Manafonistas

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2021 29 Mrz

„You want it darker / We kill the flame“

von: Michael Engelbrecht Filed under: Blog | TB | Tags: , , 3 Comments

„Ab ins Weglose, Krumme.“ (Peter Handke)

Für eine Nachtwanderung sind einige Dinge nötig, ich habe an alles gedacht, natürlich auch an das Banalste, die Taschenlampe. Sonst wäre es Slapstick, eine Art Geisterbahn für die Erlebnispädagogik. Die Nacht, zwischen Dünen und Küste, da, wo auch Rehe heimisch sind, hinter Kampen, hinter dem gediegenen Leben, hat ihre hundert Geräusche („the dying sounds of Sylt“), die alle Musik sind. Beim ersten Mal habe ich wirklich Beatles-Melodien gesummt, nun sind die Songs im Survival Kit: alles von You Want It Darker, und, wie versprochen, „Promises“, mit Floating Points und Pharoah, die Boom-Box, mehr ist nicht erforderlich. 4 Gramm Kratom für sanftes Floaten. Ich werde heute nicht ins Wasser gehen an den Buhnen, die Knochen schlitzen. Strandkörbe sind schon wieder im Einsatz, Einheimische hocken manchmal darin, aber nicht nach Mitternacht, und denken, bald werde es wieder so sein wie früher. Eingeschliffene Bilder von der Wirklichkeit sind beharrlich. Das Leben kriegt man immer nur für eine Weile zurück. Good night, and good luck.

 

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3 Comments

  1. Michael Engelbrecht:

    Dreieinhalb Stunden lang mich dort heute rumzutreiben, grossartig.
    Wenig Schlaf, okay. Nichts geht dann über ein Marmeladebrötchen am Morgen, und zwei Tassen Kaffee. In der Pension meines Vertrauens. Heute kommt hier im Haus ein Amerikaner an. Was der wohl hier jobmässig machen will.

    Hier an der Küste bleibt es in den kommenden Tagen sonnig und eiskalt, während von Hamburg abwärts die Temperaturen auf über zwanzige Grad klettern.

    @ Brian: I love things in nature being creepy and magic at the same time.

  2. Michael Engelbrecht:

    PROMISES von Floating Points, Pharoah Sanders, London Symphony Orchestra ist tatsächlich, in meinen Ohren, eine herausragende Platte. Heute Nacht an der Küste in einem Nachtkorb / Strandkorb gelauscht. Mit Boombox und viel Meeresrauschen. Keine Kopfhörer. Ich denke, das ist ein Album, das man von Anfang bis Ende hören sollte, dann entfaltet es Tiefenwirkung. Odilo hört sich auf meinen Wunsch um, ob jemand Sam Shephard (Floating Points) interviewt hat oder interviewen kann, für die Jazzfacts im Mai. Bei Mr. Sanders dürfte es eher schwierig werden. PROMISES von 0 auf 5 in meiner „volatilen“ Jahresbestenliste 😉

  3. Anonymous:

    Moin Moin Michael
    viel Freude heute am Strand. Die Nachtwanderungen mache ich von Zeit zu Zeit selber.-
    Es ist immer wieder ein Traum.
    Deine Pension des Vertrauens.

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