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2021 26 Jun

Halbzeitstand

von: Olaf Westfeld Filed under: Blog | TB | Tags:  9 Comments

1. Floating Points, Pharoah Sanders, London Symphony Orchestra Promises / 2. Sons of Kemet Black to the Future / 3. Nik Bärtsch Entendre / 4. Fleet Foxes Shore / 5. The Notwist Vertigo Days / 6. Masha Qrella Woanders

 

Bis jetzt sind nur alte Freunde und Bekannte dabei, einzig von Floating Points habe ich mir bis jetzt noch kein Album gekauft, aber dafür spielt auf Promises ja Pharoah Sanders mit. Die ersten drei Alben auf der Liste gefallen mir so gut, dass ich mir kaum vorstellen kann, dass die nicht auch am Ende des Jahres ganz vorne stehen (wenn auch vielleicht nicht in der Reihenfolge, mal sehen), doch die nächsten potentiellen Lieblingsplatten klopfen schon an: das Timo Lassy Trio zum Beispiel, Little Simz oder auch Low. Ausserdem sind die Alben von Portico Quartet, Nova Materia und Jeb Loy Nichols noch auf dem Weg zu mir. Shai Maestro, Kari Ikonen und Jakob Bro können auch alle noch unter den ersten 16 auftauchen. Und Nick Cave habe ich noch gar nicht richtig gehört. Da sind also in der zweiten Halbzeit noch einige Veränderungen möglich.

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9 Comments

  1. ijb:

    Auf Little Simz müssen wir leider noch bis nach dem Sommer warten… Leider ist in sechs Monaten schon wieder Weihnachten, und die Tage werden ja auch schon wieder kürzer… nach meinem Gefühl hat das Jahr gerade erst angefangen. (Wahrscheinlich habe ich das Gefühl, weil es so lange gedauert hat, bis das Post-Corona-Leben in der Stadt erst vor sehr kurzer Zeit anzulaufen begann.)

    Mit „Carnage“ bin ich noch nicht so wirklich warm geworden. Ich hatte nach der Resonanz bei der Online-Veröffentlichung vor drei Monaten ein experimentelles Album erwartet; da wurde ja so oft von „radikalen“ und „anstrengenden“ Sounds geschrieben – und dann habe ich es irgendwann endlich angehört und bin noch gar nicht von der in die Irre geführten Erwartungshaltung abgekommen… Es ist ja ein ziemliches Ambient-Album. Leider muss ich sagen, dass ich Nick Cave, dessen Gesamtwerk ich bekanntlich doch seit Jahrzehnten verfolge und sehr schätze, vor allem für seine Songs und eindringlich klaren Melodien schätze, weniger für diese sehr stimmungsmäßigen Ambient-Stücke, die ja auch schon das vorige Album „Ghosteen“ bevölkert haben. Ich bin zwar noch immer Fan genug, dass ich das gerne höre, das gebe ich zu, aber die (alt-)meisterhafte Brillanz von „Push The Sky Away“ und „Skeleton Tree“ (dort auch die genialen, sehr intensiven Soundideen) erreichen die letzten beiden Alben dan noch nicht. Aber das kann sich vielleicht noch ändern; ich hab „Carnage“ erst ein paar Mal angehört; wahrscheinlich werde ich nach ein paar Wochen Hörpause dann noch mal mit frischen Ohren rangehen – und diese ambientmäßigen Stücke, die streckenweise ja näher am Gedicht als am Song sind, vielleicht anders wertschätzen.

    Ich bin aktuell noch gespannt auf Loraine James, „Reflection“, und Spellling [sic], „The Turning Wheel“. Bei Portico Quartet zögere ich noch. Nach den frühen Alben, die ich wirklich famos fand, hat mich die Band für mich nach dem Ausstieg der klangmäßig wichtigen Mitglieder seitdem stets nicht mehr so wirklich überzeugt. Schöne Alben sind das, sicher… bei dem neuen zögere ich noch… mir sind das derzeit ein bisschen viele Alben mit ausufernden Instrumental-Stücken; da steht mir eventuell im Herbst dann wieder mehr der Sinn danach; deshalb wohl gerade eher auch nicht so viel Lust auf Nik Bärtsch. Derzeit eher Songs.

  2. ijb:

    PS: Kürzlich war hier ja kurz das Gespräch bei ASMR bzw. von ASMR beeinflusster Musik. Ich finde den Beitrag gerade nicht (mehr), aber diese Besprechung fand ich eben:

    „A masterful album from a talented artist who infuses ambient music with ASMR textures.“

    Werd ich mal anhören.

  3. Rosato:

    https://www.manafonistas.de/2019/11/03/fred-rauch/

  4. Rosato:

    https://asmr-ratgeber.de/blog/was-bob-ross-mit-asmr-zu-hat/

    https://www.youtube.com/watch?v=mT0RNrTDHkI

  5. Michael Engelbrecht:

    Ich habe ja meine eigenen Spielregeln nicht so streng befolgt, aber ich gewinne ja auch nicht den Patiencen-Preis am Nikolaustag. Trotzdem hat mir das kleine Regelwerk geholfen, sehr bewusst diese Abfolge zu entwickeln und zu verwandeln. Es kann sich noch manches ändern, aber da muss schon GROSSES kommen, um den ersten vier Rängen noch die Ränge abzulaufen. Die derzeit nur untereinander noch verschiebbar scheinen – fast wie in der Patience „Der Verschiebebahnhof“.

    Stand heute:

    01. Nova Materia: Xpujil ***** (release date: June 26) / 02. Lambchop: Showtunes ***** / 03. Floating Points, Pharoah Sanders, LSO: Promises ***** / 04. Nik Bärtsch: Entendre ***** / 05. Anthony Joseph: The Rich Are Only Defeated When Running For Their Lives ***** / 06. Sons of Kemet: Black To the Future ****1/2 / 07. Portico Quartet: Terrain ****1/2 / 08. Pino Palladino and Blake Mills: Notes with Attachments ****1/2 / 09. Lana Del Ray: Chemtrails Over The Country Club ****1/2 / 1o. St. Vincent: Daddy‘s Home ****1/2 / 11. The Coral: Coral Island ****1/2 / 12. Natural Information Society w/ Evan Parker: Descension (OOOC) ****1/2 / 13. Rhe Mountain Goats: Dark In Here / 14. Marianne Faithfull with Warren Ellis: She Walks In Beauty **** / 15. Trio Tapestry: Garden of Expression **** / 16. Nick Cave and Warren Ellis: Carnage ****

  6. Olaf Westfeld:

    „Ausufernde Instrumental-Stücke“ habe ich dieses Jahr am meisten gehört, ich glaube, das lag am Lockdown, wo die Ruhe für so etwas da war, und dann noch an neuen Lautsprechen, die ich zu Weihnachten „bekommen“ (na ja: mir gekauft) habe. Ich frage mich schon, wann das Pendel wieder mehr Richtung Song schlägt und wundere mich, dass bis jetzt noch keine Neuentdeckung dabei ist – schaunmermal, was die zweite Jahreshälfte bringt.
    Ach ja, das Lambchop Album! Nach ca. 4x Hören irgendwie in Vergessenheit geraten, was sicher auch daran liegt, dass es „nur“ hier auf dem Rechner und nicht vor der Anlage ist. Das könnte auch gut noch irgendwo hin geschoben werden.

  7. Michael Engelbrecht:

    Ich kann gar nicht sagen (und habe es nun schon öfter gesagt, gerne auch im Radio), wie mich die neue LAMBCHOP fesselt. Aber ob sie bei einem zündet, das liegt an so vielen Faktoren, und sicher nicht an einer „objektiven Wahrheit“, die es zu erkennen gibt.

  8. ijb:

    So ein richtiges „Über-Album“ (also 5 Sterne) habe ich bis jetzt noch nicht fürs Jahr 2021 (deshalb zähle ich auch immer erst ab Platz 2; ich bin sicher, da kommt noch was; manches braucht auch ein bisschen Zeit).
    Meine aktuellen zehn Favoriten zur Halbzeit sehen so aus:

    2. Dry Cleaning: New Long Leg
    3. Anna B Savage: A Common Turn
    4. Christina Chatfield: Sutro
    5. Black Country, New Road: For The First Time
    6. Valerie June: The Moon and Stars
    7. Anthony Joseph: The Rich Are Only Defeated When Running for Their Lives
    8. The Weather Station June: Ignorance
    9. Amythyst Kiah: Wary + Strange
    10. Mark Andre: woher… wohin / iv 13 (Miniaturen)
    11. Mogwai: As The Love Continues

    Neben den in meinem letzten Blogpost genannten hätte ich noch ein paar weitere Alben zu empfehlen, die ich sehr gerne höre, von denen ich aber noch nicht weiß, ob ich die in sechs Monaten noch in die „Top 30“ bekomme – nach dem halben Jahr beschränke ich meine Liste daher auf die Hälfte der angelegten Gesamtpositionen, deshalb habe ich die bislang nicht mit in die Liste genommen:

    Pan Daijing: Jade
    Rasha Nahas: Desert
    Vijay Iyer Trio: Uneasy
    Moor Mother & Billy Woods: Brass
    Dawn Richard. Second Line
    Claire Rousay: a softer focus
    Punkt.Vrt.Plastik (Draksler, Eldh & Lillinger): Somit
    Sinikka Langeland: Wolf Rune
    Jakob Bro: Uma Elmo

  9. Olaf Westfeld:

    Meine ersten drei gehen schon alle in Richtung fünf Sterne, wobei ich Entendre noch häufiger hören muss, um da ganz sicher zu sein und Black to the Future könnte auch noch einen halben bis einen Stern verlieren, wenn die Anfangsbegeisterung sich etwas gelegt hat.

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