Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2021 12 Jun

„The thrill of it all“ – ein paar Serienempfehlungen

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | No Comments

Grosse Freude und Spannung garantiert LUPIN, die erste wie die zweite Staffel. John Doyle bringt es auf den Punkt: „It’s as elaborate as before, all cleverness, style and propulsion, with the viewer never quite sure how the central character is going to pull off another disguise and recede into anonymity while being so charismatic.

Die Spätzeit einer Pandemie, die kleine Hybridmenschen hervorbringt, denen auch mal ein Hirschgeweih wächst. SWEET TOOTH leistet sich einen Spagat zwischen grossem Ernst, schrägem Humor, guten Songs, und einer Story, die von jung und alt verstanden werden kann. Mit viel Empathie wurde ein modernes Märchen inszeniert. Ab 12, wohlgemerkt.

MARE OF EASTTOWN  zeigt Kate Winslet als grossartige Schauspielerin. Für mich neu, sorry, ich leide heute noch unter dem Blödsinn der Titanic-Verfilmung. Die Story mit unendlich verstörten Kleinstadtbewohnern („unter jedem Dach ein Ach“) ist atemraubend inszeniert und, obwohl in den USA angesiedelt, eher in der Tradition, von HINTERLAND, HAPPY VALLEY und BROADCHURCH zu sehen. Patti Smith wird es lieben.

Ich habe Paul Therouxs MOSKITOKÜSTE nie gelesen, aber dafür die erste und hoffentlich nicht letzte Staffel der Serie. Justin Theroux mochte ich total in einer meiner „favourite series of all time“, THE LEFTOVERS, und auch hier glänzt er (nicht allein) in der Rolle eines Getriebenen. Ein Einzelgänger mit Famile. Ex- und implosiv!

DUBLIN MURDERS überraschte mich positiv. Die Romane von Tana French sind so gut geschrieben, das ich  mir keine andere Version wünschte, aber diese Aufvereitung verwandelt die literarische Qualität in einen ungwöhnlichen Erzählrhythmus, der Protagonisten und Zuschauern Unsicherheiten und Irritationen zumutet. Beeindruckendes Irish Noir Kino.


(A propos noir: eine schöne neue Kolumne wird es wohl ab Juli geben, BLUE & NOIR, ein sinnlicher Sammelbegriff, von neu aufgelegten film noir Klassikern und Thrillern mit dunkler Note, bis zu „another kind of blue (and black)“ in Musik, Malerei, Fotografie, Philosophie und Literatur“. Der Hanser Verlag
das auf seine Weise umgestzt mit der Reihe „Hanser Blau“.)

This entry was posted on Samstag, 12. Juni 2021 and is filed under "Blog". You can follow any responses to this entry with RSS 2.0. You can leave a response here. Pinging is currently not allowed.

No comments yet.

Leave a comment

XHTML allowed tags: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Mit dem Absenden akzeptiere ich die Übermittlung und Speicherung der Angaben, wie unter Datenschutz erläutert.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz