sein.

    SART von Jan Garbarek hätte ich auch nehmen können.

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