Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

2021 24 Apr

Abschied von der Insel (2)

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | No Comments

„Moin Moin Michi
hier ist die Flut an Buchungen eingegangen.
Wahnsinn
Bis Winter
Ahoi
Claudia“

 

Offensichtlich lesen manche Syltianer und nordfriesische Medienmenschen diesen Blog, und so bekam ich gestern Abend eine Einladung, die ersten sieben Tage des Sylter Öffnungsmodells für einen norddeutschen Sender zu verfolgen, mit drei Live-Schalten im „Morgenradio“. Freie Übernachtungen und Spesensatz. Plus O-Töne von Touristen. Was mich daran reizt, ist der detailliert ausgearbeitete Kontrollplan, der von den Teilnehmern sehr viel Disziplin fordert, aber dann auch alte Freiheiten ermöglicht, ohne Strandstürmen und exzessive Körpernähe unter Fremden. Wir haben in dieser Coronakrise ja leidvoll lernen müssen, dass diese Bundesregierung stets zum Abwarten neigt, wenn schnelles oder entschlossenes Handeln von Vorteil  könnte. Deshalb stecken wir ja seit Monaten in dieser unbefriedigenden Mischung aus Dämmershutdown und Hochinzidenzlage. Insofern sind wir viel zu langsam einen nur sehr kleinen Schritt voran gekommen. Mit einem harten Zero Covid-Konzept über drei, vier Wochen wäre die Inzidenz schon wieder im Keller. Leider musste ich nun absagen, wegen einer anstehenden Radiosendung im Deutschlandfunk.

 

Bevor ich morgen mit dem Schreiben der JazzFacts beginne, bin ich ich noch einmal die einzelnen Alben der Sendung am 6. Mai durchgegangen. Da wird jeder Hörer, der für unkonventionellen Jazz und Angrenzendes offen ist, mindestes ein, zwei neue Lieblingsalben entdecken. Auch wenn „Promises“ von Floating Points   Begeisterungsstürme in der Journaille ausgelöst hat, halte ich die anderen Alben für gleichermassen faszinierend. Und sie mögen nicht dadurch in den Hintergrund treten, dass ich glaube, dereinst werde sich „Promises“ als ein Klassiker erweisen, der seinen Platz erhalten wird zwischen „Sketches Of Spain“, „Luminessence“, „Skies of America“ und „He Loved Him Madly“, also im Olymp von Grosskompositionen, in denen sich einem Blasinstrument unvergessliche Landschaften öffnen. desert island album. lockdown sylt record. after midnight music. deep wave listening. Vielleicht findet mein Jazzfreund aus dem Osten noch einen markanten Satz aus seinem wahrlich nicht straight zu interviewenden Pharoah Sanders.

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